Bahnstrecke Berlin–Dresden

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Berlin Dresdener Bf–Dresden-Friedrichstadt
Strecke der Bahnstrecke Berlin–Dresden
Streckennummer (DB):6135 (Bln. Südkreuz–Elsterwerda)
6248; sä. DE (Elsterwerda–Dr.-Friedrichst.)
Kursbuchstrecke (DB):200.2 (Yorckstraße–Blankenfelde)
203 0 (Glasower Damm–Elsterwerda)
225 0 (Elsterwerda–Dresden Hbf)
240 0 (Gesamtverkehr)
Streckenlänge:174,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
Zweigleisigkeit:Blankenfelde–Dresden,
Südkreuz–Lichtenrade (S-Bahn)
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Berlin Anhalter Bahnhof (1882–1959)
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Berlin Dresdener Bahnhof (1875–1882)
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BSicon tSTR+l.svgBSicon xKRZt.svg
von Berlin Potsdamer Platz
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von Berlin Hbf
BSicon tSTRe.svgBSicon STR.svg
BSicon SHST.svgBSicon STR.svg
1,600 Berlin Yorckstraße
BSicon TSBHFu.svgBSicon TBHFu.svg
3,500 Berlin Südkreuz Ringbahn (bis 2006 Papestraße)
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vom Innenring
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Berlin-Tempelhof Rbf
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5,100 Berlin Priesterweg
BSicon ABZgr.svgBSicon ABZgr.svg
nach Teltow
BSicon SHST.svgBSicon STR.svg
6,700 Berlin Attilastraße (früher Mariendorf)
BSicon BS2l.svgBSicon BS2r.svg
6,800 Abzw Berlin-Mariendorf vom Güterinnenring
Brücke über Wasserlauf (groß)
Teltowkanal
   
Berlin Kamenzer Damm (geplant)
BSicon BS2+l.svgBSicon BS2+r.svg
BSicon SBHF.svgBSicon KDSTxe.svg
9,400 Berlin-Marienfelde
BSicon SHST.svgBSicon exSTR.svg
11,000 Berlin Buckower Chaussee
BSicon eKRZ.svgBSicon exSTRr.svg
zum GAR
BSicon eKRZ.svgBSicon .svg
Güteraußenring (GAR)
BSicon eABZg+l.svgBSicon .svg
vom GAR
BSicon SHST.svgBSicon .svg
12,300 Berlin Schichauweg
BSicon SBHF.svgBSicon .svg
13,800 Berlin-Lichtenrade
BSicon STR+GRZq.svgBSicon .svg
Landesgrenze BerlinBrandenburg
BSicon SBHF.svgBSicon .svg
16,800 Mahlow
BSicon ABZgl.svgBSicon STR+r.svg
BSicon KRZo.svgBSicon KRZo.svg
Berliner Außenring (BAR)
BSicon KRZo.svgBSicon ABZg+lr.svg
19,100 Abzw Glasower Damm Süd vom BAR
BSicon KSHSTe.svgBSicon HST.svg
19,400 Blankenfelde (Kr Teltow-Fläming)
BSicon BS2c2.svgBSicon BS2r.svg
Haltepunkt, Haltestelle
20,800 Dahlewitz
   
Gutsbahn Dahlewitz
Bahnhof, Station
24,300 Rangsdorf
Haltepunkt, Haltestelle
30,700 Dabendorf
   
31,200 Abzw Zossen Zoa von Mittenwalde
Bahnhof, Station
32,700 Zossen 37 m
   
nach Jüterbog
Brücke über Wasserlauf (klein)
Nottekanal
   
36,000 Zossen Lager
Bahnhof, Station
39,100 Wünsdorf-Waldstadt 50 m
Haltepunkt, Haltestelle
42,100 Neuhof (b Zossen)
Bahnhof, Station
51,500 Baruth (Mark) 55 m
Haltepunkt, Haltestelle
56,100 Klasdorf Glashütte
Bahnhof, Station
61,800 Golßen (Niederl) 62 m
Haltepunkt, Haltestelle
68,600 Drahnsdorf 65 m
   
von Dahme
Bahnhof, Station
76,000 Luckau-Uckro 84 m
   
Falkenberg (Elster)–Beeskow
   
81,100 Gehren (Kr Luckau)
Bahnhof, Station
85,500 Walddrehna 115 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
93,700 Brenitz-Sonnewalde 99 m
BSicon STR.svg
   
100,000 Abzw Doberlug-Kirchhain Nord
nach Hennersdorf West
BSicon STR.svg
   
nach Falkenberg
Turmbahnhof – oben
102,900 Doberlug-Kirchhain Halle–Cottbus
Bahnhof, Station
108,900 Rückersdorf (Niederl)
Bahnhof, Station
116,500 Hohenleipisch
Planfreie Kreuzung – unten
Węgliniec–Roßlau
   
121,700 Biehla
   
von Elsterwerda-Biehla
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Elsterwerda West – Terminal
Bahnhof, Station
122,800 Elsterwerda 93 m
Brücke über Wasserlauf (klein)
Schwarze Elster
Brücke über Wasserlauf (klein)
Pulsnitz
   
nach Riesa
Kilometer-Wechsel
124,563
50,360
Streckenwechsel 6135 / 6248
Haltepunkt, Haltestelle
48,120 Prösen Ost 93 m
   
Landesgrenze BrandenburgSachsen
Bahnhof, Station
43,450 Frauenhain 110 m
Haltepunkt, Haltestelle
39,530 Zabeltitz 113 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
33,520 Großenhain Berl Bf (bis 2002 Personenbf) 118 m
   
Verbindungsbahn nach Großenhain Cottb Bf
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Große Röder
Planfreie Kreuzung – oben
32,50 Großenhain Cottb Bf–Priestewitz
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Röderneugraben
   
0 Verbindungskurve Weißig–Böhla
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
28,00 Abzw Kottewitz
   
Böhla (bis 2002 Personenbf) 144 m
Bahnhof ohne Personenverkehr
17,480 Weinböhla (bis 2002 Personenbf) 143 m
   
13,310 Neucoswig (bis 2002) 123 m
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
11,800 Radebeul Abzw Az
   
11,946 nach Dresden-Neustadt
Planfreie Kreuzung – oben
Leipzig–Dresden
   
von Coswig
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
10,950 Abzw Radebeul-Naundorf
Haltepunkt, Haltestelle
10,800 Radebeul-Naundorf 111 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
Elbebrücke Niederwartha (354 m)
Haltepunkt, Haltestelle
8,970 Niederwartha 112 m
   
Anst Pumpspeicherwerk Niederwartha
Bahnhof, Station
6,784 Cossebaude 110 m
Haltepunkt, Haltestelle
5,350 Dresden-Stetzsch 110 m
Haltepunkt, Haltestelle
3,890 Dresden-Kemnitz 108 m
Bahnhof, Station
2,220 Dresden-Cotta 116 m
   
von Dresden-Altstadt Elbufer
Bahnhof, Station
0,230 Dresden-Friedrichstadt 114 m
Kilometer-Wechsel
0,000 (ursprünglicher Streckenbeginn)
Gleisdreieck – geradeaus, nach links, von links
von/nach Dresden-Neustadt
Gleisdreieck – geradeaus, nach rechts, von rechts
von/nach Werdau Bogendreieck
Strecke – geradeaus
nach Dresden Hbf–Děčín

Die Bahnstrecke Berlin–Dresden ist eine zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn in Berlin, Brandenburg und Sachsen, die ursprünglich von der Berlin-Dresdener Eisenbahn-Gesellschaft erbaut und betrieben wurde. Sie verläuft vom westlichen Berliner Stadtzentrum südlich durch den Teltow, die Niederlausitz und den Fläming nach Elsterwerda. Weiter südlich wird die Großenhainer Pflege durchquert und der nordwestliche Rand des Elbtalkessels erreicht. Von dort steigt die Strecke relativ kurvenreich nach Weinböhla ab, verläuft auf der Coswiger Heidesand-Terrasse Richtung Niederwartha, wo nach der Elbüberquerung Dresden auf dem linken Elbufer in Friedrichstadt erreicht wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfangszeit bis 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1848 entstand die erste Bahnverbindung zwischen Berlin und Dresden, als die Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft mit der Bahnstrecke Jüterbog–Röderau eine Verbindung zur Bahnstrecke Leipzig–Dresden herstellte.

Als Konkurrenz hierzu baute die 1872 gegründete Berlin-Dresdener Eisenbahn-Gesellschaft eine zwölf Kilometer kürzere Verbindung über Elsterwerda. Diese Strecke wurde am 17. Juni 1875 eröffnet. Beide Strecken teilten sich fortan bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges den Fernverkehr zwischen Berlin und Dresden.

Am 1. Oktober 1877 ging die Betriebsführung auf der Strecke an die Preußischen Staatseisenbahnen über. Am 24. Januar 1887 wurde ein Staatsvertrag zwischen Sachsen und Preußen geschlossen, in dessen Folge die Strecke zum 1. April 1887 in das Eigentum Preußens überging, worauf sich die Eisenbahngesellschaft auflöste. Mit diesem Vertrag wurde zugleich festgelegt, dass der Streckenabschnitt Dresden–Elsterwerda zum 1. April 1888 an den sächsischen Staat weiterverkauft wird.

Empfangsgebäude des Berliner Bahnhofs in Dresden um 1875

An beiden Endpunkten waren zur Streckeneröffnung neue Bahnhöfe entstanden, der Dresdener Bahnhof in Berlin und der Berliner Bahnhof in Dresden. Beide Bahnhöfe wurden jedoch nur kurze Zeit genutzt. 1882 wurde der Dresdener Bahnhof in Berlin, der sich auf dem Gelände des heutigen U-Bahnhofs Gleisdreieck und des Postbahnhofs an der Luckenwalder Straße befand, für den Personenverkehr geschlossen. Als Berliner Ausgangspunkt diente ab diesem Zeitpunkt der etwas nördlicher gelegene Anhalter Bahnhof. Wenig später wurde auch der Berliner Bahnhof in Dresden im Zuge der Neugestaltung des Eisenbahnknotens Dresden aufgegeben. An seiner Stelle wurde der Bahnhof Dresden-Friedrichstadt errichtet, der seit 1894 dem Güter- und Regionalverkehr dient. Der Fernverkehr wurde seitdem ab Radebeul-Zitzschewig über die Bahnstrecke Leipzig–Dresden und Dresden-Neustadt nach Dresden Hauptbahnhof geführt. Dagegen nutzte der Güterverkehr aus und nach Leipzig fortan die Berlin-Dresdner Bahn von Radebeul-Naundorf zum Bahnhof Friedrichstadt.

Die preußische und die sächsische Eisenbahnverwaltung kooperierten beim Lokomotiveinsatz zunächst nicht. Zwar gab es bereits früh einen Wagendurchlauf zwischen Berlin und Dresden, die Zuglokomotiven wurden jedoch in Elsterwerda gewechselt. Dies war wirtschaftlich ungünstig und stand einer Verkürzung der Fahrzeit entgegen. Erst am 1. Mai 1905 führten die Bahnverwaltungen den Lokdurchlauf sowohl mit preußischen als auch mit sächsischen Lokomotiven ein.[1]

Ab 1875 lief von Berlin bis Zossen das Gleis der Preußischen Militäreisenbahn parallel, nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieser Abschnitt im Jahr 1919 demontiert. Zuvor waren zwischen 1901 und 1904 mehrere Schnellfahrtversuche mit elektrischen Lokomotiven und Triebwagen durchgeführt und Geschwindigkeiten von bis zu 210,8 km/h erreicht worden. Mit dem Bau des 1905 eröffneten Teltowkanals wurde südlich des S-Bahnhofs Mariendorf (heute Attilastraße) eine neue Brücke der Dresdener Bahn notwendig.

1936 wurde zwischen Berlin und Dresden eine Schnellverkehrsverbindung mit dem Henschel-Wegmann-Zug eingerichtet, der die Strecke in 100 Minuten bewältigte.

Der Berliner Vorortverkehr wurde 1939/1940 auf elektrischen Betrieb umgestellt. Seit 15. Mai 1939 verkehrte die Berliner S-Bahn zwischen Priesterweg und Mahlow, am 6. Oktober 1940 wurde der S-Bahn-Verkehr bis Rangsdorf ausgedehnt. Die S-Bahn nutzte die Gleise im Süden Berlins teilweise gemeinsam mit dem Fernreise- und dem Güterverkehr. Ende der 1930er Jahre begannen Arbeiten zum Neubau bzw. zur Hochlegung der Ferngleise, sie kamen durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges nicht zum Abschluss.[2] Im April 1945 wurde der S-Bahn-Verkehr infolge der Kriegshandlungen eingestellt.[3]

Wiederinbetriebnahme ab 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende 1945 wies die Bahnstrecke schwere Schäden auf. Das zweite Gleis der Strecke wurde als Reparationsleistung abgebaut.

Die Brücken über den Teltowkanal in Berlin waren durch Sprengung in den letzten Kriegstagen zerstört worden. Von diesen Brücken wurden nur zwei Überbauten wieder instand gesetzt. Abschnittsweise wurde der Verkehr zwischen August und Oktober 1945 wieder aufgenommen. Zwischen den S-Bahnhöfen Mariendorf und Marienfelde wurden der S-Bahn-Verkehr sowie der verbliebene Personen- und Güterverkehr fortan auf einem zweigleisigen Gemeinschaftsverkehrsabschnitt gebündelt. Zwischen Rangsdorf und Wünsdorf verkehrten dampfbetriebene Vorortzüge als Anschluss zur S-Bahn.

Die Teilung Deutschlands und Berlins hatte auch Auswirkungen auf den Verkehr auf der Bahnstrecke Berlin–Dresden. Im Jahr 1951 wurde die Strecke über eine Verbindungskurve in östlicher Richtung mit dem neu errichteten Berliner Außenring verknüpft. Die Fernzüge aus Dresden wurden um West-Berlin herum geleitet. Die Kopfbahnhöfe auf West-Berliner Gebiet wurden geschlossen, so auch am 18. Mai 1952 der Anhalter Bahnhof. Seitdem verkehrten auch die Regionalzüge über den Berliner Außenring zu Bahnhöfen in Ost-Berlin wie Schöneweide, Lichtenberg oder Ostbahnhof. Nur die S-Bahn fuhr ab Rangsdorf noch über die Grenze. Auf West-Berliner Gebiet verblieb noch Güterverkehr aus Richtung Norden zum Bahnhof Marienfelde (so für das Gasag-Gaswerk Mariendorf und das Werk Marienfelde von Daimler-Benz). Die verbliebenen Ferngleise südlich des Bahnhofs Marienfelde wurden teilweise abgebaut bzw. in den folgenden Jahrzehnten durch Spontanvegetation überwuchert.

Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde der S-Bahn-Betrieb zwischen Lichtenrade und Mahlow eingestellt. Zwischen Mahlow und Rangsdorf gab es zunächst einen S-Bahn-Inselverkehr, der wegen fehlender Reparatur- und Unterstellmöglichkeiten zum 9. Oktober 1961 eingestellt wurde. Vorortzüge aus Wünsdorf verkehrten zum Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen. Dort bestand ab 1962 S-Bahn-Anschluss nach Berlin. Ab dem 26. Mai 1963 wurde der zwischen Außenring und Grenze gelegene Bahnhof Mahlow durch einen Pendelzug mit Blankenfelde verbunden. Die Zugbildung aus einem Steuerwagen der Baureihe 195 und einer blauen Rangierlok gab der Verbindung den Spitznamen Blauer Bock, der auch beibehalten wurde, nachdem ab 1980 Schienenbusse, sogenannte „Ferkeltaxen“, fuhren.[4]

Internationaler Verkehr seit den 1960er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geringe Durchlässigkeit der eingleisigen Strecke und der schlechte Zustand des Oberbaus führten lange Zeit zu Betriebsproblemen. Die hohe Belegung der Strecke durch den Güterverkehr ließ nur eine geringe Dichte und Geschwindigkeit der Schnellzugverbindungen zu. Eine Verbesserung trat erst 1972 ein, als die Fernstrecke wieder durchgängig zweigleisig befahrbar war.[5] Bei der Rekonstruktion hatte man eine Ertüchtigung für eine durchgängige Geschwindigkeit von 160 km/h berücksichtigt. Die Bahnhöfe von Baruth bis Brenitz-Sonnewalde wurden als Überholbahnhöfe umgebaut (Verlegung der Bahnsteige an die Überholungsgleise, doppelte Gleisverbindung an jedem Bahnhofskopf). Aus verschiedenen Gründen wurde weiterhin nur 120 km/h gefahren.

Der Abschnitt von Dresden-Friedrichstadt nach Radebeul-Naundorf wurde zum 28. September 1969 elektrifiziert. Die anschließende Strecke bis zum Berliner Außenring einschließlich der beiden Verbindungen auf den Ring folgte in mehreren Abschnitten von 1979 bis 1983. Wenige Jahre nach der Übernahme des West-Berliner S-Bahn-Streckennetzes durch die Berliner Verkehrsbetriebe begann 1988 zwischen Marienfelde und Lichtenrade der Wiederaufbau des fehlenden zweiten Gleises.

Die Strecke hatte einen dichten Schnellzugverkehr in Richtung Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Österreich sowie im Binnenverkehr der DDR. Zu den Starzügen gehörte ab 1957 der Schnellzug Vindobona von Berlin nach Wien sowie seit 1960 der Hungaria-Express zwischen Berlin und Budapest. Weitere wichtige Fernzüge waren der Balt-Orient-Express nach Bukarest, der Pannonia-Express nach Sofia und der Meridian nach Belgrad, der zeitweise bis nach Bar an der Adria fuhr. Ab 1976 verbanden die Städteexpress-Züge „Elbflorenz“ Berlin mit Dresden und „Fichtelberg“ Berlin mit Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz) auf dieser Strecke. Sie verkehrten morgens nach Berlin und nachmittags in der Gegenrichtung. Später kam das Zugpaar „Berlin-Express“ hinzu, das morgens nach Dresden und nachmittags nach Berlin fuhr.

Im Nahverkehr verkehrten etwa stündlich Züge zwischen dem Bahnhof Schönefeld und Wünsdorf, einige auch weiter bis Baruth. Auf den anderen Abschnitten war die Bedeutung im Nahverkehr gering. Zwischen Baruth und Elsterwerda fuhren viele Jahre nur vier Personenzüge am Tag. Südlich von Elsterwerda im Einzugsgebiet von Dresden war das Angebot etwas besser.

Im Güterverkehr wurde die Strecke ebenfalls stark genutzt. Im Nord-Süd-Verkehr war der Rangierbahnhof Dresden-Friedrichstadt ein bedeutendes Drehkreuz. Es gab einen umfangreichen Verkehr zwischen Skandinavien sowie den Ostseehäfen und den Binnenländern Richtung Südeuropa. Zusätzlich wurden zwischen Elsterwerda und Dresden schwere Ganzzüge mit Rohbraunkohle und in Doppeltraktion befördert. In den 1980er Jahren wurden so bis zu 140 Zugfahrten im Bereich Weinböhla erreicht.

Entwicklung in den 1990er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Fall der Mauer wurde auch die Lücke zwischen Lichtenrade und Mahlow für die S-Bahn geschlossen und der Verkehr bis Blankenfelde am 31. August 1992 eingleisig wieder aufgenommen.[6] Gelegentlich fuhren auf dem S-Bahn-Gleis sogar Güterzüge mit Pressmüllcontainern von der Umladestation Gradestraße zu Deponien südlich von Berlin.

Am 17. Mai 1991 beauftragte die Deutsche Reichsbahn die Reichsbahndirektionen Berlin und Dresden, die Strecke kurzfristig für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h zu ertüchtigen. Am 15. Juli 1991 beschloss der Vorstand der Deutschen Reichsbahn die entsprechenden Maßnahmen. Für die Realisierung stand weniger als ein Jahr zur Verfügung. Die geplanten Kosten lagen bei 145 Millionen Mark. Teilweise sollten auch Vorbereitungen für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h getroffen werden.[7] Im November 1991 wurde der zu Siemens gehörenden WSSB Verkehrstechnik GmbH der Auftrag für die Umrüstung der Leit- und Sicherungstechnik erteilt. Vom Januar bis Mai 1992 wurden umfangreiche Nachrüstungs- und Erneuerungsarbeiten an der Strecke durchgeführt. Dabei wurden auch eine punktförmige Zugbeeinflussung installiert, Einschaltstrecken verändert und die Oberleitungsanlage geringfügig angepasst. Der Oberbau wurde dabei nicht verändert, da noch keine größeren Alkalischäden aufgetreten waren. Die Höchstgeschwindigkeit wurde zum Fahrplanwechsel im Mai 1992 abschnittsweise auf 160 km/h angehoben.[8] Damit einhergehend wurden Weichen mit größeren Radien eingebaut, Signalabstände vergrößert und 100 neue Weichenantriebe eingebaut. Der Streckenblock wurde durchgehend automatisiert. Damit verringerten sich die Reisezeiten im Fernverkehr um 35 Minuten, auf unter zwei Stunden.[8] Erstmals seit mehreren Jahrzehnten wurde auf der Strecke damit mehr als 120 km/h gefahren. Die planmäßige Fahrzeit im Fernverkehr zwischen Berlin Ostbahnhof und Dresden Hauptbahnhof lag dabei bei einer Stunde und 59 Minuten.[7] Wie der historische Henschel-Wegmann-Zug fuhr man dabei über Radebeul und Dresden-Neustadt auf der Leipzig-Dresdener Strecke nach Dresden Hbf. Die Deutsche Reichsbahn hatte für den Schnellverkehr die Baureihe 112 beschafft.

Im Jahr 1992 wurde der Zwei-Stunden-Takt der IC-Linie 7 (Dresden–Prag) mit einer Durchbindung nach Hamburg eingeführt.[9] Ab dem 25. September 1994 verkehrte dabei täglich ein ICE-Zugpaar über die Strecke. Der ICE verkehrte abends vom Bahnhof Berlin Zoologischer Garten zum Hauptbahnhof Dresden und morgens in umgekehrter Richtung.[10] Ab 1998 verkehrte der ICE über den Berliner Ostbahnhof, bevor die ICE-Verbindung am 27. Mai 2000 eingestellt wurde.

Die verkehrenden D-Züge auf der Strecke wurden 1992 noch von der Deutschen Reichsbahn in Interregios von Rostock nach Chemnitz auf dem Abschnitt Berlin bis Elsterwerda umgewandelt. Alle durchgehenden Bahnverbindungen mit Unterwegshalten nach Dresden wurden gestrichen und durch Regionalbahnen mit Umstiegsmöglichkeit in Elsterwerda ersetzt. Die Verbindungen ohne Zwischenhalte auf der Strecke, z. B. die des Vindobona, wurden zu InterCitys von Hamburg nach Dresden und EuroCitys von Hamburg, Berlin bis Budapest, Prag, Wien umgestuft und mit Wagen der ČD, DB, MÁV und ÖBB eingesetzt.

Zum folgenschweren Güterzugunglück von Elsterwerda kam es am 20. November 1997 im Bahnhof Elsterwerda. Ein mit Benzin befüllter Kesselwagenzug entgleiste, zwei Wagen explodierten und 15 weitere brannten aus.

Situation nach 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 wurde nach Angaben der Deutschen Bahn ein Marktvolumen von rund 6.700 Fahrten je Tag über alle Verkehrsträger zwischen den Ballungsräumen von Dresden und Berlin geschätzt.[11]

Mit Beginn des neuen Jahrtausends hatte sich der Zustand der Strecke durch zu geringe Instandhaltungsmaßnahmen in den 1990er Jahren zusehends verschlechtert. Die einzige Baumaßnahme beschränkte sich auf den Abschnitt Doberlug-Kirchhain bis Hohenleipisch auf 160 km/h. Der Regionalverkehr zwischen Großenhain Berliner Bf und Radebeul-Naundorf ist seit 2002 auf die Bahnstrecken Großenhain–Priestewitz und Leipzig–Dresden verlegt worden und ab Coswig von der Leipziger Strecke über Dresden-Neustadt auf die ursprüngliche Berliner Strecke über Cossebaude. Am 28. Mai 2006 wurde mit dem letzten verkehrenden InterRegio von Berlin über Elsterwerda und Riesa nach Chemnitz (IR-Linie 34) diese Zuggattung abgeschafft und durch Regional-Express und Regionalbahn, z. B. RE 5, seit 2006 RE 3 Stralsund–Elsterwerda und RB 45 Elsterwerda–Riesa–Chemnitz, ersetzt. Zuletzt verkehrten täglich noch drei Zugpaare von Berlin nach Chemnitz.[12]

Im Jahr 2002 wurden alle Regionalzüge auf dem Abschnitt zwischen Großenhain (Berliner Bahnhof) und Dresden über den längeren Weg über Großenhain (Cottbuser Bahnhof), Priestewitz und Coswig verlegt; dies ist Teil der „Entmischung“, nachdem auf dem Abschnitt Großenhain–Dresden bzw. Medessen–Dresden Regionalzüge über die Bahnstrecken Großenhain–Priestewitz und Leipzig–Dresden (östliche Strecke), Schnellzüge über die Bahnstrecken Medessen–Böhla und Berlin–Dresden (westliche Strecke) verkehren sollen. Daher benötigt im Jahr 2012 die Regionalbahn von Elsterwerda nach Dresden Hbf 61 Minuten, der Eurocity 37 Minuten. In Richtung Norden benötigt der RE von Elsterwerda nach Berlin Hbf 127 Minuten, der Eurocity 89 Minuten. Es gab im Jahr 2012 politische Forderungen neben dem Halt einiger ECs in Elsterwerda vor allem wegen des langsamen Streckenausbaus auch vereinzelte Züge in Doberlug-Kirchhain halten zu lassen. Einzelne REs können so statt Elsterwerda über die Verbindungskurve Doberlug-Kirchhain Nord bis Finsterwalde fahren.[13] Von 2006 bis Ende des Jahrzehnts fuhren alle Fernverkehrszüge ohne Zwischenhalt von Berlin bis Dresden, Ende des Jahrzehnts wurden wieder vereinzelte EC-Halte in Elsterwerda eingeführt, die sich aber wegen schlechter Anschlusszeiten für Reisende zu Zwischenstationen zeitlich nicht lohnen.

Im Jahr 2007 wies die Strecke eine Kapazität von 144 Zügen pro Tag und Richtung auf.[14]

August 2016 wurde die Strecke zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Elsterwerda komplett gesperrt, um die Strecke durch Beseitigungen von Bahnübergängen und Neubau der Gleisanlagen für 200 km/h auszubauen.

Entwicklung der Reisezeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein RE Stralsund–Elsterwerda im Bahnhof Doberlug-Kirchhain

Die Fahrtzeit des Henschel-Wegmann-Zuges 1936–1939 (im kürzesten Fall 100 Minuten) wurde bisher nicht wieder erreicht.

Während der Streckenzustand nach einem provisorischen Streckenausbau in der ersten Hälfte der 1990er Jahre Fahrzeiten unter zwei Stunden ermöglichte, dauerte eine Fahrt von Dresden nach Berlin heute bis Mitte der 2010er Jahre länger. Es bestehen beziehungsweise bestanden zahlreiche Langsamfahrstellen. Nur noch rund 45 Prozent des vom Fernverkehr genutzten Abschnitts Blankenfelde–Neucoswig waren mit 160 km/h befahrbar (Stand: Mai 2008).[15] Etwa ein Viertel des Brandenburger Teilstücks, zwischen Blankenfelde und Elsterwerda, konnte Ende 2011 nicht einmal mit der für den Regionalverkehr vorgesehenen Geschwindigkeit von 120 km/h befahren werden.[16]

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der planmäßigen Reisezeit im Fernverkehr (jeweils schnellste Verbindung):[15][17][18]

Jahr Berlin–Dresden Hbf
(in min)
Dresden Hbf–Berlin
(in min)
Berliner
Bahnhof
1905 170 165 Anhalter Bahnhof
1937/1938 101 100 Anhalter Bahnhof
1960 152 168 Ostbahnhof
1976 114 115 Ostbahnhof
1988 161 145 Lichtenberg
1994 108 110 Ostbahnhof
2005 131 135 Ostbahnhof
2009 138 136 Hauptbahnhof
2011 118 130 Hauptbahnhof
2012 127 129 Hauptbahnhof
2013 126 130 Hauptbahnhof
2014 124 131 Hauptbahnhof
2015 123 128 Hauptbahnhof
2016 118 124 Hauptbahnhof
2017 112 122 Hauptbahnhof
2018 108 106 Hauptbahnhof

Je nach Jahresfahrplan sind bis zu 20 Minuten Fahrplanreserve eingearbeitet. Mit der Fertigstellung weiterer Ausbaustufen soll die kürzeste Reisezeit auf 102 Minuten (Dezember 2020)[19] sinken. Weitere Ausbaustufen sind in Planung (siehe unten). Langfristig wird eine Fahrzeit von 90 Minuten[20] angestrebt. 2018 sind Direktverbindungen mit weniger als zwei Stunden Reisezeit tagsüber alle zwei Stunden gegeben, andere Verbindungen erfordert rund drei Stunden Reisezeit oder mehr.[21]

Durch den Einsatz von Mehrsystemloks soll ab Mitte 2018 der bislang in Dresden notwendige Lokwechsel entfallen und damit die Reisezeit zwischen Berlin und Prag um weitere 10 Minuten verkürzt werden.[20]

Planungen und Finanzierung nach 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Streckenausbau für höhere Geschwindigkeiten (als die bereits weitgehend erreichten 160 km/h) wurde im Bundesverkehrswegeplan 1992 als neues Vorhaben mit geplanten Gesamtkosten von 395 Millionen D-Mark geführt (Preisstand: 1. Januar 1991).[22]

Nachfolgend waren bis 1996 Vorplanungen für einen Ausbau der Strecke für 200 km/h auf 148 km Länge entwickelt worden. Uckro, Elsterwerda und Böhla sollten umfahren, der Bahnhof von Doberlug-Kirchhain umgebaut werden. Die Kosten dafür wurden auf 2,295 Milliarden Mark (Stand: 1. Januar 1993) geschätzt.[23]

Gegen Ende dieser Planungen wurde bereits am 7. Juni 1995 eine zwischenstaatliche Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Eisenbahnverbindung Berlin–Prag–Wien geschlossen. Diese ging bereits von einem generellen Ausbau der Strecke auf 200 km/h aus. Die Fahrzeit im Abschnitt Berlin–Prag sollte langfristig auf drei Stunden gesenkt werden, wobei auch die Fertigstellung einer Schnellfahrstrecke Dresden–Prag vorausgesetzt wäre. Ein Fertigstellungstermin wurde dabei jedoch nicht vereinbart.[14]

Am 5. Juni 1997 trafen die Verkehrsminister Deutschlands, Tschechiens und Österreichs eine Regierungsvereinbarung zum Ausbau der Achse Berlin–Prag–Wien.[24]

Im Oktober 1997 wurde die Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit mit der Planung und Realisierung des Ausbauvorhabens beauftragt. Für 1,6 Milliarden D-Mark sollten 125 km Bahnstrecke bis zum Jahr 2008 für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ertüchtigt werden. Vorgesehen waren dabei der Neubau von 45 Eisenbahn- und 15 Straßenbrücken, 99 Durchlässen, 435 km Oberleitung und zwölf Elektronischen Stellwerken. Die Reisezeit zwischen den Hauptbahnhöfen[25] von Berlin und Dresden sollte von 111 min (1997) auf 59 min sinken.[26]

Im Jahr 1998 beschloss man sofort beginnende Ausbauarbeiten, die den Charakter von Instandsetzungsarbeiten hatten und abschnittsweise ohne Reisezeitveränderung bis zum Jahr 2002 abgeschlossen werden sollten. Ein Ausbau für 200 km/h sollte erst danach ab 2003 erfolgen.[25]

Die Europäische Kommission gewährte 2007 im Rahmen des TEN-Programms einen Zuschuss von 10 Millionen Euro.[14]

Am 11. Dezember 2008 wurde eine Finanzierungsvereinbarung für die durchgehende Ertüchtigung für 160 km/h als Fortführung der ersten Ausbaustufe unterzeichnet. Diese sollte bis 2014 fertiggestellt werden und die Reisezeit nach Abschluss der Arbeiten auf rund 103 min sinken.[27][28]

Aus den Mitteln des Konjunkturpaketes I wurden ab 2009 folgende Mittel bereitgestellt:[29]

  • Gleiserneuerung bei Doberlug-Kirchhain: 2 Millionen Euro
  • Gleiserneuerung bei Brenitz-Sonnewalde: 10 Millionen Euro
  • Kompletterneuerung von Oberbau, teilweise Unterbau mit Neubau aller Brücken sowie Entfernung des Bahnüberganges zwischen Weinböhla und Radebeul West (Bestandteil des VDE 9): 34 Millionen Euro

Im Jahr 2010 wurden erneute Planungen notwendig, um die bereitstehenden Gelder abzurufen und die genehmigten Bauarbeiten auszuführen. Bei einer Nutzen-Kosten-Untersuchung im April 2010 wurde ein Nutzen-Kosten-Faktor von 2,9 für das Ausbauprojekt ermittelt.[30]

Das Bundesverkehrsministerium rechnete Mitte 2010 für den Streckenausbau mit Gesamtinvestitionskosten in Höhe von 802 Millionen Euro.[31] Die Kosten gliedern sich wie folgt auf die verschiedenen Realisierungs- beziehungsweise Ausbaustufen:

  • 1. Ausbaustufe, 1. Realisierungsstufe: 148 Millionen Euro[27]
  • 1. Ausbaustufe, 2. Realisierungsstufe: 224 Millionen Euro.[27][32]
  • 1. Ausbaustufe, weitere Realisierungsstufe(n): 213 Millionen Euro[32]
  • 2. Ausbaustufe: 217 Millionen Euro[32]

Für die letzten beiden Punkte fehlte 2010 noch eine Finanzierungsvereinbarung.[32]

Im Jahr 2014 wurde eine EU-Förderung von 30 Millionen Euro aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die überregionale Funktion des Projektes gewonnen.[33]

Zur Umsetzung der komplexen Aufgaben zur Realisierung des Gesamtprojektes wurde seitens DB Netz ein Projekt aufgesetzt, welches regelmäßig über die Aktivitäten informiert.[34] Dazu wurden die Arbeiten nach den drei wesentlichen Streckenabschnitten

  • Stadtgebiet Berlin bis Berliner Außenring,
  • Berliner Außenring bis Böhla,
  • Böhla bis Dresden Stadtzentrum

untergliedert.

Die vorgesehenen Arbeiten im Berliner Stadtgebiet sind bisher vor allem juristisch schwierig, da die vorgesehene Nutzung der ehemaligen Dresdner Bahn lokal strittig ist und die Planungen bis 2017 noch nicht genehmigt wurden.

Der Abschnitt Berliner Außenring bis Böhla führt durch überwiegend ländliche Gebiete. Der Ausbau als Schnellbahn führt in diesem strukturschwachen Gebiet zu wenig eigenem ökonomischen Nutzen. Nach verschiedenen Einzelprojekten seitens der Deutschen Bahn sah man sich auf Landes- und Bundesebene veranlasst, über Sonderförderungen der kommunalen Eigenanteile den Stillstand zu überwinden.[33] Damit wurde die komplexe und grundlegende Rekonstruktion zwischen 2016 und 2018 möglich. Aufgrund von Bereitstellungsproblemen des notwendigen Zugbeeinflussungssystems ETCS wird die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erst ab Ende 2020 erreicht werden können.[35] (Als Ursache wird ein 2015 von der EU-Kommission verfügter Versionswechsel an der ETCS-Spezifikation angeben.) Nunmehr sollen ESTW- und ETCS-Ausrüstung nicht parallel, sondern nacheinander erfolgen.[36]

Der Abschnitt BöhlaNeucoswig vor Dresden ist Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit (VDE) Nr. 9 zum Ausbau der Relation Leipzig–Dresden und wird auch bezüglich der Kosten darin bilanziert. Die Verbindungskurve Weißig–Böhla verknüpft die Bahnstrecke Leipzig–Dresden in Böhla mit der Bahnstrecke Berlin–Dresden. Damit kann dieser Abschnitt auch vom schnellen Fern- und Güterverkehr aus und in Richtung Leipzig genutzt werden. Der frühere Regionalverkehr zwischen Großenhain und Radebeul über Weinböhla wird seit 2002 über Priestewitz und Coswig geleitet und so vom schnellen Fernverkehr getrennt.[37] Der historisch zur Berlin-Dresdner Eisenbahn gehörende Streckenteil Dresden-Friedrichstadt - Radebeul-Naundorf ist kein Bestandteil der gegenwärtigen Ausbauvorhaben, da er überwiegend durch den Güterverkehr genutzt wird. Dafür wird gemeinsam mit dem Projekt VDE 9 im Zusammenhang mit dem Ausbau des Eisenbahnknotens Dresden die Strecke Radebeul - Dresden-Neustadt auf den bereits vor 1945 bestehenden viergleisigen Zustand plus 160 km/h Höchstgeschwindigkeit für die Fernbahngleise gebracht.[38]

Für diese Strecken- und Projektabschnitte wurden jeweils einzeln die Maßnahmen festgelegt, die als Ausbaustufe 1 eine Streckenhöchstgeschwindigkeit von 160 km/h herstellen und als Ausbaustufe 2 von 200 km/h.

Nach Abschluss aller Baumaßnahmen der Ausbaustufe 1, einschließlich der Reaktivierung des Streckenabschnitts in Berlin, sollte die Fahrzeit zwischen Berlin Südkreuz und Dresden-Neustadt bei 74 min liegen. Nach Fertigstellung des Abschnittes Böhla–Radebeul im Rahmen von VDE 9 soll sich die Fahrzeit um weitere fünf Minuten verkürzen,[32] was aber wegen des fehlenden Tunnels südlich von Böhla im Jahr 2017 nicht abzusehen ist.

Der weitgehende Ausbau der Strecke für 200 km/h wird als Ausbaustufe 2 bezeichnet. Gemäß der Neuplanung vom Jahre 2010 wurden im Jahre 2012 die ersten Streckenabschnitte mit dieser Gleisqualität fertiggestellt, ohne dass diese bisher fahrtechnische Auswirkungen haben (siehe Kapitel Berliner Außenring bis Böhla).

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiederherstellung der Dresdener Bahn in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende Mai 2006 verkehren die meisten Fern- und Regionalzüge zur Dresdener Bahn vom Berliner Hauptbahnhof durch den Tiergartentunnel der Nord-Süd-Fernbahn und treffen auf Höhe des Gleisdreiecks auf die alte Trasse der Dresdener bzw. der Anhalter Bahn. Bis zur Wiederherstellung der innerstädtischen Strecke zwischen dem Bahnhof Berlin Südkreuz und dem südlichen Berliner Außenring verkehren die Züge über einen Umweg über die Anhalter Bahn, eine neu errichtete Verbindungskurve bei Genshagener Heide und den Berliner Außenring bis zum Abzweig Glasower Damm. Dort gelangen die Züge beim Streckenkilometer 19,0 wieder auf die Dresdener Bahn.

Nach Abschluss des Ausbaus werden die Züge in der Nähe des S-Bahnhofs Priesterweg von der Nord-Süd-Fernbahn höhenfrei auf die Bahnstrecke Berlin–Dresden (Streckenkilometer 5,0) einschwenken.[39] Am Bahnhof Berlin Buckower Chaussee plant das Land Berlin die Einrichtung eines Regionalverkehrshaltepunkts. Eine konkrete Bestellung erfolgt zunächst jedoch nicht, um das Planfeststellungsverfahren nicht zusätzlich zu verzögern.[40] Insgesamt sollen unter anderem 14 Eisenbahnbrücken errichtet werden. Die Entwurfsgeschwindigkeit auf Berliner Stadtgebiet liegt (Stand: 2001) bei 160 km/h.[41] Durch den Ausbau des 14,2 km[41] langen direkten Abschnitts zwischen dem Bahnhof Südkreuz und dem südlichen Außenring (Blankenfelde) soll sich im Personenfernverkehr die Fahrzeit um etwa zehn Minuten verkürzen.[14] Im Endzustand wäre damit eine Reisezeit zwischen Berlin und Dresden von 75 Minuten möglich (Stand: Mai 2014).[42] Auch für die Anbindung des Flughafens Berlin Brandenburg mit Airport-Express-Zügen ist der Ausbau wichtig.[43] Der Wiederaufbau des Streckenabschnitts soll rund 558 Millionen Euro[44] kosten, der Fertigstellungstermin ist offen (Stand: 2012).[45]

Planfeststellungsverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wiederaufbau ist in drei Planfeststellungsabschnitte (PFA) unterteilt[46]:

  • Der PFA 1 (Marienfelde[45]) reicht vom Bahnhof Südkreuz bis zum Haltepunkt Schichauweg.[44] Ende 2012 lag der Bericht des Anhörungsverfahrens vor.[45] Nach Bahnangaben mussten die eingereichten Pläne korrigiert und anschließend voraussichtlich die Träger öffentlicher Belange erneut gehört werden.[44] Der Planfeststellungsbeschluss für den 6,3 km langen Abschnitt wurde im Mai 2017 erteilt.[47]
  • Der 2,5 km[48] lange PFA 2 (Lichtenrade[45]) führt vom Schichauweg über Lichtenrade zur Landesgrenze.[44] Ende 2012 begann die Erarbeitung des Planfeststellungsbeschlusses durch das Eisenbahn-Bundesamt, der im November 2015 vorlag.[49] In diesem Abschnitt war der Bau eines Tunnels an Stelle einer oberirdischen Linienführung strittig. Mit Urteil vom 29. Juni 2017 wies das Bundesverwaltungsgericht als erste und letzte Instanz alle diesbezüglichen Klagen ab und stellte insbesondere fest, dass die Verlegung der Strecke in einen Tunnel das Eisenbahn-Bundesamt abwägungsfehlerfrei verworfen habe; sie dränge sich nicht als vorzugswürdige Lösung auf.[50]
  • Im PFA 3 (Blankenfelde–Mahlow) legte die Deutsche Bahn im Mai 2013 neue Pläne vor. Nach Korrekturen soll eine Neuauslegung erfolgen, die bis Mai 2017 aber noch nicht erfolgte.[44]

Das erste Planfeststellungsverfahren wurde 1998 eingeleitet.[45] Als erster Abschnitt sollte der mittlere Abschnitt 2 (Berlin-Lichtenrade) planfestgestellt werden.[32] Die DB warf im Jahr 2008 dem Berliner Senat vor, das 1997 begonnene Verfahren zur Durchsetzung baulicher Veränderungen über mehrere Jahre verschleppt zu haben.[39][51] Ende Juli 2000 kündigte die Deutsche Bahn an, zur Einsparung von Kosten den Ausbau der Zulaufstrecke in Berlin bis auf Weiteres zurückzustellen.[52]

Die geplante Bauzeit nach Abschluss der Planfeststellungsverfahren liegt bei vier Jahren.[46]

Zwischenzeitlich war der Bau eines zweiten Zugangs zum S-Bahnhof Marienfelde offen, den die DB aufgrund hoher Kosten ablehnt.[43] Ein weiterer Streitpunkt war ein vom Senat geforderter zweiter Zugang zum Bahnhof Buckower Chaussee.[53]

Das geplante Investitionsvolumen wurde 2009 mit 470 Millionen Euro angegeben.[46] Im Investitionsrahmenplan bis 2010 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes aus dem Jahre 2006 waren noch Investitionen in Höhe von 430 Millionen Euro für die Wiederherstellung des Abschnitts Südkreuz–Blankenfelde vorgesehen.[54] Der Investitionsrahmenplan 2011–2015 weist 417,2 Millionen Euro aus.[55]

Streit um einen Tunnel in Lichtenrade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die Deutsche Bahn in Lichtenrade eine oberirdische Lösung für den Planfeststellungsbeschluss beantragte, forderten Anwohner und der Senat hier eine unterirdische Linienführung.[43] Gegen den oberirdischen Verlauf wurden im Verfahren rund 4000 Einwendungen erhoben.[56] Auch der Berliner Senat unterstützte ab 1998 die Lichtenrader Anlieger, zu denen damals auch der spätere Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit gehörte, und unterbrach das gerade begonnene Planfeststellungsverfahren für zwei Jahre.[57] Vor dem Bundesverwaltungsgericht wurden 2008 mehrere entsprechende Klagen von Anwohnern anhängig. In Lichtenrade gründete sich die Bürgerinitiative Berlin-Lichtenrade Dresdner Bahn, die sich für eine Tunnellösung einsetzt.[39] Die Initiative forderte einen Tunnel zwischen der Buckower Chaussee und dem Stadtrand, andere Initiativen wollen einen rund 1,2 km kürzeren Tunnel, der auf Höhe der Haltestelle Schichauweg beginnt.[58]

Eine im Jahr 2001 durch die Deutsche Bahn[45] erstellte Machbarkeitsuntersuchung zu verschiedenen Tunnellösungen ergab Mehrkosten von mindestens 254 Millionen Mark (entspricht rund 130 Millionen Euro), die heute u.a. aufgrund gestiegener Sicherheitsanforderungen noch höher liegen würden.[55] Laut Angaben der Deutschen Bahn würde der Bund eine Tunnellösung nicht finanzieren.[59] Die Berliner Senatsverwaltung bot an, sich mit 30 Millionen Euro an einer Tunnellösung zu beteiligen. Verschiedene von der Deutschen Bahn entwickelte Tunnelvarianten wurden um 2012 vom Eisenbahn-Bundesamt geprüft.[45] Im Mai 2014 kündigte die Deutsche Bahn an, eine Entscheidung des Eisenbahn-Bundesamtes abzuwarten, ob eine oberirdische Lösung genehmigungsfähig sei.[44] Die Kosten einer ebenerdigen Trasse wurden 2015 von Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler mit 128 Millionen Euro beziffert, die eines Tunnels in offener Bauweise mit 223 Millionen Euro, die eines Tunnels mit Schildvortrieb (wie von der Bürgerinitiative gefordert) mit 360 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme würde sich um acht Jahre, auf 2031, verzögern.[48] Während die Bürgerinitiative die S-Bahn oberirdisch lassen möchte, rechnet die DB damit, diese ebenfalls unterirdisch führen zu müssen.[44]

Im August 2015 hatte das Eisenbahn-Bundesamt für den von der Deutschen Bahn beantragten oberirdischen Ausbau entschieden.[60] Mit Datum vom 13. November 2015 wurde ein entsprechender Planfeststellungsbeschluss erlassen.[50] Gegen den Beschluss wurden Klagen eines anerkannten Umweltverbandes und dreier Eigentümer beim Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) als erster und gleichzeitig letzter Instanz sowie ein Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz eingereicht. Die Deutsche Bahn strebte einen Sofortvollzug an und kündigte an, möglichst noch 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen.[61] Die Hauptverhandlung fand am 14. und 15. Juni 2017 in Leipzig statt,[62] das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erging am 29. Juni 2017 und wies die Klagen ab. Insbesondere habe das Eisenbahn-Bundesamt die Verlegung der Strecke in einen Tunnel abwägungsfehlerfrei verworfen; sie dränge sich nicht als vorzugswürdige Lösung auf.[50]

Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. September 2017 wurde am Bahnhof Lichtenrade ein interaktiver Infopunkt im ehemaligen Zugabfertigerhaus eröffnet, wo über das Bauprojekt informiert wird. Die Bauarbeiten selbst begannen im Oktober 2017 mit bauvorbereitenden Maßnahmen, u. a. mit Baumfällungen zwischen Lichtenrade und Stadtgrenze. Ab November 2017 erfolgt der Bau einer temporären Fußgängerbrücke am Bahnübergang Säntisstraße.[63]

Die Inbetriebnahme des Streckenabschnitts ist für Dezember 2025Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren geplant.[64]

Berliner Außenring bis Böhla[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte des Ausbaus für 200 km/h in den 2000er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Streckenausbau zwischen Blankenfelde (bei Berlin) bis Böhla (bei Dresden) soll über den ganzen Abschnitt in zwei Baustufen erfolgen. Die erste Ausbaustufe beinhaltet Maßnahmen, die eine Geschwindigkeit von 160 km/h mit Option auf 200 km/h ermöglichen. Es sollen darin Gleise, Weichen und Ingenieurbauwerke erneuert sowie die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert werden.[14] Nach Abschluss der zweiten Ausbaustufe, in der alle 35 Bahnübergänge wegfallen, und mit Inbetriebnahme von ETCS werden 200 km/h freigegeben.[65][66]

Ausbau der Strecke bis Brenitz, Mai 2010

Die Vorplanung für den Ausbau wurde 2002 aufgenommen.[61] Nach einem Beschluss des Vermittlungsausschusses zum Subventionsabbau im Dezember 2003 wurden zahlreiche Neu- und Ausbaumaßnahmen an der Verkehrsinfrastruktur, auch die der Bahnstrecke Berlin–Dresden, zeitlich gestreckt. Die erste Baustufe wurde deshalb in mehrere Realisierungsstufen aufgeteilt. Im Rahmen der ersten Realisierungsstufe erfolgte bis Ende 2006 der Ausbau nur von Doberlug-Kirchhain bis etwa Hohenleipisch sowie zwischen Wünsdorf und Neuhof auf insgesamt 21 Kilometer Länge.[14] 2005 stoppte die Bundesregierung den Ausbau.[61] Auch im April 2007 führte die Deutsche Bahn den weiteren Ausbau der Strecke unter den „mittelfristig zurückgestellten Vorhaben“.[67] 2009 wurde die Planung wieder aufgenommen.[61] Der Ausbau des anschließenden Streckenabschnitts von Doberlug-Kirchhain bis Brenitz und Sonnewalde einschließlich der Signal- und Sicherungstechnik erfolgte dann Ende 2010 bis 2011.

Die zweite Realisierungsstufe umfasst folgende Projektabschnitte:

  • Bf Rangsdorf und Neubau der Eisenbahnüberführung Rangsdorf
  • Erneuerung Nordkopf und Eisenbahnüberführung Nottekanal im Bf Zossen
  • Bf Wünsdorf einschließlich bis Hp Neuhof ausschließlich und Bahn-km 43,7 bis Golßen ausschließlich (Abschnitt Bahn-km 43,7 bis Baruth ausschließlich im März 2009 begonnen)
  • Bf Hohenleipisch einschließlich bis Elsterwerda ausschließlich und Kreuzungsbauwerk Elsterwerda-Biehla
  • Bf Großenhain Berl Bf ausschließlich bis Bahn-km 29,2 bei Böhla.

Von Ende 2011 bis Ende 2012 sollte, als dritter Teil der ersten Ausbaustufe, der Abschnitt zwischen Neuhof und Baruth für 200 km/h ausgebaut werden.[68] Nach Medienberichten von 2010 lässt sich noch nicht absehen, wann die erste Baustufe abgeschlossen sein wird. Für die zweite Baustufe gebe es noch keine konkrete Zeitplanung (Stand: 2010).[69] Der Baubeginn der zweiten Baustufe sollte nicht vor 2015 erfolgen (Stand: Februar 2009).[70] Bei den Sanierungsarbeiten der ersten Baustufe werden alle Maßnahmen für eine Streckengeschwindigkeit von 200 km/h ausgeführt.[71]

Am 28. Juli 2010 kündigte die Deutsche Bahn an, den Ausbau der Strecke neu zu ordnen. Soweit Baurecht vorliegt, sollte der etwa 80 Streckenkilometer lange Abschnitt Wünsdorf–Hohenleipisch zwischen 2012 und Dezember 2014 – unter abschnittsweisen Vollsperrungen – für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgebaut werden. Hierfür müssten 21 Bahnübergänge beseitigt und dieser Abschnitt mit ETCS ausgerüstet werden. Die Reisezeit zwischen Berlin und Dresden solle damit auf höchstens anderthalb Stunden reduziert werden.[72][65]

Turmbahnhof Doberlug-Kirchhain in Richtung Berlin

Stand 2012 waren die Streckenabschnitte Wünsdorf–Neuhof, Uckro-Walddrehna und Brenitz–Hohenleipisch für 160 km/h mit Option auf 200 km/h ausgebaut.

Nach Planungen vom Oktober 2011 sollte der rund 80 km lange Streckenabschnitt Wünsdorf – Elsterwerda 2014 voll gesperrt werden, um sämtliche Bahnübergänge niveaufrei umzubauen.[73]

Im Juni 2012 wurde bekannt, dass nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums die zu diesem Zeitpunkt inoffiziell bis 2016 geplante Fertigstellung gefährdet sei. Die Deutsche Bahn nannte keinen Termin für den Abschluss des Ausbaus, kündigte jedoch an, die Planfeststellungsunterlagen für die noch nicht planfestgestellten Abschnitte bis Ende 2012 einzureichen.[74] Die Deutsche Bahn sieht Finanzierungsprobleme auf Seiten der Straßenbaulastträger für die Beseitigung von rund 20 Bahnübergängen in Brandenburg.[75] Ende 2012 waren für zwei Bahnübergänge Vereinbarungen nach Eisenbahnkreuzungsgesetz geschlossen worden, für 14 weitere waren entsprechende Vereinbarungen in Vorbereitung, 11 weitere Vereinbarungen sollen bis Ende 2013 genehmigt werden. Für 4 weitere Übergänge stand aufgrund fehlender Mittel eine Kreuzungsvereinbarung noch aus; das Land Brandenburg stellte in Aussicht, den Kommunalanteil mit Entflechtungsmitteln zu fördern.[45] Das Land Brandenburg kündigte im September 2013 an, den nach Eisenbahnkreuzungsgesetz notwendigen Eigenanteil der Gemeinden in weiten Teilen zu übernehmen. In Brandenburg soll der Kommunalanteil zur Beseitigung der 21 Bahnübergänge in den 16 betroffenen Gemeinden zu 75 Prozent aus Landesmitteln bezahlt werden, finanziell notleidende Kommunen können bis zu 90 Prozent erhalten. Das Land Sachsen sicherte eine allgemeine Unterstützung zu, ging aber keine konkrete Verpflichtung ein.[76] Zur Beseitigung eines Bahnübergangs am Bahnhof Dahlewitz wurde im Frühjahr 2014 das dortige Empfangsgebäude abgerissen.[77]

Die Inbetriebnahme dieses Abschnitts für 200 km/h sollte aufgrund fehlenden Baurechts, nach dem Planungsstand von Ende 2012, nicht vor 2016 erfolgen.[45] Eine erneute Verzögerung gab die Deutsche Bahn im Juni 2013 bekannt, wonach die ursprünglich zum Jahresfahrplan 2016 geplante Vollsperrung des Streckenabschnitts Wünsdorf–Elsterwerda auf 2017 verschoben wurde.[76] Begründet wird dies mit weiterhin ausstehenden Kreuzungsvereinbarungen zur Beseitigung der insgesamt 21 Bahnübergänge im Brandenburger Streckenabschnitt.[78] Die Inbetriebnahme der ausgebauten Strecke war Mitte 2013 für Ende 2017 vorgesehen. Anfang September 2013 wollte die Deutsche Bahn mit dem Eisenbahn-Bundesamt und den Verkehrsministerien von Berlin und Brandenburg beraten, wie sich der Ausbau beschleunigen lasse.[79] Laut DB-Angaben von Ende 2013 sollten die Ausbaumaßnahmen für 160 km/h im Jahr 2017 abgeschlossen werden und die Reisezeit gegenüber 2013 dann um 25 Minuten verkürzt werden. Der Großteil der Arbeiten solle in Brandenburg laufen, in Sachsen sei lediglich eine Linienverbesserung bei Großenhain notwendig.[80] Zum Fahrplanwechsel 2018 ist eine Verkürzung der Reisezeit zwischen Berlin und Dresden um 20 Minuten, auf dann eine Stunde und 45 Minuten, vorgesehen (Stand: 2015).[81] Der weitere Ausbau für 200 km/h, der 2018 abgeschlossen werden soll, solle weitere fünf Minuten bringen.[80]

Bauarbeiten im Bereich des Kreuzungsbauwerks Elsterwerda-Biehla (2014)

Nach Angaben von Anfang 2014 sollten bis Ende 2018 80 von 125 Kilometern der Ausbaustrecke mit 200 km/h befahrbar sein. Damit solle die planmäßige Reisezeit zwischen Berlin und Dresden um 20 auf 106 Minuten sinken.[33] Nach DB-Angaben von Mai 2014 sollte ab August 2016[veraltet] der 125 km lange Streckenabschnitt zwischen dem Berliner Außenring und Kottewitz voll gesperrt werden. Unter anderem sollen neun Bahnhöfe umgebaut, 20 Bahnübergänge beseitigt und ein europäisches Zugleitsystem installiert werden. Die Auftragsvergabe solle im Mai 2015 beginnen.[42] Ende November 2014 schrieb die Deutsche Bau die Bauleistungen für den Umbau des Abschnittes zwischen Neuhof und Hohenleipisch im Amtsblatt der Europäischen Union aus.[82] Der ausgebaute Streckenabschnitt zwischen Hohenleipisch und Elsterwerda soll Ende 2015[veraltet] für eine zulässige Geschwindigkeit von 160 km/h in Betrieb genommen werden.[83]

Abrissarbeiten in Elsterwerda (2016)

Tatsächlicher Ausbau für 200 km/h seit 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2013 bis 2016 wurde der Bahnhof Rangsdorf für 40 Millionen Euro[42] grundlegend umgebaut, von Mitte 2014 bis Juli 2015 der Bahnhof Elsterwerda.[84][85] Zwischen Juni 2014 und Juni 2016 wurde für den Bereich Elsterwerda und Hohenleipisch ein Elektronisches Stellwerk errichtet[86] sowie bis Ende 2016 auch der sechs Kilometer lange Streckenabschnitt erneuert[87].

Am 30. Mai 2016 wurde in Baruth der symbolische Baubeginn (1. Baustufe) am Streckenabschnitt Baruth (Mark)–Hohenleipisch unter Anwesenheit von DB-Chef Rüdiger Grube, Staatssekretär Norbert Barthle und Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider begangen.[88] Der 73 km lange Abschnitt zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Elsterwerda wird im Zuge einer vom 5. August 2016 bis 9. Dezember 2017 dauernden Vollsperrung ausgebaut. Vorgesehen ist dabei die Erneuerung von Gleisen, Bahnsteigen und Bahntechnik. Daneben sollen 18 Bahnübergänge höhenfrei ersetzt werden. Die Züge werden teilweise umgeleitet, teils durch Busse ersetzt. Nach Ende des Ausbaus soll eine Reisezeit von 107 Minuten realisiert werden, nach der nunmehr für Ende 2020 vorgesehenen Inbetriebnahme von ETCS ist eine weitere Verkürzung geplant.[89]

Nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen sollte die Fahrzeit von Berlin nach Dresden auf 69 Minuten sinken (Stand: 2009)[90] und die Strecke zwischen Blankenfelde[91] und wenige Kilometer vor Dresden[91] mit 200 km/h befahrbar sein. Stand 2016 ist ab Mitte der 2020er Jahre eine Reisezeit von 80 Minuten geplant.[61] Ausgenommen ist aus wirtschaftlichen Erwägungen der Gehrener Bogen (160 km/h) sowie die Bereiche Doberlug (140 km/h) und Hohenleipisch–Elsterwerda (160 km/h).

Das Land Sachsen meldete den Ausbau Berlin–Dresden und einen daran anschließenden Neubau Richtung Prag für den Bundesverkehrswegeplan 2030 an.[92]

Böhla bis Dresden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der der Ausbaustrecke Leipzig–Dresden zugeordneten Abschnitte begannen 2008 erste Bauarbeiten an der Verbindungskurve Weißig–Böhla. Die Verbindungsstrecke ist höhenfrei in die Trasse Berlin–Dresden eingebunden und ging im Dezember 2010 in Betrieb.[93] Im Rahmen des Konjunkturpaketes I wurden die Abschnitte Weinböhla – Neucoswig und Neucoswig – Radebeul-West im Jahr 2010 modernisiert. Für die Durchführung beider Maßnahmen war die Strecke zwischen Neucoswig und Großenhain ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 für ein Jahr gesperrt.[93] Der 6 km lange Abschnitt zwischen Weinböhla und Radebeul West wurde dabei grunderneuert.[93] Die weiteren Ausbauabschnitte Böhla–Weinböhla und Bahnhof Weinböhla[94] sollen als Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 9 möglichst bis 2016 fertiggestellt werden (Stand: 2011).[95] Der Bahnhof Weinböhla, Nordkopf, sollte im Dezember 2016 in Betrieb genommen werden.[96]

Zwischen Böhla und Weinböhla war in den 1990er Jahren eine Verkürzung und Begradigung der Strecke durch den zwei Kilometer langen Kockelsbergtunnel vorgesehen.[37] Dessen Realisierung ist zeitlich nicht absehbar (Stand: 2011).[95] 2012 war in diesem Bereich ein Einschnitt (Silberberg) mit einem etwa 350 m langen Tunnel geplant.

Umleitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Strecke für Bauvorhaben vollsperren zu können, werden insbesondere die Fernreisezüge über die teils eingleisige Bahnstrecke Jüterbog–Röderau und die Bahnstrecke Berlin–Halle umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich dabei durch die Schnellfahrabschnitte zwischen Jüterbog und Berlin Südkreuz trotz längerer Wegstrecke nicht. Außerdem wurden Züge selten auch über Leipzig (ohne Halt) umgeleitet.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Elsterwerda
Eisenbahnbrücke Niederwartha über die Elbe

Die vergleichsweise flache Topografie machte nur wenige Ingenieurbauten nötig, und die Strecke weist eine geringe Neigung auf. Sie verläuft vom Bahnhof Berlin Südkreuz in südlicher Richtung zunächst durch das Stadtgebiet von Berlin, das hinter Lichtenrade verlassen wird. Nach dem S-Bahn-Bahnhof Mahlow wird der Berliner Außenring überquert, während die Strecke weiter Richtung Süden verläuft. In Blankenfelde endet die Berliner S-Bahn; von hier an werden die Ferngleise Richtung Süden genutzt. Nach dem Haltepunkt Dahlewitz wird die Bundesautobahn 10, der Berliner Ring, gekreuzt, und die Randgebiete Berlins werden bei Rangsdorf verlassen. Nach Zossen, wo die mittlerweile stillgelegte Strecke Richtung Jüterbog abzweigt, überfährt die Eisenbahn den Nottekanal. Die Strecke verläuft durch das Gebiet der Wünsdorfer Seen und durch ausgedehnte Waldlandschaften. Der Bahnhof von Baruth liegt am Übergang des Flämings zum Baruther Urstromtal. Bei Golßen wird die Niederlausitz erreicht. Bei Uckro kreuzt die Strecke die Niederlausitzer Eisenbahn und führt durch zwei Kurven aufwärts durch die Gehrener Berge, bevor die Fahrt durch die Wälder der Niederlausitz zum Turmbahnhof Doberlug-Kirchhain weitergeht. Hier wird die Bahnstrecke Halle–Cottbus überquert. Von dort führt sie an den Naherholungsseen Bad Erna und von Rückersdorf vorbei durch waldreiches Gebiet in Richtung Bahnhof Hohenleipisch, gelegen in einer Kurve, und weiter nach Elsterwerda.

Die Industriestadt Elsterwerda, die gleichzeitig ein mittlerer Eisenbahnknoten ist, liegt in einer Niederung der Schwarzen Elster. Von dem trotz seiner Bedeutung eher kleinen Bahnhof zweigen zahlreiche Strecken ab (Richtung Hoyerswerda, Riesa und nach Falkenberg). Kurz nach dem Bahnhof werden zwei Flüsse, die Schwarze Elster und die Pulsnitz, gekreuzt. Das ist gleichzeitig der Übergang in die Landschaft der Großenhainer Pflege. Im Stadtgebiet von Großenhain wird die Bahn nach Priestewitz bzw. nach Cottbus gekreuzt. Die nördlich von Böhla einmündende Verbindungskurve Weißig–Böhla bindet den schnellen Fernverkehr von der Bahnstrecke Leipzig–Dresden ein. Nach Böhla erreicht die Strecke den nördlichen Rand des Elbtalkessels und steigt relativ kurvenreich zum ehemaligen Bahnhof Weinböhla ab. Ab Böhla verlaufen die beiden Bahnstrecken Leipzig-Dresden und Berlin-Dresden fast parallel und teilweise auf Sichtweite bis Dresden, wobei sich beide Strecken westlich von Radebeul kreuzen. Zweigleisige Verbindungskurven verknüpfen hier die Strecken miteinander und ermöglichen den Übergang von Berlin Richtung Dresden-Neustadt und von Leipzig in Richtung Dresden-Friedrichstadt sowie jeweils in der Gegenrichtung.

Die Elbe wird bei Niederwartha über eine lange Stahlbrücke gequert, bevor es linkselbisch am Pumpspeicherwerk vorbei bis zum Bahnhof Dresden-Friedrichstadt weitergeht. Im Bahnhof Dresden-Friedrichstadt hat die Strecke Berlin–Dresden ihren nominalen Streckenendpunkt. Zwei Verbindungskurven schaffen den Anschluss an die Strecke Děčín–Dresden-Neustadt und ermöglichen Zugfahrten einerseits in Richtung Dresden-Neustadt, andererseits in Richtung Dresden Hbf und Dresden-Plauen.

Betriebsstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Brenitz-Sonnewalde
Der Bahnhof Brenitz-Sonnewalde liegt bei Kilometer 93,7 in der Ortslage Brenitz und etwa fünf Kilometer westlich der Stadt Sonnewalde im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Seit 1996 halten dort keine Reisezüge mehr. Es ist ein Gleisbildstellwerk der Bauform GS I DR vorhanden. Die Abkürzung ist BBRS.

Zugbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalbahn im Dresdener Stadtgebiet auf der linkselbischen Bahnstrecke Berlin–Dresden, im Hintergrund die Briesnitzer Kirche

Da die Fernbahngleise der Bahnstrecke Berlin–Dresden im Stadtgebiet von Berlin noch nicht wieder aufgebaut wurden, muss der Zugverkehr den beschriebenen Umweg über die Anhalter Bahn und den Berliner Außenring nehmen und gelangt erst vor Blankenfelde auf die eigentliche Berlin–Dresdener Bahn. Zwischen Großenhain Berliner Bahnhof und Radebeul-Naundorf verkehrt der Regionalverkehr nicht auf der Bahnstrecke Berlin–Dresden, sondern auf der nahezu parallel laufenden Bahnstrecke Großenhain–Priestewitz und der Strecke aus Leipzig (Bahnstrecke Leipzig–Dresden).

Folgende Tabelle zeigt die Linien des Fern- und Regionalverkehrs, die über die Strecke Berlin–Dresden verkehren (Stand 2015):

Linie Zuglauf Streckenabschnitt Takt (min)
EC27 (Hamburg-Altona / WesterlandHamburg Hbf / Ostseebad Binz –) Berlin Hbf (tief)Dresden Hbf – (Praha hl.n. (– Bratislava (– Budapest))) BlankenfeldeNeucoswig 120
RE5 Rostock / Stralsund – Neustrelitz – Berlin Hbf (tief) – Elsterwerda Blankenfelde – Elsterwerda 120 (60)
RE7 DessauBad Belzig – Berlin Hbf – Berlin-Schönefeld FlughafenWünsdorf-Waldstadt Blankenfelde – Wünsdorf-Waldstadt 60
RB31 Elsterwerda-BiehlaElsterwerda – Großenhain Cottb Bf – Dresden Hbf Elsterwerda – Großenhain / Radebeul-Naundorf – Dresden 120
S2 BernauBerlin FriedrichstraßeBlankenfelde Berlin-Südkreuz – Blankenfelde 20 (10)

Daneben nutzen einzelne weitere Züge die Strecke. Dies sind z.T. Sonderzüge.

Das EC-Zugpaar fährt wie die RE-Züge Berlin-Südkreuz und somit den Tiergartentunnel bis Berlin Hbf an.

Des Weiteren benutzten im Zuge der Streckensanierung Berlin–Cottbus zwischen Königs-Wusterhausen und Lübbenau/Spreewald auch die RegionalExpress-Züge der Linie RE 2, das IC-Zugpaar Norddeich Mole/Emden Außenhafen–Hannover–Berlin–Cottbus und das EC-Zugpaar Hamburg-Altona–Berlin–Cottbus–Kraków Glówny die Strecke zwischen Blankenfelde und dem Abzweig Doberlug-Kirchhain Nord. Dabei fuhren die RE-2-Züge zwischen Berlin-Südkreuz und Calau (Niederlausitz) durch und hielten an keinem Bahnhof auf der Dresdener Bahn.

Bis 2020 sollte eine Fernverkehrslinie von Rostock über Berlin und Berlin Flughafen nach Dresden eingeführt werden.[97] Der Flughafen soll nunmehr erst ab 2024 an den Fernverkehr nach Dresden angebunden werden.[61]

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von preußischer Seite kamen zunächst die Preußische S 5.2, die Preußische S 6 und ab etwa 1912 die Preußische S 10.1 zum Einsatz, von sächsischer Seite die Sächsische VIII V 1 und die Sächsische X H1.[1]

Bis in die 1960er Jahre kamen die sächsischen XVIII H vor den Schnellzügen zum Einsatz; hier in Berlin Ostbahnhof, 1955

Nach dem Ersten Weltkrieg schickte das Bw Berlin-Anhalter Bahnhof weiterhin die Preußische S 10.1 (BR 17.10-12) ins Rennen, außerdem ab 1924/1925 die Preußische P 10 (BR 39) und ab 1928 die ersten Einheitslokomotiven der Baureihe 01. Das Bw Dresden-Altstadt bespannte ab 1917/18 seine Züge verstärkt mit Lokomotiven der Sächsischen XII HV (BR 17.7) und der Sächsischen XVIII H (BR 18.0). Im Ausnahmefall kam auch die Sächsische XX HV (BR 19.0) zum Einsatz. Der Henschel-Wegmann-Zug schließlich wurde – von Ausnahmen abgesehen – von der 61 001 gezogen.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte die BR 18.0, zeitweilig unterstützt von den Kohlenstaubexoten 03 1087, 07 1001 und 08 1001 und später einigen normalen 03.10, den Verkehr auf der Strecke bis zu ihrer Abstellung 1961/1962,[1] anschließend übernahmen Lokomotiven der Baureihe 03.[98] Da die internationalen Züge immer schwerer wurden, wurde schließlich ab 1967 wieder die Baureihe 01 eingesetzt.[99] In Berlin stationierte Lokomotiven der Baureihe 132 übernahmen 1977 schrittweise die letzten Leistungen der 01, und am 24. September kam es letztmals zum Schnellzugeinsatz von Dresdner Dampflokomotiven auf dieser Strecke.[100] Daneben hatten schon seit den 1960er Jahren auch in Dresden beheimatete Lokomotiven der Baureihe 118 Teile des hochwertigen Reisezugdienstes nach Berlin übernommen.

Die Garnituren der Schnelltriebwagenverbindung Vindobona wurden wechselseitig von den zuständigen Bahnverwaltungen von DR, ČSD und ÖBB gestellt. Die Deutsche Reichsbahn schickte anfangs die Baureihen VT 12.14 und SVT 137 ins Rennen bis diese Anfang 1965 vom SVT 18.16 der Bauart Görlitz abgelöst wurden. Im Mai 1979 endete der Schnelltriebwageneinsatz und lokbespannte Züge fuhren unter demselben Namen weiter.[5]

Erst ab 1985 konnte durchgehend elektrisch gefahren werden.[5] Als erste Strecke in den neuen Bundesländern war die Strecke ab 1992 mit 160 km/h befahrbar.[24] Dabei wurden Lokomotiven der Baureihe 112 im Fernverkehr eingesetzt, die für diese Geschwindigkeit ausgelegt sind.[5] Heute werden Loks der BR 101 und selten auch die der Baureihe 120 im Fernverkehr und die BR 143 oder die BR 442 (Talent 2) im Nah- bzw. die Baureihe 481 im S-Bahn-Verkehr eingesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Bley: 125 Jahre Berlin–Dresdener Eisenbahn. Alba Publikation, Düsseldorf 1999, ISBN 3-87094-360-2.
  • Kurt Kaiß, Matthias Hengst: Dresdens Eisenbahn. 1894–1994. Alba Publikation, Düsseldorf 1994, ISBN 3-87094-350-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berlin-Dresden railway line – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Kaiß/Hengst: Dresdens Eisenbahn, S. 169.
  2. Ohne Quelle
  3. Peter Bley: Berliner S-Bahn. 6. Auflage, Alba Publikation, Düsseldorf 1993, S. 26.
  4. Mahlow und die S-Bahn, Biografie anlässlich der Wiederinbetriebnahme der S-Bahn-Strecke Lichtenrade–Mahlow–Blankenfelde (Memento vom 21. Oktober 2007 im Internet Archive) (PDF; 5,5 MB), 31. August 1992.
  5. a b c d Kaiß/Hengst: Dresdens Eisenbahn, S. 172f.
  6. Peter Bley: Berliner S-Bahn, 6. Aufl., Alba Publikation, Düsseldorf 1993, S. 53 ff.
  7. a b Horst Thomas: Ab Fahrplanwechsel Berlin–Dresden mit 160 km/h. In: Die Deutsche Bahn. ZDB-ID 1111314-5, Heft 5/1992, S. 529–531.
  8. a b Meldung Mit Tempo 160 von Berlin nach Dresden. In: Signal + Draht. 84, Nr. 9, 1992, ISSN 0037-4997, S. 283.
  9. Jahresrückblick 1992: Personenverkehr. In: Die Deutsche Bahn. Nr. 1, 1993, S. 32–40.
  10. Meldung Dresden an ICE-Strecke nach Berlin angeschlossen. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 222, 1994, ISSN 0174-4917, S. 6.
  11. Manuel Rehkopf: Vollständige Inbetriebnahme der Neu-/Ausbaustrecke VDE 8, Angebotskonzept DB Fernverkehr AG. Präsentation, 26. August 2013, S. 10.
  12. Fünf Strecken fallen ganz weg, n-tv.de, 19. April 2001
  13. Dieter Babbe: Kein ICE-Halt in Doberlug-Kirchhain. In: Lausitzer Rundschau, 27. Juni 2012.
  14. a b c d e f Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan Mücke, Horst Friedrich (Bayreuth), Patrick Döring, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP (PDF; 170 kB) Bundestags-Drucksache 16/4893 vom 16. April 2007.
  15. a b Eisenbahnverbindung Berlin–Elsterwerda–Dresden(1) (PDF; 773 kB), Antwort des sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit auf die kleine Anfrage des Abgeordneten Johannes Lichdi, Fraktion Bündnis90/Die Grünen, Drucksache 4/13878 des sächsischen Landtages.
  16. Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (Hrsg.): Qualitätsanalyse Netzzustand 2011. S. 3 (PDF-Datei).
  17. Kaiß/Hengst: Dresdens Eisenbahn, S. 171.
  18. DB BAHN - Verbindungen - Ihre Auskunft. Abgerufen am 17. Dezember 2017.
  19. Michael Rothe: Schnelle Bahnverbindung: Dresden–Berlin kommt noch später. sz-online.de, 26. Mai 2016.
  20. a b Änderungen im Fernverkehrsfahrplan 2018. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 16. Oktober 2017; abgerufen am 22. Oktober 2017.
  21. DB BAHN - Verbindungen - Ihre Anfrage. Abgerufen am 17. Dezember 2017.
  22. Bundesministerium für Verkehr: Bundesverkehrswegeplan 1992, S. 21.
  23. Deutscher Bundestag (Hrsg.): Unterrichtung der Bundesregierung. Bericht zum Ausbau der Schienenwege 1996. (PDF; 6,8 MB). Drucksache 13/6929, 4. Februar 1997, S. 65.
  24. a b Deutsche Bahn (Hrsg.): Bahnstadt Berlin: Ausbau der Infrastruktur von 1990 bis 2015. Berlin 2006, S. 55.
  25. a b Meldung „Ausbau der Schienenwege nach Dresden“. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12, 1998, ISSN 1421-2811, S. 507.
  26. Planungsgesellschaft Bahnbau Deutsche Einheit (Hrsg.): Wirtschaftlich bauen. Schneller fahren. Broschüre, Berlin, 30. November 1997, S. 28.
  27. a b c Bahn baut Strecke Berlin–Dresden für Tempo 160 aus. In: Die Welt (Onlineausgabe), 27. November 2008.
  28. -: ABS Berlin – Dresden, 1. und 2. Baustufe. In: Webseite. SPD, Landtagsfraktion Sachsen, 9. November 2009; abgerufen am 11. Mai 2017 (PDF; 44 kB).
  29. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: Mittel für Schienenstrecken und Terminals aus den Konjunkturprogrammen 1 und 2 (PDF; 50 kB). Liste (eine Seite) mit Stand vom 29. Juli 2009
  30. Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, Dr. Valerie Wilms, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen – Drucksache 17/4035 – Überprüfung des Bedarfsplans Schiene (PDF; 133 kB). Drucksache 17/4270 vom 16. Dezember 2010, S. 2.
  31. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn, Bettina Herlitzius, Winfried Hermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Stand der Umsetzung bei den Bedarfsplanprojekten Schiene im Freistaat Sachsen: ABS Berlin–Dresden, ABS Karlsruhe–Stuttgart–Nürnberg–Leipzig/Dresden und ABS Hoyerswerda–Horka–Grenze D/PL“. (PDF; 72 kB) In: Drucksache 17/2094 des Deutschen Bundestages
  32. a b c d e f Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn, Bettina Herlitzius, Winfried Hermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/1842 – (PDF; 72 kB), Drucksache 17/2094 vom 14. Juni 2010
  33. a b c Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Reiche: Die EU gibt 30 Millionen Euro für den Ausbau der Strecke Berlin–Dresden aus dem EFRE-Fonds.
  34. -: Bauprojekt Berlin - Dresden. In: Webseite. DB Netz AG, 2017; abgerufen am 12. Mai 2017.
  35. Michael Bung: Keine leichte Übung. In: Webseite. DB Netz AG, 31. Mai 2016; abgerufen am 12. Mai 2017.
  36. Michael Bung: Keine leichte Übung. In: bauprojekte.deutschebahn.com. 31. Mai 2016, archiviert vom Original am 16. Juni 2016; abgerufen am 16. Juni 2016.
  37. a b Meldung Grundsteinlegung für die Ausbaustrecke Leipzig–Dresden. In: Die Deutsche Bahn. Nr. 9/10, 1993, S. 729.
  38. -: Bauprojekt Knoten Dresden. In: Webseite. DB Netz AG, 2017; abgerufen am 12. Mai 2017.
  39. a b c Regionalbahn soll Airport-Shuttle ersetzen. In: Welt online, 10. Januar 2008
  40. Drucksache 17/15264. Abgeordnetenhaus Berlin, 27. Januar 2015; abgerufen am 13. Februar 2015 (PDF).
  41. a b DB Projekt Verkehrsbau GmbH (Hrsg.): Drehscheibe Berlin. Pilzkonzept., S. . 24-seitige Broschüre mit Stand von November 2001, S. 16.
  42. a b c Michael Rothe: Brahms und die Zukunftsmusik Dresden–Berlin. In: Sächsische Zeitung. 15. Mai 2014, ZDB-ID 2448502-0, S. 19.
  43. a b c Klaus Kurpjuweit: Planungsprobleme bremsen Airport-Express. In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 23. Februar 2012, S. 16.
  44. a b c d e f g Klaus Kurpjuweit: Die Bahn will nicht unter die Erde. In: Der Tagesspiegel. Nr. 22042, 12. Mai 2014, S. 11 (unter anderem Titel in ähnlicher Version online).
  45. a b c d e f g h i Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn, Renate Künast, Dr. Valerie Wilms, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/11584 – (PDF; 66 kB). Drucksache 17/11804 vom 11. Dezember 2012.
  46. a b c Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten (…): Lärmschutz beim Ausbau der Dresdner Bahn (PDF; 68 kB). Drucksache 16/11787 vom 17. Februar 2009.
  47. Baugenehmigung für weiteren Abschnitt der „Dresdner Bahn“ in Berlin erteilt. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 30. Mai 2017; abgerufen am 30. Mai 2017.
  48. a b J. Anker, T. Fülling: Dresdner Bahn kommt oberirdisch. In: Berliner Zeitung. Nr. 311, 14. November 2015, ISSN 0947-174X, S. 15.
  49. Planfeststellungsbeschluss gemäß § 18 AEG für das Vorhaben Ausbau Knoten Berlin Berlin Südkreuz – Blankenfelde („Wiederaufbau der Dresdner Bahn“) Planfeststellungsabschnitt 2 Bahn-km 12,300 bis 14,762 der Strecken 6135 Berlin Südkreuz – Elsterwerda 6035 Berlin – Blankenfelde.
  50. a b c Bundesverwaltungsgericht (BVerwG): Klagen gegen den Ausbau der Dresdner Bahn in Berlin-Lichtenrade erfolglos, Pressemitteilung des BVerwG zum Urteil 3 A 1.16 vom 29. Juni 2017. Abgerufen am 30. Juni 2017.
  51. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Wowereit-Kritik an Mehdorns Tempelhof-Engagement symptomatisch für Umgang mit Wirtschaftsstandort Berlin. Presseinformation vom 10. April 2008.
  52. Christian Tietze: ‚Schrumpfkonzept‘ für Berliner Fernbahnkreuz? In: Eisenbahn-Revue International, Heft 11/2000, ISSN 1421-2811, S. 524–527.
  53. Klaus Kurpjuweit: Dresdner Bahn wird dauerhaft ausgebremst. In: Der Tagesspiegel, Nr. 21392, 15. Juli 2012, S. 13 (online).
  54. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: Investitionsrahmenplan bis 2010 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes, April 2007.
  55. a b Drucksache 17/10914. Abgeordnetenhaus Berlin, 17. September 2012; abgerufen am 12. Oktober 2012 (PDF; 22 kB).
  56. Der Airport-Express steht im Stau. In: Der Tagesspiegel, 4. Januar 2008.
  57. Peter Neumann: Bahnverkehr: Erst 2022 schnell zum Flughafen. In: Berliner Zeitung. 7. März 2013 (online).
  58. Klaus Kurpjuweit: Lichtenrader demonstrieren für ihren Bahntunnel. In: Der Tagesspiegel. Nr. 21800, 5. September 2013, S. 14 (online).
  59. Bahn-Chef Grube will Airport-Shuttles realisieren. In: Berliner Morgenpost, 20. April 2012 online.
  60. Klaus Kurpjuweit: Kein Licht am Ende. In: Der Tagesspiegel. Nr. 22491, 15. August 2015, S. 13 (unter ähnlichem Titel online).
  61. a b c d e f Peter Neumann: Mit Tempo 200 von Berlin nach Dresden. In: Berliner Zeitung. 29. Oktober 2016, ISSN 0947-174X.
  62. Horst-Dieter Keitel: Die Entscheidung naht: Gerichtsurteil zum Dresdner Bahn-Ausbau erwartet. In: berliner-woche.de. 28. April 2017; abgerufen am 1. Mai 2017.
  63. So hört sich die Dresdner Bahn an. In: punkt 3. Nr. 19, 2017, S. 12 (online [abgerufen am 24. Oktober 2017]).
  64. Peter Naumann: Bauarbeiten für die neue Dresdener Bahn beginnen. In: berliner-zeitung.de. 21. September 2017; abgerufen am 24. September 2017.
  65. a b Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn, Cornelia Behm, Hans- Josef Fell, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (PDF; 78 kB). Bundestags-Drucksache 17/2724 vom 20. August 2010.
  66. Schriftliche Fragen mit den in der Woche vom 20. November 2006 eingegangenen Antworten der Bundesregierung (PDF; 360 kB). Bundestags-Drucksache 16/3570 vom 24. November 2006, S. 31 f.
  67. „Bahn investiert kräftig in das Berliner Netz“. In: Berliner Morgenpost (Onlineausgabe) vom 18. April 2007.
  68. D-Berlin: Bauarbeiten für Eisenbahnlinien. Dokument 2011/S 87-141810 vom 5. Mai 2011 im Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  69. „Schnelle Bahn nach Berlin kommt viel später“. Sächsische Zeitung, 18. Juni 2010.
  70. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Lothar Bisky, Dr. Dagmar Enkelmann, Diana Golze, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke: „Bau einer Eisenbahnunterführung in Rangsdorf“ (PDF; 61 kB). Drucksache 16/11846 des Deutschen Bundestages.
  71. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan Mücke, Horst Friedrich (Bayreuth), Patrick Döring, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP: „Entwicklung ost- und mitteldeutscher Eisenbahnverbindungen“ (PDF; 139 kB). Drucksache 16/10763 des Deutschen Bundestages.
  72. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): „Bahngipfel Sachsen: DB sagt schnellere Verbindung von Dresden nach Berlin verbindlich zu“. Presseinformation vom 28. Juli 2010.
  73. „Bahn bremst Tunnel in Elsterwerda aus“. In: Lausitzer Rundschau (Onlineausgabe), 22. Oktober 2011.
  74. Thilo Alexe: Bahnreisende brauchen weiter Geduld. In: Sächsische Zeitung, 4. Juni 2012, S. 6.
  75. „Die Strecke muss schneller werden“. In: Dresdner Neueste Nachrichten, Nr. 146, 25. Juni 2012, S. 6.
  76. a b Michael Rothe: Brandenburger Millionen für Bahnlinie Dresden–Berlin. In: Sächsische Zeitung. 12. September 2013, S. 25.
  77. Kurzmeldungen – Eisenbahn. In: Berliner Verkehrsblätter. September 2014, S. 178.
  78. DB Mobility Logistics AG: Bahnübergänge verzögern Bahnausbau Berlin–Dresden vom 10. Juni 2013. (Memento vom 2. Oktober 2013 im Internet Archive) Abgerufen am 30. Oktober 2016.
  79. Michael Rothe, Tobias Winzer: Die Bahn feilt an einem Masterplan für Sachsen. In: Sächsische Zeitung. 11. Juni 2013, S. 1.
  80. a b Jan-Dirk Franke: Ab 2017 geht es schneller von Dresden nach Berlin. In: Freie Presse. 18. Dezember 2013, ZDB-ID 1085204-9 (online).
  81. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Mehr Bahn für Metropolen und Regionen (Memento vom 4. April 2015 im Internet Archive). Präsentation vom 18. März 2015, S. 7.
  82. Deutschland-Berlin: Gleisbauarbeiten. Dokument 2014/S 230-406604 vom 28. November 2014 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  83. DB Netze (Hrsg.): Inbetriebnahmen zum bzw. im Netzfahrplan 2016. (PDF-Datei).
  84. Deutschland-Frankfurt am Main: Bauarbeiten für Eisenbahnlinien. Dokument 2014/S 063-108028 vom 29. März 2014 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  85. http://www.mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.408639.de
  86. Deutschland-Frankfurt am Main: Installation von Fernmeldeanlagen. Dokument 2014/S 049-082434 vom 11. März 2014 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  87. Deutschland-Frankfurt am Main: Bau von Eisenbahnbrücken. Dokument 2014/S 053-089163 vom 15. März 2014 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  88. Start für Ausbau von 73 Kilometer langem Abschnitt auf der Ausbaustrecke Berlin–Dresden. Deutsche Bahn, 30. Mai 2016; abgerufen am 16. Juni 2016.
  89. Vom 5. August 2016 bis 9. Dezember 2016 fahren zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Elsterwerda Busse, Umleitung im Fernverkehr. Presseinformation FIXME. Deutsche Bahn, 29. Juli 2016; abgerufen am 29. Juli 2016.
  90. Deutscher Bundestag: Unterrichtung durch die Bundesregierung: Verkehrsinvestitionsbericht 2009 (PDF; 19,9 MB), Drucksache 17/444 vom 14. Januar 2010, S. 41 f.
  91. a b Neue Straßenbrücke für mehr Sicherheit und Bahntempo auf der Ausbaustrecke Berlin–Dresden. DB Mobility Logistics AG, 28. August 2015; abgerufen am 28. August 2015.
  92. Ausbau Bahntrasse Dresden-Berlin geplant. In: Leipziger Volkszeitung. 9. April 2013, ISSN 0232-3222, S. 6.
  93. a b c Deutsche Bahn AG (Hrsg.): DB investiert 80 Millionen Euro in moderne Fernbahngleise zwischen Radebeul West und Weißig. Presseinformation vom 3. Dezember 2010.
  94. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2010 (PDF; 42 MB), Seite 60, 20. Februar 2012.
  95. a b Frederike Reinike: Weitblick. In: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (Hrsg.): Weitblick, ohne Ort, 2012, ISBN 978-3-00-038025-9, S. 11–13.
  96. Ausbau der Strecke Riesa - Dresden? Abgerufen am 29. September 2016.
  97. DB AG (Hrsg.): Zukunft Bahn – Gemeinsam für mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg. Berlin 2015, S. 12, 22 (PDF-Datei).
  98. Kaiß/Hengst: Dresdens Eisenbahn, S. 197.
  99. Kaiß/Hengst: Dresdens Eisenbahn, S. 203.
  100. Kaiß/Hengst: Dresdens Eisenbahn, S. 206.