Badischer Winzerkeller

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Badischer Winzerkeller
Badischer Winzerkeller Logo.jpg
Rechtsform eingetragene Genossenschaft (eG)
Gründung 1952
Sitz Breisach am Rhein
Leitung Peter Schuster (Vorstandsvorsitzender)[1]
Mitarbeiter 157[2]
Umsatz 42,2 Millionen Euro (2016)[3]
Branche Weinerzeuger
Website www.badischer-winzerkeller.de

Verwaltungsgebäude des Badischen Winzerkellers

Die Badischer Winzerkeller eG ist ein Verbund von Winzergenossenschaften mit Firmensitz in Breisach am Rhein nahe Freiburg im Breisgau in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzfasskeller des Badischen Winzerkellers

Am 3. März 1952 wurde die Zentralkellerei Kaiserstühler Winzergenossenschaften eGmbH mit Sitz in Breisach als erste gemeinsame Kellerei badischer Winzergenossenschaften gegründet. Die Bezirkskellerei wurde am 26. April 1954 in eine Landeszentrale für das gesamte Weinanbaugebiet Baden umgewandelt und nannte sich Zentralkellerei Badischer Winzergenossenschaften. Am 7. Dezember 1988 folgte die Umfirmierung zur Badischen Winzerkeller eG.[4]

Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 waren dem Verbund 52 Genossenschaften angeschlossen, die auf einer Rebfläche von 1.741 Hektar (2015: 1770 Hektar) insgesamt 17,2 Millionen Liter Wein (2015: 14,8 Millionen Liter) produzierten.[3][1] Das Unternehmen ist Badens größte Kellerei mit einer Tankkapazität von 105 Millionen Litern (mehr als die Hälfte ist seit Jahren ungenutzt).[5][6]

Das Einzugsgebiet erstreckt sich von der Badischen Bergstraße im Norden bis zum Bodensee im Süden.

Der Genossenschaftsverbund liefert 80 bis 85 Prozent seiner Weine an Discounter wie Aldi und Lidl sowie an den Lebensmittelhandel wie Edeka und Rewe. Der Rest geht an den Weinfachhandel, die Gastronomie, ins Ausland oder direkt an Verbraucher.[3][5]

Nach mehreren schwachen Ernten hatten badische Winzer, wie das gesamte badische Weinanbaugebiet, im Jahr 2014 den geringsten Kellerbestand seit 30 Jahren. Der Absatz war um 22,6 Prozent von 18,1 auf 14 Millionen Liter gesunken, der Umsatz um 12 Prozent von 45,8 auf 40,3 Millionen Euro (zum Vergleich 2007: 52,3 Millionen Euro).[5][7][8] Der Umsatz stieg seit 2015 wieder an und lag zuletzt bei 42,2 Millionen Euro. Das Unternehmen zahlte den Winzern 2016 pro Hektar Anbaufläche 9.333 Euro - ein mittlerer Wert im badischen Winzermarkt.[1][3]

Die Zahl der Mitarbeiter betrug 147 Vollzeit- und 22 Teilzeitkräfte im Jahr 2009 und sank bis zum Jahr 2016 auf 130 Vollzeit- und 27 Teilzeitbeschäftigte. Das Unternehmen kündigte einen potenziellen weiteren Stellenabbau durch „natürliche Fluktuation“ an.[8][2]

Vorstandsvorsitzender ist Peter Schuster (Stand 2016).[1]

Der Badische Winzerkeller ist Mitglied im Bundesverband Ökologischer Weinbau Ecovin, im Badischen Weinbauverband und im Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartmut Sandmann: Tradition, Leistung, Aufbruch 1867–1992. 125 Jahre genossenschaftliche Selbsthilfe in Baden. Die Geschichte des Badischen Genossenschaftsverbandes., Badischer Genossenschaftsverband, Karlsruhe 1992, S. 200

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Badische Zeitung: Badischer Winzerkeller steigert 2015 den Umsatz, 29. Juni 2016.
  2. a b Badische Zeitung: Neue Führung des Badischen Winzerkellers zeigt sich optimistisch, 29. April 2016.
  3. a b c d Badische Zeitung: Der Badische Winzerkeller legt in allen Bereichen zu, 29. Juni 2017.
  4. Gerhard-Ludwig Sälzer: Die Effizienz deutscher Winzergenossenschaften: Institutionelle und empirische Analysen, Springer, Wiesbaden 2000, ISBN 9783663081777, S. 155, Vorschau in der Google-Buchsuche
  5. a b c Badische Zeitung: Badischer Winzerkeller zieht Bilanz: Mehr Geld für Trauben, 5. Juni 2015.
  6. Baden Online: Wirtschaft regional Der Vorstand des Badischen Winzerkellers im Interview, 21. März 2017.
  7. Baden Online: Badischer Winzerkeller verkauft weniger Wein, 28. Juni 2014.
  8. a b Badische Zeitung: Badischer Winzerkeller zahlt weniger Traubengeld aus, 2. Juli 2009.

Koordinaten: 48° 2′ 2″ N, 7° 36′ 8″ O