Bahnhof Neanderthal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bahnhof Neanderthal
Empfangsgebäude und Bahnhofsvorplatz
Ehemaliges Empfangsgebäude
mit heutigen Bahnsteigen
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung KNEA
IBNR 8004213
Kategorie 6
Eröffnung 1879
Webadresse www.regiobahn.de
Lage
Stadt/Gemeinde Mettmann
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 13′ 40″ N, 6° 57′ 11″ OKoordinaten: 51° 13′ 40″ N, 6° 57′ 11″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i11i16i16i18

Der Bahnhof Neanderthal ist ein ehemaliger Bahnhof, heute nur noch Haltepunkt der S-Bahn Rhein-Ruhr in der Gemeinde Mettmann in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. September 1879 eröffnete die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft das letzte Teilstück ab dem Bahnhof Mettmann (heute Mettmann Stadtwald) ihrer Bahnstrecke von Dortmund nach Düsseldorf, die regional auch als Wuppertaler Nordbahn bekannt ist.

Zusammen mit diesem wurde auch der Bahnhof Neanderthal in Betrieb genommen und das Empfangsgebäude eingeweiht. Dieses ist heute noch erhalten, wird aber nicht mehr in seiner ursprünglichen Funktion genutzt. In den 80er Jahren wurde das gesamte Areal und das Bahnhofsgebäude durch den Landschaftsgärtner Richard Bödeker gekauft und als Wohnhaus umgebaut. Bei der Gestaltung der Gärten und Parkanlagen um den Bahnhof wurde die Geschichte der Eisenbahn mit einbezogen und das Gelände ist gefüllt mit alten Artefakten der Bahngeschichte entlang der alten "Nordbahn" Trasse sowie hunderten von Bambusarten, aufwändig geplanten Mauerzügen und Bodenbelägen.

Der Bahnhof war zwischenzeitlich von lokaler Bedeutung, neben den zwei Streckengleisen (Gleise 1 und 2) mit je einem Bahnsteig besaß er ein in beiden Richtungen befahrbares Ausweich- und Überholgleis (Gleis 3), drei Rangier- und Abstellgleise (Gleise 4 bis 6), sowie ein Anschlussgleis für Güterzüge des nahegelegenen Mannesmann-Kalkwerkes.

Zuletzt wurde die Strecke nur noch von Triebwagen und lokalen Güterzügen befahren. Am 2. Januar 1999 stellt die Deutsche Bahn den Personenverkehr ganz ein, nachdem sie die Strecke und mit ihr den Bahnhof Neanderthal bereits ein Jahr zuvor am 1. Januar an die Regionale Bahngesellschaft Kaarst-Neuss-Düsseldorf-Erkrath-Mettmann-Wuppertal mbH (kurz Regiobahn GmbH) verkauft hatte.[1]

Heutige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Übernahme der Strecke durch die Regiobahn wurde sie für den S-Bahn-Betrieb ertüchtigt, sämtliche Halte wurden umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen unterzogen.

Der bisherige Bahnhof Neanderthal wurde zu einem Haltepunkt zurückgebaut, alle Gleise außer den Streckengleisen 1 und 2 abgebaut. Der Hausbahnsteig, an dem bis dahin die Züge Richtung Mettmann hielten, wurde abgerissen. Diese Züge halten seitdem am Inselbahnsteig zwischen den Gleisen 1 und 2. Da dieser Bahnsteig relativ schmal ist, wurde für die Züge Richtung Düsseldorf an der Stelle des ehemaligen Überholgleises 3 ein neuer Bahnsteig errichtet, der unmittelbar vom Busbahnhof betreten werden kann.

Seit dem 26. September 1999 betreibt die Rheinisch-Bergische Eisenbahn-Gesellschaft die Linie S 28 der S-Bahn Rhein-Ruhr – zunächst im Stundentakt, ab dem 28. Mai 2000 im 20-Minuten-Takt – von Kaarster See über Neuss Hauptbahnhof, Düsseldorf Hauptbahnhof und Neanderthal nach Mettmann Stadtwald; eine Verlängerung zum Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel ist geplant.

Linie Verlauf Takt
S 28 Kaarster See Kaarster Bahnhof Kaarst Mitte/Holzbüttgen IKEA Kaarst – Neuss Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn NE Am Kaiser Stadtbahn NE Rheinpark-Center D-Hamm D-Völklinger Straße D-Bilk Stadtbahn MetroBus Düsseldorf.png D-Friedrichstadt Düsseldorf Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg Stadtbahn D-Flingern D-Gerresheim Stadtbahn MetroBus Düsseldorf.png Erkrath Nord Neanderthal Mettmann Zentrum Mettmann Stadtwald Hahnenfurth-Düssel W-Vohwinkel Deutsche Bahn AG-Logo.svg W-Zoologischer Garten W-Steinbeck Wuppertal Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg
Betrieb durch die Regiobahn GmbH; der Abschnitt Mettmann Stadtwald – Wuppertal Hbf wird voraussichtlich 2019 in Betrieb genommen.
20 min
O 12 Mettmann-Neanderthal S-Bahn-Logo.svg – Mettmann-West – Danziger Straße – Kaldenberg – Metzkausen
Ortsbus-Linie in Mettmann
60 min

Ein etwa 500 m langer Fußweg, der Museumsweg, führt zum Neanderthal Museum. An der dortigen Bushaltestelle verkehren zwei weitere Buslinien nach Mettmann, Erkrath und Hilden sowie der Schienenersatzverkehr der Linie S 28.

Linie Verlauf Takt
741 Mettmann, Kaldenberger Weg – Mettmann, Jubiläumsplatz – Mettmann Zentrum S-Bahn-Logo.svg – Neanderthal/Museum (Mettmann-Neanderthal S-Bahn-Logo.svg, 500 m) – Erkrath-Hochdahl S-Bahn-Logo.svg – Millrath – Hochdahler Markt – Sandheider Markt – Erkrath, Kemperdick – Hilden, Verwaltungsinstitut – Kleef – Gabelung – Hilden Süd S-Bahn-Logo.svg (– Hilden, Südfriedhof) Weitere Haltestellen auf der gesamten Strecke 20(/60) min
743 Mettmann, Jubiläumsplatz – Mettmann Zentrum S-Bahn-Logo.svg – Neanderthal/Museum (Mettmann-Neanderthal S-Bahn-Logo.svg, 500 m) – Erkrath, Stadthalle – Erkrath S-Bahn-Logo.svg 60 min

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Neanderthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

weitere Belege:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historie der Regiobahn