Bahnhof Meiningen

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Bahnhof Meiningen
Empfangsgebäude:links preußisch – rechts neben der Bahnhofshalle bayerisch
Empfangsgebäude:
links preußisch – rechts neben der Bahnhofshalle bayerisch
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Kopfbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung UM
IBNR 8010230
Kategorie 4
Eröffnung 2. November 1858 (preußischer Teil)
15. Dezember 1874 (bayerischer Teil)
Profil auf Bahnhof.de Meiningen
Architektonische Daten
Baustil Klassizismus
Lage
Stadt/Gemeinde Meiningen
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 34′ 27″ N, 10° 25′ 15″ OKoordinaten: 50° 34′ 27″ N, 10° 25′ 15″ O
Höhe (SO) 299,19 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Thüringen
i16

Der Bahnhof Meiningen ist ein Knotenpunkt von drei Eisenbahnstrecken und mit seinen Einrichtungen der bedeutendste Bahnhof in Südthüringen.

Er besteht aus zwei benachbarten, einst baulich und betrieblich getrennten Bahnhöfen, dem Preußischen Bahnhof als Durchgangsbahnhof an der Werrabahn von Eisenach nach Lichtenfels und dem Bayerischen Bahnhof als Kopfbahnhof und damit Endstation der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. Die beiden Bahnhöfe wurden 1920 nach Auflösung der Länderbahnen zu einem Bahnhof vereint.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Meininger Bahnhof liegt am Streckenkilometer 60,69 der Werrabahn sowie am Streckenkilometer 77,90 der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. Der Bahnhof befindet sich am östlichen Rand des Stadtzentrums von Meiningen neben dem Englischen Garten und trennt die Stadtteile Zentrum und Oststadt. Die Altstadt und mehrere öffentliche Einrichtungen wie das Meininger Theater, Hotels und das Justizzentrum Meiningen befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werrabahn / Preußischer Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1838 entstand der erste Plan für den Bau eines Bahnhofes in Meiningen im Rahmen der Projektierung einer „Bayrisch-Hanseatischen Bahn“, die auch durch das Werratal führen sollte.[1] Das Bahngelände war ursprünglich nordwestlich der Altstadt am Fuße des Herrenberges geplant (heute Am Bielstein).[2] Das Projekt zerschlug sich zunächst wegen fehlender Konzessionen des Königreichs Hannover.

Empfangsgebäude und Remise 1859

20 Jahre später wurde am heutigen Standort nach einer Bauzeit von zwei Jahren der Bahnhof im Zuge der Eröffnung der Werrabahn am 2. November 1858 eingeweiht. Der Bahnhof wurde Sitz der Werra-Eisenbahn-Gesellschaft, die die Konzession für den Bau und Betrieb der Werrabahn erhielt. Bereits bei seiner Eröffnung bestand der Bahnhof aus dem Empfangsgebäude und sechs weiteren Bauten, darunter eine Lokomotiv-Remise mit Reparaturwerkstatt und Koks-, Wagen- und Güterschuppen.[2] Um den stetig steigenden Bedarf an Wartungs- und Reparaturarbeiten am Fahrzeugpark der Werrabahn gerecht zu werden, erbaute man ab 1863 gegenüber dem Empfangsgebäude eine Betriebswerkstätte mit Ringlokschuppen und Drehscheibe.

Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen 1884 erhielt der Bahnhof Anschluss an die Fernzugverbindung Berlin–Erfurt–WürzburgStuttgart.[3] 1895 übernahm die Preußische Staatsbahn die Werrabahn und deren Bahnanlagen wurden zum Preußischen Bahnhof. 1900 überdachte man den Zwischenraum zwischen dem preußischen und dem bayerischen Empfangsgebäude mit einem eingeschossigen Fachwerkbau. Er wurde mit einer Verladerampe und einer Freitreppe zum Bahnhofsplatz versehen und diente fortan als Hauptzugang zu den Bahnsteigen. Die als Nebenwerkstatt bezeichnete Betriebswerkstätte entwickelte sich seit ihrer Gründung bis 1900 zu einem zusammenhängenden Hallenkomplex von 200 Meter Länge mit 26 Lokomotiv-Ständen und einer Reihe von Werkstätten und weiteren Einrichtungen. Sie wurde 1902 zu einer Hauptwerkstätte erhoben. Die Kapazitäten der Hauptwerkstätte stießen bald an ihre Grenzen, so errichtete die Preußische Staatsbahn 1914 einen Kilometer nördlich des Bahnhofs eine neue Hauptwerkstätte, das spätere „RAW Meiningen“ und heutige Dampflokwerk Meiningen. Die alte Hauptwerkstätte wurde daraufhin zurückgebaut und in ein Bahnbetriebswerk umgewandelt. In den Jahren 1918 und 1928 fand eine Verlängerung und Überdachung aller Bahnsteige mit Ausnahme des Bahnsteigs 2 statt.

Bayerischer Bahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Dezember 1874 nahmen die Königlich Bayerische Staats-Eisenbahnen die Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen in Betrieb. Sie errichteten südlich an den bestehenden Bahnhof der Werrabahn anlehnend den eigenständigen Bayerischen Bahnhof als Kopfbahnhof mit Empfangsgebäude, Bahnsteigen, Lok-Remise mit fünf Ständen, Drehscheibe und weiteren Gleisanlagen.[2] Damit verdoppelte sich nahezu das Bahngelände und erstreckte sich jetzt über 1300 Meter zwischen den beiden Einfahrtsstellwerken. Da sich die Anzahl der Gleise am Bahnübergang in der Marienstraße von zwei auf zehn erhöhte, war eine Verkehrsregelung mit Schranken nicht mehr durchführbar. So wurde ein rund 100 Meter langer Straßentunnel gebaut, der die Gleisanlagen und Bahnsteige unterquert und seitdem die Stadtteile Zentrum und Oststadt miteinander verbindet. Durch den Bau des Bayerischen Bahnhofs und die für den Tunnelbau notwendige Absenkung der Marienstraße waren im nachfolgenden Straßennetz sowie im weiteren Umfeld des Bahnhofes große topografische Veränderungen nötig. So musste auch das städtische Straßennetz östlich des Bahngeländes neu geordnet werden und es waren weitere Kunstbauten zu errichten.

Reichsbahnzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Auflösung der Länderbahnen und der Bildung der Deutschen Reichsbahn kam der vereinte Bahnhof zur Reichsbahndirektion Erfurt, die hier eines von neun Betriebsämtern einrichtete. Hinzu kamen die Sitze eines Maschinenamtes und eines Verkehrsamtes. Das Bahnbetriebswerk wurde vergrößert und erhielt eine größere Drehscheibe. Im südlichen Teil des Bahngeländes etablierte man ein Tanklager zur Treibstoffversorgung von Tankstellen. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein amerikanischer Luftangriff während der Operation Clarion die südlichen Gleisanlagen, eine darüber führende Straßenbrücke, das Stellwerk 4 und das Tanklager.[4] Bahnmitarbeiter, Wehrmachtsangehörige und Kriegsgefangene setzten die Gleise innerhalb von drei Tagen wieder Instand.[5]

Zuglaufschilder mit Relation Meiningen, 1990er Jahre
Der Adler zu Gast beim Bahnhofsfest 2011

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Juli 1945 die Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen unterbrochen. Auf dieser Strecke verkehrten die Züge nur noch bis Rentwertshausen und Römhild (bis 1971). Die Lok-Remise der ehemaligen Bayerischen Staatsbahn baute man zu einem Kohlebahnhof um. Die Sowjetarmee errichtete zwischen dem Güterbahnhof und dem Bahnbetriebswerk eine Verladerampe für schweres Kriegsgerät. 1960 fand der letzte größere Umbau des Personenbahnhofs statt. Es entstand an Stelle des 1900 errichteten Fachwerkbaus eine neue vergrößerte Bahnhofshalle mit Fahrkartenschalter, Gepäckschließfächern, Mitropa, Zeitungsshop, Kiosk, Toiletten und später einem Intershop. Eine breite Freitreppe führt seitdem auf den Bahnhofsvorplatz.[2]

Nach dem Bau der innerdeutschen Grenze richtete die Deutsche Reichsbahn neue Fernverbindungen ein. Der Bahnhof Meiningen war nun Start- und Endpunkt von Schnell- und Eilzügen nach Erfurt, Halle (Saale), Leipzig, Berlin, Dresden – Görlitz und Stralsund – Barth (Ostsee). Der Schienenverkehr steigerte sich von 1960 bis 1989 auf über 200 Zugfahrten täglich.

Im Jahr 1970 wurde eine Städteschnellverkehr-Verbindung eingerichtet und ab dem 25. Oktober 1976 verkehrte der Städteexpress „Rennsteig“ zwischen Meiningen und Berlin. Diese beiden Zugpaare hielten unterwegs nur in Suhl, Arnstadt, Erfurt, Halle (Saale) und am Flughafen Berlin-Schönefeld. 1976 wurde im Bahnbetriebswerk eine neue Ringlokhalle mit zwölf Lokständen und Drehscheibe in Betrieb genommen. Weiter entstand eine Reisezug-Waschanlage im bayerischen Bahnhofsteil.

Deutsche Bahn AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 und der Wiedereröffnung der Bahnstrecke Meiningen–Schweinfurt 1991 wurden zunächst neue Schnellzugverbindungen von Berlin über Meiningen nach Würzburg oder Schweinfurt sowie Meiningen – Sangerhausen eingerichtet. Nach Einstellung dieser Linien durch die Deutsche Bahn Ende der 1990er Jahre verlor der Bahnhof Meiningen zunehmend an Bedeutung. 1998 erbaute die Stadt nahe der Bahnsteige 1 und 2 einen neuen Busbahnhof, der für den Reisenden einen guten Verkehrsverbund Bahn-Bus anbietet. Das Tanklager und die als Kohlebahnhof genutzte Lokomotivremise des Bayerischen Bahnhofs wurden abgerissen. An deren Stelle befindet sich heute die Meininger Stützpunktfeuerwehr.

2001 übergab die Deutsche Bahn der 1999 gegründeten Süd-Thüringen-Bahn (STB) den Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV) für den Südthüringer Raum, die daraufhin neue Bahnlinien und ihren Betriebsstandort im Meininger Bahnhof einrichtete. Die STB mietete im gleichen Jahr das Bahnbetriebswerk und nutzt es seitdem als Instandhaltungswerk und Betriebsstätte. Seit 2004 betreibt die Erfurter Bahn (EB) mit dem Unterfranken-Shuttle eine neue direkte Bahnverbindung von Meiningen nach Schweinfurt und Bad Kissingen (Main-Rhön-Bahn). Sie nutzt hierbei für den Unterfranken-Shuttle die Gleise und Bahnsteige des Bayerischen Bahnhofs sowie den Meininger Bahnhof als weiteren Betriebsstandort. Der bayerische Bahnhofsteil dient zudem als Abstellort der Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn. Zum 150. Jubiläum der Werrabahn am 2. November 2008 wurde während eines Bahnhofsfestes eine Gedenktafel am Empfangsgebäude angebracht.

Privatisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bahn AG verkaufte 2014 die Empfangsgebäude von 1858 und 1874 sowie den Bahnhofsvorplatz an die RK-Bahn Entwicklung GmbH, die restlichen Bahnhofsanlagen verblieben im Besitz der Deutschen Bahn. Die Empfangsgebäude wurden hierbei nicht als Bahnhof entwidmet und sollen zum Teil weiter für den Bahnbetrieb zur Verfügung stehen. Mit einem Vertragsabschluss von 2016 zwischen der Stadt Meiningen und der RK-Bahn gelangte der Bahnhofsvorplatz in den Besitz der Stadt, weiter wurde vereinbart, dass die RK-Bahn bis 2021 in das Empfangsgebäude investiert.[6] Die Investition und Modernisierung beinhaltet die Schaffung eines zentralen Knotenpunktes für Reisende. Hierbei entstehen nach dem 2017 erfolgten Baubeginn bis 2021 eine Reihe von behördlichen und öffentlichen Einrichtungen. Mieter werden neben Privaten einige Bahnbehörden und die Deutsche Bundespolizei sein.[6]

Bahnhofsanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfangsgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnsteige des Bayerischen Bahnhofs
Bahnbetriebswerk mit Shuttles der Südthüringenbahn
Südliches Bahnhofsgelände

Das Empfangsgebäude ist ein klassizistisches Bauwerk und besteht aus zwei Teilen. Das nördlich gelegene größere Gebäude entstand 1858 für die Werrabahn und wurde 1895 von der Preußischen Staatsbahn übernommen. Den südlich gelegenen Bau errichtete die Bayerische Staatsbahn 1874 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen. 1900 verband man beide Gebäude mit einem eingeschossigen Flachbau, der 1960 durch eine moderne Bahnhofshalle ersetzt wurde. Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz.

Im Empfangsgebäude inklusive der Bahnhofshalle und an den Bahnsteigen befinden sich zurzeit folgende Kunden- und Serviceeinrichtungen: Kunden-Reisezentrum der Süd-Thüringen-Bahn, Fahrkartenautomat für Nah- und Fernverkehr sowie Automaten für Getränke/Imbiss, Bäckerei mit Imbiss, Wartebereich und Spielothek. Im Gebäude sind des Weiteren die Leitungen der Betriebshöfe der Süd-Thüringen-Bahn und der Erfurter Bahn (Bereich Unterfrankenshuttle) sowie Niederlassungen der DB Netz AG und der DB Service Facility Management (SFM) der Deutschen Bahn untergebracht. Direkt vor dem Empfangsgebäude wartet eine Taxizentrale auf Fahrgäste, daneben liegt der Meininger Busbahnhof des ÖPNV. Auf dem Bahnhofsvorplatz sind Sitzgelegenheiten, eine Telefonzelle, Fahrrad-Stellplätze und ein PKW-Parkplatz eingerichtet.

Umbau und Sanierung 2017–2021

Im Rahmen einer umfangreichen Sanierung und Modernisierung des Empfangsgebäudes entstehen bis 2021 eine Reihe von neuen Kunden- und Reiseeinrichtungen.[7] In der Bahnhofshalle befinden sich dann neben der bereits vorhandenen Spielothek das Kunden-Servicezentrum der Süd-Thüringen-Bahn (2017 eröffnet), der Zugang zum neuen Polizeirevier der Bundespolizei im Bayerischen Gebäude (2018), ein Reisebedarf-Shop, eine Backhaus-Filiale, ein Ladengeschäft, ein Geldautomat und im Wartebereich mit Sitzgelegenheiten ein Info-Pavillon der Stadt Meiningen. Weiter wird die Bahnhofshalle mit einem Aufzug vom Bahnhofsvorplatz aus erreichbar sein. Unter der Bahnhofshalle entsteht eine öffentliche Toilette. In einer Ladenpassage im Innern des preußischen Gebäudes und an den Bahnsteigen sind weitere Geschäfte und ein Stehcafe vorgesehen. Ein wettergeschützter Fahrradpark für 76 Fahrräder mit angeschlossener Fahrradwerkstatt und Fahrradverleih wird im Kellergeschoss des Bayerischen Gebäudes eingerichtet. Des Weiteren erhält die Bahnhofshalle eine Glasfassade Richtung Englischen Garten und Oberlichter. Im zweiten Obergeschoss des Preußischen Gebäudes ist ein Hostel vorgesehen.

Gleise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer Länge von 1,3 Kilometern nimmt das Bahnhofsgelände eine Fläche von rund zehn Hektar ein. Er verfügt über 39 Gleise mit insgesamt 9222 Metern Länge, davon 27 Gleise mit 6214 Metern Länge mit Serviceeinrichtungen der DB Netz AG. Hierbei entfallen 13 Gleise auf den bayerischen Bahnhofsteil, die eine eigene Nummerierung mit der Zusatzbezeichnung „B“ bei den internen Gleisnummern besitzen. Das längste Gleis ist das Gleis 2 mit 937 Meter.[8]

Der Personenbahnhof besteht aus einem Durchgangsbahnhof mit den Bahnsteiggleisen 1 und 2 sowie einem Kopfbahnhof mit den Bahnsteiggleisen 3 und 4 (interne Gleisnummern 1B bzw. 2B). Alle Bahnsteige sind barrierefrei zu erreichen.

Bahnsteige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleis Gesamtlänge [m][9] Nutzlänge [m][10] Höhe [cm][10] Fahrtziel
1 301 225 55 Eisenach, Erfurt, Eisfeld, Sonneberg, Grimmenthal
2 315 110 30 Sonneberg
3 343 196 38 Erfurt, Eisfeld, Sonneberg, Neuhaus am Rennweg
4 343 196 38 Schweinfurt, Bad Kissingen

Weitere Bahnhofsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Ostseite des Bahngeländes liegt der ehemalige Güterbahnhof. Hier haben sich eine Textil-Verkaufseinrichtung und ein Handwerksbetrieb angesiedelt. An der Westseite befinden sich der Verladebahnhof und der bayerische Bahnhofsteil, der überwiegend als Betriebshof für den Unterfranken-Shuttle der Erfurter Bahn (EB) sowie den Regionalexpresszügen der DB vorbehalten ist. Für den reibungslosen Verkehr stehen drei Stellwerke zur Verfügung, ein viertes wurde stillgelegt. Gegenüber dem Empfangsgebäude befindet sich das Bahnbetriebswerk Meiningen (BW), das von der Süd-Thüringen-Bahn (STB) angemietet als Betriebsstätte genutzt wird. Die STB will das BW von der DB AG erwerben und 2017 ein neues Werkstattgebäude errichten. Des Weiteren ist auf dem Bahnhof ein Polizeirevier der Bundespolizei ansässig. 2010 führte die DB eine Sanierung von Bahnsteigen und Überdachungen durch.

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalexpress nach Erfurt
Unterfranken-Shuttle der Linie Meiningen–Schweinfurt/Bad Kissingen

Mit rund 100 Zughalten täglich gibt es vom Bahnhof Meiningen mit fünf Bahnlinien auf drei Bahnstrecken direkte Verbindungen in folgende Orte, die mit Regional-Express-Zügen (RE) und Regionalbahnen (RB) bedient werden.[11]

KBS Zuggattung Bahnlinie Richtung Unternehmen Takt Anschlussmöglichkeit
am Zielbahnhof
570 RE STx 50 Erfurt Süd-Thüringen-Bahn
Süd-Thüringen-Bahn-Express
zwei Zugpaare ICE Leipzig–Frankfurt/Main
ICE Wiesbaden–Dresden
ICE Berlin-München
570 RB STB 44 Erfurt Süd-Thüringen-Bahn 2 Stunden
570 RB STB 44 Grimmenthal Süd-Thüringen-Bahn 2 Stunden RE 7 Erfurt–Würzburg
Zubringer
569 RB STB 41 Eisfeld
Sonneberg
Neuhaus am Rennweg
Süd-Thüringen-Bahn 1 Stunde RE Sonneberg–Nürnberg
Zubringer zum RE 7 Erfurt–Würzburg
Umsteigen in Grimmenthal (alle 120 min)
575 RB STB 41 Eisenach Süd-Thüringen-Bahn 1 Stunde ICE Leipzig–Frankfurt/Main
ICE Wiesbaden–Dresden
ICE Berlin-München
815 RB EB 40 Schweinfurt Erfurter Bahn
Unterfranken-Shuttle
2 Stunden RE Würzburg–Hof
RE Würzburg–Nürnberg
815 RB EB 40 Bad Kissingen
Gemünden am Main
Erfurter Bahn
Unterfranken-Shuttle
ein Zug

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Thielmann, Hermann Lohr: Bahnbetriebswerk Meiningen. Bahn & Bild Verlag, Berlin.
  • Tino Avemark: Der Meininger Bahnhof im Wandel der Zeit. Bielsteinverlag, Meiningen 2008, ISBN 978-3-9809504-3-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Meiningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lexikon zur Stadtgeschichte Meiningen. Bielsteinverlag Meiningen, 2008.
  2. a b c d Tino Avemark: Der Meininger Bahnhof im Wandel der Zeit. Bielsteinverlag, Meiningen 2008.
  3. Schmidt-Raßmann: Meiningen wie es früher war. Wartbergverlag, 1992.
  4. Ingrid Reißland: 23. Februar 1945 – Bombenangriff. In: Meininger Tageblatt. 22. Februar 1997.
  5. FW Meininger Tageblatt, Artikel: Meiningens schwarzer Freitag. Ausgabe vom 21. Februar 2015.
  6. a b Meininger Tageblatt, Ausgabe vom 7. April 2016, S. 7
  7. RK-Bahn Entwicklung GmbH und Hellmuth-Architekten. Erschienen im Meininger Tageblatt, 8. April 2017.
  8. Gleise in Serviceeinrichtungen (UM), DB Netz AG (PDF; 1,61 MiB)
  9. Bahnsteiginformationen zum Bahnhof Meiningen von 2012 auf deutschebahn.com
  10. a b Bahnsteiginformationen zum Bahnhof Meiningen. Stand 2017 auf deutschebahn.com
  11. Kursbuch der Deutschen Bahn, Stand 2017/18.