Baiern (Landkreis Ebersberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Baiern
Baiern (Landkreis Ebersberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baiern hervorgehoben
Koordinaten: 47° 58′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Glonn
Höhe: 580 m ü. NHN
Fläche: 19,97 km2
Einwohner: 1431 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85625
Vorwahl: 08093
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kulbing Nr. 1
85625 Baiern
Webpräsenz: Baiern
Bürgermeister: Josef Zistl (WE)
Lage der Gemeinde Baiern im Landkreis Ebersberg
Pliening Poing Vaterstetten Zorneding Oberpframmern Egmating Markt Schwaben Forstinning Anzing Anzinger Forst Ebersberger Forst (gemeindefreies Gebiet) Eglhartinger Forst Hohenlinden Steinhöring Frauenneuharting Emmering (Landkreis Ebersberg) Aßling Baiern (Landkreis Ebersberg) Glonn Kirchseeon Ebersberg Grafing bei München Moosach Bruck (Oberbayern) Landkreis Erding Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Rosenheim München München Landkreis München Landkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild

Baiern ist eine deutsche Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Es gibt keine Ortschaft namens Baiern, nur die Gemeinde als Ganzes heißt so. Die größten Orte der Gemeinde sind Antholing, Berganger, Netterndorf sowie Piusheim. Die Gemeindeverwaltung liegt in Kulbing. Baiern ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Glonn.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindename entspricht zwar der ursprünglichen Schreibweise Bayerns beziehungsweise dem gleichnamigen Volksstamm der Baiern oder Bajuwaren, er ist aber eine Ableitung des althochdeutschen Wortes „Bur“ in der Bedeutung „Haus“. Vom Weiler Jakobsbaiern wurde der Gemeindename abgeleitet. Jakobsbaiern trug den Namen des Kirchenpatrons des Ortes, um ihn von den vielen anderen Orten mit dem Namen „Baiern“ oder „Beuern“ zu unterscheiden. Weitere Beispiele für diese Maßnahme sind Ottobeuren oder Benediktbeuern.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baiern liegt in der Region München und bildet die südlichste Gemeinde im Landkreis Ebersberg. Der Ort Berganger befindet sich 4 km östlich von Glonn, 12 km südlich von Grafing, 18 km nördlich von Bad Aibling und 16 km von der Kreisstadt Ebersberg entfernt. Die nächstgelegene Bahnstation an der Bahnstrecke München–Rosenheim befindet sich im zehn Kilometer entfernten Aßling; zur A 8 (Anschlussstellen Hofoldinger Forst und Weyarn) sind es 20 km.

Berganger
Weiterskirchen

Es existiert nur die Gemarkung Baiern.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antholing
  • Berganger
  • Einhaus
  • Engerling
  • Frauenbründl
  • Feuerreit
  • Gailling
  • Großesterndorf
  • Großrohrsdorf
  • Haus
  • Hochreit
  • Hub
  • Jakobsbaiern
  • Kleinesterndorf
  • Kleinrohrsdorf
  • Köhlbründl
  • Kreithann
  • Kulbing (Verwaltungssitz)
  • Lindach
  • Moos
  • Netterndorf
  • Öd
  • Pfleg
  • Piusheim
  • Schnurr
  • Stroblberg
  • Waslmühle
  • Weidach
  • Weiher
  • Weiterskirchen
  • Westerndorf
  • Witting

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baiern gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Hauptmannschaft. Das Kloster Weihenstephan war bis zur Säkularisation 1803 wichtiger Grundherr im heutigen Gemeindegebiet. 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt die heutige Gemeinde.

Edgar Ende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Maler Edgar Ende verbrachte seine letzten Lebensjahre in einem ehemaligen Schulhaus in Netterndorf. Dort starb er am 27. Dezember 1965 und wurde auf dem Friedhof von Antholing begraben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterskirchen von Südosten
  • 1970: 0986 Einwohner
  • 1987: 1048 Einwohner
  • 1991: 1177 Einwohner
  • 1995: 1240 Einwohner
  • 2000: 1423 Einwohner
  • 2005: 1482 Einwohner
  • 2010: 1513 Einwohner
  • 2015: 1431 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Zistl (Wählergemeinschaft Einigkeit).

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 68 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 152 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 345. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 61 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1546 ha. Davon waren 466 ha Ackerfläche und 1078 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 50 Kindern
  • Grundschule: Klassen 1–4, im Ortsteil Antholing

Seit 2007

  • Freie Schule Glonntal in Piusheim

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verwaltungsgemeinschaft Glonn mit den Gemeinden Glonn, Baiern, Bruck, Egmating, Moosach, Oberpframmern. 4. Auflage. WEKA, Kissing 1993.
  • Günter Staudter: Baiern in Bayern. Gemeinde Baiern, Baiern 2014.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Günter Staudter, Ortschronist der Gemeinde Baiern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Baiern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien