Bahnhof Biessenhofen

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Biessenhofen
Bahnhofsgebäude von Gleisseite
Bahnhofsgebäude von Gleisseite
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung MBIH Bf
MBIHH Hp
MBIHA Abzw.[1]
Kategorie 5
Eröffnung 1. Mai 1852
Webadresse Stationsdatenbank der BEG
Profil auf Bahnhof.de Biessenhofen
Architektonische Daten
Architekt Eduard Rüber
Lage
Stadt/Gemeinde Biessenhofen
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 47° 49′ 49″ N, 10° 38′ 27″ OKoordinaten: 47° 49′ 49″ N, 10° 38′ 27″ O
Höhe (SO) 700 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Bayern
i16

Der Bahnhof Biessenhofen ist der größte Bahnhof der bayerischen Gemeinde Biessenhofen. Daneben gibt es den Haltepunkt Ebenhofen an der Bahnstrecke Biessenhofen–Füssen. Er gehört der Bahnhofskategorie 5 an und besitzt vier Bahnsteiggleise. Der Bahnhof wird täglich von ungefähr 70 Zügen der Deutschen Bahn AG und der Netinera bedient. Er ist ein Trennungsbahnhof, an dem die Bahnstrecke nach Füssen von der Bayerischen Allgäubahn abzweigt. Das mit der Eröffnung des Bahnhofes am 1. Mai 1852 errichtete Empfangsgebäude steht heute unter Denkmalschutz.[4]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhofsgebäude vom Bahnhofsvorplatz

Der Bahnhof Biessenhofen liegt im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Biessenhofen. Der Bahnhof liegt zwischen dem Siedlungsgebiet östlich der Allgäubahn, das nördlich des Bahnhofes liegt und dem Siedlungsgebiet westlich der Allgäubahn, das südlich des Bahnhofes liegt. Im Osten wird der Bahnhof vom Eisenbahnweg, der parallel zur Allgäubahn verläuft, begrenzt. Im Westen der Bahnhofsanlagen befindet sich an der Poststraße das Empfangsgebäude. Die Poststraße mündet nördlich in die Füssener Straße (Bundesstraße 16) und südlich in die Ebenhofener Straße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wurde am 1. Mai 1852 mit der Eröffnung des Streckenabschnittes von Kaufbeuren nach Kempten der Ludwig-Süd-Nord-Bahn in Betrieb genommen. Das Bahnhofsgebäude wurde vom Architekten Eduard Rüber entworfen. Der Bahnhof wurde zur Umsteigestation von König Ludwig II., der im Bahnhof zur Weiterfahrt nach Schloss Hohenschwangau pausierte. Für den König wurde ein eigener Warteraum, der sogenannte Blaue Salon, errichtet. Für weitere „Allerhöchste Herrschaften“ gab es ein eigenes Kabinett. Für die Fahrgäste wurde der Bahnhof mit einer Fahrkartenverkaufsstelle und mit einer Bahnhofsrestauration ausgestattet. Für das Personal war eine Wärterstube vorhanden. Am Güterschuppen wurden meist landwirtschaftliche Produkte verladen. 1876 wurde der Bahnhof zum Trennungsbahnhof, da die Bahnstrecke von Biessenhofen nach Marktoberdorf feierlich eröffnet wurde. 1889 wurde diese Bahnstrecke von Marktoberdorf bis Füssen verlängert. Seit 1969 wird der Betrieb von einem Spurplandrucktastenstellwerk der Bauart Lorenz Sp Dr L30 gesteuert.[5][6]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnsteige des Bahnhofes

Der Bahnhof besitzt vier Bahnsteiggleise an drei Bahnsteigen, diese sind über eine Fußgängerunterführung mit dem Hausbahnsteig verbunden. Das Gleis 1 liegt am Hausbahnsteig am Bahnhofsgebäude. Die Gleise 2 und 3 liegen an einem Mittelbahnsteig, das Gleis 4 an einem Außenbahnsteig gegenüber dem Bahnhofsgebäude.

Bahnsteigdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gleis 1: Höhe 20 Zentimeter, Länge 138,5 Meter
  • Gleis 2: Höhe 20 Zentimeter, Länge 165 Meter
  • Gleis 3: Höhe 16 Zentimeter, Länge 210 Meter
  • Gleis 4: Höhe 32 Zentimeter, Länge 210 Meter[7]

Personenverkehr (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wird von täglich einem alex-Zugpaar, das von Netinera betrieben wird, in der Tagesrandlage bedient. Die anderen alex-Züge durchfahren den Bahnhof. Zusätzlich halten einzelne Züge der Regional-Express-Linie Augsburg–Lindau/Oberstdorf. Im Zweistundentakt wird der Bahnhof von der Regional-Express-Linie München–Kempten bedient. Diese Linien werden mit Triebwagen der DB-Baureihe 612 betrieben, weitere Züge durchfahren den Bahnhof.

Jeweils im Zweistundentakt verkehren Regional-Express-Züge von München nach Füssen und Regionalbahnen von Augsburg über Buchloe nach Füssen. Diese Linien werden von Lokomotiven der Baureihen 218 und 245 mit Doppelstockwagen befahren, zwischen Augsburg und Füssen zum Teil auch mit Triebwagen der DB-Baureihe 642. Als Verstärkerzüge verkehrt an Wochentagen eine zusätzliche Regionalbahnlinie von Buchloe nach Marktoberdorf, die auch im Zweistundentakt verkehrt. Einzelne Züge werden von Kaufbeuren nach Buchloe oder von Marktoberdorf nach Marktoberdorf Schule verlängert. Die Linie wird auch mit Fahrzeugen der DB-Baureihe 642 betrieben.

Zuggattung Strecke Taktfrequenz
ALX alex:
MünchenKauferingBuchloeKaufbeurenBiessenhofenKempten (Allgäu)ImmenstadtLindau / Oberstdorf
Ein Zugpaar
RE Augsburg – Buchloe – Biessenhofen – Kempten (Allgäu) – Immenstadt – Lindau / Oberstdorf Einzelne Züge
RE München – Kaufering – Buchloe – Kaufbeuren – Biessenhofen – Kempten 2-Stundentakt
RE München – Kaufering – Buchloe – Kaufbeuren – BiessenhofenFüssen 2-Stundentakt
RB Augsburg – Bobingen – Buchloe – Kaufbeuren – Biessenhofen – Füssen 2-Stundentakt
RB Augsburg – Bobingen – Buchloe – Kaufbeuren – Biessenhofen – Marktoberdorf 2-Stundentakt (Mo–Fr)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Biessenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Diettrich:Abkürzungen der Betriebsstellen - M, abgerufen am 2. Juli 2014
  2. Denkmalliste für Biessenhofen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  3. Verzeichnis deutscher Stellwerke auf stellwerke.de
  4. Chronik Biessenhofen auf biessenhofen.de, abgerufen am 7. Februar 2016.
  5. Bahnsteiginformationen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, archiviert vom Original am 6. Dezember 2016; abgerufen am 6. Dezember 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschebahn.com