Badingen (Bismark)

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Badingen
Wappen von Badingen
Koordinaten: 52° 36′ 32″ N, 11° 38′ 29″ O
Höhe: 46 m
Fläche: 17,35 km²
Einwohner: 400 (30. Jun. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39579
Vorwahlen: 039324, 039325
Badingen (Sachsen-Anhalt)
Badingen
Badingen
Lage von Badingen in Sachsen-Anhalt

Badingen ist ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Badingen liegt in der Altmark, etwa 16 km westlich von Stendal. Das flachwellige Gebiet um Badingen (bis 57 m ü. NN) wird vom Secantsgraben zur Milde entwässert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badingen taucht erstmals 980 in einer Urkunde als Waddigo auf.[1] Ursprünglich gab es ein Pfarrdorf und ein Rittergut mit dem südwestlich gelegenen Agnesenhof (heutiger Neuhof) und der Hagemühle (auch Hagen-Mühle), die nicht mehr besteht.

Das Dorf war Stammsitz des Adelsgeschlechts von Badingen. Das Rittergut war in Besitz der Familie von Rundstedt.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Badingen mit der Landgemeinde Badingen vereinigt.[2]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Badingen eine selbständige Gemeinde mit dem zugehörigen Ortsteil Klinke und dem Wohnplatz Neuhof.

Der Gemeinderat der Gemeinde Badingen beschloss am 18. Juni 2009 die Zustimmung zu einem Gebietsänderungsvertrag, wodurch ihre Gemeinde aufgelöst und Teil einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen Stadt Bismark (Altmark) wurde. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[3]

In der eingeflossenen Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Badingen wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Klaus Blell.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 25. Juli 2005 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Grün, oben ein laufender schwarzer Wolf, unten eine goldene Wiege.“[4]

Die Wappensymbole sind ein laufender Wolf und eine Wiege. Sie gründen sich auf eine Sage, nach der im (slawischen) Burgwall bei Badingen eine goldene Wiege vergraben liegt. Weiterhin wurden historische Flurnamen berücksichtigt; auf der Flur von Badingen, etwa 1,25 km nordwestlich des Dorfes auf der Südseite des Schaugrabens liegen die „Wulfshagenwiese“ und nicht weit daneben der „Wulfsstieg“. Wenn man berücksichtigt, dass die Markgrafen von Brandenburg in dieser Region früher unter anderem Wolfsjagden veranstalteten, ist der Bezug auf den Wolf, der in den umliegenden Wäldern genug Lebensraum hatte, durchaus erklärbar. Wolf und Wiege wurden vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch entsprechend der heraldischen Stilistik und Gepflogenheiten grafisch umgesetzt.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist gelb - grün - gelb (1:4:1) gestreift (Hissflagge: Streifen von oben nach unten, Querflagge: Streifen von links nach rechts verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Badingen führt die Landstraße 30 von Kläden nach Vinzelberg. Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus. Der nächste Bahnhof befindet sich in der Nachbargemeinde Kläden (Bahnlinie StendalSalzwedel).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Christen aus Badingen gehörten zur Pfarrei Badingen. Die Pfarrei wird seit 1978 von der Pfarrei Nahrstedt versorgt und gehört jetzt zum Pfarrbereich Kläden des Kirchenkreises Stendal der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, S. 100.
  • Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 30.
  • Haase, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 109 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 3. Juni 2017]).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stadt Bismark, Ortschaften auf www.stadt-bismark.de. Ortsteile Badingen und Klinke. Abgerufen am 3. Juni 2017.
  2. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 208.
  3. Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 192 ff. (PDF; 6,8 MB [abgerufen am 2. Dezember 2015]).
  4. a b Amtsblatt des Landkreises Stendal Nr. 16/2005, S. 215 (PDF; 512 kB)