Bahnstrecke Gau Odernheim–Osthofen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gau Odernheim–Osthofen
Teilstrecke Dittelsheim-Heßloch bis Gau-Odernheim (blau)
Teilstrecke Dittelsheim-Heßloch
bis Gau-Odernheim (blau)
Streckennummer (DB):3564
Kursbuchstrecke (DB):zuletzt 662
Streckenlänge:18,755 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
   
von Bodenheim
   
0,0 Gau Odernheim
   
in Gau-Odernheim
   
nach Alzey
   
in Gau-Odernheim
   
in Hillesheim Ortsteil Bahnhof
   
5,4 Hillesheim-Dorndürkheim
   
6,6 Frettenheim
   
im Ortsteil Dittelsheim
   
9,3 Dittelsheim-Heßloch
   
12,5 Monzernheim
   
14,9 Bechtheim
   
von Mainz
   
Bahnstrecke Osthofen–Westhofen
Bahnhof, Station
18,8 Osthofen
   
nach Guntersblum
Strecke – geradeaus
nach Ludwigshafen

Die Bahnstrecke Gau Odernheim–Osthofen war eine Nebenbahn von Gau-Odernheim nach Osthofen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke lag in Rheinhessen und verband den Bahnhof Gau-Odernheim an der Bahnstrecke Alzey–Bodenheim und den Bahnhof Osthofen an der Bahnstrecke Mainz–Mannheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeiten bei Dittelsheim-Heßloch
Bahnhof in Dittelsheim-Heßloch am Eröffnungstag (15. Mai 1897)
Bahnhof in Gau-Odernheim (1904)

Der Bau der Strecke wurde von der Hessischen Ludwigsbahn begonnen, die zum 1. April 1897 in der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft aufging. Die Strecke wurde am 17. Mai 1897 eröffnet. Am 10. Februar 1914 wurden „mit Eintritt der Dunkelheit“ auf der gesamten Strecke neue „Doppellichtvorsignale“ in Betrieb genommen, die dem heute noch gebräuchlichen Modell des Formsignals entsprachen.[1]

Der Personenverkehr wurde bereits am 29. September 1974 stillgelegt. Der Güterverkehr folgte abschnittsweise. Zuletzt wurde die Strecke nur noch im Herbst und im Winter während der Rübenkampagne benutzt. Der Güterverkehr Dittelsheim-Heßloch–Monzernheim wurde zum 1. April 1976 eingestellt, Monzernheim–Bechtheim zum 27. Mai 1983, Bechtheim–Osthofen am 31. Dezember 1985. Ab dem 28. Februar 1990 fuhren auch zwischen Hillesheim-Dorndürkheim und Dittelsheim-Heßloch keine Güterzüge mehr, und zum 31. Dezember 1992 wurde auch der Restverkehr zwischen Gau-Odernheim und Hillesheim-Dorndürkheim eingestellt. Der Rückbau der Strecke erfolgte 1998.

Geplante Nachnutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Gau-Odernheim plante auf dem ehemaligen Streckenabschnitt nach Hillesheim einen Radweg anzulegen. Dies scheiterte jedoch nachdem ein Untersuchungsgutachten auf der ehemaligen Bahntrasse ein Biotop mit Eidechsen festgestellt hatte. Die Alternative einen parallel verlaufenden Wirtschaftsweg auszubauen ist hingegen nicht finanzierbar.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 24. Januar 1914, Nr. 5. Bekanntmachung Nr. 50, S. 33.
  2. Hillesheim-Radweg erst mal auf Eis gelegt – Biotop mit Eidechsen auf der ehemaligen Bahntrasse macht Plan der Gau-Odernheimer zunichte von Heinz-Jürgen Boller vom 19. Februar 2013 auf allgemeine-zeitung.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Gau Odernheim–Osthofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien