Bahnhof Luxemburg

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Luxemburg
Bahnhofsvorplatz während des Umbaus im Mai 2010
Bahnhofsvorplatz während des Umbaus im Mai 2010
Daten
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise

9

Abkürzung

XLL

IBNR 8200100
Lage
Stadt/Gemeinde

Luxemburg

Distrikt Luxemburg
Staat Luxemburg
Koordinaten 49° 35′ 57,8″ N, 6° 8′ 3,5″ OKoordinaten: 49° 35′ 57,8″ N, 6° 8′ 3,5″ O
Eisenbahnstrecken
i16i16i18

Der Bahnhof Luxemburg (luxemburgisch Gare Lëtzebuerg, französisch Gare de Luxembourg, deutsch auch vereinzelt „Luxemburg Hauptbahnhof“ genannt) ist der wichtigste Bahnhof der luxemburgischen Hauptstadt Luxemburg.

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er wird von der staatlichen Luxemburger Eisenbahngesellschaft (CFL) betrieben. Er ist größter Bahnhof des Landes und Knotenpunkt aller Eisenbahnlinien Luxemburgs und außerdem wichtige Schnittstelle des Eisenbahnverkehrs aus den Nachbarländern Belgien, Frankreich und Deutschland. Seit Juni 2007 verkehrt außerdem der TGV über die neue Schnellfahrstrecke LGV-Est bis nach Paris.

Seit Ende 2014 verkehren hier keine Intercity-Züge der Deutschen Bahn mehr, die zuvor über Köln Hauptbahnhof vereinzelt bis nach Norddeich Mole liefen. Als Ausgleich für die weggefallenen Intercity-Verbindungen nach Deutschland verkehrt seit dem Fahrplanwechsel 2014 die Regional-Express-Linie RE 11 (Luxemburg – Sandweiler/Contern – Munsbach – Wecker – Wasserbillig – Trier – Wittlich – Bullay – Cochem – Koblenz).[1]

„Luxemburg-Central“ heißt das ehrgeizige Projekt, das vorsieht, die Gleise am Hauptbahnhof zu überdachen und die angrenzenden Flächen mit Wohnungen, Büros, einem Kino und anderem zu bebauen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wurde 1859 eröffnet. Das heutige Empfangsgebäude wurde in den Jahren 1907 bis 1913 von den deutschen Architekten Alexander Rüdell,[3] Jüsgen und Scheuffel in neobarockem Stil gebaut. Wahrzeichen ist der imposante Glockenturm.

Von 2006 bis 2012 wurde der Bahnhof innen und außen in großem Umfang umgebaut und saniert.

Mitte Oktober 2010 wurde am Bahnhof ein in Fertigbauweise errichtetes Parkhaus eröffnet, das seine Funktion erfüllen soll, bis eine neue Tiefgarage im Bereich der Rocade de Bonnevoie fertiggestellt ist.[4]

Seitlich angebaut befand sich in einem Pavillon, der mit dem Hauptgebäude durch eine Arkade verbunden ist, der Fürstenbahnhof des Großherzogs, der nach verschiedenen Umnutzungen sozialer und kultureller Art neuerdings ein Bistro beherbergt.[5]

Gleisanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der internationalen Anbindung ist der Bahnhof wie ein Grenzbahnhof mit unterschiedlichen Fahrdrahtspannungen ausgestattet. Die Gleise 1 und 2 für die Verbindungen Richtung Arlon (Belgien) sind wie in Belgien mit 3 Kilovolt Gleichspannung elektrifiziert, die Gleise 5 bis 10 mit dem in Luxemburg und Nordfrankreich üblichen System mit 25 Kilovolt 50 Hertz Wechselstrom. Die Fahrleitungen der Gleise 3 und 4 sind umschaltbar.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Luxemburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Kein Intercity-Zug mehr nach Köln.“ Tageblatt Zeitung fir Lëtzebuerg, 10. November 2014
  2. „Wir kommen nicht so gut voran.“ Luxemburger Wort, 1. Dezember 2009
  3. C. Cornelius: Dr.-Ing. Alexander Rüdell †. In: Zentralblatt der Bauverwaltung, 41. Jahrgang 1921, Nr. 1 (vom 1. Januar 1921), online: Digitalisat (PDF; 1,8 MiB), S. 3 f.
  4. (raz),Parkhaus am Bahnhof wächst in die Höhe. Luxemburger Wort, 6. Mai 2010
  5. GD: L’endroit. In: d'Lëtzebuerger Land vom 4. Dezember 2009, S. 13