Bahnstrecke Znojmo–Nymburk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Bahnstrecke Znojmo–Kolín)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Znojmo–Nymburk hlavní nádraží
Kursbuchstrecke (SŽDC):225, 230, 231, 240, 241
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:Jihlava–Kutná Hora: 25 kV, 50 Hz ~
Kutná Hora–Kolín 3 kV =
Höchstgeschwindigkeit:120 km/h
Zweigleisigkeit:Havlíčkův Brod–Kolín
Strecke – geradeaus
von Wien (km 0)
Bahnhof, Station
100,149 Znojmo früher Znaim
   
nach Hrušovany nad Jevišovkou
Haltepunkt, Haltestelle
Znojmo nemocnice
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel Znojemský (35 m)
Haltepunkt, Haltestelle
~108,3 Citonice früher Edmitz
Bahnhof, Station
112,592 Olbramkostel früher Woframitzkirchen
Bahnhof, Station
119,465 Šumná früher Schönwald-Frain
   
ehem. Protektoratsgrenze (1938–1945)
Bahnhof, Station
127,170 Grešlové Mýto
Haltepunkt, Haltestelle
130,1 Blížkovice
Bahnhof, Station
132,5 Vesce
   
von Jemnice (vorm. LB Mährisch Budwitz–Jamnitz)
Bahnhof, Station
138,466 Moravské Budějovice
Bahnhof, Station
146,587 Jaroměřice nad Rokytnou
Haltepunkt, Haltestelle
~150,8 Šebkovice
Bahnhof, Station
154,635 Kojetice na Moravě
Bahnhof, Station
161,153 Stařeč
Haltepunkt, Haltestelle
~166,3 Hvězdoňovice
   
von Střelice (vorm. StEG)
Bahnhof, Station
169,857 Okříšky
Haltepunkt, Haltestelle
~175,1 Číchov
Bahnhof, Station
178,275 Bransouze
Haltepunkt, Haltestelle
Dolní Smrčné
Haltepunkt, Haltestelle
~182,8 Přímělkov
Haltepunkt, Haltestelle
~185,1 Bítovčice
Bahnhof, Station
187,253 Luka nad Jihlavou
Haltepunkt, Haltestelle
195,1 Malý Beranov
   
von Veselí nad Lužnicí
Bahnhof, Station
198,608 Jihlava
Haltepunkt, Haltestelle
~202,0 Jihlava-Bosch Diesel
Bahnhof, Station
~204,5 Střítež u Jihlavy
Bahnhof, Station
207,090 Dobronín
   
nach Polná (vorm. LB Polna-Stecken–Polna Stadt)
Haltepunkt, Haltestelle
210,759 Kamenná
Bahnhof, Station
215,490 Šlapanov
Bahnhof, Station
220,452 Mírovka
   
von Brno
Bahnhof, Station
224,108 Havlíčkův Brod
   
nach Pardubice-Rosice nad Labem (vorm. ÖNWB)
   
nach Humpolec (vorm. LB Deutschbrod–Humpoletz)
Haltepunkt, Haltestelle
228,3 Havlíčkův Brod-Perknov
Bahnhof, Station
232,941 Okrouhlice
Haltepunkt, Haltestelle
~236,3 Horní Pohleď
Bahnhof, Station
239,916 Světlá nad Sázavou
   
nach Čerčany
Haltepunkt, Haltestelle
~242,8 Světlá nad Sázavou-Josefodol
Bahnhof, Station
~247,8 Sázavka
Bahnhof, Station
251,808 Leština u Světlé
Haltepunkt, Haltestelle
~254,4 Nová Ves u Leštiny
Bahnhof, Station
~257,1 Vlkaneč
Haltepunkt, Haltestelle
~264,1 Golčův Jeníkov město
Bahnhof, Station
267,084 Golčův Jeníkov
Haltepunkt, Haltestelle
~269,9 Bratčice
Haltepunkt, Haltestelle
~271,8 Horky u Čáslavi
   
von Třemošnice (vorm. ÖLEG)
Bahnhof, Station
278,172 Čáslav
   
nach Močovice (vorm. ÖLEG)
Planfreie Kreuzung – oben
Čáslav–Močovice
Haltepunkt, Haltestelle
~283,1 Třebešice
Haltepunkt, Haltestelle
~284,6 Církvice
Kilometer-Wechsel
287,580 Systemtrennstelle 25 kV / 3 kV
   
287,643 nach Zruč nad Sázavou (vorm. LB Sedletz–Kuttenberg–Zruč)
Bahnhof, Station
287,670 Kutná Hora hlavní nádraží
Haltepunkt, Haltestelle
~290,4 Hlízov
Planfreie Kreuzung – oben
Česká Třebová-Praha
   
von Česká Třebová (vorm. k.k. Nördliche Staatsbahn)
   
von Čerčany (vorm. LB Kolin–Čerčan–Kácow)
Bahnhof, Station
298,300 Kolín
   
nach Praha Masarykovo n. (vorm. k.k. Nördliche Staatsbahn)
   
Elbbrücke
   
Koliner Rübenbahn
Haltepunkt, Haltestelle
~299,8 Kolín-Zálabí
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
odb. Hradišťko
   
Anschlussbahn TPCA
Haltepunkt, Haltestelle
~304,0 Veltruby
   
Verbindungskurve von výh. Kanín
Bahnhof, Station
307,111 Velký Osek
   
nach Trutnov (vorm. ÖNWB)
   
Cidlinabrücke
Haltepunkt, Haltestelle
310,095 Libice nad Cidlinou
Bahnhof, Station
315,100 Poděbrady
Haltepunkt, Haltestelle
~317,6 Velké Zboží
Bahnhof, Station
322,663 Nymburk hlavní nádraží
   
nach Mladá Boleslav (vorm. ÖNWB)
   
Verbindungskurve nach Nymburk město (vorm. StEG)
Strecke – geradeaus
nach Děčín-Prostřední Žleb (vorm. ÖNWB)

Die Bahnstrecke Znojmo–Kolín ist eine Hauptbahn in Tschechien, die ursprünglich durch die k.k. priv. Österreichische Nordwestbahn (ÖNWB) als Teil ihres garantierten Stammnetzes erbaut und betrieben wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte und Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Hauptartikel: Österreichische Nordwestbahn

Streckennetz von ÖNWB (schwarz) und SNDVB (rot)

Verschiedene deutsche Wirtschaftskreise planten schon Ende der 1860er Jahre eine direkte Verbindung von Berlin nach Wien über Reichenberg. Österreich wünschte außerdem eine kurze Verbindung von Wien mit den Häfen der Ostsee und Nordsee, die auch Mittelböhmen (Kohlengruben und Zuckerfabriken) erschließen sollte. Dies war damals mit mehreren Frachtbriefen verschiedener Eisenbahngesellschaft möglich, wobei man auch von der StEG unabhängig sein wollte.

Schon 1865 leistete die Süd-Norddeutsche Verbindungsbahn (SNDVB) verschiedene Vorarbeiten für dieses Projekt, hatte aber mehrere Konkurrenten, besonders die StEG. 1867 vereinigte sich die SNDVB mit einigen anderen Bewerbern und erhielt am 8. September 1868 die Konzession zum Bau und Betrieb der Strecke Wien–Jungbunzlau sowie mehrerer Flügelbahnen.

Am 26. Juli 1870 wurde die k.k. priv. Oesterreichische Nordwestbahn (ÖNWB) gegründet, um eine zweite Nord-Südverbindung in Böhmen zu erschaffen. Im Jahre 1874 war mit der Strecke Wien–Mittelgrund die Hauptstrecke der Österreichischen Nordwestbahn fertiggestellt. Dazu kamen noch Zweigbahnen nach Jungbunzlau, Aussig und Prag.

Eröffnungsdaten

Nach der Verstaatlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strecke Znojmo (Znaim)–Kolín auf einem Ausschnitt der Bahnkarte Deutschland (1899)

Nach der Verstaatlichung der ÖNWB ging die Strecke am 1. Januar 1908 an die k.k. österreichischen Staatsbahnen kkStB über. Nach dem Ersten Weltkrieg traten an deren Stelle die neugegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD.

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 kam die Strecke zwischen Znaim und Schönwald-Frain zur Deutschen Reichsbahn, Reichsbahndirektion Wien. Im Reichskursbuch war die Verbindung nun als KBS 462g Wien Nordwestbf–Znaim–Schönwald-Frain enthalten.[1]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Strecke wieder vollständig zu den ČSD.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Tabelle zeigt die Eröffnungsdaten des elektrischen Zugbetriebes:

Eröffnung Strecke
30. Dezember 1965 Jihlava–Světlá nad Sázavou
28. Dezember 1965 Světlá nad Sázavou–Kutná Hora hl.n.
8. November 1965 Kutná Hora hl.n.–Kolín


Heute ist die Verbindung in fünf verschiedenen Kursbuchtabellen zu finden:

  • KBS 241: Znojmo–Okříšky
  • KBS 240: Brno–Jihlava
  • KBS 225: Havlíčkův Brod–Jihlava–Veselí nad Lužnicí
  • KBS 230: (Praha–) Kolín–Havlíčkův Brod
  • KBS 231: Praha–Lysá nad Labem–Kolín

Am 14. Oktober 2015 wurde in Znojmo die neue Haltestelle Znojmo nemocnice eröffnet.[2]

Auf der Strecke Znojmo-Jihlava wird ein Zweistundentakt angeboten wobei an Nachmittagen wenn Werktag zusätzliche Züge nach Moravske Budejovice den Takt verdichten. Abends wird auch ein Zugpaar bis nach Jihlava durchgebunden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky 2006–2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1
  • Peter Wegenstein: Die Nordwestbahnstrecke. Verlag Peter Pospischil, Wien 1995
  • Alfred Horn: Die österreichische Nordwestbahn. Bohmann Verlag, Wien 1967

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Kursbuch – Jahresfahrplan 1944/45
  2. http://www.zelpage.cz/zpravy/9522