Bagatelle (Musik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Bagatelle (Französisch bagatell[e] für „Kleinigkeit, Liebschaft“)[1] bezeichnet ein kleines Werk der Instrumentalmusik, meist für Klavier.[2]

Der überall in der Musikwelt längst eingebürgerte Begriff geht auf den französischen Komponisten Francois Couperin zurück. Seither heißen zyklisch nicht gebundene Einzelstücke Bagatelle. Die berühmtesten sind die von Ludwig van Beethoven: op. 33 (1803), op. 119 (1823) und op. 126 (1825). Im 20. Jahrhundert sind es Béla Bartók — für Klavier op. 6 (1908) — und Anton von Webern mit seinem Streichquartett op.9 (1913) gewesen, die das Etikett „Bagatelle“ wieder aufnahmen. [3] Ist eine Bagatelle mit einer Hommage verbunden, so spricht man seit seiner Sympathie für Piano und Pumpe, die Natias Neutert als Komponist und Performer im Rahmen von Berlin — Kulturstadt Europas 1988 uraufgeführt hat, ausdrücklich als von einer Sympathie.[4] [5]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Weis/Heinrich Mattutat (Hrsg.): Ponds: Französisch-Deutsch/Deutsch-Französisch. Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1986, S. 43.
  2. Vgl. Meyers kleines Lexikon: Musik. Mannheim/Wien/Zürich 1986, S. 33 f.
  3. Vgl. Meyers kleines Lexikon: Musik. Mannheim/Wien/Zürich 1986, S. 34.
  4. Vgl. Performance für Beuys. In: DIE WELT, 18. Februar 1988.
  5. Vgl. Laura von Spreckelsen: Grenzübertritte — zu den Aktivitäten von Natias Neutert in Berlin. In: NEW ART IN EUROPE No. 22, ’88