Bahabón de Esgueva

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Gemeinde Bahabón de Esgueva
Bahabón de Esgueva – Iglesia
Bahabón de Esgueva – Iglesia
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Bahabón de Esgueva
Bahabón de Esgueva (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Burgos
Comarca: Comarca del Arlanza
Koordinaten 41° 52′ N, 3° 44′ WKoordinaten: 41° 52′ N, 3° 44′ W
Höhe: 915 msnm
Fläche: 21,39 km²
Einwohner: 81 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 3,79 Einw./km²
Postleitzahl: 09350
Gemeindenummer (INE): 09033 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Bahabón de Esgueva

Bahabón de Esgueva ist ein Ort und eine nordspanische Landgemeinde (municipio) mit nur noch 81 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Süden der Provinz Burgos in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Der Ort gehört zur bevölkerungsarmen Region der Serranía Celtibérica.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Bahabón de Esgueva liegt auf dem Nordufer des Río Esgueva in der kastilischen Hochebene (meseta) gut 60 km (Fahrtstrecke) südlich von Burgos bzw. ca. 20 km südlich der Kleinstadt Lerma in einer Höhe von ca. 915 m. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 500 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2018
Einwohner 414 444 496 139 73[3]

Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem Verlust von Arbeitsplätzen und in der Folge zu einem deutlichen Rückgang der Einwohnerzahlen geführt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner der Landgemeinde leben hauptsächlich von der Landwirtschaft (Ackerbau und Viehzucht). Seit den 1960er Jahren spielt auch die sommerliche Vermietung von Ferienhäusern (casas rurales) eine gewisse wirtschaftliche Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keltische, römische, westgotische und selbst maurische Spuren fehlen. Der Ort wird nach der Rückeroberung (reconquista) der Duero-Grenze durch die Christen im Jahr 1037 erstmals urkundlich erwähnt; seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert gehörte er zur Grundherrschaft (señorio) des etwa 12 km südlich gelegenen Zisterzienserklosters San Pedro de Gumiel.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzige Sehenswürdigkeit des Ortes ist die ursprünglich romanische, in der Renaissance jedoch umgebaute Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción mit ihrem Vierungsturm, der überdies noch von einem – später hinzugefügten – querstehenden Glockengiebel (espadaña) überhöht wird. Die zum Mittelgeschoss und somit zur Glockenstube des Turmes hinaufführende Außentreppe ist ebenfalls eine spätere Zutat. Interessant sind die verschiedenen Konsolfiguren unterhalb der Apsistraufe. Das Südportal zeigt deutliche Renaissanceformen. Das Kirchenschiff (nave) bewahrt einen Taufstein (pila) aus der Vorgängerkirche.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bahabón de Esgueva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Bahabón de Esgueva – Klimatabellen
  3. Bahabón de Esgueva – Bevölkerungsentwicklung
  4. Bahabón de Esgueva – Geschichte
  5. Bahabón de Esgueva – Kirche