Bahnstrecke Epfenhausen–Penzing

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Epfenhausen–Penzing
Streckenlänge:2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
Allgäubahn von Geltendorf
Bahnhof ohne Personenverkehr
0,0 Epfenhausen
   
Allgäubahn nach Kaufering
Dienst-/Güterbahnhof – Streckenende
4 Fliegerhorst Penzing

Die Bahnstrecke Epfenhausen–Penzing ist ein heute nur noch im Güterverkehr genutztes ungefähr vier Kilometer langes Anschlussgleis zum Fliegerhorst Penzing. In den 1950er Jahren wurde die Strecke auch von Personenzügen genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1937 eröffnete Fliegerhorst Penzing erhielt im Jahr 1936 ein Anschlussgleis. Die Bahnstrecke führt nach dem Bahnhof Epfenhausen erst circa einen Kilometer parallel zur Allgäubahn. Nach dem Ende des Ortes Epfenhausen zweigt die Strecke nach rechts ab, um nach ungefähr zwei Kilometer den in einer Linkskurve Flugplatz Penzing zu erreichen. Innerhalb des Flugplatzes verläuft die Strecke erst geradeaus weiter, um dann am anderen Ende des Flugplatzes in einem Bogen die Start- und Landebahn umfahren zu können. Über die Schienen transportierte man Gefahrenstoffe, wie zum Beispiel Flugbenzin, für die Kampfflugzeuge, die in Penzing stationiert waren, an. Im Zweiten Weltkrieg stieg die Bedeutung der Strecke durch Material- und Munitionstransporte stark an. Nachdem der Flugplatz nach der Gründung der Bundeswehr in den 1950er Jahren wieder genutzt wurde, verkehrten auch Personenzüge über die Strecke. Die Personenzüge begannen im Bahnhof Geltendorf und fuhren als normale Personenzüge über Schwabhausen nach Epfenhausen. Ab dort setzten diese ihre Fahrt als Militärzüge nach Penzing fort. Die Züge wurden mit Uerdinger Schienenbussen gefahren, Ende der 1950er Jahre jedoch wieder eingestellt. Bis heute wird die Strecke noch zum Transport von Flugzeugbenzin oder für Materialien für den Flugplatz genutzt. Die Strecke verfügt größtenteils noch über Handweichen, die 1936 eingerichtet wurden. Einzelne Weichen werden auch elektronisch vom Bahnhof Kaufering aus dem Stellwerk Kaufering Fahrdienstleiter gesteuert.[1][2][3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung des Streckenverlaufs der Bayerischen Allgäubahn auf kbs970.de. Abgerufen am 6. Januar 2013.
  2. Beschreibung und Geschichte des Bahnhofs Epfenhausen auf ammerseebahn.de. Abgerufen am 6. Januar 2013.
  3. Beschreibung des Streckenverlaufs der Bayerische Allgäubahn auf kbs970.de.
  4. Bilder des ehemaligen Bahnhofs Epfenhausen auf doku-des-alltags.de. Abgerufen am 6. Januar 2013.