Bahnhof Berlin-Buch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berlin-Buch
Der Bahnhof im Juni 2009
Der Bahnhof im Juni 2009
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung BBU
IBNR 8089057 [1]
Kategorie 4
Eröffnung 26. Juni 1879
Architektonische Daten
Architekt Karl Cornelius
Ernst Schwartz
Lage
Stadt/Gemeinde Berlin
Ort/Ortsteil Buch
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 38′ 9″ N, 13° 29′ 30″ OKoordinaten: 52° 38′ 9″ N, 13° 29′ 30″ O
Höhe (SO) 61 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Berlin
i16i18

Der Bahnhof Berlin-Buch ist ein Bahnhof im Berliner Ortsteil Buch im Bezirk Pankow. Er befindet sich an der Bahnstrecke Berlin–Szczecin. Er wird von den Zügen der Berliner S-Bahn-Linie 2 bedient.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Buch befindet sich im Berliner Ortsteil Buch im Bezirk Pankow, etwa 15 Kilometer nordöstlich des Berliner Stadtzentrums zwei Kilometer vor der Stadtgrenze liegt. Die Station liegt an der Wiltbergstraße. Der Bahnhof Röntgental, der bereits außerhalb von Berlin liegt, befindet sich ca. 2,2 km nordöstlich, der Bahnhof Karow rund 2,7 km südwestlich. Der Bahnhof befindet sich im Tarifbereich Berlin B des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem zu Beginn der 1840er-Jahre die Stettiner Bahn in Betrieb genommen wurde, hielt noch kein einziger Zug in Buch. Am 26. Juni 1879 entstand schließlich ein Haltepunkt. Zwischen 1912 und 1914 wurde ein Empfangsgebäude errichtet, dessen Architekten Ernst Schwartz und Karl Cornelius waren. Am 8. August 1924 wurden erste Streckenabschnitte in Berlin elektrifiziert; der Bahnhof Buch zählt auch zu diesen Bahnhöfen. Aufgrund umfangreicherer Kriegsschäden wurde der komplette Betrieb im April 1945 eingestellt. Zwei Monate später, am 11. Juni, folgte die Wiedereröffnung, zuerst fuhren jedoch nur mit Dampf betriebene Züge. Am 13. August 1945 wurde der elektrische S-Bahn-Betrieb wiederaufgenommen.

Im Herbst 1975 brannte es in der Bahnhofshalle. Eine Folge war die komplette Zerstörung der Beleuchtungsanlage. 1985 wurde nun ein neues Aufsichtsgebäude erbaut und ein Jahr später wurde der Bahnsteig rekonstruiert.

Ende der 1980er Jahre wurde ein zweiter Zugang Richtung Süden angelegt, der mit einer Rampe und mit einem Tunnel durch den gesamten Bahndamm ausgestattet ist. Außerdem wurde das Bahnsteigdach verlängert, neue Beton-Bahnsteigkanten entstanden, Richtungsanzeiger wurden installiert und der Bahnhof ist seit diesem Zeitpunkt barrierefrei. Dazu musste der Bahnsteig verbreitert werden. Seit Dezember 1991 herrscht wieder ein durchgängig zweigleisiger Betrieb.

Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof besitzt einen Mittelbahnsteig, den die S-Bahn von beiden Seiten befährt. Auf der westlichen Seite befinden sich zwei Durchfahrtsgleise der Fernbahn. Der Bahnsteig verfügt über eine Überdachung, ein Aufsichtsgebäude und einen kleinen Imbiss.

Der Bahnhof mit Empfangsgebäude, Treppenaufgang, Mittelbahnsteig, Eisenbahnbrücken und Stellwerk präsentiert sich weitgehend vollständig in seiner historischen Form und steht daher mit den genannten Bestandteilen unter Denkmalschutz.[2]

Anbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Verlauf Takt in der HVZ
Berlin S2.svg Bernau – Bernau-Friedenstal – Zepernick – Röntgental – Buch – Karow – Blankenburg – Pankow-Heinersdorf – Pankow – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – AttilastraßeMarienfelde – Buckower Chaussee – Schichauweg – Lichtenrade – Mahlow – Blankenfelde 10 min (Abschnitte Buch–Bernau und Lichtenrade–Blankenfelde 20 min)

Außerdem bedienen die Buslinien 150, 158, 259 und 353 der BVG sowie die Buslinie 893 der Barnimer Busgesellschaft den Bahnhof.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Meyer-Kronthaler, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Berlins S-Bahnhöfe – Ein dreiviertel Jahrhundert (S. 52–53). Be.bra, 1998, ISBN 3-930863-25-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Berlin-Buch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IBNR-Verzeichnis auf michaeldittrich.de, abgerufen am 29. Oktober 2014
  2. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen