Bahnstrecke Markt Schwaben–Erding

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Markt Schwaben–Erding
Strecke der Bahnstrecke Markt Schwaben–Erding
Streckennummer (DB):5601
Kursbuchstrecke (DB):999.2
Streckenlänge:13,6 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
   
Erdinger Ringschluss (geplant)
   
Fliegerhorst Erding
   
13,6 Erding
Brücke über Wasserlauf (mittel)
12,9 Sempt
   
nach Pfrombach (1920–1967)
S-Bahnhof
12,3 Altenerding (seit 1899)
Straßenbrücke
Bundesstraße 388
S-Bahnhalt…
10,0 Aufhausen (b Erding)
S-Bahnhalt…
6,4 St. Koloman (seit 1890)
   
5,0 Wifling (1922–1971)
S-Bahnhof
3,3 Ottenhofen (Oberbay)
   
von Mühldorf
S-Bahnhof
0,0 Markt Schwaben
Strecke – geradeaus
nach München

Die Bahnstrecke Markt Schwaben–Erding ist eine 13,63 Kilometer lange Nebenbahn in Oberbayern.

Erding bemühte sich vergeblich um eine Führung der Bahnstrecke München–Mühldorf, die einige Kilometer südlich der Stadt verläuft, über den Ort. Auch andere vorgeschlagene Verbindungen (nach Freising, Passau oder Rosenheim) wurden vom Eisenbahnausschuss abgelehnt. Um die Stadt dennoch ans Schienennetz anzubinden, erhielt diese am 8. März 1869 die Zusage, dass eine Vizinalbahn von Schwaben (heute Markt Schwaben) nach Erding gebaut werden solle. Der Vertrag zum Bau dieser Bahn wurde am 9. Mai 1870 von der Stadt Erding und der Generaldirektion der Königlich Bayerischen Verkehrsanstalten unterzeichnet. Die Bahnstrecke wurde am 16. November 1872 eröffnet. Sie zweigt in Markt Schwaben von der Strecke München Ost–Mühldorf ab und verläuft Richtung Norden. Der nächste Halt ist der Kreuzungsbahnhof Ottenhofen. Der 1922 eröffnete Halt Wifling wurde am 22. Mai 1971 außer Betrieb genommen. Danach folgen der S-Bahn-Halt St. Koloman, der am 1. Juni 1890 eröffnet wurde, und der Haltepunkt Aufhausen, welcher seit 1972 zum Stadtgebiet Erding zählt. Der heutige Bahnhof Altenerding wurde als Haltepunkt am 1. Mai 1899 in der damals selbständigen Gemeinde eröffnet und im Rahmen der Einführung des 20-Minuten-Takts der S-Bahn München bis 1981 zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut. Im Anschluss an den Bahnhof Erding führte ehemals ein Anschlussgleis zum Fliegerhorst Erding. Die Strecke ist durchgehend eingleisig, mit Kreuzungsmöglichkeiten in den Bahnhöfen Ottenhofen und Altenerding. Der Endbahnhof Erding besitzt neben den beiden Bahnsteiggleisen auch noch Abstellgleise. Am 7. September 1970 wurde der elektrische Betrieb aufgenommen. Seit 1972 ist die Strecke Teil der S-Bahn München.[1]

Im Rahmen des Erdinger Ringschlusses soll die Strecke zum nordwestlich gelegenen Flughafen München verlängert werden. Die Weiterführung vom Flughafen aus nach Freising ist bereits im Bau. Über die Walpertskirchner Spange soll die Bahnstrecke München–Mühldorf auch in Richtung Osten angebunden werden.

In Altenerding zweigte die zum Bau des Mittlere-Isar-Kanals errichtete Bahnstrecke Altenerding–Pfrombach ab, auf der jedoch 1967 der Betrieb eingestellt wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nikolaus Wilhelm-Stempin: S-Bahnhöfe in und um München, [1]