BahnComfort

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Logo von bahn.bonus comfort zwischen 2011 und 2019

Der Begriff BahnComfort bezeichnet das zum 15. Dezember 2002 eingeführte Bonussystem der Deutschen Bahn. Dieses dient der Verstärkung der Kundenbindung durch das Einräumen zusätzlicher Serviceleistungen und Rabatte für Vielfahrer. BahnComfort ist Bestandteil des BahnBonus-Programms. Das System wird von der Firma Loyalty Partner zum Zwecke der Kundendatenauswertung und Kundenbindung betrieben.

Mitte 2013 hatten nach Bahnangaben rund 160.000 Menschen Vielfahrerstatus.[1]

Bis zum 31. März 2011 wurde das Vielfahrerprogramm als bahn.comfort bezeichnet. Zwischen 2011 und vor 2020 wurde es als bahn.bonus comfort vermarktet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte Februar 2002 wurden Pläne der Deutschen Bahn zur Einführung eines Vielfahrerstatus bekannt.[2]

Ab 15. April 2002 konnten Inhaber einer BahnCard bahn.comfort-Punkte sammeln. In der Anlaufphase bis 15. Dezember 2002 waren binnen sechs Monaten 1.000 Punkte notwendig, um sich für den Status zu qualifizieren, der zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 eingeführt wurde. Inhaber einer Persönlichen NetzCard sowie eines persönlichen DPT-Stammkunden-Abonnements mit mindestens 2.000 Euro Fahrkartenwert waren automatisch für bahn.comfort qualifiziert.[3] Die Einführung des bahn.comfort-Status war ein Teil des am 15. Dezember 2002 gestarteten neuen Preissystems.[4]

Bis Ende 2002 hatten sich über 100.000 Kunden qualifiziert. Ende 2006 lag die Zahl der bahn.comfort-Kunden bei rund 160.000[5], Ende 2007 bei 200.000[6], Mitte 2013 bei 160.000[1].

Anfang 2011 gab Loyalty Partner bekannt, das Customer-Relationship-Management von bahn.comfort für weitere sechs Jahre zu betreiben.[7] Zum 1. April 2011 fand eine Repositionierung von bahn.bonus statt, um den Programmaufbau (Punkte, Prämien, Status) zu verdeutlichen. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Umbenennung von bahn.comfort in bahn.bonus comfort.

Mitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BahnCard 50 Comfort 2011/12

Alle Inhaber einer BahnCard, BonusCard Business und Comfort-Karte (zum DB Job-Ticket) können an BahnBonus teilnehmen. Sie können beim Kauf von Fahrscheinen freiwillig Prämienpunkte (für die Einlösung in Prämien) und Statuspunkte (für den BahnComfort-Status) sammeln. Jeder angefangene Euro Umsatz (Mindestumsatz: fünf Euro) entspricht je einem Prämien- und Statuspunkt. Sitzplatzreservierungen und reine Nahverkehrsangebote innerhalb von Verkehrsverbünden sind hingegen nicht sammelfähig. Gruppenreisetickets (mehr als fünf Personen auf einer Fahrkarte) sind zwar für Prämienpunkte sammelfähig, jedoch nicht für Statuspunkte. Statuspunkte sind 365 Tage ab Gutschrift gültig.

Fahrkarten, mit deren Kauf Prämien- und Statuspunkte gesammelt wurden, tragen seit 2010 den Schriftzug bahn.bonus (zuvor bahn.comfort).

Mit der Einführung der kostenlosen BahnBonus Card wurde auch Kunden ohne gültige BahnCard das Sammeln von Punkten für BahnComfort ermöglicht. Um die Zusatzleistungen bei einem Punktestand von mindestens 2000 in Anspruch nehmen zu können, bedarf es dann jedoch einer gültigen BahnCard.

Sind innerhalb von 12 Monaten[8] 2.000 Statuspunkte erreicht, wird eine neue BahnCard mit BahnComfort-Status ausgestellt. Diese ist silbergrau (BahnCard 100: schwarz) unterlegt und trägt den Zusatz BahnComfort. Sie ersetzt die bisherige BahnCard und berechtigt zur Nutzung der BahnComfort-Leistungen. Rabattstufe und Gültigkeitszeitraum entsprechen der vorherigen Karte.

Nach Ende der Gültigkeit dieser Karte wird die Folgekarte (soweit bestellt) nur dann mit BahnComfort-Status ausgestellt, wenn der Statuspunktestand zu Beginn der Laufzeit wenigstens 2.000 Punkte beträgt. (Bis zum 12. Dezember 2010 war die Folgekarte der ersten BahnComfort-Karte nach Erreichen des Status automatisch wieder eine BahnComfort-Karte.)

Inhaber einer BahnCard 100 sowie Inhaber einer persönlichen Jahreskarte oder eines DB Job-Tickets im Wert von mindestens 2.000 Euro haben automatisch den BahnComfort-Status.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmer können folgende Leistungen nutzen:

Lounges
BahnComfort-Teilnehmer und je eine Begleitperson haben – auch ohne Fahrschein – kostenlosen Zugang zu den Lounges genannten Warteräumen der DB, die es in 15 großen Bahnhöfen gibt. Für den speziellen Erste-Klasse-Bereich ist eine tagesaktuelle Fahrkarte zum Flexpreis der ersten Klasse vorzuweisen; Begleitpersonen sind nicht zugelassen. Darüber hinaus haben BahnComfort-Teilnehmer mit internationalem Ticket freien Eintritt zu den Lounges der Railteam-Partner Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.
BahnComfort-Service
Dieser von DB Dialog betriebene Kundendienst mit ca. 70 Mitarbeitern steht nur BahnComfort-Teilnehmern zur Verfügung (Stand: Juli 2005). Das so genannte „Servicetelefon für Comfort-Kunden“ ist täglich von 6 bis 23 Uhr unter der auf der Rückseite der BahnCard mit Comfort-Status genannten Nummer erreichbar.
Kennzeichnung der bahn.comfort-Sitzplätze im ICE 3
Sitzplatzvorteile
Teilnehmer können spezielle Sitzplatz- und Reservierungskontingente in Fernzügen nutzen. Im Sitzplatzbereich für Comfort-Kunden sollen Fahrgäste, die selber nicht BahnComfort-Kunden sind, ihren Platz für Teilnehmer freigeben; einen Anspruch auf diese Plätze sehen die Beförderungsbedingungen zwar nicht vor, über das Hausrecht kann das Zugbegleitpersonal BahnComfort-Teilnehmern jedoch Sitzplätze zuweisen.[9]
Parkplätze für Comfort-Kunden
An 14 Bahnhöfen stehen für Teilnehmer spezielle Parkplätze zur Verfügung. Diese müssen spätestens bis 20 Uhr des Vortags über das Servicetelefon für Comfort-Kunden gebucht werden. In einigen Bahnhofs-Parkhäusern gibt es Preisnachlässe für BahnComfort-Kunden.
Comfort-Partner
Teilnehmer erhalten besondere Services und Sonderkonditionen bei Partnern aus dem Hotel- und Mietwagenbereich oder beim Bahnshop.
Comfort-Portal
Teilnehmern steht auf den personalisierten Internetseiten der Bahn (Meine Bahn) ein geschlossener Bereich mit Informationen zu den Statusleistungen sowie zusätzlichen Angeboten zur Verfügung, dieses beschränkt sich mittlerweile auf lediglich eine einzelne Kooperation mit einem Hotelunternehmen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Peter Mlodoch: Kürzere Frist bei Bonuspunkten. In: Weser Kurier online, 1. August 2013.
  2. Bahn wirbt um Vielfahrer. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 35, 2002, ISSN 0174-4917, S. 21.
  3. Kirsten Häring: 15. April 2002: Start der Sammelphase „Serviceprogramme für Vielfahrer“. In: Deine Bahn, ISSN 0172-4479, Heft 4/2000, S. 214–216.
  4. Gerd Wilger, Andreas Krämer: Das neue Preissystem und Erlösmanagement der Deutschen Bahn. In: Deine Bahn, ISSN 0172-4479, Heft 4/2000, S. 208–213.
  5. Punkte sammeln lohnt sich. In: mobil. Dezember 2006, S. 48 f.
  6. Viermillionster BahnCard-Kunde 2008. In: DB Welt, Ausgabe November 2007, S. 7.
  7. Bahncard bleibt bei Loyalty Partner Solutions. (Memento vom 10. Februar 2011 im Internet Archive) In: One to one, 25. Januar 2011.
  8. bahn.bonus comfort – der Status für Vielfahrer. – siehe Unterpunkt „Konditionen“. In: bahn.de, abgerufen am 25. Juli 2014.
  9. Der »bahn.comfort«-Kunde. »Primus inter pares« beim Recht auf den Sitzplatz? In: Fahrgast Magazin (Hrsg.): der-fahrgast.de. Nr. 4, 2003, S. 42–44 (PDF; 178 kB).