Baingoin

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Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
དཔལ་མགོན་རྫོང
Wylie-Transliteration:
dpal mgon rdzong
Offizielle Transkription der VRCh:
Baingoin
THDL-Transkription:
 
Andere Schreibweisen:
Palgon, Pälgön, Pelgön, Pangon, Pengön, etc.
Chinesische Bezeichnung
Traditionell:
班戈縣
Vereinfacht:
班戈县
Pinyin:
Bāngē Xiàn
Lage von Baingoin (rosa) in Nagqu (gelb) innerhalb von Tibet (hellgrau)

Baingoin (tibetisch: དཔལ་མགོན་རྫོང, Umschrift nach Wylie: dpal mgon rdzong, auch: Pelgön) ist ein Kreis des Regierungsbezirks Nagqu im Autonomen Gebiet Tibet der Volksrepublik China.

Administrative Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Gemeindeebene setzt sich der Kreis aus vier Großgemeinden und sechs Gemeinden zusammen. Diese sind:

Geographie und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baingoin hat eine Fläche von 28.383 km². Der Kreis liegt am Nam Co, dem größten Salzsee Tibets und dem zweitgrößten Salzsee Chinas (nach dem Qinghai-See).

Der Name des Kreises ist eine lautliche Annäherung an „Drangkhog“ – der Drangkhog (tib.: brang khog mtsho / Bāngē Cuò 班戈错) ist ein weiterer Salzsee in Baingoin. Er liegt auf 4.522 m Höhe und hat eine Fläche von 54 km².

Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt −2 °C, die Durchschnittstemperatur im Januar −11,3 °C, im Juli 8,3 °C.

Bevölkerung und Nationalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1990 hatte Baingoin 26.392 Einwohner, davon 26.303 Tibeter (99,7 %) und 81 Han-Chinesen (0,3 %). 2000 war die Bevölkerung auf 32.287 Einwohner angewachsen.

Ethnische Gliederung der Bevölkerung Baingoins (2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Zensus im Jahr 2000 wurden in Baingoin 32.287 Einwohner gezählt.

Name des Volkes Einwohner Anteil
Tibeter 32.133 99,52 %
Han 107 0,33 %
Zhuang 11 0,03 %
Mongolen 9 0,03 %
Sonstige 27 0,08 %

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Viehzucht – Weidewirtschaft, vor allem an den Ufern der Seen – ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Baingoin, doch es wird auch Gold gewaschen sowie Borax, Salz und Pottasche gewonnen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xú Píng 徐平, Nàqǔ 那曲 (Nagqu), Beijing, Wǔzhōu chuánbō chūbǎnshè 五洲传播出版社 2000, ISBN 7-80113-400-1.
  • Guójiā cèhuìjú dìmíng yánjiūsuǒ 国家测绘局地名研究所, Xīzàng dìmíng 西藏地名 / bod ljongs sa ming བོད་ལྗོངས་ས་མིང (Tibetische Ortsnamen), Beijing, Zhōngguó Zàngxué chūbǎnshè 中国藏学出版社 1995, ISBN 7-80057-284-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 31° 21′ N, 90° 10′ O