Bahnstrecke Mirow–Rechlin

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Mirow–Rechlin
Abzweigstelle Starsow an derBahnstrecke Wittenberge–Strasburg (April 2010)
Abzweigstelle Starsow an der
Bahnstrecke Wittenberge–Strasburg (April 2010)
Streckennummer (DB): 6794
Kursbuchstrecke: 120a (1967); 120b (1944)
Streckenlänge: 11,5 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Neustrelitz
   
8,9 Mirow (zuvor Bf)
   
7,2
0,0
Abzw. Starsow
   
nach Wittstock
   
4,0 Lärz
   
Mirower Kanal
   
6,6 Lärz Kanal
   
9,8 Rechlin (früher Ellerholz)
   
10,9 Kohlegleis / Bundeswehr-Depot
   
11,5 Rechlin Nord

Die Bahnstrecke Mirow–Rechlin war eine 11,5 Kilometer lange, eingleisige, nicht elektrifizierte und mittlerweile abgebaute Eisenbahnstrecke in Mecklenburg-Vorpommern von der Abzweigstelle Starsow bis nach Rechlin. Die Strecke wurde überwiegend militärisch genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke wurde als Verbindung zum Flugplatz Ellerholz geplant und 1918 fertiggestellt. 1922 oder 1924 wurde sie für den Personenverkehr geöffnet. 1933 erfolgte noch eine Verlängerung nach Rechlin (später Nord). 1944 verkehrten täglich vier Zugpaare, dazu ein durchgehendes Zugpaar Neustrelitz Süd–Rechlin für die Beschäftigten der Erprobungsstelle Rechlin. Am 28. Mai 1967 wurde der Personenverkehr eingestellt, der Güterverkehr am 31. Dezember 2001. Die Strecke war schon am 1. Juni 1996 stillgelegt und seitdem nur noch als Bahnhofsgleis genutzt worden.[1] 2007 wurde die Strecke abgebaut, nachdem Pläne einer touristischen Nutzung gescheitert waren. Auf Teilen der Strecke verläuft heute ein Radweg.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urs Kramer, Matthias Brodkorb: Abschied von der Schiene – Güterstrecken 1994 bis heute. Transpress, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-71333-8, S. 156, 168