Bahnstrecke Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr)

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Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr)
Strecke der Bahnstrecke Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr)
Streckennummer (DB): 2180
Kursbuchstrecke (DB): ex 232 d/e
Streckenlänge: 15 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
Betriebsstellen und Strecken[1]
   
ehem. Ruhrtalbahn von Dahlhausen
   
ehem. Eisenbahnbrücke Dahlhausen
   
15,0 Altendorf (Ruhr)
   
ehem. Ruhrtalbahn nach Essen-Überruhr
   
ehem. Ruhrbrücke
   
S-Bahn-Strecke Essen–Wuppertal S 9
   
10,9 Steele Süd
   
9,4 Anst Griesheim
   
8,9 Anst Essener Wasserwerk u Dinnendahl
   
7,7 Essen-Rellinghausen
   
S-Bahn-Strecke Essen–Düsseldorf S 6
   
5,1 Essen-Rüttenscheid
   
3,0 Essen-Margarethenhöhe
   
Strecke von Essen West
   
ehem. Strecke von Oberhausen-Osterfeld Nord
   
0,0 Mülheim-Heißen (ehem. Bf)
   
ehem. Strecke nach Mülheim Hbf

Die Bahnstrecke Mülheim-Heißen–Altendorf (Ruhr) ist eine historische Eisenbahnverbindung von Heißen (heute Mülheim (Ruhr)-Heißen) nach Altendorf (heute Essen-Burgaltendorf), die im Osten von Mülheim an der Ruhr beginnt und im Wesentlichen durch den Essener Süden führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Errichtet wurde sie 1872 bis 1879 von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE), einer der vier großen privaten Eisenbahngesellschaften im Ruhrgebiet. Sie wurde als Stichbahn ihrer Ruhrgebietsstrecke Osterath–Dortmund hauptsächlich zur Abfuhr der Kohle aus den Gruben im Tal der Ruhr gebaut.

Der Güterverkehr wurde bis Essen-Rüttenscheid am 1. August 1872 aufgenommen, am 15. Juni 1878 bis Steele Süd und am 22. Januar 1879 bis Altendorf (Ruhr), das bereits fünf Jahre zuvor einen Bahnanschluss erhalten hatte. Der Personenverkehr begann auf der ganzen Strecke erst am 1. Juli 1879 und erreichte nie eine größere Bedeutung. Der Haltepunkt Essen-Margarethenhöhe wurde erst 1946 unterhalb der Straßenbrücke (Sommerburgstraße) eingerichtet.

Vernetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon vor der Verstaatlichung der (nominell) privaten Eisenbahn-Gesellschaften hatten diese begonnen, ihre bestehenden Strecken miteinander zu vernetzen. Neben der RhE war im Bereich der Ruhr auch noch die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME) tätig.

Nachdem diese 1863 die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn-Gesellschaft zusammen mit deren Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr übernommen und noch im gleichen Jahr nördlich der Ruhr über Steele Hbf (heute Essen-Steele Ost) nach (Bochum-)Dahlhausen weitergebaut hatte, folgte bereits Mitte der 1870er Jahre südlich der Ruhr die direkte Verbindung von Überruhr über Altendorf nach Dahlhausen.

Stilllegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde am 10. April 1945 die Ruhrbrücke zwischen Steele Süd und Altendorf gesprengt und nicht wieder aufgebaut. Damit war die Strecke ab 1945 nur noch von Heißen bis Steele Süd befahrbar. Der Personenverkehr wurde auf diesem Abschnitt 1965 eingestellt. Ab 1979 wurde der Güterverkehr von Heißen bis Rellinghausen verkürzt, 1986 bis Rüttenscheid.

Seit 2001 ist die gesamte Strecke stillgelegt, entwidmet und zu einem Radweg umgebaut worden.[2] Der Bahnhof Rüttenscheid ist einem Parkplatz für die Grugahalle gewichen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Bahntrassenradeln: Beschreibung des Radweges