Baikalbahn

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Baikalbahn
Bahnhof Baikal
Streckenlänge:89 km
Spurweite:1520 mm (Russische Spur)
Höchstgeschwindigkeit:20 km/h
von Ulan-Ude
Sljudjanka
0 Sljudjanka II
nach Irkutsk
2 km 159
4 Kultuk (km 157)
7 km 154
12 Angasolka (km 149)
22 km 139
24 Scharyschalgai (km 137)
27 km 134
32 km 129
41 km 120
42 Maritui (km 119)
51 Polowinnaja (km 110)
54 km 107
55 km 106
59 Schumicha (km 102)
63 Ulanowo (km 98)
81 km 80
82 km 79
87 km 74
89 Baikal (auch: Port Baikal, km 72)
alte Strecke nach Irkutsk

Als Baikalbahn oder Baikalrundbahn (russisch Кругобайкальская железная дорога) wird die am südwestlichen Ufer des Baikalsees entlangführende und 89 km lange, heute eingleisige Bahnstrecke SljudjankaBaikal in Russland bezeichnet.

Bahnstrecke bei Angasolka

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felsen mit Tunnel

Die Baikalbahn wurde in den Jahren von 1902 bis 1904 als Teil der Transsibirischen Eisenbahn erbaut. Der erste Zug fuhr am 30. September 1904. Sie ersetzte nach Fertigstellung den Fährbetrieb, der die mittelsibirische Eisenbahn mit dem östlichen Ufer des Baikalsees verband. Daher, sowie aufgrund der hohen Kosten wird sie auch als die „Goldschnalle des russischen Stahlgürtels“ bezeichnet.

Zahlreiche Tunnel durch Felsen und Brücken über Flüsse und Bäche mussten errichtet werden, weshalb die Kosten das Fünffache der Kosten für andere Strecken der Transsibirischen Eisenbahn betrugen. Zu den größten Sehenswürdigkeiten gehören heute 39 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 7 km.[1]

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tunnel, 30 km von Baikal entfernt
Brücke, 30 km von Baikal entfernt
Eingleisige Strecke

Diese Bahnstrecke ist seit dem Bau des Irkutsker Stausees 1951 und Stilllegung als Abschnitt der Transsibirischen Eisenbahn mit deren Neubau zwischen Irkutsk und Baikal nur noch eine Zweigstrecke. Heute verkehrt täglich ein einziger Nahverkehrszug, der die anliegenden Orte mit den Waren des täglichen Bedarfs versorgt. An den Wochenenden und an ausgewählten Tagen verkehrt ein Touristenzug mit Fotohalten an ausgewählten Punkten. Da die Strecke keine große Bedeutung mehr besitzt, ist inzwischen die Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h festgelegt worden.

Derzeit sollen Bemühungen laufen, die Strecke in die Weltkulturerbeliste aufzunehmen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Engberding, Bodo Thöns: Transsib-Handbuch: Unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn. 3. Auflage. Trescher, Berlin 2003, ISBN 3-89794-037-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Baikalbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Engberding, Bodo Thöns: Transsib-Handbuch.
    Länderinfo: Transsib. In: Transsibirische Zugreisen. Archiviert vom Original am 30. August 2018; abgerufen am 19. Februar 2022.