Bahnhof Dreieich-Buchschlag

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Dreieich-Buchschlag
Der Bahnhof
Daten
Lage im Netz Durchgangsbahnhof,
Haltepunkt (S-Bahn)
Bahnsteiggleise

3

Abkürzung FBUS
FBUSS (S-Bahn)
IBNR 8001236
Kategorie

4

Eröffnung

15.10.1876

Profil auf Bahnhof.de Dreieich-Buchschlag
Architektonische Daten
Baustil

Klassizistisch

Lage
Stadt/Gemeinde Dreieich
Ort/Ortsteil Buchschlag
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 1′ 20,8″ N, 8° 39′ 39,4″ OKoordinaten: 50° 1′ 20,8″ N, 8° 39′ 39,4″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
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Der Bahnhof Dreieich-Buchschlag ist ein Bahnhof in Buchschlag, einem Stadtteil von Dreieich in Hessen. Er liegt an der Main-Neckar-Eisenbahn und der Dreieichbahn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Oktober 1876 wurde an der Main-Neckar-Bahnlinie in der Waldgemarkung Mitteldick eine Personenhaltestelle für Sprendlingen eingerichtet.[1] Nachdem im Jahr zuvor die Eisenbahnstraße angelegt worden war, wurde 1879 das heutige Empfangsgebäude eingeweiht. Bis dahin dienten zwei ausrangierte Waggons als Dienstraum und Wartesaal.[2] Am 1. Juni 1880 wird der Haltepunkt zur Güterstation erhoben.[1]

Etwa seit der Errichtung der Villenkolonie Buchschlag trug der Bahnhof die Bezeichnung Buchschlag-Sprendlingen, welche noch heute an der Südseite des ehemaligen Empfangsgebäudes zu lesen ist. Am 1. April 1905 wurde der Bahnhof zum Ausgangspunkt der Dreieichbahn nach Ober-Roden. 1971 gab die DB die Nutzung des Empfangsgebäudes auf. Zum 1. Januar 1977 erfolgte die Umbenennung des Bahnhofes nach Dreieich-Buchschlag.

Im Zuge der Einrichtung der S-Bahnstrecke von Frankfurt nach Darmstadt im Jahre 1997 und der etwa zeitgleich stattfindenden Modernisierung der Dreieichbahn wurde der Bahnhof umgebaut. Es gibt seither nur noch Bahnsteige für die S-Bahn und für die Regionalzüge der Dreieichbahn. Regionalzüge, die auf der Strecke Frankfurt-Darmstadt verkehren, halten seitdem nicht mehr in Buchschlag.

Lage und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupteingang zum Bahnhof Dreieich-Buchschlag

Der Bahnhof befindet sich am westlichen Ortsrand von Buchschlag an der Strecke der Main-Neckar-Bahn, welche den Frankfurter Hauptbahnhof über Darmstadt mit dem Heidelberger Hauptbahnhof beziehungsweise dem Mannheimer Hauptbahnhof verbindet. Kurz hinter dem Bahnhof zweigt die Dreieichbahn nach Rödermark - Ober-Roden ab.

Durch den Bahnhof führen fünf Gleise, es gibt jedoch nur an dreien Bahnsteigkanten. Die beiden anderen Gleise dienen der Durchfahrt. Für die S-Bahn gibt es einen Inselbahnsteig (Gleise 2 und 3). Der (Insel-)Bahnsteig der Dreieichbahn (Gleis 1) ist mit einer Schutzwand gegen die Durchfahrtsgleise abgesichert. Der Zugang zu den Gleisen erfolgt durch eine Unterführung, welche durch Rampen und Aufzüge barrierefrei ist.

Die Bahnsteige der S-Bahn (Gleise 2 & 3)

Unmittelbar südlich des Empfangsgebäudes werden die fünf Gleise im Zuge der Buchschlager Allee (L3262) durch einen Bahnübergang überquert. Da hier sehr starker Zugverkehr herrscht, kommt es mitunter dazu, dass die Schranken längere Zeit geschlossen bleiben und oft nur kurz geöffnet werden.

Nördlich des Bahnhofes gibt es eine Unterführung für Busse und Taxen, die so unabhängig von den Schrankenschließungen des Bahnüberganges verkehren können. Die westseitige Zufahrt dieser Abkürzung ist mittels einer Schranke gegen unbefugtes Nutzen abgesichert, der Friedhof und die Kläranlage auf der Westseite der Bahnlinie können jedoch von Buchschlag aus durch die Unterführung erreicht werden.

Auf beiden Seiten des Bahnhofes gibt es Bushaltestellen. Der Wendekreis auf der Ostseite ist Bussen und Taxen vorbehalten. Auf der dem Bahnhof gegenüberliegenden Seite der Buchschlager Allee befindet sich ein Park-and-Ride-Parkplatz.

Das Empfangsgebäude des Buchschlager Bahnhofs wird bahnfremd genutzt und beherbergt seit 1985 die Endstation, ein Restaurant.[3] Am Bahnhofsgebäude befindet sich noch der Schriftzug Buchschlag-Sprendlingen. Die Fassade des spätklassizistischen Gebäudes besteht aus weißem und rotem Sandstein. Es ähnelt dem nicht mehr existierenden Bahnhofsgebäude Egelsbachs. Die gusseisernen Bahnsteigüberdachungen stammen vom aufgelassenen Darmstädter Ludwigsbahnhof. Sie wurden 1910 in Buchschlag-Sprendlingen aufgestellt. Sowohl das Gebäude als auch die Überdachungen stehen unter Denkmalschutz.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Buchschlager Bahnhof halten die S-Bahn-Linien S3 und S4 der S-Bahn Rhein-Main werktags im 15-, sonn- und feiertags im 30-Minuten-Takt.

Die Dreieichbahn (Dreieich-Buchschlag – Rödermark-Ober-RodenDieburg) erschließt das Dreieicher Stadtgebiet. Die Züge verkehren werktags halbstündlich, samstags und sonntags stündlich. Von Montag bis Freitag fahren einige Züge im Berufsverkehr über Buchschlag hinaus von und nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof, mit Halt in Neu-Isenburg.

Linien
Neu-Isenburg S-Bahn S3, S4
Main-Neckar-Eisenbahn
Langen Flugsicherung
(Neu-Isenburg) Regional RB 61
Dreieichbahn
Dreieich-Sprendlingen

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Buchschlager Bahnhof halten zwei Buslinien.

Die Dreieicher Stadtbuslinie OF-64 verbindet den Bahnhof mit den anderen Stadtteilen und dem Frankfurter Flughafen. Zu manchen Nebenverkehrszeiten verkehren Anrufsammeltaxen auf dem Linienweg.

In den Sommermonaten (1. Mai bis September/Oktober) jeden Jahres verkehrt der Waldseebus (Linie OF-65) vom Bahnhof zum Langener Waldsee.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b  Ferdinand Scheyrer: Geschichte der Main-Neckar-Bahn: Denkschrift zum 50. Jahrestag der Eröffnung des Betriebes am 1. August 1846. auf amtliche Veranlassung verfasst von Ferdinand Scheyrer 1896. 1, Arnold Bergsträsser, Darmstadt 1896, S. 82 - 84.
  2.  Jakob Heil, Verkehrsverein Sprendlingen e.V. (Hrsg.): Sprendlingen. Sprendlingen 1974, S. 84-86.
  3. Frankfurter Rundschau, Freitag, 25. Februar 2005, Nr. 47, R56, S. 38
  4.  Heinz Schomann, Volker Rödel: Kulturdenkmäler in Hessen: Eisenbahn in Hessen. In: Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 2, Eisenbahnbauten und -strecken, S. 57.