Bahnstrecke Parchim–Neubrandenburg

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Parchim–Neubrandenburg
Strecke der Bahnstrecke Parchim–Neubrandenburg
Streckennummer (DB): 6935 (Parchim–Waren)
6767 (Kargow–Neubrandenburg)
Kursbuchstrecke (DB): 172
Streckenlänge: 117,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4
Höchstgeschwindigkeit: 60 (Malchow–Waren) km/h
Strecke – geradeaus
von Ludwigslust
   
von Suckow
Bahnhof, Station
25,9 Parchim
Brücke über Wasserlauf (groß)
Elde
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Schwerin
   
27,2 Anst Neuhof
   
28,1 Awanst Zölkow
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
30,7 Awanst Darze
   
34,4 Rom (Meckl)
   
Ldst Lutheran
Bahnhof ohne Personenverkehr
40,2 Lübz
   
45,4 Passow (Meckl)
   
50,7 Gallin
   
Ldst Daschow
   
56,8 Zarchlin
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
58,7 Anst Karow (Meckl) Mecklenburger Landgut
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Wismar, von Güstrow
Bahnhof ohne Personenverkehr
61,0 Karow (Meckl)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Meyenburg
   
67,4 Alt Schwerin
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
72,8 Anst Malchow (Meckl) Bauhof
Haltepunkt, Haltestelle
73,3 Inselstadt Malchow (seit 2012)
Bahnhof ohne Personenverkehr
73,8 Malchow (Meckl) (bis 2012 Personenbf)
Haltepunkt, Haltestelle
78,7 Nossentin (früher Bahnhof)
Haltepunkt, Haltestelle
86,3 Jabel (Meckl) (früher Bahnhof)
Haltepunkt, Haltestelle
90,8 Schwenzin
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
92,0 Anst Warenshof
Haltepunkt, Haltestelle
93,1 Warenshof
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Warnemünde
   
von Malchin
Bahnhof, Station
95,8 Waren (Müritz)
   
Anst Waren (Müritz) Hafen
   
Waren (Müritz) Papenbergstraße
Bahnhof ohne Personenverkehr
102,3 Kargow (bis 2011 Personenbf)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Neustrelitz
   
104,4 Charlottenhof
   
106,5 Schwastorf-Dratow
   
108,7 Klein Plasten
   
113,5 Kraase
   
116,2 Möllenhagen (zuvor Bf)
   
120,7 Marihn
   
127,5 Penzlin (Meckl)
   
132,6 Mallin
   
136,9 Wulkenzin
   
Industriegleis von Weitin
   
von Friedland
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Malchin
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Demmin
Bahnhof, Station
143,0 Neubrandenburg
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Neustrelitz
Strecke – geradeaus
nach Pasewalk

Die Bahnstrecke Parchim–Neubrandenburg oder Mecklenburgische Südbahn ist eine Bahnstrecke im Süden des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Sie wurde von der Mecklenburgischen Südbahn-Gesellschaft betrieben, die 1894 in der Friedrich-Franz-Eisenbahn-Gesellschaft aufging. Heute ist der Abschnitt MöllenhagenNeubrandenburg abgebaut, während die übrige Strecke von Parchim bis Waren (Müritz) von der Regio Infra Nord-Ost GmbH betrieben wird.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 117 Kilometer lange Strecke verband die Kreisstadt Parchim mit dem Bahnknoten Neubrandenburg. Sie bildete die Fortsetzung der Parchim-Ludwigsluster Eisenbahn und führte nach Überschreitung der Elde über Lübz und Karow nördlich der großen Seen entlang nach Waren (Müritz), benutzte dann fast sieben Kilometer der Lloydbahn Warnemünde–Güstrow–Neustrelitz bis Kargow und zweigte schließlich nach Osten über Penzlin nach Neubrandenburg ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mecklenburgische Südbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Bahnstrecke Ludwigslust–Parchim nach Osten bis zum Anschluss an die Friedrich-Franz-Eisenbahn in Neubrandenburg in Mecklenburg-Strelitz zu verlängern, gründete sich 1883 die Aktiengesellschaft Mecklenburgische Südbahn-Gesellschaft in Parchim. Anteilseigner waren die Städte Parchim, Lübz, Waren (Müritz), Penzlin und Neubrandenburg, die Norddeutsche Bank in Hamburg sowie die Lokaleisenbahn-Betriebs-Gesellschaft in Hamburg. Am 20. Juli 1883 wurde die Konzession von Mecklenburg-Schwerin und am 2. August 1883 von Mecklenburg-Strelitz erteilt.

Der Güterverkehr wurde auf beiden Strecken am 20. Januar 1885 eröffnet, der Personenverkehr folgte eine Woche später am 28. Januar 1885. Ursprünglich sollte die Lokaleisenbahn-Betriebs-Gesellschaft aus Hamburg die Strecke betrieben. Die Betriebsführung ging später auf die Centralverwaltung für Secundairbahnen Herrmann Bachstein in Berlin über.

Der Verkehr auf der Strecke hatte überwiegend lokalen Charakter. Bis 1888 wiesen die Bilanzen der Gesellschaft ein negatives Ergebnis auf.

Im Laufe der Verstaatlichungsbemühungen der Mecklenburgischen Regierung erwarb diese zum 1. April 1894 die Mecklenburgische Südbahn gleichzeitig mit der Lloydbahn und gliederte sie in die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn ein. Dabei wurden deren acht Lokomotiven übernommen.

Betrieb in Staatseigentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Gründung der Deutschen Reichsbahn 1920 übernahm diese den Betrieb auf der Strecke. 1945 wurden die Abschnitte Karow–Malchow und Kargow–Neubrandenburg als Reparationsleistung abgebaut. 1946 begann von Kargow aus ein Wiederaufbau in Richtung Neubrandenburg, allerdings nur bis Möllenhagen. Dieser Abschnitt wurde im Juni 1947 wiedereröffnet. Am 1. Juni 1968 wurde die Lücke zwischen Karow und Malchow wieder geschlossen. Der Personenverkehr auf der nunmehrigen Stichstrecke nach Möllenhagen wurde 1970 eingestellt, die Strecke aber für den Güterverkehr zum heutigen Durtrack Betonwerk, einem großen Produzenten von Betonschwellen, weiterbetrieben. Seit dem 1. Juni 1996 ist die Strecke von Kargow bis Möllenhagen ein Bahnhofsgleis des Bahnhofs Kargow.

Nach dem Jahr 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der abgebaute Abschnitt von Möllenhagen nach Neubrandenburg dient heute als Radwanderweg. Der Abschnitt Kargow–Möllenhagen wird vom Güterkehr zum Betonschwellenwerk Möllenhagen genutzt. Er wird überwiegend von der DB Schenker Rail Deutschland abgewickelt. Der Personenverkehr auf dem Abschnitt Parchim–Waren–Kargow und weiter in Richtung Neustrelitz wurde von Dezember 2002 bis Dezember 2014 durch die ODEG betrieben.

Die Prignitzer Eisenbahn Infrastruktur GmbH (PEI) pachtete zum 1. März 2008 die Gleisanlagen des Streckenabschnitts von Karow (Meckl) bis Waren (Müritz) von der DB Netz AG.[1], später kam sie auch in den Besitz des Unternehmens.[2] Seit dem 10. Juli 2012 betreibt die RegioInfra Gesellschaft mbH (RIG) diesen Abschnitt. Die RegioInfra hatte die PEI rückwirkend zum 1. Januar 2012 übernommen.[2] Im Dezember 2012 wurde der Haltepunkt Inselstadt Malchow eröffnet, der etwas südlich des Bahnhofs Malchow in günstigerer Lage zum Stadtkern liegt. Der alte Bahnhof wird von Reisezügen seitdem nicht mehr bedient, aber weiterhin für Zugkreuzungen genutzt.[3]

Ebenfalls im Dezember 2012 wurde allerdings das Angebot auf der Strecke östlich von Lübz aufgrund von umfangreichen Sparmaßnahmen des Landes Mecklenburg-Vorpommern im SPNV deutlich reduziert. Da verschiedene Verbindungen vormittags und in den Abendstunden gestrichen wurden, existierte seitdem kein durchgehender Zweistundentakt mehr.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern zog im März 2012 die Ausschreibung des „Loses Parchim“ zurück, zu dem auch der Verkehr auf der Südbahn gehört, um Einsparpotenzial zu ermitteln.[4] Am 13. September 2013 verkündete Verkehrsminister Schlotmann die Einstellung des Schienenverkehrs auf dem größten Teil der Strecke.[5] Zwischen Malchow und Parchim fahren ab Dezember 2014 Busse. Auf der Strecke von Hagenow nach Parchim verkehrt die Linie R3 weiterhin.[6] Nur zwischen Inselstadt Malchow und Waren werden noch Züge durch das Land Mecklenburg-Vorpommern bestellt, wobei sich das Angebot auf sechs Fahrtenpaare am Tag beschränkt. DB Regio betreibt diese Züge unter der Linienbezeichnung RB15. Selten verkehren außerdem noch Güterzüge zum Bundeswehrdepot, welches östlich von Warenshof über einen eigenen Gleisanschluss verfügt[7].

Angesichts der Einstellung des SPNVs und anstehender Investitionen erklärte DB Netz den Streckenabschnitt zwischen Parchim und Karow nicht mehr wirtschaftlich betreiben zu können und schrieb diesen deshalb Ende Januar 2014 zur Abgabe an andere Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) aus.[8] Anfang Dezember 2014 übernahm die Regio Infra Nord-Ost (RIN) den Streckenabschnitt Parchim – Karow von DB Netz.[9]

Nach Abbestellung des Abschnittes Inselstadt Malchow – Parchim ab 14. Dezember 2014 übernahm zunächst die mit der RIN in einer Unternehmensgruppe verbundene Hanseatische Eisenbahn (HANS) eigenwirtschaftlich den SPNV zwischen Inselstadt Malchow und Parchim.[10] Jedoch stellte HANS den Verkehr wieder zum 30. April 2015 ein, da eine finanzielle Unterstützung durch das Land und die Landkreise ausblieb und da der parallele Busverkehr eine Konkurrenz darstellte.[11]

Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2017 wird die Bestellung des Regionalverkehrs auf dem Restabschnitt Inselstadt Malchow – Waren in die Verantwortung des Landkreis Mecklenburgische Seenplatte übergehen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern zahlt in den nächsten zehn Jahren einen jährlichen Zuschuss von zunächst 650.000 Euro, der später auf 420.000 Euro abgesenkt werden soll.[12]

Betriebsstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf verlorenem Posten – Spruchband in Karow

Parchim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Bahnhof Parchim berühren bzw. berührten insgesamt vier Bahnstrecken. Neben der Bahnstrecke Parchim–Neubrandenburg sind das die Strecken Parchim–Ludwigslust, Schwerin–Parchim und ehemals Parchim–Suckow. Im Jahre 2000 wurde der Bahnhof umfangreich umgebaut. Das Bahnbetriebswerk und die meisten Güterverkehrsanlagen wurden abgebaut, nachdem kein fahrplanmäßiger Güterverkehr mehr stattfand. Bevor das Gleisbildstellwerk zum Einsatz kam, regelten drei mechanische Stellwerke den Verkehr. Das Empfangsgebäude und etliche anderen Gebäude im Bahnhofsbereich stehen unter Denkmalschutz.

Rom (Meckl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Rom ist inzwischen geschlossen. Bis 1994 war er noch Bahnhof. Der letzte fahrplanmäßige Zug hielt hier im Jahre 1996. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Lübz (Meckl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof der Stadt Lübz hat vor der Bahnhofserweiterung für das Mineralwollewerk trotz des hohen Verkehrsaufkommens nur ein mechanisches Stellwerk. Im Zuge einer Bahnhofserweiterung erhielt Lübz ein Gleisbildstellwerk. Zeitweise stellte die Ostdeutsche Eisenbahn ihre Triebwagen im Bahnhof ab. Das Bahnhofsgebäude ist denkmalgeschützt.

Passow (Meckl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der frühere Bahnhof Passow ist seit 1991 nur noch Haltestelle mit Schrankenwärter. 1994 folgte die Umwandlung in einen Haltepunkt. Die Halbschranke wurde im Jahre 1999 durch eine EBüt-Anlage ersetzt.

Gallin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gallin ist mit einem mechanischen Stellwerk ausgestattet. Die Ladegleise und das zweite Hauptgleis wurden 2004 abgebaut. Seitdem ist Gallin nur noch Haltepunkt. Auch hier wird der signalabhängige Bahnübergang durch eine EBüt-Anlage ersetzt.

Zarchlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1991 wurde der Bahnhof in eine Haltestelle umgewandelt. Drei Jahre später werden sämtliche Gleisanlagen mit Ausnahme des Streckengleises zurückgebaut. Die Betriebsstelle wurde nochmals in einen Haltepunkt umgewandelt. Seit 1996 wird Zarchlin nicht mehr bedient.

Karow (Meckl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Karow (Meckl)

Karow ist Knotenpunkt dreier Bahnstrecken. Seit 2015 findet keine regelmäßiger Personenverkehr mehr statt. Das Empfangsgebäude und weitere Bauten sind denkmalgeschützt.

Alt Schwerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis die Strecke in dem Abschnitt als Reparationsleistung abgebaut wurde, gab es in Alt Schwerin einen Bahnhof. Mit dem Wiederaufbau der Strecke der Strecke 1968 ging Alt Schwerin als Haltepunkt in Betrieb. In den 1970er-Jahren baute man ihn aus militärischen Gründen zum Bahnhof aus. 1990 folgte die Rückstufung zur Haltestelle. Ein verfallendes Stellwerksgebäude ist noch zu sehen.

Inselstadt Malchow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Dezember 2012 ging der neue Haltepunkt in Betrieb, der näher zum Stadtkern als der Bahnhof Malchow liegt und barrierefrei ist. Dort entstanden u. a. Park- und Fahrradstellplätze. [13]

Malchow (Meckl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2012 veränderte sich der Bahnhof Malchow kaum. Durch den Anschluss eines Bauhofes herrscht ein gewisses Güteraufkommen. Zwei mechanische Stellwerke, ein nicht mehr benötigter Lokschuppen und ein alter Güterboden gehören zu den Anlagen. Der Bahnhof war bis 2014 Kreuzungspunkt der Reisezüge auf der weitgehend eingleisigen Strecke; seit Ende 2012 dient er jedoch nicht mehr zum Ein- und Aussteigen von Reisenden. Das Bahnhofsgebäude und einige weitere Bauten im Bahnhofsbereich sind denkmalgeschützt.

Nossentin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst war Nossentin Bahnhof, bald danach Haltepunkt. In den 1970er Jahren folgte der Ausbau zum Bahnhof zu militärischen Zwecken. 1990 kommt es zur Rückstufung zur Haltestelle. Ein damals noch vorhandener beschrankter Bahnübergang wurde durch eine Haltelichtanlage ersetzt. Das Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Jabel (Meckl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1994 ist der ehemalige Bahnhof Jabel nur noch Haltepunkt. Die signalabhängigen Bahnübergänge sind durch EBüt-Anlagen ersetzt. Das Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Schwenzin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Schwenzin hat keine größeren Veränderungen erfahren. Inzwischen ist er auch mit einer Ebüt-Anlage ausgerüstet. Während des Baus dieser Anlage sicherte ein örtlicher Posten diesen Bahnübergang.

Warenshof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warensdorf ist ein bisher unveränderter Haltepunkt, der nun auch über eine Ebüt-Anlage verfügt.

Waren (Müritz)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof ging 1885 mit der Eröffnung der Mecklenburgischen Südbahn in Betrieb und ersetzte einen seit 1879 bestehende Station an der Bahnstrecke Waren–Malchin in anderer Lage. 1886 kam die Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde hinzu. Der Verkehr auf der Strecke nach Malchin wurde 1996 eingestellt. Waren war ein wichtiger Knotenpunkt und stets Halt von Fernzügen, auch heute halten noch einzelne IC-Züge. Bahnhofsgebäude und weitere Anlagen im Bahnhof stehen unter Denkmalschutz.

Waren (Müritz) Papenbergstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977 ging der Haltepunkt Papenbergstraße außer Betrieb. Das alte Wartehäuschen riss man im Jahre 2004 ab.

Kargow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1885 wird der Haltepunkt Kargow eröffnet. Ein Jahr später folgt schon der Ausbau zum Bahnhof, hier trifft die Lloydbahn aus Neustrelitz auf die Südbahn. Nach 1945 wurden die Gleisanlagen als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgebaut, bald darauf wurde die Südbahn bis Möllenhagen wieder aufgebaut. Um 1960 ging auch die Bahnstrecke von Neustrelitz nach Rostock wieder in Betrieb. 1970 verkehrt der letzte Personenzug nach Möllenhagen, der Güterverkehr blieb bestehen. Seit September 2011 wird der Bahnhof Kargow im Personenverkehr überhaupt nicht mehr bedient. Mit dem Ausbau der Bahnstrecke aus Neustrelitz wurde auch der Fahrdienstleiter aus dem Bahnhof abzogen, das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude steht leer.

Charlottenhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst handelte es sich bei Charlottenhof nur um einen Schrankenposten. 1889 entstand ein Anschlussgleis zur Brennerei in Kargow. 1946 wurde ein Bahnsteig errichtet, was Charlottenhof nun zum Haltepunkt machte. 1963 wird der Anschluss aufgelassen. Der Personenverkehr auf dem Streckenabschnitt ist seit 1970 eingestellt, sodass Charlottenhof bis zur Auflassung 1980 nur noch Schrankenposten ist. Das ehemalige Empfangsgebäude wird privat genutzt.

Schwastorf-Dratow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1885 wurde die Haltestelle Schwastorf-Dratow mit Ladestelle und Schrankenposten eröffnet. Den Güterverkehr stellte man 1963 ein. Ab 1970 blieb nur der Schrankenposten, der 1972 schließlich aufgelassen wurde. Seitdem ist der Bahnübergang nicht mehr technisch gesichert. Das Bahnhofsgebäude wird privat genutzt und steht unter Denkmalschutz.

Klein Plasten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltestelle Klein Plasten ging 1885 in Betrieb. Er verfügte über einen Bahnsteig, Ladestelle, Güterboden und Schrankenposten. Von 1924 bis 1945 fand kein Güterverkehr statt, der 1947 wieder aufgenommen wurde. 1970 wurde Klein Plasten aufgelassen. Der Bahnübergang erhält eine automatische Halbschranke.

Kraase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haltestelle Kraase hatte bis 1963 eine Ladestelle für den Güterverkehr. 1970 ließ man sie auf.

Möllenhagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Eröffnung der Südbahn ging die Haltestelle in Betrieb. Seit 1924 war Möllenhagen Bahnhof. Ein Anschlussgleis zu einem Schotterwerk entstand 1925. Bis 1945 fand umfangreicher Güterverkehr statt. 1947 nahm man den Personenverkehr bis Möllenhagen wieder auf, der 1970 schon wieder eingestellt wurde. Eine besetzte Güterabfertigung existiert bis 1995 und ein Rangierleiter war bis 1997 im Einsatz. Regelmäßig bedienen noch Güterzüge das Betonwerk, das über eine eigene Werkslokomotive und umfangreiche Gleisanlagen verfügt. Das Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Marihn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Streckenabschnitt um Marihn wurde nicht wieder aufgebaut. Im Jahre 1947 wurden die Gleisanlagen zurückgebaut. Ein Wohnhaus, der Bahndamm und eine Güterrampe sind noch zu erkennen.

Penzlin (Meckl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Penzlin ist erhalten und steht unter Denkmalschutz. Direkt am Bahnhof verläuft die heutige Umgehungsstraße.

Mallin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Empfangsgebäude ist heute in privater Hand.

Wulkenzin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude des Bahnhofs Wulkenzin ist inzwischen abgerissen.

Neubrandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Neubrandenburg ist Kreuzungsbahnhof der Berliner Nordbahn sowie der Bahnstrecke Bützow–Stettin. Davor war er noch mit der Südbahn und der Bahnstrecke Neubrandenburg–Friedland verbunden. Bahnhofsgebäude und mehrere Nebengebäude stehen unter Denkmalschutz.

Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Parchim–Neubrandenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Märkische Allgemeine Zeitung, 26. Februar 2008
  2. a b Bahn-Report, 5/2012, S. 34.
  3. Bahn-Report 6/12, S. 35
  4. http://www.zughalt.de/2012/03/vmv-nimmt-ausschreibung-des-netzes-ost-west-teilweise-zuruck/ Ausschreibung Los Parchim zurückgezogen
  5. Flexibles Bahn-Bus-Angebot ab 2015 im südlichen Mecklenburg (Pressemitteilung Nr. 154/13). Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, 13. September 2013, abgerufen am 15. September 2013.
  6. Schlotmann: „Müritz-Bahn“ fährt ab 2015 ganzjährig zwischen Malchow und Waren (Pressemitteilung Nr. 171/13). Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, 10. Oktober 2013, abgerufen am 11. Oktober 2013.
  7. Pinchas Unglaub: Regionaler Güterverkehr um Neubrandenburg. In: Bahn-Report. 5/2016, S. 36.
  8. Bahn-Report 2/14, S. 33
  9. Regio Infra übernimmt Strecke Parchim – Karow. Regio Infra Nord-Ost GmbH & Co. KG, 9. Dezember 2014, abgerufen am 10. Dezember 2014 (PDF).
  10. Die Südbahn fährt weiter - vorerst. NDR, 4. Dezember 2014, archiviert vom Original am 25. Dezember 2014, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  11. Ilja Baatz: Schluss: Südbahn fährt nicht weiter. Schweriner Volkszeitung, 28. April 2015, abgerufen am 29. April 2015.
  12. Weiterfahrt gesichert: Landkreis übernimmt Teil der Südbahn | Nordkurier.de. 21. Juni 2017 (nordkurier.de [abgerufen am 30. Juni 2017]).
  13. ICN Ingenieure: Neuer Haltepunkt "Inselstadt Malchow". 6. Dezember 2012, abgerufen am 14. August 2016.