Bahnstrecke Fünfstetten–Monheim

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Fünfstetten–Monheim
Kursbuchstrecke: zuletzt 411c
Streckenlänge: 5,6 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Donauwörth 502,30 m
   
0,0 Fünfstetten
   
nach Treuchtlingen
   
2,7 Flotzheim
   
B 2
   
5,6 Monheim (Schwaben) 513,00 m

Die Bahnstrecke Fünfstetten–Monheim war eine Nebenbahn, die in Fünfstetten von der Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg abzweigte und nach Monheim führte. Die Bahnstrecke wurde am 1. Oktober 1906 in Betrieb genommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Monheim im Juli 2007

Die Strecke war noch im Kursbuch der Deutschen Bundesbahn unter der Nummer 411c verzeichnet. Der Personenverkehr auf der 5,6 Kilometer langen Strecke wurde am 29. Mai 1960 eingestellt. Die Stadt Monheim pachtete daraufhin die Strecke, um die Anbindung für den Güterverkehr aufrechtzuerhalten. Die Bedienung erfolgte weiterhin durch die Deutsche Bundesbahn. Da diese an einer Weiterführung nicht interessiert war, kaufte die Stadt Monheim die Strecke zum 1. Januar 1971. Das Verkehrsaufkommen betrug damals etwa acht bis zehn Wagenladungen wöchentlich. Der Personenzughalt in Fünfstetten wurde zum Sommerfahrplan 1981 aufgelassen. Zum 1. Mai 1999 wurde der Anschluss in Fünfstetten durch DB Cargo gekündigt und die Gleise auf DB-Seite wurden abgebaut.

Haltepunkt Flotzheim im Juli 2007

Betriebseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Versorgung der Lokomotiven war in Monheim eine hölzerne Kohlenbühne vorhanden. Der Wasservorrat musste im Lokschuppen aus einem dort eingebauten Hochbehälter ergänzt werden. Der Lokschuppen, der in seiner ursprünglichen Form erhalten blieb, wurde zum Wohnhaus mit LKW-Garage umfunktioniert. Ein Einfahrsignal bayerischer Bauart war vorhanden, das vom Lokschuppen aus bedient wurde.

Betrieb als Museumsbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wurde von 1981 bis 1997 als Museumsbahn durch den Eisenbahnclub München bzw. das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen genutzt.

Für den Museumszug wurde zunächst die Dampflok Luci (gebaut 1916 bei Orenstein & Koppel, Berlin), später die Dampflok Ries (1941 bei Henschel als zweiachsige Werklok vom Typ B250 „Riebeck“ gebaut und als Lok 9 an das Hochofenwerk Lübeck geliefert) eingesetzt. Von 1995 bis 1996 kam die 86 333 zum Einsatz.

Das Empfangsgebäude und der größere hölzerne Güterschuppen dienen heute dem örtlichen Brieftaubenzüchterverein als Clubheim.

Vor dem Gebäude auf einem kurzen Gleisstück ist die Gmeinder-Diesellok Südzucker AG, Werk Rain/Lech 2 (V 5064/1957, 130 PS, B-dh) aufgestellt, die bei der Münsinger Erdbau in Tagmersheim und auf der Museumsbahn Monheim-Fünfstetten eingesetzt war.

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl es sich bei der Strecke in den letzten Betriebsjahren um die Bahn der Stadt Monheim handelte, ist sie nicht mit den Bahnen der Stadt Monheim (in Nordrhein-Westfalen) zu verwechseln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Brenner: 75 Jahre Monheim-Fünfstetten. Eisenbahnclub München, München 1981, ohne ISBN
  • Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen - Band 7: Bayern. EK-Verlag, Freiburg 2002, ISBN 3-88255-666-8, S. 124–127

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]