Bahnstrecke Nienburg–Rahden

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Nienburg–Rahden
Streckennummer (DB): 1743
Kursbuchstrecke (DB): 12388 (Museumsbahn)
Streckenlänge: 59 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Bundesland (D): Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen
Betriebsstellen und Strecken[1]
Strecke – geradeaus
Hauptstrecke von Hannover
   
0,0 Nienburg (Weser)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Hauptstrecke nach Bremen
Brücke über Wasserlauf (groß)
Weser
   
5,4 ehem. Strecke nach Diepholz
   
6,8 Lemke
   
8,7 Oyle
   
10,1 Binnen-Bühren
Bahnhof ohne Personenverkehr
14,8 Liebenau (Han)
   
zum Gewerbegebiet „Am Hasenberge“
   
18,7 Wellie
   
21,9 Steyerberg
   
24,9 Bruchhagen
   
29,6 Hoysinghausen
   
33,5 Uchte
   
ehem. Strecke nach Minden
Bahnhof, Station
40,4 Warmsen
Haltepunkt, Haltestelle
Gehannfors Hof
Haltepunkt, Haltestelle
44,8 Bohnhorst
Bahnhof, Station
49,5 Lavelsloh-Diepenau
   
Landesgrenze Nds / NRW
Haltepunkt, Haltestelle
52,2 Hahnenkamp
Haltepunkt, Haltestelle
54,7 Tonnenheide
   
57,9 Baronia (Anst)
   
ehem. Bahnstrecke nach Bassum
Bahnhof, Station
58,8 Rahden (Kr Lübbecke)
Strecke – geradeaus
Ravensberger Bahn nach Bünde

Die Bahnstrecke Nienburg–Rahden wurde am 15. Januar 1910 von den Preußischen Staatseisenbahnen eröffnet. Die eingleisige Nebenbahn führte von Nienburg/Weser in Niedersachsen über Uchte durch dünn besiedeltes Moorgebiet nach Rahden in Nordrhein-Westfalen.

Stilllegungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RBH 904 mit Kesselwagenzug aus Liebenau (Han) in Lemke

Ihre Bedeutung für den Personennahverkehr war gering. Der Personenverkehr wurde daher am 26. Mai 1968 eingestellt. Aber auch nach Einstellung des fahrplanmäßigen Personenverkehrs gab es bei Weserhochwasser Personenzüge zwischen Nienburg und Lemke, da die einzige Straßenverbindung im Zuge der Bundesstraße 6 bis zum Bau der Umgehung von Lemke im Überschwemmungsgebiet lag und bei Hochwasser nicht befahren werden konnte.

Die Einstellung des Güterverkehrs erfolgte dann schrittweise. Der Abschnitt SteyerbergUchte wurde bereits 1970 entwidmet, die Gleise wurden hier später entfernt.

Zwischen Liebenau und Steyerberg wurde der Verkehr am 29. Mai 1994 eingestellt und die Strecke am 1. Januar 1995 stillgelegt. Dazu zählt auch der Anschluss zum Liebenauer Hafen, der einst eigens für die Eibia-Pulverfabrik eingerichtet wurde.[2]

Aktuell befahrbar und in Betrieb ist neben der Museumsbahn Rahden–Uchte der Streckenteil Nienburg–Liebenau, auf dem regelmäßig Kesselwagenzüge zur Versorgung der Firma Oxxynova in Steyerberg verkehren.

Museumsbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrzeuge der Museumseisenbahn Rahden–Uchte auf dem Gelände des Bahnbetriebswerks Rahden (Kr Lübbecke)

Seit 1991 verkehren auf dem Teilstück zwischen Uchte und Rahden wieder Museumszüge. Eingesetzt werden verschiedene historische Dieseltrieb- und Beiwagen wie eine Garnitur Uerdinger Schienenbusse.

Bis 2002 wurden die Fahrten durch die Ortsgruppe Rahden der Museums-Eisenbahn Minden (MEM, vgl. dazu Mindener Kreisbahnen) durchgeführt, zum 1. Januar 2003 trennte sich die Gruppe vom Mindener Verein und gründete den heutigen Betreiberverein Museumseisenbahn Rahden-Uchte e. V. (MRU). Zu besonderen Anlässen kommen auch weiterhin gelegentlich Fahrzeuge der MEM, aber auch anderer Museumsbahnen zum Einsatz. Ansonsten werden eigene Fahrzeuge eingesetzt, wie z. B. eine dreiteilige Schienenbus-Garnitur.

Eigentümer der Bahnstrecke sind die Stadt Rahden und die Gemeinde Uchte. Eisenbahninfrastrukturunternehmer ist seit 1999 die Rhein-Sieg-Eisenbahn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Mootz: 100 Jahre Eisenbahnstrecke Nienburg – Uchte – Rahden. Geiger Verlag, Horb am Neckar 2009, ISBN 978-3-86595-315-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Seiten der bildergalerie-diepholz.de