Bahnhöfe in Coburg

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In Coburg gibt es zwei Personenbahnhöfe, zwei Haltepunkte und einen Güterbahnhof.

Bahnstrecken nach Coburg

Bahnhof Coburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Coburg ist die wichtigste Station für die Stadt Coburg und das Umland. Hier beginnen die Bahnstrecken nach Bad Rodach, nach Sonneberg, nach Lichtenfels und Nürnberg sowie nach Kulmbach. Ab Dezember 2017 sind auch einzelne ICE-Halte, von der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt, vorgesehen.

Der Bahnhof hat fünf Gleise, ein Service-Center und mehrere Geschäfte im Empfangsgebäude. Am Bahnhof halten alle Buslinien des Omnibusverkehr Franken und auch die Coburger Stadtbuslinien (SÜC). Im Herbst 2007 war am Bahnhof Baubeginn des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) mit zwölf Halteplätzen sowie drei Warteplätzen. Fertigstellung war für Ende 2008 vorgesehen, hatte sich aber bis Ende August 2009 verzögert. Der ZOB soll die drei Nahverkehrsprodukte Bahn, Stadtbus und Regionalbus miteinander verknüpfen und so den Nahverkehr in Coburg attraktiver machen.

Bahnhof Creidlitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Creidlitz Gleisplanschema
Bahnhof Creidlitz mit Streckengleis nach Lichtenfels
Haltepunkt Coburg-Nord

Der Bahnhof Creidlitz liegt am südlichen Ende Coburgs an der Werrabahn bei Kilometer 134,77 zwischen dem Bahnhof Coburg und der Haltestelle Grub am Forst. Der Bahnhof ist trotz seines „Bahnhofstitels“ und zweier Bahnsteige heute eher unbedeutend, da hier nur die Regionalbahnen nach Coburg sowie in Gegenrichtung nach Lichtenfels halten. Die Züge nach Lichtenfels fahren vom östlichen Hausbahnsteig 1 und nach Coburg vom Bahnsteig 2, einem Inselbahnsteig ohne Unterführung, ab. Das Bahnhofsgebäude aus rotem Ziegelmauerwerk wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Aufgrund seines Alters zählt es zu den bedeutsamen Bahnhofsgebäuden im Coburger Land und steht unter Denkmalschutz[1]. Im Zuge des Baus der Itzgrundbahn nach Rossach folgte im Jahr 1900 die Errichtung des Keilbahnhofs mit zwei Bahnsteigen, der 1911 mit dem Bau des zweiten Streckengleises nach Coburg noch einmal um ein Bahnsteig erweitert wurde. Auf der östlichen Seite verlaufen die zwei Gleise der Werrabahn, auf der westlichen das Gleis der Itzgrundbahn, sowie parallel dazu, ein zweites Gleis für den Güterschuppen. 1950 wurde der Bahnhof einschließlich des Abzweiges nach Rossach elektrifiziert. Im Jahr 2004 erfolgte die Stilllegung der Strecke nach Rossach. Da der Streckenabschnitt Richtung Lichtenfels eingleisig ist, finden in dem Bahnhof öfters Zugkreuzungen statt. Der Bahnhof hat auch im Jahre 2012 noch Formsignale und manuell bediente Bahnschranken.

Neben dem Bahnhof liegt die gleichnamige Bushaltestelle Creidlitz/Bahnhof, die von einer Linie des Stadtbusses sowie von mehreren Bussen des OVF bedient wird. Im Rahmen des Ausbaus der Bahnstrecke zum Anschluss des Coburger Bahnhofs an die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt wird das Bahnhofsgebäude abgerissen und ein neuer Haltepunkt etwas weiter nördlich errichtet.

Im Bahnhofsbereich sollen eine Straßenunterführung, im Bereich Creidlitzer Straße, und eine Geh- und Radwegunterführung im Bereich Fabrikweg, entstehen. Die Einreichung entsprechender Planfeststellungsunterlagen steht aus (Stand: Mai 2016).[2]

Haltepunkt Coburg-Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Coburg-Nord liegt zwischen dem Bahnhof Coburg und dem Haltepunkt Dörfles-Esbach bei Streckenkilometer 1,3 der Bahnstrecke Coburg–Sonneberg. Er wurde auf der Trasse der stillgelegten Strecke nach Eisfeld errichtet und zusammen mit der Station Rödental-Mitte am 11. Dezember 2005 in Betrieb genommen. Der Bahnsteig ist 140 m lang und befindet sich direkt hinter dem Coburger Finanzamt an der Rodacher Straße.

Haltepunkt Coburg-Neuses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Coburg-Neuses liegt zwischen dem Bahnhof Coburg und dem Haltepunkt Wiesenfeld bei Streckenkilometer 1,99. Der Haltepunkt war früher Bahnhof, wurde aber dann zum Haltepunkt abgestuft. Hier halten Züge der agilis Verkehrsgesellschaft, welche die Strecke Coburg–Bad Rodach bedient, die im Stundentakt verkehren. Der Haltepunkt hat zwei Gleise, das durchgehende Hauptgleis am Bahnsteig sowie das Nebengleis mit einem Abzweig ins Müllheizkraftwerk. Die Station hat eine eher geringe Bedeutung, da nach Neuses auch sehr gute Busverbindungen existieren. Das Bahnhofsgebäude ist seit 1999 Vereinsheim der Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn-Coburg e. V.

Haltepunkt Coburg-Beiersdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt in Beiersdorf an der Bahnstrecke Coburg–Bad Rodach wurde aufgrund zu geringer Fahrgäste und einer ausreichenden Busverbindung des Stadtteils geschlossen. Im Rahmen der „Stationsoffensive Bayern“, bei der bis zum Jahr 2023 bayernweit 40 neue Haltepunkte geschaffen werden sollen, ist wieder ein Haltepunkt in Beiersdorf vorgesehen.[3] Ab Dezember 2020 sollen planmäßig Züge halten. Die Deutsche Bahn rechnet mit 160 Ein- und Aussteigern pro Tag.[4]

Güterbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Güterbahnhof liegt südlich des Personenbahnhof Coburgs bei Streckenkilometer 131,8 der Werrabahn.

Siehe auch: Güterbahnhof Coburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lage der Bahnhöfe, mit einigen Signalen und zulässigen Geschwindigkeiten auf der OpenRailwayMap

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Bleiweis, Stefan Goldschmidt und Bernd Schmitt: Eisenbahn im Coburger Land. Verlag Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn-Coburg, Coburg 1996, ISBN 3-9802748-4-5
  • Steffen Dietsch, Stefan Goldschmidt, Hans Löhner: Die Werrabahn. Verlag Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn-Coburg, Coburg 2008, ISBN 978-3-9810681-3-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Morsbach, Otto Titz: Stadt Coburg. Ensembles-Baudenkmäler-Archäologische Denkmäler. Denkmäler in Bayern. Band IV.48. Karl M. Lipp Verlag, München 2006, ISBN 3-87490-590-X, Seite 442
  2. Simone Bastian: Der ICE kann auch aufs alte Gleis. In: Coburger Tageblatt. 11. Mai 2016, S. 9.
  3. http://www.tvo.de/hofcoburg-bahn-baut-zwei-neue-haltestellen-fuer-zuege-134873/
  4. Christoph Winter: Haltepunkt Frankenbrücke? In: Coburger Tageblatt. 10. März 2016, S. 16.