Bahnstrecke Augsburg–Buchloe

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Augsburg Hbf–Buchloe
Streckennummer (DB):5304
Kursbuchstrecke (DB):970, 972, 974, 986
Streckenlänge:39,896 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
Zugbeeinflussung:PZB
Zweigleisigkeit:durchgehend
von Nördlingen und von Ulm
0,000 Augsburg Hbf 490 m
Straßenbahn Augsburg (Gögginger Straße)
nach München
1,293 Augsburg Morellstraße
Abzweig Augsburger Localbahn
Augsburger Localbahn
Bundesstraße 17
3,206 Augsburg Messe (seit 2000)
6,501 Inningen (seit 2016 Bf)
12,010 Bobingen 525 m
nach Kaufering
Anschluss Industriepark Bobingen
15,600 Wehringen
18,180 Awanst Großaitingen (ehem. Bf)
20,100 Mittelstetten
23,075 Schwabmünchen 560 m
Langerringen (geplant)[1]
28,560 Awanst Westerringen Malteurop (ehem. Bf)
33,100 Lamerdingen
36,800 Dillishausen
von München
39,896 Buchloe 616 m
nach Lindau
nach Memmingen

Quellen: [2][3][4]

Die Bahnstrecke Augsburg–Buchloe ist eine zweigleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahn in Bayern. Sie verläuft von Augsburg nach Buchloe. Weitere größere Orte an der Strecke sind Bobingen und Schwabmünchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke entstand im Zuge der Ludwig-Süd-Nord-Bahn von Lindau über Kempten, Augsburg und Nürnberg nach Hof. Am 1. September 1847 wurde auf Basis eines bayerischen Gesetzes vom 25. August 1843 die 60,2 Kilometer lange Strecke vom Augsburger Hauptbahnhof über Bobingen und Buchloe bis Kaufbeuren eröffnet, wobei der 20,3 Kilometer lange Abschnitt Buchloe–Kaufbeuren heute zur Bahnstrecke Buchloe–Lindau zählt.

Im Zuge der Augsburg-Variante der Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg–München war nach dem Planungsstand von 1989 vorgesehen, Schnellzüge von Augsburg Richtung München zunächst über die Bahnstrecke Augsburg–Buchloe bis südlich von Inningen zu führen, um dort in einem Bogen südlich an Königsbrunn und Merching vorbei bei Haspelmoor in die Bahnstrecke Augsburg–München einzuschwenken.[5] Zum 28. Mai 1995 wurde der personenbediente Fahrkartenverkauf im Bahnhof Inningen eingestellt, für den Nahverkehr ein Kombi-Automat aufgestellt und für den Fernverkehr sowie für Streckenzeitkarten der Verkauf zunächst vom Bahnhof Bobingen und Augsburger Hauptbahnhof übernommen[6].

Personenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Fernverkehr verkehrt auf der Strecke das Intercity-Zugpaar Nebelhorn, das täglich von Hamburg nach Oberstdorf fährt.

Auf der Strecke verkehren fünf Regional-Express-Linien, die von DB Regio betrieben werden. Im Stundentakt verbindet die Linie RE 79 Augsburg mit Kempten. Hierfür werden Dieseltriebwagen der Baureihe 633 eingesetzt. Die Linien RE 7/17 Augsburg–Immenstadt–Lindau-Reutin/Oberstdorf verkehren mit Dieseltriebwagen der Baureihe 612 im Zweistundentakt als Flügelzug. Dabei erfolgt bis Buchloe kein Zwischenhalt, zwei Zugpaare werden bis Nürnberg durchgebunden. Gleichermaßen als Flügelzug verkehren die Linien RE 71/73 Augsburg–Türkheim–Memmingen/Bad Wörishofen im Zweistundentakt. Dabei wurden bis 2021 Dieseltriebwagen der Baureihe 642 eingesetzt und in der Regel wurde in Bobingen und Schwabmünchen gehalten. Seit Dezember 2021 fahren solche der Baureihe 612 und verkehren ohne Zwischenhalt bis Buchloe.

Die Regionalbahn-Linien RB 69 Augsburg–Kaufering(–Landsberg) und RB 77 Augsburg–Füssen verkehren im Stundentakt. Diese werden durch die Bayerischen Regiobahn (BRB) mit Alstom-Coradia-LINT-Dieseltriebwagen betrieben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Erhart: Eisenbahnknoten Augsburg. Drehscheibe des Eisenbahnverkehrs. GeraMond Verlag, München 2000, ISBN 3-932785-23-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bahnstrecke Augsburg–Buchloe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nahverkehrsplan für den Nahverkehrsraum Augsburg 2015plus (Memento vom 2. August 2016 im Internet Archive)
  2. Infrastrukturregister. In: geovdbn.deutschebahn.com. DB Netz AG, abgerufen am 4. April 2021.
  3. Deutsche Bundesbahn (Hrsg.): BD-Karte München. Ausgabe B, September 1984 (blocksignal.de [abgerufen am 4. April 2021]).
  4. Eisenbahnatlas Deutschland. 10. Auflage. Schweers + Wall, Köln 2017, ISBN 978-3-89494-146-8.
  5. Für den ICE rauchen die Köpfe. In: Augsburger Allgemeine, 6. Oktober 1989.
  6. Tarif- und Verkehrsanzeiger (TVA). Jhrg. 1995, Nr. 21, 22. Mai 1995, S. 226, Bek. Nr. 272/1995.