Bahnstrecke Gołdap–Nesterow

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Gołdap–Nesterow
Bahnhofsgebäude in Tschistyje Prudy (Tollmingkehmen/Tollmingen)
Bahnhofsgebäude in Tschistyje Prudy (Tollmingkehmen/Tollmingen)
Kursbuchstrecke: DR 119b (1940)
Streckenlänge: 50,7 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
   
von Insterburg
   
von Angerburg
   
0,0 Gołdap (Goldap)
   
Gołdapa (Goldap)
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nach Ełk und
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nach Tollmingkehmen/Tollmingen über Szittkehmen/Wehrkirchen
   
Gołdapa (Goldap)
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von Lyck und
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von Tollmingkehmen/Tollmingen über Szittkehmen/Wehrkirchen
   
3,5 (Groß Kummetschen/Hermeshof (Ostpr.)) (Kumecie)
   
Staatsgrenze Polen/Russland
   
7,8 (Trakischken/Hohenrode (Ostpr.)) (Schelesnodoroschnoje)
   
12,9 Krasnolessje (Groß Rominten/Hardteck (Rominter Heide))
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Krasnaja (Rominte)
   
16,2 (Makunischken/Hohenwaldeck) (Tokarewka)
   
von Gumbinnen
   
21,6 Tschistyje Prudy (Tollmingkehmen/Tollmingen)
   
nach Goldap über Szittkehmen/Wehrkirchen
   
28,1 Iljinskoje-Nowoje (Kassuben)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Pissa
   
32,9 (Podszohnen/Buschfelde (Ostpr.)) (Panfilowo)
   
36,3 Newskoje (Pillupönen/Schloßbach (Kr. Ebenrode))
   
40,5 (Rudszen/Talfriede)
   
44,6 Puschkino-Nowoje (Göritten)
   
von Kirbatai
Bahnhof, Station
50,7 Nesterow (Stallupönen/Ebenrode)
   
nach Kaliningrad
   
nach Tilsit

Die Bahnstrecke Goldap–Stallupönen (Gołdap–Nesterow) wurde 1901 gebaut. Sie verlängerte die bereits 1897 eröffnete Bahnstrecke Angerburg–Goldap (polnisch Węgorzewo–Gołdap) nach Norden und stellte einen Bahnanschluss in die Rominter Heide (russisch Puszcza Romincka: Krasny Les, polnisch Puszcza Romincka) her.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1907 erfolgte eine Anbindung der Rominter Heide nach Gumbinnen (russisch: Gussew), die in Tollmingkehmen (1938 bis 1946: Tollmingen, russisch Tschistyje Prudy) auf die Bahnstrecke Goldap–Stallupönen/Ebenrode traf und ein Jahr später bis nach Szittkehmen (1938 bis 1946: Wehrkirchen, polnisch Żytkiejmy) verlängert wurde.

In Stallupönen bestand Anschluss an die Preußische Ostbahn im Streckenabschnitt von Königsberg (Kaliningrad) nach Eydtkuhnen (1938 bis 1946: Eydtkau, russisch: Tschernyschewskoje) sowie an die Bahnstrecke nach Tilsit (russisch Sowetsk).

Die Bahnstrecke Goldap–Stallupönen unterstand bis 1945 der Reichsbahndirektion in Königsberg (Preußen). 1940 verkehrten auf der Strecke täglich drei Zugpaare, an Sonn- und Feiertagen ein Zugpaar. Die Bahnlinie verband die beiden Kreise Goldap und Stallupönen/Ebenrode und durchzog sie in Nord-Süd-Richtung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof in Nesterow (Stallupönen/Ebenrode) heute
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In Folge des Zweiten Weltkrieges wurde der Betrieb auf dem nun durch die polnisch-russische Staatsgrenze durchquerten Streckenabschnitt GołdapKrasnolessje eingestellt und die Bahnanlagen größtenteils abgebaut. Auf dem Streckenabschnitt von Krasnolessje nach Nesterow lief der Verkehr anfangs noch, wurde dann aber nur noch einige Zeit vom Güterverkehr genutzt. Dieser Teil der gesamten Bahnstrecke ist somit jedoch noch erhalten. Über eine künftige Nutzung wird nachgedacht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Bufe: Eisenbahnen in West- und Ostpreußen. Egglham, 1986, ISBN 3-922138-24-1.
  • Deutsches Kursbuch. Gesamtausgabe der Reichsbahn-Kursbücher. Ausgabe vom 21. Januar 1940 der Deutschen Reichsbahn, Oberbetriebsleitung Ost Berlin, Nachdruck 1. Auflage 1988.
  • Dieter Zeigert: Verschwundene Gleise. Die „Kaiserbahn“ Goldap–Szittkehmen. Stade, 2011, ISBN 978-3-00-034548-7.