Bahnhof Baden-Baden

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Dieser Artikel Dieser Artikel beschreibt die heutige Bahnstation in Baden-Oos. Zum ehemaligen Kopfbahnhof in Baden-Baden siehe Alter Bahnhof (Baden-Baden).
Baden-Baden
Bahnhof Baden-Baden-Oos.jpg
Daten
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise

5

Abkürzung

RBB[1]

IBNR 8000774
Kategorie

3[2]

Eröffnung

1844[3]

Profil auf Bahnhof.de Baden-Baden
Architektonische Daten
Baustil

Historismus

Lage
Stadt/Gemeinde

Baden-Baden

Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 47′ 26″ N, 8° 11′ 27″ OKoordinaten: 48° 47′ 26″ N, 8° 11′ 27″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg
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Als Bahnhof Baden-Baden wird seit 1977 der an der Bahnstrecke Mannheim–Basel gelegene Bahnhof der Stadt Baden-Baden in Baden-Württemberg bezeichnet. Er wird regelmäßig von Regional- und Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn AG (DB) bedient. Außerdem ist er Halt von zwei Linien der Stadtbahn Karlsruhe, die von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) betrieben werden. Der Bahnhof befindet sich am Streckenkilometer 105,3 der Rheintalbahn im Baden-Badener Stadtteil Oos. Zudem bezeichnete dieser Name den Ausgangspunkt einer von 1845−1977 existierenden Stichbahn, deren Kopfbahnhof in der Nähe des Stadtzentrums bis 1977 den Namen Baden-Baden trug.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Mai 1844 eröffnete die Badische Staatseisenbahn an der Badischen Hauptbahn (Rheintalbahn) bei der westlich von Baden-Baden gelegenen Gemeinde Oos den Bahnhof Oos. Er besaß zunächst ein kleines hölzernes Empfangsgebäude. Ein Jahr lang mussten die Fahrgäste von Oos mit Pferdeomnibussen nach Baden-Baden befördert werden, bis schließlich am 27. Juli 1845 eine Stichstrecke von Oos nach Baden-Baden eröffnet wurde, die nahe dem Stadtzentrum an einem Kopfbahnhof endete, der den Namen Baden erhielt.[3] Diese Strecke führte zunächst in Richtung Norden aus dem Bahnhof heraus.[7]

Im Jahr 1904 wurde der Bahnhof Oos etwa 500 m nach Süden verlegt; seitdem verläuft auf der ehemaligen Trasse der Strecke ins Stadtzentrum die Ooser Bahnhofstraße. Bis zu ihrer Stilllegung führte die Stichstrecke fortan in südlicher Richtung aus dem Bahnhof. Der verlegte Bahnhof erhielt auch das heutige Empfangsgebäude.[8] 1908 benannte man den Bahnhof an der Rheintalbahn in Baden-Oos um. Als die Gemeinde Oos 1928 nach Baden-Baden eingemeindet wurde, erhielt der Bahnhof den Namen Baden-Baden West. Diese Umbenennung wurde jedoch 1937 rückgängig gemacht und der Bahnhof hieß wieder Baden-Oos.

Von 1926 bis 1949 bestand vom Durchgangsbahnhof eine Straßenbahnverbindung nach Lichtental. 1949 ersetzte man die Straßenbahnen durch Oberleitungsbusse, die bis 1971 verkehrten. Nach der Elektrifizierung der Rheintalbahn und der Stichstrecke am 27. Mai 1958 fuhren den Durchgangsbahnhof und den Stadtbahnhof vor allem Elektrotriebwagen an. Am 24. September 1977 verkehrte auf der Stichstrecke in die Baden-Badener Innenstadt der letzte Zug; danach wurde sie zusammen mit dem Kopfbahnhof stillgelegt und die Gleise abgebaut. Der bisherige Bahnhof Baden-Oos bekam dadurch seinen heutigen Namen Baden-Baden. Das repräsentative Empfangsgebäude des alten Stadtbahnhofs blieb erhalten und wurde in den Neubau des Festspielhauses Baden-Baden integriert.

Im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Rheintalbahn unter dem Projekttitel Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel wurden zwischen 1997 und 2005 die Bahnanlagen und das Empfangsgebäude grundlegend modernisiert. Die Bahnsteige wurden dabei durch Aufzüge barrierefrei zugänglich gemacht, die Fassade neu gestrichen und der Innenraum erneuert. Diese Renovierung kostete insgesamt etwa 14,9 Millionen Euro. Für die Modernisierung gewann die Stadt Baden-Baden die „Auszeichnung für beispielhaftes Bauen 2008“ der Architektenkammer Baden-Württemberg.[8]

Der Verein Allianz pro Schiene verlieh dem Bahnhof 2010 den Titel „Bahnhof des Jahres“ in der Kategorie Kleinstadtbahnhof.

Im Frühjahr 2013 ging am Bahnhof Baden-Baden das erste Mini-Blockheizkraftwerk an einem DB-Bahnhof in Betrieb. Durch gleichzeitige Nutzung des Brennstoffs zur Strom- und Wärmeproduktion wird der Schadstoffausstoß deutlich reduziert und die Energiekosten sinken.[9]

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof verfügt über fünf Bahnsteiggleise. Das Gleis 1 befindet sich am Hausbahnsteig, die Gleise 2 und 3 an einem Mittelbahnsteig. Die Gleise 4 und 7 liegen an zwei Seitenbahnsteigen. Zwischen diesen beiden Bahnsteiggleisen befinden sich die beiden durchgehenden und mit 250 km/h befahrbaren Hauptgleise 5 und 6 der Schnellfahrstrecke, die unter anderem von durchfahrenden ICE-Zügen genutzt werden. Alle Bahnsteige sind durch zwei Unterführungen zugänglich. Das Empfangsgebäude beherbergt ein DB-Reisezentrum, zwei Cafés, eine Buchhandlung, einen Geldautomaten sowie ein Hotel.

Der Busbahnhof befindet sich östlich des Empfangsgebäudes und ist durch einen überdachten Zugang direkt mit dem Bahnsteig 1 verbunden. Von dort bestehen unter anderem Omnibusverbindungen in das Baden-Badener Stadtzentrum. Die Buslinien werden von der Baden-Baden-Linie (BBL) betrieben.

Nördlich des Bahnhofs, bei Streckenkilometer 101, endet der auf vier Gleise ausgebaute Abschnitt der Rheintalbahn.

Zugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Bahnhof Baden-Baden halten täglich 143 Züge, 43 davon sind Fernverkehrszüge.[8] Er wird von 6800 Fahrgästen pro Tag genutzt.

Seit dem 23. März 2012 wird der Bahnhof Baden-Baden von einem täglichen TGV-Zugpaar auf der Strecke Frankfurt am MainMarseille bedient.[10][11]

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Linienverlauf Taktfrequenz
ICE 12 BerlinBraunschweigGöttingenKassel-WilhelmshöheFuldaFrankfurt (Main)MannheimKarlsruhe – (Baden-Baden –) OffenburgFreiburgBasel SBB einzelne Züge
ICE 20 (Kiel –) Hamburg-AltonaHannover – Göttingen – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) – Mannheim – Karlsruhe – Baden-Baden – Freiburg – Basel – ZürichChur zweistündlich
ICE 43 (DortmundHagenWuppertal –) KölnFrankfurt Flughafen Fernbf – Mannheim – Karlsruhe – (Baden-Baden –) Offenburg – Freiburg – Basel SBB einzelne Züge
TGV 84 Frankfurt (Main) – Mannheim – Karlsruhe – Baden-BadenStrasbourgMulhouse-VilleBelfort-Montbéliard TGVBesançon Franche-Comté TGVChalon-sur-SaôneLyon-Part-DieuAvignon TGVAix-en-Provence TGVMarseille-Saint-Charles ein Zugpaar täglich
EC 30 Hamburg – BremenMünster – Dortmund – EssenDuisburgDüsseldorf – Köln – BonnKoblenzMainz – Mannheim – Karlsruhe – Baden-Baden – Freiburg – Basel SBB – Zürich einzelne Züge
IC 35 (Norddeich Mole –) Emden – Münster – RecklinghausenGelsenkirchen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Mannheim – Karlsruhe – Baden-Baden – Offenburg – Singen – Konstanz einzelne Züge
IC 60 (Basel Bad Bf – Baden-Baden –) Karlsruhe – StuttgartUlmAugsburgMünchen einzelne Züge

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Linienverlauf Taktfrequenz
RE 4 Karlsruhe – RastattBaden-Baden – Offenburg – Villingen – Singen – Konstanz (– Kreuzlingen); einzelne Züge: – Offenburg – Emmendingen – Freiburg stündlich, einzelne Verstärkerzüge zwischen Karlsruhe und Offenburg

Stadtbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Linienverlauf
S 32 AchernBaden-Baden – Rastatt – Muggensturm – Karlsruhe Hbf – Karlsruhe-DurlachBruchsalMenzingen
S 4 Achern – Baden-Baden – Rastatt – Durmersheim – Karlsruhe Hbf (Vorplatz) – Karlsruhe Tullastraße/Verkehrsbetriebe (– Karlsruhe-Durlach – GrötzingenBrettenEppingenHeilbronnÖhringen)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abkürzungen der Betriebsstellen
  2. Bahnhofskategorieliste 2013. DB Station&Service AG, Januar 2013, archiviert vom Original am 29. Juli 2013, abgerufen am 30. Januar 2013 (PDF, 300 kB).
  3. a b Baden-Oos
  4. Landkarte von 1869, Universität Greifswald, abgerufen am 14. September 2011
  5. a b c Bahnhof des Jahres 2010 – Bahnhof Baden-Baden – Daten, Zahlen, Fakten (Memento vom 3. September 2011 im Internet Archive)
  6. Blockheizkraftwerke an Bahnhöfen
  7. Jubiläum – Ein Jahr TGV-Verbindung Frankfurt–Marseille. Deutsche Bahn AG, 22. März 2013, abgerufen am 3. Februar 2015.
  8. Neue Zugverbindung: Mit Hochgeschwindigkeit von Frankfurt nach Marseille. Spiegel Online, 22. März 2012, abgerufen am 3. Februar 2015.