Bahnstrecke Bzowo Goraj–Piła

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Bzowo Goraj–Piła
Sagen-Goray–Schneidemühl
Strecke der Bahnstrecke Bzowo Goraj–Piła
Streckennummer: Nordteil (ehem. durchg.) 374,
Südteil 390
Streckenlänge: 43 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
   
von Drawski Młyn (Dratzigmühle)
   
0,000 Bzowo Goraj (Sagen-Goray/1943: Sagen) 75 m
Gleisdreieck – geradeaus, nach rechts, ex von rechts
nach und von Rogoźno Wielkopolskie (Rogasen)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Anschluss Steico
   
6,849 Czarnków (Czarnikau/1943: Scharnikau (Warthel)) 47 m
   
10,671 Osuch (Romanshof-Malzmühle) 51 m
   
17,529 Sarbia (Sarben) 103 m
   
21,096 Kruszewo Wielkopolskie (Kruszewo/1943: Kruschendorf) 102 m
   
24,508 Jabłonowo Wielkopolskie (Jablonowo/1943: Gabelnau) 96 m
   
29,176 Mirosław Ujski (Miroslaw/1943: Buschhagen) 82 m
   
Anschluss WPS
   
31,970 Ujście Południowe (ab 1926) 55 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Anschluss
   
33,00 Noteć (Netze; 1920–39 Grenze Polen/Deutsches Reich)
   
33,231 Ujście Noteckie (Usch) 52 m
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Anschluss Hafen an der Gwda (Küddow)
Bahnübergang
Landesstraße 11
   
Ługi Ujskie (Uschhauland) 52 m
   
37,812 Motylewo (Küddowtal) 54 m
Bahnübergang
Landesstraße 11
   
Staszyce (Waldschlößchen) 57 m
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Anschluss
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von Nakło nad Notecią (Nakel) und Poznań (Posen)
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BSicon ABZlg.svgBSicon STR.svg
von Złotów (Flatow; Preußische Ostbahn)
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43,087 Piła Główna (Inselbahnhof; Schneidemühl) 60 m
BSicon BS2c1.svgBSicon BS2+lr.svgBSicon BS2c4.svg
nach Szczecinek (Neustettin), Wałcz (Deutsch Krone) und Krzyż (Kreuz)

Die Bahnstrecke Bzowo Goraj–Piła (Sagen-Goray–Schneidemühl) ist eine teilweise nur noch im Güterverkehr betriebene, teilweise stillgelegte Eisenbahnstrecke in der polnischen Woiwodschaft Großpolen.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke zweigt am Bahnhof Bzowo Goraj (Sagen-Goray/Sagen) von der Bahnstrecke Inowrocław–Drawski Młyn (Nr. 206) ab und wird bis zum Bahnhof der Kreisstadt Czarnków (Czarnikau/Scharnikau; km 6,849) noch im Güterverkehr betrieben, im weiteren Verlauf nordostwärts bis Mirosław Ujski (Miroslaw/Buschhagen; km 29,176) ist sie stillgelegt, von dort über den Hafen an der Küddow bei Ujście Noteckie (Usch; km 33,231) bis zum Knotenpunkt Piła Główna (Schneidemühl; km 43,087), der unter anderem an der früheren Königlich Preußischen Ostbahn liegt, wird sie nur noch im Güterverkehr betrieben.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf dem Abschnitt Bzowo Goraj–Czarnków, der mittlerweile die Nummer 390 trägt, 20–30 Kilometer pro Stunde, wobei nur der Personenverkehr, der momentan allerdings regulär nicht existiert, ein kleines Stück bis zum Kilometer 0,769 30 km/h fahren darf, auf dem Abschnitt Mirosław Ujski–Piła beträgt die Höchstgeschwindigkeit für alle Zugarten 40 Kilometer pro Stunde.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Abschnitt der Nebenbahn, Sagen-Goray–Czarnkau, wurde von den Preußischen Staatseisenbahnen im April 1897 eröffnet. Der mittlere Abschnitt, Czarnkau–Jablonowo, wurde im Oktober 1912 für den Güterverkehr eröffnet, im Juni 1913 zusammen mit dem letzten Abschnitt, Jablonowo–Schneidemühl, auch im Personenverkehr.

Der Sommerfahrplan 1914 sah vier durchgehende Zugpaare, meist aus Kreuz kommend, vor. Weiterhin sah er zwei Triebwagenzugpaare Usch–Schneidemühl und einen Einzelzug Sagen-Goray–Czarnkau vor. [2]

Nach dem ersten Weltkrieg kam die Strecke südlich der Netze zu Polen, der Verkehr über diese eingestellt. 1936 verkehrten drei Züge pro Tag Richtung Usch, zwei Richtung Schneidemühl. [3] Nach der deutschen Besetzung Polens wurde er wieder aufgenommen, aber zu Kriegsende wieder eingestellt. Nachdem die Strecke komplett zu Polen gekommen war, wurde er wiederaufgenommen.

1989 wurde der Personenverkehr Czarnków–Piła von den Polnischen Staatseisenbahnen eingestellt, der auf dem Restabschnitt im Oktober 1993. Zwischen Mirosław und Czarnków wurde in Folge auch der Güterverkehr eingestellt.

Literatur und Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Höchstgeschwindigkeiten für Wagenzüge, Triebwagen und Güterzüge vom 1. Dezember 2016
  2. Kursbuch Mai 1914
  3. Deutsches Kursbuch Sommer 1936, Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn – Pürgen, Nachdruck, 1. Auflage, 1990