Bahnstrecke Nürnberg–Cheb

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Nürnberg Hbf – Cheb
Streckennummer (DB): 5903
Kursbuchstrecke (DB): 544, 860, 891
Kursbuchstrecke (SŽDC): 179
Streckenlänge: 151,4 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4
Stromsystem: Cheb-Skalka – Cheb: 25 kV, 50 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Höchstgeschwindigkeit
mit Neigetechnik:
160 km/h
Zweigleisigkeit: Nürnberg Hbf – Marktredwitz
Strecke – geradeaus
von Crailsheim
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Roth
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Augsburg Hbf
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Bamberg
Bahnhof, Station
0,0 Nürnberg Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Regensburg Hbf
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Feucht
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Schwandorf
Planfreie Kreuzung – unten
1,6 Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg
Planfreie Kreuzung – unten
1,6 Bahnstrecke Nürnberg–Feucht
Planfreie Kreuzung – unten
2,0 Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf
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Abstellbahnhof Ost (Nha)
Brücke über Wasserlauf (groß)
2,6 Wöhrder See (110 m)
Brücke (mittel)
3,2 B 4 R (40 m)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Ringbahn von Nürnberg-Dutzendteich
Bahnhof, Station
3,9 Nürnberg Ost
   
nach Nürnberg Nordost
Haltepunkt, Haltestelle
5,4 Nürnberg-Erlenstegen (seit 1984)
Brücke (mittel)
5,6 B 14 (90 m)
   
5,7 Nürnberg-Erlenstegen (1894–1984)
   
von Nürnberg Nordost
   
7,2 Eichelberg (Abzw; bis 1980)
Brücke (mittel)
8,1 A 3 (76 m)
Haltepunkt, Haltestelle
10,0 Behringersdorf (ehem. Bf)
Bahnhof, Station
12,7 Rückersdorf (Mittelfr)
Haltepunkt, Haltestelle
14,2 Ludwigshöhe (seit 1896)
Bahnhof, Station
16,8 Lauf (rechts Pegnitz) (334 m)
Brücke (groß)
19,1 A 9 (110 m)
Bahnhof, Station
20,2 Neunkirchen a Sand (früher Schnaittach Bf)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Simmelsdorf-Hüttenbach
Haltepunkt, Haltestelle
24,0 Reichenschwand (seit 1983)
   
24,5 Reichenschwand (1877–1983)
Bahnhof, Station
27,7 Hersbruck (rechts Pegnitz) (345 m)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
30,5 Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost (Bft; seit 1992)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Pommelsbrunn
Haltepunkt, Haltestelle
33,4 Hohenstadt (Mittelfr) (ehem. Bf)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
35,1 Pegnitz (45 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
38,3 Pegnitz (54 m)
Bahnhof, Station
39,8 Vorra (Pegnitz) (370 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
41,4 Pegnitz (33 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
42,3 Pegnitz (43 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
42,3 Vogelherdtunnel (256 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
42,6 Pegnitz (46 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
43,0 Pegnitz (46 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
43,5 Pegnitz (40 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
43,7 Plattetunnel (268 m)
Haltepunkt, Haltestelle
44,5 Rupprechtstegen (ehem. Bf)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
45,4 Pegnitz (50 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
45,5 Rothenfelstunnel (218 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
46,0 Pegnitz (56 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
46,1 Hufstättetunnel (80 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
46,3 Pegnitz (53 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
46,4 Sonnenburgtunnel (185 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
46,6 Pegnitz (65 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
46,9 Gotthardtunnel (318 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
47,5 Pegnitz (42 m)
Haltepunkt, Haltestelle
47,6 Velden (b Hersbruck)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
47,6 Pegnitz (42 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
48,0 Haidenhübeltunnel (170 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
48,1 Pegnitz (50 m)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
48,1 Velden (b Hersbruck) Dolomit (Awanst)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
50,0 Pegnitz
Brücke über Wasserlauf (mittel)
50,3 Pegnitz
Bahnhof, Station
50,7 Neuhaus (Pegnitz) (388 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
51,0 Pegnitz
Brücke über Wasserlauf (mittel)
51,6 Pegnitz
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
53,5 Ranna Bk 1
   
54,2 Ranna (bis 31. Mai 1992)
   
nach Auerbach (Oberpf)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
54,5 Ranna Bk 2
   
54,8 Beginn Wasserschutzgebiet Ranna
   
56,0 Ende Wasserschutzgebiet Ranna
Brücke über Wasserlauf (mittel)
58,8 Pegnitz
Brücke über Wasserlauf (mittel)
59,7 Pegnitz
Brücke über Wasserlauf (mittel)
60,1 Pegnitz
   
60,5 Michelfeld (Oberpf)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
60,7 Pegnitz
Straßenbrücke
61,0 B 85
Brücke über Wasserlauf (mittel)
65,2 Pegnitz (45 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
65,6 Pegnitz (34 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
66,0 Pegnitz (38 m)
Bahnhof, Station
66,9 Pegnitz (423 m)
Bahnhof, Station
75,0 Schnabelwaid (472 m)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Bayreuth Hbf
   
79,7 Engelmannsreuth
   
85,8 Vorbach (Oberpf) (460 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
88,2 Katzenbühltunnel (471 m)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Bayreuth Hbf
Bahnhof, Station
93,7 Kirchenlaibach (462 m)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Weiden (Oberpf)
Brücke (mittel)
B 22
Haltepunkt, Haltestelle
97,5 Haidenaab-Göppmannsbühl (481 m)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Haidenaab (58 m)
Haltepunkt, Haltestelle
102,4 Immenreuth (513 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
108,1 Armannsberger Tunnel (840 m)
Brücke über Wasserlauf (groß)
111,5 Riglasreuther Viadukt über die Fichtelnaab (161 m)
   
von Fichtelberg
Bahnhof, Station
112,8 Neusorg (558 m)
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
116,5 Langentheilener Tunnel (761 m)
Haltepunkt, Haltestelle
121,2 Waldershof (549 m)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Regensburg Hbf
Bahnhof, Station
124,2 Marktredwitz (533 m)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Hof Hbf
Straßenbrücke
A 93
   
~129,0 Brand (b Marktredwitz) (507 m)
Brücke über Wasserlauf (groß)
129,9 Seußener Viadukt über die Röslau (~100 m)
   
131,2 Seußen (499 m)
Brücke über Wasserlauf (groß)
Elisenfelser Viadukt über die Röslau (96 m)
Bahnhof, Station
134,9 Arzberg (483 m)
Bahnhof, Station
138,3 Schirnding (461 m)
Straßenbrücke
B 303
Grenze
140,587 Staatsgrenze DeutschlandTschechien
Straßenbrücke
Schnellstraße 6
Haltepunkt, Haltestelle
142,0 Pomezí nad Ohří (früher Mühlbach (b Eger))
Haltepunkt, Haltestelle
147,7 Cheb-Skalka
   
147,8 Beginn der Fahrleitung (25 kV, 50 Hz)
Straßenbrücke
Schnellstraße 214
   
von Wiesau
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Plzeň
Bahnhof, Station
151,4 Cheb (dt. Eger) (460 m)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Chomutov
Strecke – geradeaus
nach Plauen (Vogtl) ob Bf und nach Oberkotzau

Die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb ist eine 151 Kilometer lange, nicht elektrifizierte Hauptbahn, die von Nürnberg über Lauf an der Pegnitz, Hersbruck, Pegnitz, Kirchenlaibach, Marktredwitz und Schirnding nach Cheb (dt. Eger) in Tschechien führt. Erbaut wurde sie als Fichtelgebirgsbahn.[1] Auf dem Abschnitt NürnbergSchnabelwaid ist sie Teil der Sachsen-Franken-Magistrale.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke war zunächst als direkte Verbindung von Nürnberg nach Bayreuth gedacht, das bereits 1848 mittels einer Stichbahn von Neuenmarkt-Wirsberg aus an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn angeschlossen wurde. Da der Umweg über Bamberg keine zufriedenstellende Lösung war, folgte die Planung für eine direkte Verbindung nach Nürnberg. Es standen die Varianten „ForchheimEbermannstadt“, „Gräfenberg–Pegnitz“, „SchnaittachBetzenstein“ und „Neuhaus–Pegnitz“ zur Auswahl, wovon die letztere schließlich zur Ausführung kam. 1874 wurde das Projekt genehmigt. Nach nur dreijähriger Bauzeit konnten am 15. Juli 1877 der Abschnitt Nürnberg–Schnabelwaid und dessen Weiterführung nach Bayreuth eröffnet werden.[2] Am 15. August 1878 folgte die Verlängerung Schnabelwaid–Markt Redwitz. Das Teilstück Markt Redwitz–Schirnding wurde wiederum ein Jahr später – am 20. November 1879 – in Betrieb genommen.[3]

Der Weiterbau nach Böhmen verzögerte sich vorerst noch. Ursache war ein Streit über die genaue Trassenführung. Da im Gemeinschaftsbahnhof Eger zwischen der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen, der Kaiser Franz-Josephs-Bahn und der Buschtěhrader Eisenbahn die anfallenden Kosten nach Anzahl der einmündenden Strecken berechnet wurden, wollten die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen unbedingt eine weitere Strecke in Eger vermeiden. Später wurden die Kosten nach der Achsenzahl der Züge berechnet und so fiel die Entscheidung gegen den Bahnhof Franzensbad und für den Streckenbau weiter Richtung Eger. Das letzte Teilstück Schirnding–Eger der Gesamtverbindung wurde schließlich am 1. November 1883 dem Verkehr übergeben.[3]

Die zunächst eingleisige Strecke wurde zwischen 1898 und 1899 zwischen Nürnberg und Marktredwitz um ein zweites Gleis erweitert und 1901 erneut für den Bahnverkehr freigegeben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging der in der Tschechoslowakei liegende Streckenabschnitt entschädigungslos an die Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD) über.[3]

Streckenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streckennamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nürnberger Raum wird zur Abgrenzung von der Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf (linke Pegnitzstrecke) der Name rechte Pegnitzstrecke verwendet, da die Strecken zwischen Nürnberg und Hersbruck beiderseits der Pegnitz parallel zueinander verlaufen. Als Pegnitztalbahn wird der Abschnitt Nürnberg–Pegnitz wegen des Verlaufs entlang der Pegnitz und der Durchquerung des Pegnitztals zwischen Hohenstadt und Pegnitz bezeichnet. Das gesamte Bauprojekt wurde aufgrund der Führung von Nürnberg in Richtung Fichtelgebirge als Fichtelgebirgsbahn bezeichnet.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

232 654 mit Güterzug westlich von Hersbruck
Triebwagen der Baureihe 648 hat die Pegnitz überquert und fährt in den Sonnenburgtunnel ein
Schienenbus VT 98 aus Bayreuth in Pegnitz, 1987

Die Strecke verlässt den Nürnberger Hauptbahnhof in östliche Richtung, wendet sich in Höhe des S-Bahnhofs Dürrenhof nach links und unterquert die Bahnstrecken nach Regensburg und Schwandorf. Nach der Überquerung des Wöhrder Sees verläuft die Strecke südlich der Nürnberger Stadtteile St. Jobst und Erlenstegen weiter zwischen Sebalder Reichswald und Pegnitz über Behringersdorf und Rückersdorf nach Lauf.

Nach dem Laufer Ortsende überquert die Strecke die A 9, erreicht den Neunkirchener Bahnhof, an dem die Schnaittachtalbahn nach Simmelsdorf-Hüttenbach abzweigt und führt über Reichenschwand nach Hersbruck. Vor Hohenstadt (ehemals Bahnhof, heute Haltepunkt) wendet sich die Strecke nach links und folgt dem Pegnitztal durch die Fränkische Schweiz und den Naturpark Veldensteiner Forst bis Pegnitz. Auf diesem Abschnitt überquert die Strecke 25 mal die Pegnitz und führt zwischen Vorra und Neuhaus/Pegnitz auf einer Streckenlänge von nur 6 km durch sieben Tunnel.

Nach dem Pegnitzer Bahnhof verläuft die Strecke entlang der Bundesstraßen 2 und 85 zum Bahnhof Schnabelwaid, an dem die Bahnstrecke nach Bayreuth abzweigt. Weiter führt die Strecke Richtung Osten nach Kirchenlaibach und trifft dort auf die Bahnstrecke Weiden–Bayreuth. Von dem ehemals großen Bahnknotenpunkt mit Bahnbetriebswerk und Bahnmeisterei sind heute nur noch ein sechsgleisiger Durchgangsbahnhof und eine große Schotterwüste im südlichen Bahnhofsbereich übriggeblieben.

Nach dem Bahnhof wendet sich die Strecke nach Nordosten und verläuft am Südrand des Fichtelgebirges entlang. Bei Lenau biegt die Strecke nach rechts ab, um einen Ausläufer des Fichtelgebirges zu umfahren, durchfährt bei Oberwappenöst den Armannsberg-Tunnel und führt weiter zum Neusorger Bahnhof, an dem bis 1984 die Nebenbahn nach Fichtelberg abzweigte. Danach führt die Strecke weiter gen Nordwesten, überquert beim Langentheilen-Tunnel die Donau-Main-Wasserscheide und erreicht über Waldershof Marktredwitz.

Die Strecke verlässt den Bahnhof Marktredwitz (von dem in Richtung Nordwesten die Hauptstrecke nach Hof führt) gen Nordosten, unterquert die Bundesautobahn 93 und verläuft anschließend bis zur Grenze entlang der Bundesstraße 303. Südlich und nördlich von Seußen überquert sie die Röslau und führt um den Kohlberg herum nach Arzberg. Nachdem die Strecke den Grenzbahnhof Schirnding hinter sich gelassen hat, verläuft sie in West-Ost-Richtung auf Cheb zu, umfährt das Stadtgebiet und führt zusammen mit der Strecke von Plzeň von Süden her in den Bahnhof.

Ausbauzustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreigleisabschnitt bei Hersbruck

Die Strecke ist von Nürnberg bis Marktredwitz zweigleisig und von Marktredwitz bis Cheb eingleisig sowie auf ganzer Länge nicht elektrifiziert. Von km 27,7 (Bahnhof Hersbruck (rechts Pegnitz)) bis km 30,5 ist die Strecke dreigleisig ausgebaut, da dort die Verbindungsbahn zur Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf abzweigt. Dieser Abschnitt ist signaltechnisch für den Dreigleisbetrieb eingerichtet. Außerdem kann zwischen Rückersdorf und Neunkirchen am Sand sowie Vorra und Neuhaus auf dem Gegengleis mit Hauptsignal und Signal Zs 6 gefahren werden.

Auf der kurvenreichen Strecke wurden ab 1992 die speziell dafür beschafften dieselbetriebenen Neigetechnikzüge der Baureihe 610 (Pendolino) eingesetzt, die die streckenbezogene Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h voll ausfahren konnten. Sie wurden 2014 von der Baureihe 612 (Regioswinger) abgelöst.[4]

Teile dieses Artikels scheinen seit 2015 nicht mehr aktuell zu sein.
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In der ersten Hälfte des Jahres 2015 wird die Strecke im tschechischen Abschnitt für 120 km/h Höchstgeschwindigkeit statt bisher 90 km/h ausgebaut. Mit Neigetechnik werden 160 km/h möglich sein.[5]

Brückenerneuerung im Pegnitztal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bahn plant, im Pegnitztal 23 denkmalgeschützte Brücken durch Neubauten zu ersetzen, da die bisherigen stählernen Fachwerküberbauten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Die Neubauten sind zum besseren Einfügen in die Landschaft als Stahl-Verbundbrücken mit zurückgesetzten Brückenwiderlagern geplant. Die Kosten werden mit 100 Millionen Euro veranschlagt.[6] Eine Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt der historischen Stahlfachwerkbrücken ein.[7]

Zukünftige Elektrifizierung der Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke ist im Bundesverkehrswegeplan 2003 als Projekt Nr. 16 (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Reichenbach / Grenze D/CZ (– Prag)) aufgeführt. Die Kosten für das Gesamtvorhaben werden vom Bund mit 460 Millionen Euro angegeben.[8]

2014 wurde eine Interessengemeinschaft bestehend aus Lokalpolitikern aus Oberfranken, Sachsen und Tschechien gegründet, die die Modernisierung der Strecke vorantreiben soll.[9]

Verkehrsverbünde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt Nürnberg – Pegnitz – Haidenaab-Göppmannsbühl ist als Regionalbahnlinie R33 in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert. Die Regionalbahnlinie R3 des VGN benützt den Streckenabschnitt Nürnberg–Pegnitz–Schnabelwaid der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb, das restliche Streckenstück ist mit der Bahnstrecke Schnabelwaid–Bayreuth identisch.

Züge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Triebwagen der Baureihe 612 als „Franken-Sachsen-Express“ nach Dresden bei der Ausfahrt aus dem Gotthardtunnel am Bahnhof Velden

Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2006 verband der „Franken-Sachsen-Express“ genannte Interregio-Express mit Dieseltriebwagen der Baureihe 612 Nürnberg über Bayreuth oder Marktredwitz, Hof und Chemnitz mit Dresden und ersetzt damit die eingestellte Intercity-Linie. Diese Verbindung wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 eingestellt. Damit wurde die Relation Nürnberg-Dresden in Hof geteilt, es verkehren seitdem Regional-Express-Züge (RE) von Nürnberg nach Hof und von Hof nach Dresden, was ein Umsteigen in Hof erforderlich macht.

Voith Maxima 30 CC in Hersbruck rechts der Pegnitz, 2010

Außerdem verkehren Regional-Express-Züge (RE) auf der Strecke Nürnberg – Pegnitz – Bayreuth / Marktredwitz – Hof / Cheb (Eger) mit Dieseltriebwagen der Baureihe 612. Die Regionalbahn-Leistungen auf dem Streckenabschnitt Nürnberg – Neunkirchen – Neuhaus werden von DB Regio Franken unter dem Markennamen „Mittelfrankenbahn“ mit Dieseltriebwagen der Baureihe 648 erbracht. Vor dem Fahrplanwechsel Dezember 2008 wurden Dieseltriebwagen der Baureihe 614 oder Diesellokomotiven der Baureihe 218 mit n-Wagen-Garnitur eingesetzt. Von Marktredwitz nach Cheb verkehren Regionalbahnen der Vogtlandbahn mit Dieseltriebwagen vom Typ Desiro.

Die Bahnhöfe Hersbruck (rechts Pegnitz) und Pegnitz sind sogenannte Systemhalte, an ihnen werden die RE-Züge geflügelt. In Hersbruck rechts Pegnitz werden die Züge mit Ziel Pegnitz – Bayreuth / Marktredwitz – Hof / Cheb (Eger) und AmbergSchwandorf sowie Weiden / Neustadt (Waldnaab) getrennt. In Pegnitz erfolgt die Trennung und Vereinigung der Züge von und nach Bayreuth und Marktredwitz – Hof.

Seit dem 9. Dezember 2012 gibt es auf der Strecke keinen Fernverkehr mehr.

Auf der Bahnstrecke fahren täglich etwa 15–20 Güterzüge, die mit Lokomotiven der Baureihen 232 und 233 der DB AG bespannt werden. Außerdem fährt IntEgro unregelmäßig mit Lokomotiven der Baureihe ER20 ein Containerzugpaar auf der Relation Nürnberg–Hof.

Dieselnetz Oberfranken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebwagen der Baureihe RS1 des Unternehmens Agilis im Bahnhof Kirchenlaibach

Die Regionalbahn-Leistungen auf dem Streckenabschnitt (Bayreuth –) Kirchenlaibach – Marktredwitz sind Teil des von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft am 8. Februar 2008 ausgeschriebenen „Dieselnetz Oberfranken“, welches seit 12. Juni 2011 von Agilis mit neuen Fahrzeugen und einem verbesserten Verkehrsangebot betrieben wird.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Nürnberg–Cheb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Kundmann: „100 Jahre Hofer Hauptbahnhof“ Die Schienenstränge nach Nord und Süd, Ost und West. Hrsg.: MEC Modell Eisenbahn Club/Hofer Eisenbahnfreunde e. V.. Hof (Saale) 1980.
  • Hans Kundmann: „Eger einst – Schirnding heute“ Die Grenzbahnhöfe der Fichtelgebirgsbahn. Hrsg.: MEC Modell Eisenbahn Club/Hofer Eisenbahnfreunde e. V.. Hof (Saale) 1983.
  • Hans Kundmann: „100 Jahre Fichtelgebirgsbahn“ Nürnberg–Marktredwitz–Eger/Marktredwitz–Hof/Schnabelwaid–Bayreuth u. Holenbrunn–Wunsiedel. Hrsg.: MEC Modell Eisenbahn Club/Hofer Eisenbahnfreunde e. V.. Hof (Saale).
  • Robert Fritsch: Eisenbahnen im Pegnitztal. Eisenbahngeschichte rechts und links der Pegnitz. In: Regionale Verkehrsgeschichte. Bd. 37, EK-Verlag, Freiburg 2003, ISBN 3-88255-454-1.
  • Herbert Hieke, Manfred Gerschütz: Züge-Brücken-Tunnels. Rechts der Pegnitz von Nürnberg nach Bayreuth. Heimat- und Geschichtsverein Neunkirchen am Sand, Neunkirchen am Sand 2002, ISBN 3-00-009731-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Denkmalpflege, „Eger einst – Schirnding heute“ Die Grenzbahnhöfe der Fichtelgebirgsbahn (vgl. Literatur), „100 Jahre Fichtelgebirgsbahn“ Nürnberg–Marktredwitz–Eger/Marktredwitz–Hof/Schnabelwaid–Bayreuth u. Holenbrunn–Wunsiedel (vgl. Literatur)
  2. Robert Zintl: Bayreuth und die Eisenbahn. Gondrom, Bindlach 1992, ISBN 3-8112-0780-6, S. 53 f.
  3. a b c Wilfried Rettig: Plauen/V–Cheb (Eger) – Die Bahnlinie PE in der Euregio-Egrensis, Verlag Jacobi, Fraureuth 2007, ISBN 978-3-937228-01-3, S. 75
  4. Pendolino: Abschied von einer Erfolgsgeschichte bei: nordbayerischer-kurier.de, abgerufen am 3. April 2016
  5. eisenbahn-magazin 1/ 2015, S. 27
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNeue Bahnbrücken für das Pegnitztal. DB Mobility Logistics AG, 25. Mai 2012, abgerufen am 11. April 2013.
  7. Bürgerinitiative „Eisenbahnbrücken Pegnitztal“. www.bahnbruecken.info, abgerufen am 11. April 2013.
  8. Der Mobilitätsmanager: Elektrisch und wieder mit ICE von Nürnberg nach Dresden? vom 12. Juni 2007. Abgerufen am 27. Mai 2016.
  9. nordbayern.de: Interessengemeinschaft will Infrastrukturlücke schließen. Abgerufen am 27. Mai 2016.