Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude

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Bremerhaven–Buchholz
Harsefeld–Buxtehude
Streckennummer (DB): 1300 (Bremerhaven–Buchholz)
9128 (Buxtehude–Harsefeld)
Kursbuchstrecke (DB): 122
Streckenlänge: 75 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Bremerhaven Hbf
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Anschluss Fischereihafen
   
0,0 Bremerhaven-Wulsdorf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Bremen
Haltepunkt, Haltestelle
7,5 Sellstedt
Haltepunkt, Haltestelle
13,2 Wehdel
Bahnhof, Station
16,8 Geestenseth
Haltepunkt, Haltestelle
19,7 Frelsdorf
Bahnhof, Station
24,5 Heinschenwalde
Haltepunkt, Haltestelle
28,4 Oerel
   
32,4 Glinde
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
nach Osterholz-Scharmbeck
Bahnhof, Station
36,1 Bremervörde
Brücke über Wasserlauf (groß)
Oste
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Rotenburg (Wümme)
Bahnhof, Station
40,0 Hesedorf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Stade
Bahnhof, Station
47,8 Kutenholz
Haltepunkt, Haltestelle
52,6 Brest-Aspe
Haltepunkt, Haltestelle
55,0 Bargstedt
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(14,7) Harsefeld-Süd (ex-BHE)
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(ehem. Verbindungen ...)
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60,5 Harsefeld (ex-DB)
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(... zwischen DB und BHE)
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(Verbindung seit 1993)
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(Verbindung neu 2004)
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(ehem. Überführung)
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(11,5) Weißenfelde
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(10,4) Ruschwedel
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(6,7) Apensen
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(4,4) Ottensen
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(1,8) Grüner Wald
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(Verbindung seit 1993)
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nach Cuxhaven
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(Verbindung bis 1993)
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(0,1) Buxtehude-Süd/Buxtehude[Anm. 1]
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nach Hamburg
   
69,8 Beckdorf
   
73,3 Rahmstorf
   
74,6 Staersbeck-Moisburg
   
77,9 Hollenstedt
   
Este
   
A 1
   
(ehem. Anschluss Werk Wenzendorf)
   
83,0 Drestedt
   
B 75
   
86,7 Trelde
   
Hauptstrecke Bremen–Hamburg
   
Heidebahn
   
Heidebahn von Soltau
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Bremen
Bahnhof, Station
92,9 Buchholz
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Lüneburg/Maschen Rbf
Strecke – geradeaus
nach Hamburg

  1. Endpunkt der EVB-Züge seit 9. Dezember 2007

Die Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude ist eine Eisenbahnstrecke im Elbe-Weser-Dreieck im nördlichen Niedersachsen zwischen den Städten Bremerhaven und Buxtehude (dort besteht Anschluss nach Hamburg) über Bremervörde und Harsefeld.

Die Strecke wird heute zwischen Bremerhaven und Buxtehude von den Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) als betriebliche Einheit genutzt. Entstanden ist sie aus drei Strecken:

  1. Bahnstrecke Bremerhaven–Stade (Deutsche Bahn)
  2. Bahnstrecke Bremervörde–Buchholz in der Nordheide (Deutsche Bahn)
  3. Bahnstrecke Buxtehude–Harsefeld (Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnstrecken Bremerhaven–Stade und Bremervörde–Buchholz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke Bremervörde–Stade wurde 1898 eröffnet und 1899 von Bremervörde nach Wulsdorf verlängert. 1902 folgte die Fortsetzung Bremervörde-Buchholz. Es waren staatliche Strecken, die 1991 von der evb übernommen wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde Verkehr auf der Verbindung Bremerhaven–Bremervörde–Stade angeboten, die im Gegensatz zur Verbindung über Harsefeld nur über Staatsbahnstrecken führte.

Bahnstrecke Buxtehude–Harsefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde am 19. Dezember 1928 durch die Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn GmbH (BHE) eröffnet. Die 15 Kilometer lange Normalspurstrecke führt von der Stadt Buxtehude an der Hauptbahn Hamburg–Stade–Cuxhaven nach dem Flecken Harsefeld an der Nebenbahn Bremervörde–Buchholz.

Die Betriebsführung lag ab 1933 beim Landeskleinbahnamt in Hannover, dem späteren Niedersächsischen Landeseisenbahnamt. Nach seiner Schließung übernahmen ab 1959 die Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE) den Betrieb.

Der Personenverkehr wurde am 31. Mai 1969 eingestellt; allerdings veranstalteten die Buxtehude - Harsefelder Eisenbahnfreunde e.V. regelmäßig Fahrten mit dem historischen WUMAG-Triebwagen T 175, der von der ehemaligen Deutschen Reichsbahn stammt.

Am 26. September 1993 wurde der Personenverkehr von der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) als Teil ihrer Verbindung von Hamburg-Neugraben über Bremervörde nach Bremerhaven Hauptbahnhof wieder aufgenommen.

Umorientierung auf Bremerhaven–Buxtehude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Übernahme der DB-Strecken und der Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn (BHE) 1992 verfügte die evb über alle Strecken im Bremervörder Umland.

Die evb stellte 1993 den Personenverkehr zwischen Hesedorf und Stade ein und fuhr über Harsefeld und Buxtehude weiter bis Hamburg-Neugraben. Dort bestand Anschluss an die S-Bahn-Linie S3 nach Hamburg. Im Dezember 2007 wurde die S-Bahn über Buxtehude bis Stade verlängert, die Züge der evb enden seitdem in Buxtehude. Beide Strecken wurden in Buxtehude neu verknüpft.

Die Bahnhofsanlagen der BHE in Buxtehude-Süd wichen mittlerweile einer P+R-Anlage und Busanlage für Wagen der KVG Stade. In Harsefeld-Süd sind von den heute für den Personenverkehr genutzten Anlagen aus noch Reste sichtbar, die dem Zustand nach vermutlich noch für Güterverkehr genutzt werden.

Die Verbindung zwischen ehemaligen DB- und BHE-Anlagen wurde 1993 nach Süden verlegt, um den direkten Verkehr nach Buxtehude zu ermöglichen. Die alte nördliche Verbindung endet an einem Prellbock kurz vor den heutigen Bahnsteigen, die andere alte Verbindung ist zugewuchert. 2004 wurde eine neue Verbindungskurve zwischen ehemaliger DB- und ehemaliger BHE-Strecke gebaut, die das bisherige Überwerfungsbauwerk überflüssig machte.

Bahnstrecke Buchholz–Harsefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Personenverkehr zwischen Bremervörde und Buchholz wurde bereits am 26. Mai 1968 eingestellt, der Güterverkehr nur zwischen Hollenstedt und Buchholz, weil eine neue Brücke über die neu elektrifizierte Bahnstrecke Hamburg–Bremen hätte gebaut werden müssen. Der Güterverkehr zwischen Hollenstedt und Beckdorf wurde 1980 eingestellt und zwischen Beckdorf und Harsefeld fuhr der letzte Rübenzug der DB AG am 20. August 1991 ab. Im Jahr 1997, zwei Wochen vor dem Termin der betrieblichen Sperrung, befuhr ein letztes Mal eine Schienenbusgarnitur VT 798 die Strecke von Harsefeld bis Hollenstedt, teilweise aufgrund des sehr schlechten Zustandes in Schrittgeschwindigkeit. An dieser letzten Fahrt nahmen etwa 100 Eisenbahnfreunde teil.[1]

Abgebaut wurde zunächst ab Hollenstedt, nach dem Bau der neuen Brücke auch ab Harsefeld. Der Streckenabschnitt Harsefeld-Buxtehude wurde teilweise umgebaut und als Teilstück der Buxtehuder Strecke verwendet. Dies verkürzte die Buxtehuder Strecke um rund 500 Meter.

Als Ersatz für den Bahnverkehr wurde eine Buslinie Buchholz-Bremervörde eingerichtet, die am 1. November 1982 von der KVG Stade übernommen wurde (Linie 1870). Der Landkreis-berschreitende Verkehr wurde jedoch stark reduziert, bis schließlich nur noch der Abschnitt Buchholz–Hollenstedt im Kreis Harburg übrigblieb.

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wird werktags im Stundentakt bedient, ab Bremervörde bis Bremerhaven jedoch teilweise nur im 2-Stunden-Takt. Sonntags besteht durchgehend ein 2-Stunden-Takt. Eingesetzt werden Triebwagen der Baureihe 648 (LINT 41). Montags bis freitags wird an Schultagen morgens eine BR 628 der EVB eingesetzt, Ankunft in Buxtehude um 8:09 Uhr.

Der 2-Stunden-Takt weist gegenüber der allgemein üblichen Symmetriezeit eine Verschiebung um eine Stunde auf. Die Begegnung am Taktknoten Bremervörde findet daher jeweils etwa zur halben Stunde statt (Symmetrieminute ca. :28). Dadurch entstehen an allen Stationen Abfahrtzeiten zur gleichen geraden oder ungeraden Stunde.

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke soll nach einem Vorschlag des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) für den Seehafenhinterlandverkehr des Hafens von Bremerhaven als Alternative zur Y-Trasse und der Umgehung des überlasteten Bahnhofs Hamburg-Harburg reaktiviert werden (als Teil der sog. Alpha-Variante). Der Hamburger Hafen soll über eine Neubaustrecke entlang der Bundesstraße 3 ab Trelde angebunden werden. Die DB begrüßte den Vorschlag, während Landesvertreter eher skeptisch sind, dass diese Maßnahmen ausreichend seien.[2]

Siehe auch: Amerikalinie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schienenbus VT 798 nach Hollenstedt auf YouTube
  2. Verkehrsclub schlägt Alternative zu Y-Trasse vor (Memento vom 13. Dezember 2014 im Internet Archive) (NDR.de)