Bahnhof Linz Urfahr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Linz Urfahr
Linz Urfahr.jpg
Empfangsgebäude, Straßenseite
Daten
Betriebsstellenart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung Uf
IBNR 8100396
Lage
Stadt/Gemeinde Linz
Bundesland Oberösterreich
Staat Österreich
Koordinaten 48° 18′ 42″ N, 14° 16′ 47″ OKoordinaten: 48° 18′ 42″ N, 14° 16′ 47″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich
i16i16i18
ÖBB-Triebzüge der Reihe 5022 (Desiro) im Bahnhof Linz Urfahr

Der Bahnhof Linz Urfahr, auch Mühlkreisbahnhof genannt, wurde am 18. Oktober 1888 eröffnet. Er liegt im Stadtteil Urfahr der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz und ist Ausgangspunkt der Mühlkreisbahn, einer Nebenbahn nach Aigen-Schlägl.

Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bahnhofsgebäude befindet sich ein Warteraum mit einem nicht mehr benutzten Fahrkartenschalter. Dafür wurde ein Fahrkartenautomat vor der Gleisseite des Bahnhofgebäudes gestellt. Außerdem gibt es eine Fahrdienstleitung und ein öffentliches WC. Am Bahnhofsgelände befindet sich außerdem eine kleine Ring-Filiale die sich in einem eigenen Gebäude befindet. Am Bahnhofsgebäude ist außerdem ein Park&Ride-Parkplatz und eine Schienenersatzverkehr-Haltestelle.

Es gibt einen nicht überdachten Mittelbahnsteig (Bahnsteig 1 und 2), der über die Gleise erreichbar ist.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Linz Urfahr

Der Bahnhof ist mit drei Hauptgleisen mit einer maximalen Nutzlänge von 193 m, fünf Abstellgleisen für den Personenverkehr, einem Ladegleis sowie einem Abstellgleis samt Tankstelle für Lokomotiven, Triebwagen und Triebzüge ausgestattet. Ein Abstellgleis ist mit einer Vorheizanlage für Züge versehen. Zwischen den Gleisen 1 und 4 befindet sich ein Mittelbahnsteig.

Der Bahnhof wird von mehreren Eisenbahnkreuzungen gequert. Auf der Seite Richtung Aigen-Schlägl befinden sich Kreuzungen mit der Landgutstraße (km 0,236), der Hagenstraße (km 0,385) und der Bundesstraße 127 (Rudolfstraße, km 0,590) die mit Lichtsignalanlagen gesichert sind. Die Kreuzung mit der Ottensheimerstraße (km 0,953) ist mit einer Schrankenanlage gesichert. Die Eisenbahnkreuzungen im km 0,773 (Gemeindestraße) und im km 0,805 (Hauszufahrt) haben Andreaskreuz und Stopp-Tafel. Im km 0,823 (Gehweg) und im km 0,838 (Wirtschaftsweg) bestehen Privatwegübergänge. Auf der Zulaufstrecke von Linz Verschiebebahnhof-West befindet sich im Bahnhofsbereich die Kreuzung mit der Stadlbauerstraße (km 6,583), die durch zwei Personen bewacht werden muss. Insgesamt befinden sich auf dieser Strecke 16 Eisenbahnkreuzungen, davon eine (km 5,485) mit der Straßenbahn.

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangsgebäude, Gleisseite

Der Bahnhof wird von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben. Der Fahrdienstleiter im Bahnhof Linz Urfahr ist neben dem Bahnhof überdies für die Steuerung des Zugverkehrs auf der gesamten Strecke bis Aigen-Schlägl zuständig. Im Abschnitt von Linz Urfahr bis Rottenegg wurde ein „vereinfachter Fernsteuerbetrieb“ eingerichtet, während ab Rottenegg ein „Zugleitbetrieb“ mit Rückfallweichen und Zugleitfunk besteht.

Über die eingleisige Linzer Verbindungsbahn nach Linz Verschiebebahnhof-West und weiter zum Linzer Hauptbahnhof erfolgt der Anschluss des Güterverkehrs an die Westbahn, personenbefördernde Züge haben jedoch in Linz Urfahr ihren Ausgangs- oder Endpunkt. Im Personenverkehr sind die beiden Bahnhöfe durch die Straßenbahnlinien 3 und 4, die Buslinie 33 und die als Linie 50 operierende Pöstlingbergbahn der Linz Linien verbunden. Auf Grund dieser unvorteilhaften Anbindung an das restliche Eisenbahnnetz der ÖBB wurde mehrmals eine Einstellung der Linie in Betracht gezogen.

Seit Dezember 2015 ist die Verbindungsbahn zwischen den Bahnhöfen Linz Urfahr und Linz Hauptbahnhof außer Betrieb, die Mühlkreisbahn wurde damit zu einem Inselbetrieb.

Ausbaupläne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gewünschte Ausbau der bestehenden Verbindungsstrecke für den Personennahverkehr im Rahmen der „City-S-Bahn“ konnte wegen gravierender raumplanerischer Probleme bisher nicht realisiert werden. Einen Ausweg könnte nur der Bau einer neuen Strecke schaffen, den die Österreichischen Bundesbahnen mit Kosten in Höhe von 190 Millionen Euro bewerten. Das Land Oberösterreich und Stadt Linz müssten bei dieser „City-S-Bahn“ finanziell entscheidend beitragen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Hager: Die Mühlkreisbahn, Verlag Wilhelm Ennsthaler, Steyr, 1989, ISBN 3-85068-251-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Linz Urfahr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oberösterreichische Nachrichten vom 7. Dezember 2006: ÖBB-Manager wollen die Linzer City-S-Bahn endgültig abwürgen