Bahnstrecke Dortmund–Soest

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Dortmund–Soest
Streckennummer (DB):2103
Kursbuchstrecke (DB):431
Streckenlänge:54 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:150 km/h
Zweigleisigkeit:(durchgehend)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Hauptstrecke von Hamm
Strecke von Lünen
164,4 Dortmund Hbf
Strecke nach Wanne-Eickel
Hauptstrecke nach Bochum/Witten
Dortmund West (geplant) S 4
  Strecke von Dortmund-Lütgendortmund
  ↔ Strecke nach Unna
S-Bahn-Strecke nach Witten S 5
Strecke von Dortmund-Dortmunderfeld,
zur Strecke von Dortmund-Huckarde und
zur Strecke von Dortmund-Lütgendortmund
169,3 Abzw Schnettkerbrücke
170,1 Dortmund Signal-Iduna-Park*)
Verbindungsstrecke zur Rheinischen Strecke
ehem. Rheinische Strecke
ehem. Eliasbahn
ehem. von Eliasbahn
173,0 Dortmund-Hörde
Ardey-Bahn nach Iserlohn
177,0 Dortmund-Aplerbeck
179,6 Dortmund-Sölde
Strecke von Hagen
182,0 Holzwickede
S-Bahn-Strecke von Unna-Königsborn S 4
188,9 Unna
Strecke nach Fröndenberg
Strecke nach Hamm
193,7 Lünern
196,9 Hemmerde
204,6 Werl
ehem. Ruhr-Lippe-Eisenbahn
207,9 Westönnen
210,9 Ostönnen
Strecke von Hamm
218,4 Soest
Strecke nach Warburg

* ehem. Dortmund Westfalenhalle

Die Bahnstrecke Dortmund–Soest ist eine Eisenbahnstrecke in Nordrhein-Westfalen. Sie führt vom Dortmunder Hauptbahnhof durch die südlichen Dortmunder Stadtteile über Holzwickede nach Unna und von dort durch die Hellwegbörde parallel zum Haarstrang am Südrand der Westfälischen Bucht weiter über Werl nach Soest.

Die Strecke ist durchgehend zweigleisig, mit Oberleitung elektrifiziert und als Hauptstrecke klassifiziert. Sie wird auf kompletter Länge von der Regionalbahn RB 59 „Hellweg-Bahn“ des Hellweg-Netzes bedient.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits um 1833 gab es konkrete Bemühungen um eine Trassenführung der Rhein-Weser-Bahn über Unna, Werl, Soest nach Lippstadt. Nachdem die Strecke der Köln-Mindener-Eisenbahn trotz hohem Einsatz und Werben der Städte Soest und Lippstadt über Hamm geführt wurde, gab es einen weiteren Anlauf. Nach erneuten Bemühungen um den Bau einer Eisenbahnstrecke von Dortmund nach Soest ab 1850 genehmigte am 3. Juni 1852 der preußische König Friedrich Wilhelm IV. per Kabinettsorder den Bau der Strecke von Hörde nach Soest. Die Bauarbeiten begannen am 15. September 1853 in Werl. Nach einer ersten Probefahrt am 7. Juni 1855 und der Inbetriebnahme der Strecke am 1. Juli 1855 durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft verkehrte am 9. Juli 1855 der erste fahrplanmäßige Zug von Dortmund nach Soest. 1866 wurde die Strecke zweigleisig ausgebaut und bis Ende 1970 elektrifiziert.

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedient wird die Strecke Dortmund–Soest im Schienenpersonennahverkehr montags bis samstags im Halbstundentakt und sonntags stündlich von der Regionalbahn Hellweg-Bahn (RB 59).

Durch eine Ausschreibung ging am 14. Dezember 2008 der Betrieb des Hellweg-Netzes an das Unternehmen Eurobahn. Für die Transportleistungen werden Triebwagen des Typs Stadler Flirt für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h eingesetzt.

Es gelten die Tarife des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe (VRL). Im August 2017 wurde der Tarif des VRL durch den Westfalentarif abgelöst.

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Streckenabschnitt Dortmund Hbf – Dortmund-Hörde werden kapazitäts- und qualitätssteigernde Maßnahmen gefordert.[1] So wird der knapp zwei Kilometer lange Streckenabschnitt im Vorfeld des Dortmunder Hauptbahnhofes, parallel zur Strecke nach Witten, von derzeit 12 Zügen (RB 52, RB 53, RE 57, RB 59) pro Stunde betrieblich nur eingleisig genutzt. Zusätzlich fordert der SPNV-Beirat des Landes NRW eine Blockverdichtung in diesem Streckenabschnitt.[2]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Krause: Die Hellweg Bahn. Vom Revier aufs Land. 150 Jahre Dortmund–Soest. Eisenbahn Geschichte Nr. 11/2005, S. 42–50.
  • Axel Heimsoth: Die Wiederentdeckung des Hellwegs – Regionale Identität im Spiegel verkehrspolitischer Diskussionen bis zum Bau der Dortmund-Soester-Eisenbahn. Klartext Verlag, Essen 2006, ISBN 3-89861-591-X.
  • Bernd Franco Hoffmann: Die Bergisch-Märkische Eisenbahn. Durch die Täler von Wupper, Ruhr und Volme; Sutton-Verlag, Erfurt, 2015, ISBN 978-3954005802

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NWL Nahverkehrsplan, S. 260
  2. Schlussbericht des SPNV Beirates, S. 7