Bahnhof Köln-Mülheim

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Köln-Mülheim
Empfangsgebäude des BahnhofsMülheim am Rhein (1910)
Empfangsgebäude des Bahnhofs
Mülheim am Rhein (1910)
Daten
Bahnsteiggleise
  • 7 Fernbahngleise
  • 2 U-Bahn-Gleise
Abkürzung
IBNR 8000209
Kategorie 3
Eröffnung 1. Juli 1909 (heutiger Bahnhof)
Lage
Stadt/Gemeinde Köln
Ort/Ortsteil Mülheim
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 57′ 31,4″ N, 7° 0′ 49,3″ OKoordinaten: 50° 57′ 31,4″ N, 7° 0′ 49,3″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i16i16i18

Der Bahnhof Köln-Mülheim liegt im gleichnamigen Stadtteil Kölns und ist ein wichtiger Regionalbahnhof der Deutschen Bahn AG im rechtsrheinischen Köln. Der Bahnhof gliedert sich in einen Personenbahnhof an den Bahnstrecken Köln – Duisburg, Köln – Wuppertal und Köln-Mülheim – Bergisch Gladbach sowie räumlich getrennte Durchfahrgleise für Güterzüge an der Bahnstrecke Troisdorf–Mülheim-Speldorf. Seine Entwicklung geht bis auf das Jahr 1874 zurück.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof der CME um 1895
Eisenbahnstrecken vor der Zusammenlegung

Im 19. Jahrhundert existierten noch mehrere Bahnhöfe in Mülheim am Rhein, da alle privaten Eisenbahn-Gesellschaften ihre eigenständigen Bahnanlagen und Strecken besaßen.

Die Bahnhöfe der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME, Bahnstrecke Köln–Duisburg) und der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft (BME, Strecken nach Elberfeld und Bergisch Gladbach – Lindlar) lagen unmittelbar nebeneinander an der Buchheimer Straße (Höhe Wiener Platz).

Lediglich der Bahnhof der Rheinischen Eisenbahngesellschaft (RhE, Bahnstrecke Troisdorf–Mülheim-Speldorf) lag schon damals am Ort des heutigen Bahnhofs Köln-Mülheim.

Als Personenverkehrshalt diente dieser Bahnhof nur bis zum 1. Juni 1886. Mit der Eröffnung der Streckenverlängerung vom Bahnhof Deutz Schiffbrücke nach Kalk Süd wurde die Personenverkehr auf der Strecke Opladen–Troisdorf eingestellt.[1]

Nach der Verstaatlichung der Eisenbahn-Gesellschaften kam es zu langen Überlegungen, wie die dringend erforderliche Zusammenlegung der Bahnhöfe durchzuführen sei. Die Bahnhöfe der CME und BME wurden abgerissen, die Strecken nach Osten verschwenkt.

Die Bauarbeiten begannen 1903, am 1. Juli 1909 konnte der neue Bahnhof eröffnet und der gesamte Güter- und Personenverkehr über die zusammengeführten Strecken verlegt werden. Der Bahnhof hieß damals noch Mülheim am Rhein, da Mülheim erst 1914 nach Köln eingemeindet wurde und zur damaligen Zeit eine selbständige Stadt war. Dies erklärt auch die für einen Vorortbahnhof großzügig dimensionierte Anlage mit vier Bahnsteigen und sieben Gleisen.

Heute ist der Bahnhof Knotenpunkt für den Regional- und S-Bahn-Verkehr im nordöstlichen Köln und wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen regionalem und lokalem Nahverkehr.

Geschichtliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Köln-Mülheim wird von verschiedenen Linien des Schienenpersonennahverkehrs bedient, darunter zwei Regional-Express-Linien. Nur die Züge des Rhein-Münsterland-Expresses (RE 7) durchfahren den Bahnhof planmäßig ohne Halt.

Halte des Schienenpersonenfernverkehrs gibt es nicht.

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
RE 1 NRW-Express:
Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Eilendorf (nur Verstärkerzüge) – Stolberg (Rheinl) Hbf – Eschweiler Hbf – Langerwehe – Düren – Horrem – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln-Mülheim – Leverkusen Mitte – Düsseldorf-Benrath – Düsseldorf Hbf – Düsseldorf Flughafen – Duisburg Hbf – Mülheim (Ruhr) Hbf – Essen Hbf – Wattenscheid – Bochum Hbf – Dortmund Hbf – Dortmund-Scharnhorst (nicht stündlich, im Wechsel mit Nordbögge) – Dortmund-Kurl – Kamen-Methler (nur SVZ) – Kamen – Nordbögge (nicht stündlich, im Wechsel mit Dortmund-Scharnhorst) – Hamm (Westf)
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min
RE 5 Rhein-Express:
Wesel – Friedrichsfeld (Niederrhein) (zweistdl.) – Voerde (Niederrhein) – Dinslaken – Oberhausen-Holten (zweistdl.) – Oberhausen-Sterkrade – Oberhausen Hbf – Duisburg Hbf – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf Hbf – Düsseldorf-Benrath – Leverkusen Mitte – Köln-Mülheim – Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln Süd – Brühl – Bonn Hbf – Bonn-Bad Godesberg – Oberwinter – Remagen – Sinzig (Rhein) – Bad Breisig – Andernach – Koblenz Stadtmitte – Koblenz Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min
RB 48 Rhein-Wupper-Bahn:
Wuppertal-Oberbarmen – Wuppertal-Barmen – Wuppertal Hbf – Wuppertal-Vohwinkel – Gruiten – Haan – Solingen Hbf – Leichlingen – Opladen – Leverkusen-Schlebusch – Köln-Mülheim – Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln West – Köln Süd – Hürth-Kalscheuren – Brühl – Sechtem – Roisdorf – Bonn Hbf – Bonn-Bad Godesberg – Bonn-Mehlem
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
30 min (Wu-Oberbarmen – Köln Hbf)
30 (HVZ) / 60 min (Köln Hbf - Bonn Hbf)
60 min (Bonn Hbf – Bonn-Mehlem)
S 6 Essen Hbf – Essen Süd – Essen-Stadtwald – Essen-Hügel – Essen-Werden – Kettwig – Kettwig Stausee – Hösel – Ratingen Ost – Düsseldorf-Rath – Düsseldorf-Rath Mitte – Düsseldorf-Derendorf – Düsseldorf Zoo – Düsseldorf Wehrhahn – Düsseldorf Hbf – Düsseldorf Volksgarten – Düsseldorf-Oberbilk – Düsseldorf-Eller Süd – Düsseldorf-Reisholz – Düsseldorf-Benrath – Düsseldorf-Garath – Düsseldorf-Hellerhof – Langenfeld-Berghausen – Langenfeld (Rheinl) – Leverkusen-Rheindorf – Leverkusen-Küppersteg – Leverkusen Mitte – Leverkusen Chempark – Köln-Stammheim – Köln-Mülheim – Köln-Buchforst – Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Köln Hansaring – Köln-Nippes – Köln-Worringen 20 min
S 11 Düsseldorf Flughafen Terminal – Düsseldorf-Unterrath – Düsseldorf-Derendorf – Düsseldorf Zoo – Düsseldorf Wehrhahn – Düsseldorf Hbf – Düsseldorf-Friedrichstadt – Düsseldorf-Bilk – Düsseldorf Völklinger Straße – Düsseldorf-Hamm – Neuss Rheinpark-Center – Neuss Am Kaiser – Neuss Hbf – Neuss Süd – Norf – Neuss-Allerheiligen – Nievenheim – Dormagen – Dormagen Chempark – Köln-Worringen – Köln-Blumenberg – Köln-Chorweiler Nord – Köln-Chorweiler – Köln Volkhovener Weg – Köln-Longerich – Köln Geldernstr./Parkgürtel – Köln-Nippes – Köln Hansaring – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln-Buchforst – Köln-Mülheim – Köln-Holweide – Köln-Dellbrück – Duckterath – Bergisch Gladbach 20 min

U-Bahnhof Bahnhof Mülheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U-Bahnhof Bf Mülheim (2008)

Am südlichen Ende des Bahnhofsbereiches überqueren die Gleise die Frankfurter Straße. Dort wurde ein Tunnel für die Stadtbahn angelegt, welche unterhalb der Bahnunterquerung einen Haltepunkt mit einem Mittelbahnsteig und zwei Gleisen erhielt, der 1997 eröffnet wurde und wie alle neueren Tunnelbahnhöfe der Kölner Stadtbahn bei einer Bahnsteiglänge von 90 Metern für Dreifachtraktionen der Stadtbahnwagen ausgelegt ist. Der Bahnsteig mit den Gleisen für die S-Bahn wurde nach Süden verlängert, so dass ein Aufzug die Bahnsteige der S-Bahn und der Stadtbahn direkt miteinander verbindet. Von einem Zwischengeschoss aus sind beide Bahnsteige mit Treppen und Rolltreppen erreichbar. Die Bahnsteige des Regionalverkehrs hingegen sind nur durch den Bahnhofstunnel und das Empfangsgebäude zu erreichen.

Auf der Strecke verkehren derzeit die beiden Stadtbahnlinien 13 und 18. Außerdem halten am Bahnhof noch die Buslinien 151, 152, 153 und 190 der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB).

Linie Linienverlauf Takt
13 Sülzgürtel – Zülpicher Straße/Gürtel – LindenthalAachener Str./Gürtel – Venloer Straße/Gürtel (Bf. Ehrenfeld) – Geldernstraße/Parkgürtel – Neusser Straße/Gürtel – Riehl – Mülheim Wiener Platz – Bahnhof Köln-Mülheim – Buchheim – Holweide 10 min
18 Dellbrück, Thielenbruch – HolweideBuchheim – Bf. Mülheim – Mülheim Wiener PlatzZoo/Flora – Reichenspergerplatz – Ebertplatz – Breslauer Platz/Hbf – Dom /Hbf – Appelhofplatz (Breite Straße) – Neumarkt – Barbarossaplatz – Eifelwall – Klettenberg – Hürth – Brühl – Bornheim – Bonn West – Bonn Hbf 5 min (Hauptabschnitt)
Vorherige Station Stadtbahn Köln Nächste Station
Mülheim Wiener Platz
← Sülzgürtel
  13
Gürtelbahn
  Buchheim Herler Straße
Holweide Vischeringstraße →
Mülheim Wiener Platz
← Bonn Hauptbahnhof
  18
Vorgebirgsbahn
  Buchheim Herler Straße
Thielenbruch →

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Köln-Mülheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurt Kaiß: Zwischenhalt - Der Bahnhof Opladen im Wandel der Zeit. Leverkusen 2016, ISBN 978-3-9809357-9-1, S. 62.