Bahnhof Steinheim (Main)

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Steinheim (Main)
Haltepunkt Steinheim
Haltepunkt Steinheim
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 1
Abkürzung FSHM
IBNR 8005706
Kategorie 5
Eröffnung 1995
Profil auf Bahnhof.de Steinheim-Main
Lage
Stadt/Gemeinde Hanau
Ort/Ortsteil Steinheim am Main
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 7′ 17″ N, 8° 54′ 24″ OKoordinaten: 50° 7′ 17″ N, 8° 54′ 24″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
i16i16i18

Der Bahnhof Hanau-Steinheim (bis 2015 Steinheim (Main)[1] bzw. Steinheim/Main[2]) ist ein ehemaliger Bahnhof und heutiger Haltepunkt in Hanau beim Streckenkilometer 69,9 der Südmainischen S-Bahn der S-Bahn Rhein-Main.

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt liegt an der S-Bahn-Strecke (VzG-Strecke 3680) von Frankfurt am Main nach Hanau, die hier parallel zur Frankfurt-Bebraer Eisenbahn (VzG-Strecke 3600) verläuft. Die S-Bahn-Strecke ist im Bereich dieses Haltepunktes – wie insgesamt zwischen Mühlheim (Main)-Dietesheim und Hanau Hauptbahnhof – eingleisig. Der einzige Bahnsteig liegt nordwestlich des Gleises und wird von Zügen beider Fahrtrichtungen angefahren.

Der Bahnsteig liegt an der von Steinheim abgewandten Gleisseite, eine etwas ungewöhnliche Anordnung, die durch die Führung der Trasse über die unmittelbar östlich an den Haltepunkt anschließende Steinheimer Mainbrücke und die sich wiederum daran sofort anschließende Einfädelung des Gleises in die Anlage des Hanauer Hauptbahnhofs begründet ist.

Der Haltepunkt ging zusammen mit der Eröffnung der S-Bahn 1995 in Betrieb und wird heute von der S 8 und der S 9 angefahren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Haltepunkt ersetzt den früheren Bahnhof Steinheim (Kr. Offenbach), der an der gleichen Stelle an der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn (hier mit der Kilometrierung 21,1) lag und 1873 in Betrieb ging. Seine ursprüngliche Bezeichnung lautete Klein Steinheim.[3] Das Empfangsgebäude lag allerdings an der südöstlichen Seite der Gleise. Die Bahnanlage wies überdies ein Gütergleis mit Güterschuppen für den Ortsgüterverkehr auf.

Der Bahnhof diente der damaligen Gemeinde Steinheim (Kr. Offenbach) die 1974 im Zuge der hessischen Gebietsreform der Stadt Hanau zugeschlagen wurde. Bedingt durch verschiedene Zwangspunkte in der Streckenführung der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn, wie die Lage der Mainbrücke und die Zusammenführung mit der Strecke der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn-Gesellschaft in Hanau Hauptbahnhof (damals: Hanau Ost), kam der Bahnhof Steinheim recht weit von den Siedlungszentren Steinheims, Klein-Steinheim oder Niedersteinheim (0,5 Kilometer) und Obersteinheim oder Groß-Steinheim (1,8 Kilometer) zu liegen, was seine verkehrliche Bedeutung nach Aufkommen des Autos schnell einschränkte.

Der Rückbau des Bahnhofs erfolgte in mehreren Schritten: Zunächst wurden Anfang der 1970er Jahre das Dachgeschoss und der erste Stock des Empfangsgebäudes abgetragen und der verstümmelte Gebäudetorso mit einem Flachdach versehen. Der Güterverkehr wurde eingestellt. Mit dem Bau der S-Bahn wurde der Bahnhof schließlich aufgegeben und der Rest des Empfangsgebäudes zugunsten eines Park-and-ride-Parkplatzes beseitigt.

Mit dem Fahrplanwechsel Dezember 2015 wurde der Haltepunkt nun auch in Hanau-Steinheim umbenannt.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Mühlheim (Main)-Dietesheim
← Wiesbaden Hbf
S8 Hanau Hbf
Hanau Hbf →
Mühlheim (Main)-Dietesheim
← Wiesbaden Hbf
S9 Hanau Hbf
Hanau Hbf →

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Programmes S-Bahn Plus[4][5] soll der Haltepunkt zu einem zweigleisigen Kreuzungsbahnhof[6] ausgebaut werden. Grund ist die verspätungsanfällige eingleisige S-Bahn-Linie mit ihren kurzen Kreuzungszeiten im Endbahnhof Hanau Hbf. Hierzu soll nördlich des jetzigen S-Bahn-Gleises ein weiteres Gleis entstehen. Der derzeitige Außenbahnsteig wird dann zum Mittelbahnsteig. Nach ursprünglichen Planungen sollte die Baumaßnahme 2019 beginnen und 2022 abgeschlossen werden.[7] Bis zum April 2019 war jedoch noch nicht einmal das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1., Seite 153
  2. Bahnhof Steinheim (Main) bei bahnhof.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.bahnhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. und eingefügtes Bild.
  3. Reichs-Kursbuch 1914, Kursbuchstrecke 177.
  4. https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/s-bahnplus
  5. https://www.deutschebahn.com/resource/blob/4081848/9612d674e308c9ffa6a098996e98115a/Intensivprogramm-Schiene_Chartsatz-data.pdf (Seite 13)
  6. https://www.frankfurter-nahverkehrsforum.net/index.php?page=Thread&threadID=23477
  7. http://www.wernerconsult.at/index.php/de/94-werner-consult/projekte/eisenbahnbau/617-a-bahn-rhein-main-hp-steinheim.html
  8. https://rp-darmstadt.hessen.de/presse/%C3%B6ffentliche-bekanntmachungen/verkehr/eisenbahnen