Bahnstrecke Asker–Brakerøya

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Asker–Brakerøya[1]
Lokalzug im Bahnhof Røyken
Lokalzug im Bahnhof Røyken
Streckenlänge:27 km
Spurweite:1067 mm, ab 1922 1435 mm
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: ø 11, max. bei km 34,588 bei Røyken 40 
Betriebsstellen und Strecken[2]
Strecke – geradeaus
Drammenbanen und Askerbanen von Oslo S
Bahnhof, Station
23,83 Asker (1872) 104,6 moh.
   
Drammenbanen (über Lieråsen tunnel, seit 1973)
Haltepunkt, Haltestelle
25,59 Bondivann (1952)
Haltepunkt, Haltestelle
26,91 Gullhella (1937)
Bahnhof, Station
29,34 Heggedal (1874) 99,2 moh.
   
Grenze Akershus/Buskerud
   
30,96 Hallenskog (1933–2012) 100,9 moh.
Haltepunkt, Haltestelle
34,45 Røyken (1872) 117,0 moh.
   
36,06 Åsåker (1959–2012)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Hegga (43 m)
   
37,42
36,69
Spikkestad (1885) 126 moh.
   
Gamle Drammenbanen
   
38,00 Gullaugkleiva lasteplass, bei Enga (1973–1994)
   
Gleise bis hierher abgebaut
   
Spikkestad I (213 m)
   
Spikkestad II (36 m)
   
39,32 Gullaug (1956–1973, Güterverkehr bis 1994)
   
40,46 Lieråsen krysningsspor (1954–1973)
   
Lieråsen tunnel
   
42,75 Reistad (1934–1973)
   
Lierelva (30 m)
   
Lierbanen (1904–1936)
   
45,62 Lier (1872–1973) 22 moh.
   
47,94 Kjellstad (1916–1973)
   
Drammenbanen von Asker
Bahnhof, Station
50,76 Brakerøya 3,4 moh.
Strecke – geradeaus
Drammenbanen nach Drammen

Die Bahnstrecke Asker–Brakerøya (Spikkestadlinjen) ist eine 27 km lange eingleisige, elektrifizierte norwegische Bahnstrecke, die von Asker in Akershus nach Brakerøya, einem Stadtteil von Drammen, in Buskerud führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke ist Teil der Gamle Drammenbanen (deutsch Alte Drammenbahn), die am 3. Juni 1872 mit der Spurweite von 1067 mm eröffnet wurde und von Oslo V nach Drammen über Lierbyen führte.

König Karl IV. (in Schweden Karl XV.) wollte die feierliche Eröffnung vornehmen, daher war am Bahnhof Røyken eine Königskrone mit den Initialen CXV sowie die Jahreszahl 1872 an einer Mauer neben der Station angebracht. Allerdings starb der König am 18. September 1872 und die Eröffnung wurde von Statsråd Nils Vogt durchgeführt.[3]

Die Strecke selbst wurde als Schmalspurbahn mit der Spurweite 1067 mm errichtet und zwischen 1919 und 1922 durch eine dritte Schiene auf Normalspur erweitert. Dies geschah, damit ein Weiterbetrieb der Gesamtstrecke während der Umspurungsmaßnahmen möglich blieb. Im gleichen Zeitraum wurde die Strecke elektrifiziert. Diese wurde am 26. November 1922 abgeschlossen.

Die Nachbarbahnhöfe von Røyken waren ab 1885 die Haltestelle (norwegisch Holdeplass) Spikkestad, die ab 1911 zum Bahnhof aufgewertet wurde. Ein weiterer Haltepunkt wurde 1933 in Hallenskog errichtet.

Als 1973 der Lieråsen tunnel an der Drammenbane eröffnet wurde, wurde der gesamte Fern- und Güterverkehr nach Drammen auf die neue und kürzere Bahnstrecke verlegt. Der neue Tunnel verkürzt die Fahrzeit zwischen Oslo und Drammen um 45 Minuten. Der letzte Zug zwischen Spikkestad und Brakerøya verkehrte am 2. Juni 1973.

Die alte Strecke wurde zwischen Asker und Gullaug unter dem Namen Spikkestadlinjen beibehalten. Bis 1994 war Gullaug Endpunkt der Strecke, dann wurde der Güterverkehr stillgelegt und die Strecke bis zum Bahnhof Spikkestad verkürzt. Ab hier verkehrt die Nahverkehrslinie L1 der Norges Statsbaner zwischen Spikkestad und Lillestrøm.[4]

2012 wurden die Haltepunkte Hallenskog und Åsåker wegen zu geringer Frequenz geschlossen, Spikkestad wurde nach den entsprechenden Sicherheitsrichtlinien umgebaut.[5]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kilometerangabe ab Oslo S, zuvor ab Oslo V
  2. Grafischer Fahrplan Oslo S–Drammen. 2012, abgerufen am 30. Januar 2015 (PDF, norwegisch).
  3. Nils Vogt. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 28. Januar 2015 (norwegisch).
  4. L1 Spikkestad–Asker–Oslo S–Lillestrøm. Jernbaneverket, abgerufen am 29. Januar 2015 (norwegisch).
  5. Statsjonstruktur - Prosjektet Spikkestadbanen. Jernbaneverket, 1. März 2012, abgerufen am 30. Januar 2015 (norwegisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spikkestadlinjen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien