Bagno a Ripoli

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Bagno a Ripoli
Wappen
Bagno a Ripoli (Italien)
Bagno a Ripoli
Staat Italien
Region Toskana
Metropolitanstadt Florenz (FI)
Koordinaten 43° 45′ N, 11° 19′ OKoordinaten: 43° 45′ 8″ N, 11° 19′ 25″ O
Höhe 75 m s.l.m.
Fläche 74 km²
Einwohner 25.483 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 344 Einw./km²
Postleitzahl 50012
Vorwahl 055
ISTAT-Nummer 048001
Schutzpatron San Pietro und San Paolo (29. Juni)
Website Bagno a Ripoli
Bagno a Ripoli, die Gemeindeverwaltung (Palazzo Comunale)
Bagno a Ripoli, die Gemeindeverwaltung (Palazzo Comunale)

Bagno a Ripoli (Aussprache: ['baŋŋo a 'rri:poli]) ist eine italienische Gemeinde in der Metropolitanstadt Florenz (Region Toskana) mit 25.483 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017). Die Gemeinde gilt als wohlhabender Vorort der Stadt Florenz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Bagno a Ripoli in der Metropolitanstadt Florenz

Bagno a Ripoli liegt rund 7 km südöstlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 854 GG[2]. Die Gemeinde liegt in einer Ebene am Arno mit vielen Palästen und Villen. Die südwestlichen Ortsteile liegen am Fluss Ema. Am gegenüberliegenden Ufer befindet sich Fiesole.

Zu den Ortsteilen gehören Antella, Candeli, Le Gualchiere, Grassina, Lappeggi, Ponte a Ema, Osteria Nuova, Rimaggio, San Donato in Collina, Terzano, Vallina und Villamagna.

Die Nachbargemeinden sind Fiesole, Florenz, Greve in Chianti, Impruneta, Pontassieve und Rignano sull’Arno.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bagno a Ripoli ist etruskischen Ursprungs und entwickelte sich im 3. Jahrhundert v. Chr. zu einem Handelsplatz.

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Bagno a Ripoli ein Internierungslager (campo di concentramento). Es befand sich in der Villa la Selva, einem Landhaus, dessen Besitzer nach Palästina ausgewandert war. Nach dem Angriff Italiens auf Griechenland im Herbst 1940 wurden dort fast nur Griechen interniert, darunter auch Juden. 1942/43 kamen Anglolibyer und Jugoslawen hinzu.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Santa Caterina bei Antella
  • In dem Dorf befinden sich Reste alter Thermen, in seiner Umgebung finden sich einige Burganlagen.
  • Villa Medici von Lappeggi
  • Oratorio di Santa Caterina all’Antella (auch Oratorio di Santa Caterina delle Ruote genannt), Oratorium nahe dem Ortsteil Antella. Enthält drei Werke des Spinello Aretino.
  • Zu Ostern werden im Stadtviertel Grassina Passionsspiele aufgeführt, deren Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Partnerstadt ist Weiterstadt in Hessen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: RIPOLI (PIEVE DI S. PIETRO A) ossia, PIEVE DI S.PIETRO A QUARTO nel Val d’Arno fiorentino. In Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (PDF, ital.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bagno a Ripoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 9. Dezember 2013 (ital.) (PDF; 330 kB)
  3. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 182–184; Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945 (Zweiter Band), Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 75
  4. RIEVOCAZIONE STORICA DELLA PASSIONE DI CRISTO - GRASSINA. In: www.rievstoricagrassina.it. Abgerufen am 26. März 2016.