Bahnhof Freinsheim

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Freinsheim
Bahnhof Freinsheim
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung RFHM
IBNR 8000374
Preisklasse 4
Eröffnung 20. Juli 1860
Profil auf Bahnhof.de Freinsheim
Lage
Stadt/Gemeinde Freinsheim
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 30′ 9″ N, 8° 12′ 17″ OKoordinaten: 49° 30′ 9″ N, 8° 12′ 17″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz
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ehemaliges, denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude

Der Bahnhof Freinsheim ist ein Trennungsbahnhof bei Freinsheim in der Pfalz. Hier mündet die Bahnstrecke Freinsheim–Frankenthal in die Pfälzische Nordbahn. Der Bahnhof stellt einen der wichtigsten Eisenbahnknoten in der Pfalz dar.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof befindet sich am südwestlichen Stadtrand. Die Nordbahn umfährt die Stadt nördlich des Bahnhofs in einer langgezogenen S-Kurve. Die Strecke nach Frankenthal umfährt den südlichen Stadtrand in einem weiten Bogen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wurde am 20. Juli 1873 als Teil des Abschnitts Dürkheim–Grünstadt auf der Pfälzischen Nordbahn eröffnet.[1] Am 15. Oktober 1877 wurde der Bahnhof mit der Eröffnung der Verbindungsbahn nach Frankenthal erweitert.[2] Während dieser Zeit wurde der Bahnhof von der Betriebs- und Bauinspektion Neustadt verwaltet und war Sitz einer Bahnmeisterei.[3] 1922 erfolgte die Eingliederung des Bahnhofs in die neu gegründete Reichsbahndirektion Ludwigshafen. Ein Jahr später wurden die am Bahnhof beschäftigten Eisenbahner im Zuge des von Frankreich durchgeführten, bis 1924 dauernden Regiebetriebs ausgewiesen. Danach kehrten sie zurück.[4] Im Zuge der Auflösung der Ludwigshafener Direktion wechselte er zum 1. April 1937 in den Zuständigkeitsbereich der Direktion Mainz; zu dieser Zeit unterstand er dem Betriebsamt (RBA) Neustadt.[5][6]

Die Deutsche Bundesbahn (DB), die ab 1949 für den Bahnbetrieb zuständig war, gliederte den Bahnhof in die Bundesbahndirektion Mainz ein, der sie sämtliche Bahnlinien innerhalb des neu geschaffenen Bundeslandes Rheinland-Pfalz zuteilte. Im Zuge der schrittweisen Auflösung der Mainzer Direktion Anfang der 1970er Jahre war mit Wirkung des 1. Juni 1971 ihr Pendant in Karlsruhe für den Bahnhof zuständig.[7][8] Zur selben Zeit wurden die Bahnsteigsperren aufgehoben.[9]

Seit 1990 ist der Bahnhof Bestandteil des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN).[10]

Bahnanlagen und Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof verfügt über drei Gleise und zwei Bahnsteige. Der stadtseitige Bahnsteig wird von den Zügen Richtung Neustadt/Grünstadt genutzt; der andere Bahnsteig wird von den Zügen aus Richtung Frankenthal/Grünstadt genutzt. Das als Einheitsbau errichtete Bahnhofsgebäude wird heute nicht mehr genutzt.

Der Bahnhof befindet sich unmittelbar am westlichen Stadtrand von Freinsheim, wobei das Bahnhofsviertel sich westlich des Bahnhofs befindet. Im Süden des Bahnhofs mündet die Verbindungsbahn nach Frankenthal in die Pfälzische Nordbahn. Aufgrund seiner zentralen Lage im Dreieck Frankenthal-Grünstadt-Bad Dürkheim übernimmt der Bahnhof eine wichtige Knotenfunktion in der Pfalz.

Das Bahnhofsgebäude, ein dreigeschossiger Putzbau mit Sandsteinportikus und hölzerner Überdachung, wurde 1872/73 erbaut und steht unter Denkmalschutz.[11]

Betrieb (Stand 2017)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Freinsheim wird ausschließlich im Nahverkehr angefahren. Auf den beiden Strecken verkehren hauptsächlich Züge der DB-Baureihen 622 und 623. Die Züge aus Richtung Neustadt enden halbstündlich wechselweise in Freinsheim oder fahren weiter bis Grünstadt. Die Züge aus Frankenthal enden werktags in Ramsen; sonn- und feiertags fahren sie weiter bis zum Eiswoog. Sonn- und feiertags im Sommer verkehrt außerdem der "Elsass-Express" jeweils einmal pro Richtung (vormittags Richtung Wissembourg, nachmittags Richtung Mainz).

Linie Zuglauf Taktfrequenz
RE MainzAlzeyGrünstadtFreinsheimBad DürkheimNeustadt (Weinstr)LandauWindenWissembourg ein Zugpaar (sonn- und feiertags)
RB 45 Neustadt (Weinstr) Hbf – Bad Dürkheim – Freinsheim ( – Grünstadt) halbstündlich
RB 46 Frankenthal HbfFreinsheim – Grünstadt – Eisenberg (Pfalz) – Ramsen ( – Eiswoog) stündlich, montags bis freitags zeitweise halbstündlich bis Grünstadt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bahnhof Freinsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen (= Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Band 53). Neuausgabe. pro MESSAGE, Ludwigshafen am Rhein 2005, ISBN 3-934845-26-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen. 2005, S. 205.
  2. Fritz Paetz: Datensammlung zur Geschichte der Eisenbahnen an Main, Rhein und Neckar. Bensheim-Auerbach 1985, S. 23.
  3. Heinz Sturm: Die pfälzischen Eisenbahnen. 2005, S. 267.
  4. Albert Mühl: Die Pfalzbahn. 1982, S. 38 f.
  5. bahnstatistik.de: Königlich Bayerische Eisenbahndirektion Ludwigshafen a. Rhein – Zeittafel: Errichtungen – Bezeichnungen – Auflösungen. Abgerufen am 13. Dezember 2013.
  6. Fritz Engbarth: Von der Ludwigsbahn zum Integralen Taktfahrplan – 160 Jahre Eisenbahn in der Pfalz. 2007, S. 13.
  7. Fritz Engbarth: Von der Ludwigsbahn zum Integralen Taktfahrplan – 160 Jahre Eisenbahn in der Pfalz. 2007, S. 28.
  8. bahnstatistik.de: Eisenbahndirektion Mainz – Zeittafel: Errichtungen – Bezeichnungen – Auflösungen. Abgerufen am 14. Juli 2014.
  9. queichtalbahn.npage.de/: Zeitchronik von 1947 bis 1994. Abgerufen am 15. September 2015.
  10. vrn.de: hinundweg - Das Kundenmagazin des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 29. Mai 2012; abgerufen am 26. September 2014.
  11. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Bad Dürkheim. Mainz 2020, S. 40 (PDF; 5,1 MB).