Bahnhof Hamburg Berliner Tor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hamburg Berliner Tor
S-Bahnhof Berliner Tor; unter der Bahnsteigkante sind die Blitzleuchten erkennbar
S-Bahnhof Berliner Tor; unter der Bahnsteigkante
sind die Blitzleuchten erkennbar
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 9 (S-Bahn 5, U-Bahn 4)
Abkürzung ABTS (S-Bahn), BT (U-Bahn)
IBNR 8000908
Kategorie 3
Eröffnung 1906 (Eisenbahn), 1912 (U-Bahn)
Webadresse bahnhof.de
Lage
Ort/Ortsteil Borgfelde
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 33′ 10,4″ N, 10° 1′ 28,5″ O53.55287837996210.02459526062Koordinaten: 53° 33′ 10,4″ N, 10° 1′ 28,5″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Hamburg
i16i16i18

Der Bahnhof Hamburg Berliner Tor ist ein bedeutender Knoten des öffentlichen Personennahverkehrs im Osten der Hamburger Innenstadt. Er dient insbesondere dem Umstieg zwischen den hier verkehrenden Schnellbahnlinien im HVV.

Geschichte[Bearbeiten]

Mit dem Bau der Stadtbahn nach Ohlsdorf und dem Bau des Hamburger Hauptbahnhofes war auch eine Neutrassierung der Berlin-Hamburger Bahn verbunden. Vom Hauptbahnhof bis zum Berliner Tor verläuft diese parallel zur Lübecker Bahn, verläuft weiter in südlicher Richtung und schließt in Hamburg-Rothenburgsort wieder an die alte Trasse an. Sowohl die Stadtbahn, die Lübecker Bahn, die Berliner Bahn und die Vorortbahn nach Friedrichsruh erhielten eigene Mittelbahnsteige. Fertigstellung war 1906.

1912 wurde der U-Bahnhof der Ringlinie auf der nördlich gegenüberliegenden Straßenseite Beim Strohhause eröffnet.

1958 wurde die Fernbahnstrecke nach Berlin, auf der es infolge der deutschen Teilung kaum noch Fernverkehr gab, bis Bergedorf für den Gleichstrombetrieb mit Stromschienen ausgerüstet, der Bahnsteig der Fernbahn nicht mehr regelmäßig genutzt. Mit dem Bau der City-S-Bahn wurde der Bahnsteig der Lübecker Bahn abgetragen, stattdessen wurde ein zusätzlicher Bahnsteig mit einem neuen Gleis für die S-Bahn-Züge Richtung Ohlsdorf errichtet.

Am 5. Oktober 1961 um 22:38 Uhr ereignete sich in der Nähe dieses Bahnhofes ein schwerer Eisenbahnunfall mit 28 Toten und 55 Verletzten, siehe S-Bahn-Unfall am Berliner Tor.

S-Bahn[Bearbeiten]

Der zur Deutschen Bahn gehörende Bahnhof liegt auf zwei Ebenen. Auf der unteren Ebene befinden sich die zwei Bahnsteige der S-Bahn-Linien S1 und S11 (je ein Mittel- und ein Seitenbahnsteig) und die beiden Gleise der Eisenbahnstrecke nach Lübeck. In den Abend- und Wochenendstunden enden außerdem die Züge der Linie S31 am unteren Mittelbahnsteig des S-Bahnhofs Berliner Tor. Auf der oberen Ebene (z.T. auf der Brücke über dem Anckelmannplatz) befinden sich der Mittelbahnsteig der S-Bahn-Linien S2 und S21 und die zwei Gleise der Fernbahnstrecke Richtung Berlin, dessen noch vorhandener Mittelbahnsteig seit längerem außer Betrieb ist. Der Zugang zu letzterem ist in den 1980er Jahren zurückgebaut worden.

Eine bauliche Besonderheit des unteren S-Bahn-Seitenbahnsteigs Richtung Ohlsdorf sind die direkt unter der Bahnsteigkante montierten Blitzleuchten. Da das Gleis in einer engen Kurve verläuft, ist der Abstand zwischen Bahnsteigkante und Zugeinstieg teilweise ungewöhnlich groß. Auf diese Gefahr sollen die Lichter aufmerksam machen. Parallel dazu ertönen Lautsprecherdurchsagen innerhalb des Zugs sowie am Bahnsteig die auf den erhöhten Abstand aufmerksam machen.

S-Bahn-Linien
Linie Verlauf
S 1 Wedel – Rissen – Sülldorf – Iserbrook – Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek (Botanischer Garten) – Othmarschen – Bahrenfeld – Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr (Stadtpark) – Rübenkamp (City Nord) – Ohlsdorf | – Hamburg Airport (Flughafen) | – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel
S 11 Blankenese – Hochkamp – Klein Flottbek (Botanischer Garten) – Othmarschen – Bahrenfeld – Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Landwehr – Hasselbrook – Wandsbeker Chaussee – Friedrichsberg – Barmbek – Alte Wöhr (Stadtpark) – Rübenkamp (City Nord) – Ohlsdorf – Kornweg (Klein Borstel) – Hoheneichen – Wellingsbüttel – Poppenbüttel
S 2 Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Rothenburgsort – Tiefstack – Billwerder-Moorfleet – Mittlerer Landweg – Allermöhe – Nettelnburg – Bergedorf
S 21 Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof – Berliner Tor – Rothenburgsort – Tiefstack – Billwerder-Moorfleet – Mittlerer Landweg – Allermöhe – Nettelnburg – Bergedorf – Reinbek – Wohltorf – Aumühle
S 31 Altona – Holstenstraße – Sternschanze – Dammtor – Hauptbahnhof | – Hammerbrook (City Süd) – (geplant: Elbbrücken –) Veddel (BallinStadt) – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben | – Berliner Tor

Die S2 und die S11 fahren nur zur Hauptverkehrszeit. Die S31 bedient diese Station nur zur Schwachverkehrszeit.

U-Bahn[Bearbeiten]

U-Bahnhof Berliner Tor

Der seit 1912 in Betrieb befindliche Bahnhof der Hamburger Hochbahn (Ringlinie), der damals mit offenen Seitenbahnsteigen parallel zum heutigen Westphalensweg (westlich der Eisenbahnstrecke nach Ohlsdorf und Lübeck) lag, wurde 1964 im Zuge des Neubaus der Strecke nach Billstedt aufgegeben. Dafür wurde im Tunnel unter der Straße Beim Strohhause eine 4-gleisige U-Bahnstation gebaut, von der ab 1967 die U3 nach Billstedt abzweigte und ab 1968 die U2 zum Hauptbahnhof Nord fuhr. Seit 2009 werden nach umfangreichen Gleisumbauten die zwei hier in der –2-Ebene vorhandenen Richtungsbahnsteige von den Linien U2 (Niendorf NordMümmelmannsberg), U3 (BarmbekWandsbek-Gartenstadt) und (seit Ende 2012) U4 (HafenCity UniversitätBillstedt) bedient.

U-Bahn-Linien
Linie Verlauf
U 2 Niendorf Nord – Schippelsweg – Joachim-Mähl-Straße – Niendorf Markt – Hagendeel – Hagenbecks Tierpark – Lutterothstraße – Osterstraße – Emilienstraße – Christuskirche – Schlump – Messehallen – Gänsemarkt (Oper) – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner Tor – Burgstraße – Hammer Kirche – Rauhes Haus – Horner Rennbahn – Legienstraße – Billstedt – Merkenstraße – Steinfurther Allee – Mümmelmannsberg
U 3 Barmbek – Saarlandstraße – Borgweg (Stadtpark) – Sierichstraße – Kellinghusenstraße – Eppendorfer Baum – Hoheluftbrücke – Schlump – Sternschanze – Feldstraße – St. Pauli – Landungsbrücken – Baumwall – Rödingsmarkt – Rathaus – Mönckebergstraße – Hauptbahnhof Süd – Berliner Tor – Lübecker Straße – Uhlandstraße – Mundsburg – Hamburger Straße – Dehnhaide – Barmbek – Habichtstraße – Wandsbek-Gartenstadt
U 4 (im Bau: Elbbrücken –) HafenCity Universität – Überseequartier – Jungfernstieg – Hauptbahnhof Nord – Berliner Tor – Burgstraße – Hammer Kirche – Rauhes Haus – Horner Rennbahn – Legienstraße – Billstedt

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas Janikowski, Jörg Ott: Deutschlands S-Bahnen. Geschichte, Technik, Betriebe. transpress, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-71195-8.

Weblinks[Bearbeiten]