Bahnstrecke Wrocław Świebodzki–Zgorzelec

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wrocław Świebodzki–Zgorzelec
Breslau Freiburger Bf–Görlitz
Streckennummer: 274 (D29)
Kursbuchstrecke: 240, 255
Streckenlänge: 202,535 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: bis 1945: 15 kV 16 2/3 Hz ~
ab 1965: 3 kV =
Maximale Neigung: 20 
Minimaler Radius: 184 m
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Zweigleisigkeit: Podg. WS–Jelenia Góra
Zgorzelec–Zgorzelec Grenze
   
0,000 Wrocław Świebodzki früher Breslau Freib Bf*
   
nach Wrocław-Gądów
   
Szczecin–Wrocław
   
von Wrocław Główny über Wrocław-Grabiszyn
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
1,563 Podg. WS
Planfreie Kreuzung – unten
Güterumfahrung
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Wrocław-Muchobór
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Wrocław-Gądów
Bahnhof, Station
5,201 Wrocław-Zachodni früher Lohbrück*
   
nach Wrocław Klecina
Bahnhof, Station
10,461 Smolec früher Schmolz*
Bahnhof, Station
14,786 Sadowice Wrocławskie früher Schill*
Bahnhof, Station
20,365 Kąty Wrocławskie früher Kanth*
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
28,772 Podg. Mietków
BSicon STRrg.svgBSicon ABZrf.svgBSicon .svg
(Neutrassierung)
BSicon HST.svgBSicon eBHF.svgBSicon .svg
29,718 Mietków früher Mettkau*
BSicon STR.svgBSicon KBSTxe.svgBSicon .svg
Mietków Bocznica Majkoltrans
BSicon STRlf.svgBSicon xABZlg.svgBSicon .svg
Bahnhof, Station
35,848 Imbramowice früher Ingramsdorf*
Bahnhof, Station
42,612 Żarów früher Saarau*
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Kamienec Zabkowicki
Bahnhof, Station
48,140 Jaworzyna Śląska früher Königszelt*
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Legnica
   
53,729 Świebodzice Ciernie früher Zierlau*
Bahnhof, Station
57,541 Świebodzice früher Freiburg (Schles)
Bahnhof, Station
65,930 Wałbrzych Szczawienko früher Nieder Salzbrunn
   
nach Boguszów Gorce–Meziměstí
Bahnhof, Station
69,806 Wałbrzych Miasto früher Waldenburg-Altwasser
   
72,588 Wałbrzych Thorez
Bahnhof, Station
74,566 Wałbrzych Fabryczny früher Waldenburg (Schles)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Kłodzko Główne
Bahnhof, Station
78,912 Wałbrzych Główny früher Waldenburg-Dittersbach*
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Schönhuter Tunnel (284 m; 1933/1937 abgetragen)
   
82,783 Szybowice Wałbrzyskie (1985–1991)
   
von Wałbrzych Szczawienko
Bahnhof, Station
83,856 Boguszów Gorce Wschód früher Fellhammer*
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
83,87 nach Meziměstí
   
Verbindungskurve von Boguszów Gorce Towarowa
Bahnhof, Station
85,513 Boguszów Gorce früher Gottesberg (Schles)*
Bahnhof, Station
88,352 Boguszów Gorce Zachód früher Rothenbach (Schles)*
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach kop. melafiru Czarny Bór
Haltepunkt, Haltestelle
93,017 Witków Śląski früher Wittgendorf (Kr Landeshut Schles)*
Bahnhof, Station
98,843 Sędzisław früher Ruhbank*
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Lubawka
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Boberbrücke
   
Verbindungskurve von Podg. Kruzin
   
101,412 Podg. Marciszów Górny
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Boberbrücke
   
von Strzegom
Bahnhof, Station
105,182 Marciszów früher Merzdorf (Schles)*
   
nach Jerzmanice Zdrój
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Boberbrücke
Haltepunkt, Haltestelle
107,86 Ciechanowice früher Rudelstadt*
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Boberbrücke
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Boberbrücke
Bahnhof, Station
113,58 Janowice Wielkie früher Jannowitz (Schles)*
Brücke über Wasserlauf (groß)
Boberviadukt
Haltepunkt, Haltestelle
117,103 Trzcińsko früher Rohrlach*
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Rohrlacher Tunnel
Haltepunkt, Haltestelle
120,753 Wojanów früher Schildau (Bober)*
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Kamienna Góra
Bahnhof, Station
125,808 Jelenia Góra früher Hirschberg (Rsgb) Hbf*
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Boberbrücke
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Lwówek Śląski
Brücke über Wasserlauf (groß)
Boberviadukt
   
129,320 Podg. Dębowa Góra
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Szklarska Poręba
Bahnhof, Station
136,333 Rybnica früher Reibnitz*
Haltepunkt, Haltestelle
142,062 Stara Kamienica früher Altkemnitz (Riesengeb)*
Haltepunkt, Haltestelle
146,812 Kwieciszowice früher Blumendorf*
Haltepunkt, Haltestelle
151,844 Rębiszów früher Rabishau*
Haltepunkt, Haltestelle
157,344 Młyńsko früher Mühlseifen*
   
von Mirsk (–Jindřichovice pod Smrkem)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Oelsebrücke
Bahnhof, Station
163,412 Gryfów Śląski früher Greiffenberg (Schles)*
   
nach Lwówek Śląski
Haltepunkt, Haltestelle
165,963 Ubocze früher Schosdorf*
Haltepunkt, Haltestelle
169,72 Olszyna Lubańska früher Langenöls*
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Queisbrücke
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Leśna
Bahnhof, Station
177,79 Lubań Śląski früher Lauban*
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Węgliniec
Bahnhof, Station
184,037 Zaręba früher Lichtenau (Schles)*
Haltepunkt, Haltestelle
188,53 Batowice Lubańskie früher Nieder Heidersdorf*
Bahnhof, Station
191,85 Mikułowa früher Nikolausdorf*
   
nach Zawidów/Bogatynia
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Verbindungskurve von Podg. Las
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
192,999 Podg. Studniska
Bahnhof, Station
197,383 Jerzmanki früher Hermsdorf (b Görlitz)*
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
199,829 Podg. Krysin
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Podg. Zgorzelec miasto
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Węgliniec
Bahnhof, Station
201,433 Zgorzelec früher Görlitz-Moys* (Keilbahnhof)
Grenze auf Brücke mit Wasserlauf
202,535 Staatsgrenze Polen-Deutschland
Strecke – geradeaus
nach Görlitz

* deutsche Bahnhofsnamen von 1944[1][2]

Die Bahnstrecke Wrocław Świebodzki–Zgorzelec ist eine Hauptbahn in Polen, die ursprünglich von der Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn-Gesellschaft und den Preußischen Staatsbahnen als Teil der Schlesischen Gebirgsbahn erbaut und betrieben wurde. Sie verläuft in Niederschlesien von Wrocław über Wałbrzych (Waldenburg) und Jelenia Góra (Hirschberg) nach Zgorzelec / Görlitz.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Preußen hatte die Strecke eine enorme Bedeutung für den Kohleversand aus dem Waldenburger Revier nach Mitteldeutschland und Berlin sowie auch für den Berufsverkehr zu den dortigen Steinkohleschächten.

Mit dem einsetzenden Fremdenverkehr im schlesischen Riesengebirge wurden direkte Schnellzüge von Berlin über diese Strecke geführt, wie beispielsweise der Bäderzug nach Bad Kudowa.

Die Strecke war eine der ersten elektrifizierten Eisenbahnstrecken in Deutschland, die hier gewonnenen Erkenntnisse hatten Pioniercharakter für die weitere Entwicklung der elektrischen Traktion in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte und Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wrocław–Wałbrzych

Erbaut wurde sie von Breslau bis Altwasser von der Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn-Gesellschaft. Sie war die zweite Bahnlinie in Schlesien. Der Streckenabschnitt zwischen Breslau und Freiburg in Schlesien (polnisch Świebodzice) ging am 29. Oktober 1843 in Betrieb. Der für die Strecke errichtete Freiburger Bahnhof ist heute nicht mehr in Betrieb. Am 10. März 1853 wurde die Strecke über Altwasser (heute Wałbrzych Miasto) nach Waldenburg verlängert.[3]

Eröffnungsdaten:

  • Breslau–Freiburg: 29. Oktober 1843
  • Freiburg–Altwasser: 1. Mai 1853
Wałbrzych–Zgorzelec (Schlesische Gebirgsbahn)

Ein erstes Projekt für eine Bahnverbindung von Görlitz über Hirschberg und Waldenburg und weiter nach Glatz stammte schon von 1853. Damals plante Preußen eine eigene direkte Verbindung Berlins mit Wien unter Umgehung des Königreichs Sachsen. Österreich hatte jedoch aus strategischen Gründen kein Interesse an einer parallel zur eigenen Grenze führenden Eisenbahnstrecke.

Erst mit der beginnenden Industrialisierung in Deutschland wurde das alte Projekt wieder aufgegriffen, um einen billigen Transportweg für die im Waldenburger Revier geförderte Steinkohle zu erhalten. Am 24. September 1862[4] beschloss der Preußische Landtag den Bau der Schlesischen Gebirgsbahn von Kohlfurt nach Waldenburg mit einer Zweigbahn von Görlitz nach Lauban. Die Kilometrierung der Strecke erfolgte in Kohlfurt an die inzwischen verstaatlichte Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn anknüpfend von Berlin aus.

In Görlitz und Kohlfurt beginnend wurde die Strecke abschnittsweise in den Jahren 1865 bis 1867 bis Dittersbach und weiter nach Altwasser fertiggestellt, wo man an die Strecke der Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahn-Gesellschaft anschloss.

Eröffnungsdaten:

Elektrifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach anfänglichen erfolgreichen Versuchen in Mitteldeutschland, Berlin und Hamburg sollte der elektrische Zugbetrieb auch unter schwierigeren Fernverkehrs-Bedingungen erprobt werden. Hierzu wurde die Schlesische Gebirgsbahn ausgewählt und am 30. Juni 1911 durch den Preußischen Landtag 9,9 Millionen Reichsmark für deren Elektrifizierung mit 15 kV / 15 Hz Wechselstrom bewilligt.

Noch 1911 begann die Elektrifizierung der Strecken im Waldenburger Revier. Den Auftrag zur Ausrüstung der Strecken mit einer Fahrleitung erhielten seinerzeit die Firmen AEG, Siemens-Schuckert und BEW. Die ersten Fahrleitungen wurde ähnlich der Bauarten auf der Strecke Dessau–Bitterfeld–Leipzig–Halle auf zweigleisiger Strecke und in Bahnhöfen in Jochbauweise sowie auf eingleisiger Strecke mit Einzelmasten errichtet. Einzelne Bahnhöfe – wie der Bahnhof Jannowitz – wurden versuchsweise mit Querseiltragwerken ausgerüstet. Im Bahnhof Nikolausdorf (heute: Mikułowa) wurden 1923 Schleuderbetonmasten als Abspannmasten für die Querseiltragwerke errichtet. Später wurde nach Vereinheitlichungsgrundsätzen gebaut und zur Einzelmastbauweise übergegangen.

Ab 1915 in Schlesien im Einsatz: Baureihe E 71

Am 1. Juni 1914 wurde auf der Hauptbahn Nieder-Salzbrunn–Halbstadt der planmäßige elektrische Betrieb aufgenommen. Die Energieversorgung erfolgte vom neu errichteten Bahnkraftwerk Mittelsteine, welches den für den Bahnbetrieb nötigen Strom kostengünstig aus geringwertiger Kohle erzeugte. 1915 wurde auch der erste Abschnitt der Schlesischen Gebirgsbahn auf elektrischen Betrieb umgestellt. Der Erste Weltkrieg verzögerte zunächst die weitere Elektrifizierung, teilweise wurden die kupfernen Fahrdrähte durch solche aus Eisen ersetzt, da das Material für die Kriegsführung benötigt wurde. Erst 1919 wurden die Elektrifizierungsarbeiten fortgesetzt.

1915 wurden die ersten speziell für Schlesien bestimmten Elektrolokomotiven ausgeliefert, die als „schlesischen Kolosse“ bezeichneten Gelenklokomotiven, die dreiteilige EG 538 abc ff., spätere E 91.3, und die zweiteilige EG 551 ff., spätere E 90.5. Die schon für Mitteldeutschland verwendete EP 202 und vier (A1)(1A) Triebwagen (spätere DR-Baureihe ET 88) kamen hinzu.

Nach der vorläufigen Einstellung des elektrischen Betriebes in Mitteldeutschland kamen die EG 511-516 (spätere Baureihe E 71) im Frühjahr 1915 nach Schlesien, wo sie im Güterzugverkehr auf den Strecken von Nieder Salzbrunn nach Halbstadt, Gottesberg und Königszelt eingesetzt wurden.

Folgende Tabelle zeigt die Eröffnungsdaten des elektrischen Zugbetriebes:

Eröffnung Strecke km
15. Juli 1915 Fellhammer – Gottesberg 1,7
1. Januar 1916 Freiburg – Fellhammer 27,9
1. April 1917 Königszelt – Freiburg 9,2
22. Oktober 1919 Gottesberg – Ruhbank 13,3
8. Dezember 1919 Ruhbank – Merzdorf 6,3
16. Januar 1920 Merzdorf – Schildau 15,6
21. Juni 1920 Schildau – Hirschberg 5,1
15. April 1922 Hirschberg – Lauban 51,9
1. September 1923 Lauban – Görlitz 25,58
28. Januar 1928 Breslau Freiburger Bf – Königszelt 48,31

Im Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Februar 1945 die sowjetischen Truppen die Oder überschritten hatten, war die Schlesische Gebirgsbahn bis Mai 1945 die einzige noch funktionierende Ost-Westverbindung in Schlesien. Ein großer Teil der insgesamt 1,7 Mio. Kriegsflüchtlinge, die zwischen Januar und Mai 1945 aus Schlesien evakuiert werden mussten, wurden über die Schlesische Gebirgsbahn nach Westen transportiert. Nachdem zwischen dem 17. Februar und dem 8. März 1945 die Strecke bei Lauban nach einem Vorstoß der Roten Armee unterbrochen war, wurde ein Großteil der elektrischen Triebfahrzeuge über Polaun und Liebau nach Westen abgefahren. Ein elektrischer Zugverkehr war somit bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945 nur noch teilweise möglich. Unmittelbar vor Kriegsende im Mai 1945 wurden der Rohrlacher Tunnel, der Boberviadukt in Hirschberg und der Neißeviadukt in Görlitz durch die Wehrmacht gesprengt.

Im Betrieb der Polnischen Staatsbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Schlesien unter polnische Verwaltung und die Schlesische Gebirgsbahn gelangte ins Eigentum der Polnischen Staatsbahn PKP. Wegen der gesprengten Viadukte war zunächst kein durchgehender Zugverkehr möglich. Noch 1945 wurde das zweite Gleis als Kriegsbeute durch die sowjetische Besatzungsmacht abgebaut.

Der Neißeviadukt in Görlitz wurde erst 1957 wieder aufgebaut
Reisezug von Koleje Dolnośląskie (Wałbrzych Główny; 2015)

Nach Beseitigung der Schäden an der Energieversorgung konnte 1945 der elektrische Zugbetrieb zwischen Hirschberg (seit 1945: Jelenia Góra) und Waldenburg (seit 1945: Wałbrzych) wieder aufgenommen werden. Wegen des gesprengten Rohrlacher Tunnels musste allerdings sämtlicher Zugverkehr den Umweg über die Nebenbahn Hirschberg–Landeshut nehmen. Letztlich fielen auch die in Schlesien gelegenen elektrifizierten Strecken unter die Reparationsforderungen der Sowjetunion. Ab Juli 1945 mussten die elektrischen Fahrleitungen demontiert werden.[5] 1952 verkaufte die Sowjetunion die bis dahin ungenutzten elektrischen Ausrüstungen und Fahrzeuge an die Deutsche Reichsbahn in der DDR, die sie für den Wiederaufbau des mitteldeutschen Netzes nutzte.

In den 1960er Jahren begann die PKP mit dem Wiederaufbau der Fahrleitung, nun allerdings für das bei den PKP übliche 3-kV-Gleichstromsystem. Am 18. Dezember 1965 konnte der elektrische Betrieb von Wrocław ausgehend bis Wałbrzych und am 17. Dezember 1966 bis Jelenia Góra aufgenommen werden. Seit dem 20. Dezember 1986 kann auch bis Lubań Śląski (Lauban) wieder elektrisch gefahren werden. Nur der Abschnitt zwischen Görlitz/Zgorzelec und Lubań Śląski blieb bis heute ohne Fahrdraht. Erstaunlich ist, dass für die erneute Elektrifizierung zumindest zum Teil die alten Fahrleitungsmaste aus den 1920er Jahren wieder verwendet wurden.

Vom 30. September 2002 bis 13. Dezember 2008 war der Reisezugverkehr zwischen Zgorzelec und Lubań Śląski eingestellt. Am 14. Dezember 2008 wurde der Personenzugverkehr wieder aufgenommen, jedoch bereits im Mai folgenden Jahres wieder eingestellt. Im Güterverkehr ist dieser Streckenabschnitt wegen des grenzüberschreitenden Verkehrs nach Tschechien (Grenzübergang ZawidówČernousy) bedeutsam.

Am 11. Dezember 2011 wurde der Reiseverkehr zwischen Zgorzelec und Lubań Śląski durch das Wojewodschafts-eigene Eisenbahnverkehrsunternehmen Koleje Dolnośląskie (KD) mit fünf Zugpaaren wieder aufgenommen.[6] Seit dem 13. Dezember 2015 werden drei Zugpaare grenzüberschreitend von und nach Görlitz durchgebunden.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grube Tiefbau in Waldenburg
  • Siegfried Bufe: Eisenbahnen in Schlesien. Bufe Fachbuch Verlag, Egglham 2002, ISBN 3-922138-37-3.
  • Klaus Kasper (Hrsg.): Der Schönhuter Tunnel. Vom Sorgenkind der K.P.E.V. bis zum grössten Einschnitt der Deutschen Reichsbahn. Aus einem ungewöhnlichen Tunnelleben. Bilder, Berichte und Dokumente. Klaus Kasper, Bonn-Oberkassel 2003, ISBN 3-930567-11-3.
  • Bernd Kuhlmann: Eisenbahnen über die Oder-Neiße-Grenze. Ritzau KG – Verlag Zeit und Eisenbahn, Pürgen 2004, ISBN 3-935101-06-6.
  • Deutsche Reichsbahn (Hrsg.): Die deutschen Eisenbahnen in ihrer Entwicklung 1835–1935. Deutsche Reichsbahn, Berlin 1935 (Vollständig unveränderter Nachdruck als: Horst-Werner Dumjahn (Hrsg.): Handbuch der deutschen Eisenbahnstrecken. Eröffnungsdaten 1835–1935, Streckenlängen, Konzessionen, Eigentumsverhältnisse. Dumjahn, Mainz 1984, ISBN 3-921426-29-4 (Dokumente zur Eisenbahngeschichte 29)).
  • H.-J. Wenzel, G. Greß: Die Eisenbahn in Schlesien, Eisenbahnkurier Special 3/2005. EK-Verlag, Freiburg 2005, ISSN 0170-5288.
  • Ryszard Stankiewicz, Marvin Stiasny: Atlas Linii Kolejowych Polski 2014. Eurosprinter, Rybnik 2014, ISBN 978-83-63652-12-8, S. F3 U. G3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Wrocław Świebodzki–Zgorzelec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KBS 177: Berlin–Cottbus–Görlitz–Hirschberg (Rsgb) im Reichskursbuch 1944
  2. KBS 155: Breslau Freib Bf–Hirschberg (Rsgb) im Reichskursbuch 1944
  3. Zeittafel zur Streckengeschichte auf kolej.one.pl
  4. Preuß. Gesetzessammlung Jg. 1862 Nr. 24 S. 317.
  5. Die Eisenbahn in Schlesien, Eisenbahnkurier Special 3/2005, S. 85.
  6. Fahrplan der Koleje Dolnośląskie auf www.zvon.de
  7. Jahresfahrplan 2016 von Koleje Dolnośląskie