Bahr al-Ghazal (Fluss)

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Fluss im Südsudan. Weitere Bedeutungen siehe unter Bahr al-Ghazal.
Bahr al-Ghazal
Sudan-karte-politisch-gharb-bahr-al-ghazal.png
Daten
Lage Südsudan
Flusssystem Nil
Abfluss über Weißer Nil → Nil → Mittelmeer
Quelle Bergregion bei Yambio an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo
Mündung durch den No-See in den Weißen NilKoordinaten: 9° 30′ 6″ N, 30° 23′ 4″ O
9° 30′ 6″ N, 30° 23′ 4″ O
Länge 716 km
Großstädte Waw

Bahr al-Ghazal (arabisch بحر الغزال Bahr al-Ghazāl, DMG Baḥr al-ġazāl ‚Gazellen-Fluss‘; alternativer Name: Bahr el-Ghazal) ist ein Fluss im Südsudan.

Der Fluss ist 716 km lang und entspringt in der Bergregion bei Yambio an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo.

Sein Quellfluss Sue-Jur bildet beim Zusammenfluss mit dem Fluss Bahr al-Arab in der Nähe der Stadt Wang Kai, südöstlich von Bentiu, den eigentlichen Fluss Bahr al-Ghazal.

Er fließt weiter durch den No-See, wo er mit dem Bahr al-Dschabal (Berg-Fluss) zusammentrifft und beide anschließend den Weißen Nil (Bahr al-Abyad) bilden.

Das Einzugsgebiet des Bahr el Ghazal entspricht ca. 20 % der Fläche des Gesamteinzugsgebiets des Nils und erhält eine durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von über 400 Mrd. m³, von denen aber nur ca. 0,6 Mrd. m³ in den No-See fließen.[1]

Der Fluss wurde erstmals 1772 durch den französischen Geographen Jean-Baptiste Bourguignon d’Anville auf einer Karte verzeichnet und ist Namensgeber der Region Bahr al-Ghazal und der Bundesstaaten Gharb Bahr al-Ghazal und Schamal Bahr al-Ghazal.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Torben Gerdes: Entwicklung der Wasserbilanz des Nils. Christian-Albrechts-Universität Kiel, SS 2005 (Seminararbeit)