Bahnhof Wiesbaden-Igstadt

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Wiesbaden Igstadt
Bahnhofsgebäude von 1926
Bahnhofsgebäude von 1926
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung FWIG
IBNR 8006408
Kategorie 6
Eröffnung 1. Juli 1879
Profil auf Bahnhof.de Wiesbaden-Igstadt
Lage
Stadt/Gemeinde Wiesbaden
Ort/Ortsteil Igstadt
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 4′ 56″ N, 8° 19′ 32″ OKoordinaten: 50° 4′ 56″ N, 8° 19′ 32″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
i16i16i18

Der Bahnhof Wiesbaden-Igstadt ist der Bahnhof des Stadtteils Igstadt der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Er wurde am 1. Juli 1879 durch die Hessische Ludwigsbahn eröffnet und liegt an Streckenkilometer 9,2 der von Wiesbaden Hauptbahnhof nach Niedernhausen (Taunus) führenden Ländchesbahn.

Empfangsgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das aus Backsteinen 1926 errichtete Empfangsgebäude ist zweigeschossig mit Walmdach, einem mittleren und zwei seitlichen Eingangsrisaliten, liegt westlich der Gleise und ist ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Ein eingeschossiger Güterschuppen ist nördlich angebaut.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weichen und Flügelsignale in Igstadt wurden mit Hilfe eines mechanischen Stellwerks gesteuert, das sich in einem Teil des Bahnhofsgebäudes befindet.[1] Seit dem Rückbau der Bahnanlagen im benachbarten Bahnhof Erbenheim befindet sich in Igstadt das letzte verbliebene Ausweichgleis der eingleisigen Ländchesbahn.[2] Nördlich des Bahnhofs befand sich ein inzwischen rückgebauter Gleisanschluss zum Raiffeisen Agrarlager.[3]

Mitte Juli 2017 wurden die mechanischen Flügelsignale und Weichenantriebe mit Drahtzugsteuerung abgebaut. An ihrer Stelle wurden neue Lichtsignale errichtet. Damit endete der lokale Fahrdienstleiterbetrieb.[4]

Bahnhofsgebäude und Bahnsteige sind derzeit nur von der dem Ort abgewandten Schienenseite zugänglich.[2] Im Rahmen der Erneuerung der Bahnhöfe an der Ländchesbahn soll ein zweiter Zugang von der Bornstraße errichtet werden.[5]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof liegt im Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Es besteht jedoch ein Übergangstarif zum Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (RNN). Im Bahnhof Igstadt halten heute (2015) Regionalbahnen der Hessischen Landesbahn im 60-Minuten-Takt. Zu den Hauptverkehrszeiten wird dieser Takt auf einen 30-Minuten-Takt verdichtet, wobei sich die Züge in Igstadt kreuzen. Dies ist montags bis freitags von circa 6 bis 9 Uhr und 13 bis 20 Uhr der Fall. Sonntags fahren alle 2 Stunden, sonst einzelne Züge, über Niedernhausen hinaus bis nach Limburg.

Die ersten Züge fahren um 5.45 Uhr nach Wiesbaden und Limburg, sonntags erst um 8.15 Uhr nach Wiesbaden bzw. um 8.45 Uhr nach Niedernhausen.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 wird auch ein Spätverkehr angeboten: Der letzte Zug nach Wiesbaden verlässt Igstadt um 23.15 Uhr sowie um 23.45 in Richtung Limburg.

Linien
Auringen-Medenbach Eisenbahn RB 21
Ländchesbahn
Wiesbaden-Erbenheim

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Igstadt ist auch mit den Bussen der ESWE Verkehrsgesellschaft GmbH an den Wiesbadener Nahverkehr angeschlossen. Die nächste Bushaltestelle ("Am Wiesenhang") befindet sich allerdings in einigen hundert Metern Entfernung. Weiterhin sind die Busverbindungen nicht auf die Bahnverbindungen abgestimmt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Wiesbaden-Igstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. stellwerke.de, abgerufen am 16. September 2011.
  2. a b PRO BAHN Hessen: Fahrgastzeitung März/April 2011 (Memento des Originals vom 16. September 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pro-bahn.de (PDF; 481 kB), S. 18, abgerufen am 16. September 2011.
  3. Schienengüterverkehrskonzept für die Stadt Wiesbaden. (Memento des Originals vom 11. Januar 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pro-bahn.de (PDF; 718 kB), abgerufen am 16. September 2011.
  4. VRM GmbH & Co. KG: Historische Hebel. (wiesbadener-kurier.de [abgerufen am 11. August 2017]).
  5. Gesa Fritz: Zug um Zug. Frankfurter Rundschau, 23. August 2011, abgerufen am 17. September 2011 (deutsch).