Bahnstrecke Vienenburg–Goslar

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Vienenburg–Goslar
Personenzug von Goslar nach Oker, um 1910
Personenzug von Goslar nach Oker, um 1910
Streckennummer (DB): 1932
Kursbuchstrecke (DB): 330, 353
Streckenlänge: 12,8 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4
Zweigleisigkeit: Oker–Goslar
(ehemals durchgehend)
Strecke – geradeaus
von Braunschweig
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Halberstadt und von Ilsenburg
Brücke (mittel)
Bundesstraße 241
   
ehem. von Braunschweig
Bahnhof, Station
0,0 Vienenburg (Bahnhof)
Bahnübergang
Bundesstraße 241
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Bad Harzburg
Straßenbrücke
Bundesstraße 6
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Bad Harzburg
Brücke über Wasserlauf (klein)
Oker
Brücke (mittel)
Bundesstraße 498
Bahnhof, Station
8,7 Goslar-Oker (Bahnhof)
Straßenbrücke
Bundesstraße 82 und Bundesstraße 241
Bahnhof, Station
12,8 Goslar (Bahnhof)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Hildesheim
Strecke – geradeaus
nach Kreiensen

Die Bahnstrecke Vienenburg–Goslar ist eine 1866 eröffnete Hauptbahn zwischen Vienenburg und Goslar am nördlichen Harzrand.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke der Hannoverschen Staatsbahn wurde am 23. März 1866 eröffnet.[1]

In den 1930er Jahren verkehrten zunehmend überregionale Güterzüge über die Strecke, da die eingleisige Bahnstrecke Vienenburg–Langelsheim die Belastungsgrenze erreicht hatte.[2]

Da der Abschnitt Vienenburg–Oker stark an Bedeutung verloren hatte – der Großteil der Personenzüge zwischen Vienenburg und Goslar verkehrten über Bad Harzburg – wurde das zweite Streckengleis auf diesem Abschnitt in den 1980er Jahren abgebaut.[3]

Für die Strecke zwischen Vienenburg und Goslar bestanden konkrete Planungen zur Einbindung in das Streckennetz der geplante RegioStadtBahn Braunschweig. Dazu sollte die Anzahl der Züge auf diesem Streckenabschnitt gemäß dem dichteren Zugfolgetakt der RegioStadtBahn erhöht werden. Die geplante Linie sollte mit Dieselhybrid-Stadtbahnen bis nach Uelzen verkehren und in Braunschweig über Stadtbahngleise durch die Innenstadt fahren. Das gesamte Vorhaben sollte ursprünglich bis 2014 realisiert werden. Im Jahr 2010 scheiterte das Projekt, da durch deutlich gestiegene Fahrzeugbeschaffungskosten die Wirtschaftlichkeit des Konzeptes nicht mehr gegeben war.

Um die Attraktivität der Linien auch ohne Stadtbahn zu steigern, verfolgte der ZGB stattdessen die Realisierung des „Regionalbahnkonzept 2014+“. Dieses sah neue Fahrzeuge und ein Flügelzugkonzept im Bahnhof Vienenburg für die Regionalbahn-Linie Braunschweig–Vienenburg–Bad Harzburg/Goslar vor.[4][5]

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 12,8 Kilometer lange Strecke ist zwischen Vienenburg und Oker eingleisig. Die Streckenführung folgt in weiten Teilen dem Fluss Oker. Der Abschnitt Oker–Goslar ist zweigleisig ausgebaut.

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke wird seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 von der OHE-Tochter erixx befahren. Zum Einsatz kommen Dieseltriebwagen vom Typ LINT 54. Die Züge verkehren im Stundentakt als RB 43 von Goslar über Oker nach Vienenburg, wo eine Kupplung mit der RB 42 aus Bad Harzburg stattfindet. Anschließend fahren beide Zugteile weiter nach Braunschweig Hbf. Dazu kommen Leistungen der Transdev Sachsen-Anhalt GmbH, welche unter dem Namen HarzElbeExpress von Goslar aus Verbindungen nach Halle (Saale) und Magdeburg anbietet. Auf dem Abschnitt Oker–Goslar verkehrt zusätzlich der von erixx betriebene RE 10 Bad Harzburg–Hannover (ohne Halt in Oker) und die von DB Regio Nord betriebene RB 82 nach Göttingen bzw. Kreiensen.

Täglich verkehren zudem einige wenige, meist mit Stahl beladene Güterzüge über die Strecke.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Josef Högemann: Eisenbahnchronik Harz – Die Geschichte der Eisenbahnen im Harz, EK-Verlag, Freiburg 2007, ISBN 3-88255-722-2, S. 295
  2. Josef Högemann: Eisenbahnchronik Harz – Die Geschichte der Eisenbahnen im Harz, EK-Verlag, Freiburg 2007, ISBN 3-88255-722-2, S. 25
  3. Josef Högemann: Eisenbahnchronik Harz – Die Geschichte der Eisenbahnen im Harz, EK-Verlag, Freiburg 2007, ISBN 3-88255-722-2, S. 27
  4. ZGB Pressemitteilung zu den Angebotsverbesserungen
  5. ZGB, Regionalbahnkonzept 2014+