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Bakum

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Wappen Deutschlandkarte
Bakum
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bakum hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 52° 45′ N, 8° 12′ OKoordinaten: 52° 45′ N, 8° 12′ O
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Vechta
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 78,88 km²
Einwohner: 6872 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49456
Vorwahlen: 04446, 05438, 04441
Kfz-Kennzeichen: VEC
Gemeindeschlüssel: 03 4 60 001
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstr. 3
49456 Bakum
Website: www.bakum.de
Bürgermeister: Tobias Averbeck (CDU)
Lage der Gemeinde Bakum im Landkreis Vechta
KarteNordrhein-WestfalenLandkreis CloppenburgLandkreis DiepholzLandkreis OldenburgLandkreis OsnabrückBakumDamme (Dümmer)DinklageGoldenstedtHoldorf (Niedersachsen)Lohne (Oldenburg)Neuenkirchen-VördenSteinfeld (Oldenburg)VechtaVisbek
Karte

Bakum ist eine Gemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen und liegt im Oldenburger Münsterland.

Gemeindegliederung

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Die Gemeinde Bakum besteht aus dem Hauptort Bakum und den zugehörigen Ortschaften Büschel, Carum, Daren, Elmelage, Harme, Hausstette, Lohe, Lüsche, Märschendorf, Molkenstraße, Schledehausen, Vestrup und Westerbakum.[2]

Nachbargemeinden und -orte

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Nachbarorte sind, beginnend von Norden im Uhrzeigersinn, der Vechtaer Ortsteil Langförden, die Goldenstedter Bauerschaft Lutten, die Stadt Vechta, die Stadt Lohne, die Stadt Dinklage, die Gemeinde Essen sowie die Gemeinde Cappeln.

Cappeln (10 km) Langförden (6 km)
Essen (17 km) Lutten (10 km)
Dinklage (10 km) Lohne (9 km) Vechta (6 km)

Die Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung bis zum Ortszentrum.

Bakum liegt am Südrand der Cloppenburger Geest. Die Landschaft wird von Ackerbauflächen bestimmt, die Topographie ist flach und bewegt sich auf Höhen zwischen 25 und 38 m über NHN.[3]

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

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Das Gemeindegebiet von Bakum liegt hydrologisch im Flusssystem der Ems, Untereinheit Hase. Zahlreiche Bäche entwässern über den Fladderkanal oder über die Aue in die Lager Hase und von dort weiter zur Hase und zur Ems.

Der etwa 15 km lange Fladderkanal ist ein künstliches Gewässer, das südöstlich von Bakum aus dem Zusammenfluss von Vechtaer Moorbach und Spredaer Bach entsteht.

Durch das Gemeindegebiet verlaufen mehrere Geestbäche, darunter Bakumer Bach, Schierenbach, Spredaer Bach und Steinbäke, die in den Fladderkanal münden.

Die Aue entspringt im Ortsteil Südholz, verläuft westwärts und nimmt unter anderem den Bokerner Bach, den Märschendorfer Graben und den Schiplager Bach auf, bevor sie in die Lager Hase einmündet.

Der Polder Lüsche ist eine künstlich angelegte Retentionsfläche von rund 38 ha mit einem Stauvolumen von etwa 900.000 m³. Er dient dem Hochwasserrückhalt und dem Naturschutz und ist als Naturschutzgebiet (NSG WE 162) ausgewiesen. Als künstlich vernässtes Überschwemmungsgebiet mit Anbindung an den Fladderkanal besitzt er besondere Bedeutung für Wiesenvögel wie Kiebitz und Bekassine sowie für Amphibien und Wasservögel. Ergänzend bestehen kleinere Stillgewässer, darunter ein Teich in Harme am Bakumer Bach.[4][5]

Die Fladder-Niederung durchzieht das Gemeindegebiet unter anderem bei den Ortsteilen Lüsche, Carum und Daren. Sie ist geprägt von Feuchtwiesen, Gräben und periodisch überfluteten Grünländern und fungiert als Biotopverbund, Hochwasserrückhalteraum und Lebensraum für zahlreiche Tierarten.

Bakum ist hydrologisch und ökologisch vor allem durch Starkregenereignisse, Hochwasserrisiken und eine intensive landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Begradigte Gewässer wie der Bakumer Bach weisen teilweise Defizite in der ökologischen Durchgängigkeit und Struktur auf. Oberflächennahe Grundwasserverhältnisse und klimabedingte Schwankungen erfordern ein angepasstes Wasser- und Flächenmanagement. Maßnahmen wie Gewässerrenaturierungen, Retentionsflächen (z. B. Polder Lüsche) und Starkregengefahrenkarten dienen der Verbesserung von Hochwasserschutz und ökologischer Qualität.[6][7][8][9][10]

An Schierenbach,[11] Bakumer Bach[12] und Spredaer Bach[13] wurden am Anfang des 21. Jahrhunderts umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung und ökologischen Aufwertung durchgeführt.

Der NLWKN hat für ein statistisches hundertjährliches Hochwasser (HQ100) Überschwemmungsgebiete ausgewiesen, darunter am Bakumer Bach auf etwa 5,4 km Länge sowie am Schierenbach auf rund 1,6 km. Zur Vorsorge nutzt die Gemeinde gemeinsam mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband eine Starkregengefahrenkarte. Anlass hierfür waren unter anderem Überflutungen im Jahr 2021, als Regenrückhaltebecken ihre Kapazitätsgrenzen erreichten.

Untergrundverhältnisse

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Bakum liegt in der Norddeutschen Tiefebene. Das Gebiet um Bakum besteht hauptsächlich aus glazio-fluviatilen Ablagerungen, die in erster Linie aus lehmigen und sandigen Ablagerungen des Pleistozäns bestehen. Bohrungen zeigten, dass die oberste Bodenschicht eine Stärke von fünf bis sieben Meter hat. Diese Schicht ist von einer etwa zehn Meter starken lehmigen und marligen Sedimentschicht unterlagert.

Die hydrogeologischen Verhältnisse ähneln sehr denen in benachbarten Orten wie Bühren oder Langförden. Der oberflächennahe Grundwasserleiter (2–6 m Tiefe) spielt vermutlich eine Rolle bei lokalen Brunnen und Feuchtigkeitsverhältnissen. Sandige Schichten in einer Tiefe von 25–30 m bilden einen ertragreichen Aquifer (Grundwasserleiter) für die Grundwasserförderung – wichtig für die lokale Versorgung und industrielle Nutzung.

In Bakum herrscht ein gemäßigtes Seeklima mit milden Wintern, warmen Sommern und ganzjährig gleichmäßig verteilten, mäßigen Niederschlägen. Die Sommer sind häufig trocken und sonnig, während im Winter gelegentlich Schnee fällt. Im Jahre 2023 betrug die durchschnittliche Temperatur 11,2 °C. Sie ist aufgrund des fortschreitenden Klimawandels tendenziell steigend. Sie betrug in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 10,6 °C und in den letzten 100 Jahren waren es durchschnittlich 9,2 °C.

Von Mai bis August kann mit durchschnittlich 20 bis 25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden. Es gibt je nach Messmethode und Definition 1627–2275 Sonnenstunden im Jahr.[14]

Es fällt jährlich rund 700–800 mm Niederschlag, meist als Regen.

Bronzeplastik von Albert Bocklage zur Geschichte der Gemeinde Bakum (2009) gegenüber der Pfarrkirche St. Johannes Baptist

Nachdem ab 780 n. Chr. von Karl dem Großen neun Missionssprengel zur Christianisierung der unterworfenen Sachsen errichtet worden waren, wurden von der Missionszelle Visbek aus durch Abt Gerbert Castusden Apostel des Oldenburger Münsterlandes – die ersten Kirchengemeinden in der Umgebung gegründet.[15] Zu diesen zählt als die älteste Kirchengründung im Südwesten des Lerigaus die Pfarrkirche St. Johannes Baptist Bakum.[16]

Epitaph der ausgestorbenen Familie von Voß in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist

Die ersten urkundlich erwähnten Bauernhöfe befanden sich 890 im heutigen Elmelage und Hausstette und um 970 im heutigen Carum. Im 11. Jahrhundert taucht dann zum ersten Mal der Name Becheim auf, der sich dann über Bachum, was als latinisierte Namensform gelten kann, zu Bakum wandelte.

In der Gemeinde Bakum gab es bis zum 13. Jahrhundert neun Adelssitze. Danach reduzierte sich die Zahl der Sitze bis auf einen, das Gut Daren. Die Lohburg in Lohe, eine von einer sumpfigen und unwegsamen Niederung umgebene Raubritterburg, wurde wegen ihres zweifelhaften Rufes 1374 durch Truppen des münsterschen Bischofs Florenz von Wevelinghoven zerstört. Durch das Aussterben des Adelsgeschlechts von Voß in der männlichen Linie ging das Gut Bakum in nicht-adelige Hände über. Ein Epitaph der Familie von Voß ist im Eingang der Pfarrkirche St. Johannes Baptist angebracht.

Das Lagerbuch Amt Vechta von 1769 erwähnt im Kirchspiel Bakum sieben Rittersitze (in damaliger Rechtschreibung):

Die überwiegende Mehrheit der Einwohner ist römisch-katholischen Glaubensbekenntnisses und bildet die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Bakum. Die Kirchen St. Vitus in Vestrup, St. Josef in Lüsche und St. Johannes Evangelist in Carum sind Filialkirchen der Pfarrei Bakum. Die Kirchengemeinde gehört dem münsterschen Dekanat Vechta an. Die evangelisch-lutherischen Christen bilden die Kirchengemeinde Gethsemane. Ihr Gotteshaus ist die Gethsemane-Kirche, eine Bartning-Notkirche vom Typ D. Die Gethsemane-Gemeinde gehört zum evangelischen Kirchenkreis Oldenburger Münsterland.

Der Zensus 2011 gibt es 80,1 % römisch-katholische und 11,2 % evangelische Glaubensbekenntnisse sowie 8,6 % der Bevölkerung als sonstigen Glaubensbekenntnisses bzw. ohne oder ohne Angabe.[19]

Gemeindewahl 2021
Wahlbeteiligung: 69,28 % (−0,34 %p)
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
76,4 %
9,2 %
2,6 %
11,9 %
n. k. %
n. k. %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
−5,2 %p
−0,3 %p
−0,9 %p
+9,8 %p
−2,0 %p
−1,3 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:

Der Rat der Gemeinde Bakum besteht aus 18 Ratsfrauen und Ratsherren. Sie werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet zum 31. Oktober 2026.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Tobias Averbeck.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2021 ergab das folgende Ergebnis:[20]

Partei Sitze Veränderung
CDU 14 − 1
SPD 2 ± 0
Grüne 2 + 2

Eine Besonderheit in dieser Gemeinde ist der hohe Anteil an CDU-Wählern. So sank hier bei Kommunalwahlen das Wahlergebnis bis 2021 nie unter 80 %. Bei der Europawahl 2019 gewann die CDU 60,35 % der Stimmen.[21]

2005 wurde der seit 1987 amtierende Gemeindedirektor Hans Lehmann (CDU) als erster hauptamtlicher Bürgermeister gewählt. Am 22. September 2013 wurde zeitgleich zur Bundestagswahl in der Gemeinde Bakum Tobias Averbeck (CDU) mit 79,4 Prozent der abgegebenen Stimmen als neuer Bürgermeister gewählt.[22] Er ist seit dem 1. Dezember 2013 Amtsinhaber und wurde bei der Kommunalwahl 2021 noch einmal im Amt bestätigt.[23]

Wappen und Flagge

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Hissflagge der Gemeinde
Wappen der Gemeinde Bakum
Wappen der Gemeinde Bakum
Blasonierung: „In Gold (Gelb) ein blauer Kübelhelm mit goldenem (gelbem) Beschlag und einem roten Schwingenpaar. Oben zwischen den Schwingen ein blaues Schrägkreuz oder Schragen.“[24]
Wappenbegründung: Die erstmalige Genehmigung des Wappens erfolgte am 3. Dezember 1936 vom Oldenburger Innenminister; am 2. September 1951 wurde erneut die Genehmigung des Wappens in leicht geänderter Form durch den Niedersächsischen Innenminister erteilt. Dieser Farbgebung liegen die altoldenburgischen Farben Gold und Rot – die auch die altmünsterischen Farben sind – in Verbindung mit dem neuoldenburgischen Blau zu Grunde. Der Kübelhelm mit dem Schwingenpaar erinnert an die zahlreichen Adelshäuser im Gemeindegebiet. Der Ritterhelm befindet sich auch im Wappen der Herren von Schagen, welche in Bakum reich begütert waren. Der Schragen entstammt dem Wappen einer weiteren Adelsfamilie im Ort, der Herren von Sutholte, welche drei Schragen im Wappen führte.
Flaggenbeschreibung
„Die Flagge ist geteilt von Gelb und Rot mit dem Wappen in der Mitte des Tuches.“

[25]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Friedhofsseite des Rathauses Bakum (2024)

Katholisch:[26]

  • St. Johannes Baptist in Bakum, von 1906, neugotisch
  • St. Vitus in Vestrup, Kirche von 1772, Turm von 1853/56, Kanzel von 1591
  • St. Johannes Evangelist in Carum, von 1890/91
  • St. Josef in Lüsche, von 1864/65, um 1934 erweitert

Evangelisch:

  • Bakum:
    • alte Kornbrennerei
    • historisches Backhaus, vom Heimatverein Bakum wiedererrichtet
    • Rathaus (2024 fertiggestellt)
  • Vestrup: Ortsbild mit vielen erhaltenen, in Fachwerk errichteten Bauernhöfen und Nebengebäuden an der von altem Baumbestand gesäumten kopfsteingepflasterten Vestruper Dorfstraße. Im September 2001 gewann Vestrup im Bundesentscheid für „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ die Silbermedaille.
Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Weitere Infos zum Motiv findest du vielleicht auf der Diskussionsseite.

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW
  • Haus Daren in der gleichnamigen Ortschaft, als einziger von einst neun Adelssitzen in Bakum noch im Besitz seiner adeligen Bauherren, der Familie von Frydag.[27] In seiner jetzigen Form[28] wurde 1752 das Gutshaus von Georg Wilhelm Freiherr von Frydag errichtet.[29] Es wird erzählt, sein Schwager, der Lügenbaron Hieronymus von Münchhausen, habe auf der Freitreppe des Hauses Daren seine Reiterkunststücke vorgeführt. Dessen Schwester Anna war Frydags zweite Ehefrau. Von seiner ersten Frau, Sophia Johanna von Schade, die 1742 im Kindbett gestorben war, hatte der aus Gödens stammende Frydag den Besitz geerbt. Ihr Vater Otto Schade zu Huntlosen war 1728 Erbe seines Onkels mütterlicherseits, Caspar Herbord Kobrinck, geworden. Die Kobrincks wiederum besaßen Daren seit Ende des 15. Jahrhunderts, anteilig mit den Herren von Lutten, ihrerseits wohl als Erben der Herren von Südholte (Sudholt), welche die Wasserburg in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet hatten. Auf dem Gelände des Gutes Daren befindet sich ein Ziegeleimuseum.[30] (Die Ziegelei „Olfry“ gehört zum Gut.)

Parks und Wälder

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Dorfpark mit Bakumer Bach
Brücke über den Spredaer Bach bei Gut Daren

Nordnordwestlich der Pfarrkirche wurde ein Dorfpark angelegt, durch den der Bakumer Bach fließt. Kurz vor dessen Mündung in den Fladderkanal speist der Bach in Harme einen bei Anglern beliebten Teich, um den herum ein Wanderweg mit einem Fischlehrpfad führt.

Ganz im Südosten Bakums verlaufen zwischen den Wanderparkplätzen an der Vechtaer Straße und dem Bokerner Damm mehrere Wanderwege, entlang dem Spredaer Bach und dem Fladderkanal, teils durch den Darener Wald, teils durch die offene Landschaft. Neben dem 187 ha großen Waldbestand des Gutes Daren steht auch der 30 ha große Harmer Wald unter Landschaftsschutz.

Naturschutzgebiete

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Naturschutzgebiet „Lüscher Polder

Zwischen den Ortschaften Lüsche und Carum liegt im Westen der Gemeinde das rund 40 ha große Naturschutzgebiet Lüscher Polder. Das Überschwemmungsgebiet hat eine Wasserfläche von etwa 30 ha und bietet mit seinen abwechslungsreichen Wasser- und Vegetationsstrukturen zahlreichen Tierarten einen Lebensraum.

Das kulturelle Leben in der Gemeinde Bakum wird stark geprägt durch die rund 40 Vereine. In Bakum gibt es drei Sportvereine, zwei Heimatvereine, drei Musikvereine und mehrere Chorgemeinschaften.

Die Gemeinde Bakum bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Radwandern und Wandern. Rad- und Wanderwege sind gut ausgewiesen. Zwei Wälder und mehrere Binnengewässer befinden sich im Gemeindegebiet. Wichtig für den lokalen Sport sind auch die drei Sportvereine SC Bakum, SV Carum und BW Lüsche.

Regelmäßige Veranstaltungen

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Seit 2002 fand das „UMSONST & DRAUSSEN“ Staatsforsten Open-Air in Bakum/Büschel statt. Das seit 1986 erstmals in Staatsforsten veranstaltete Festival hatte sich auf die Fahnen geschrieben, umsonst zu sein und Newcomerbands und Bands aus der Region eine Möglichkeit zu geben, vor einem größeren Publikum aufzutreten. Das jährlich Anfang August veranstaltete Festival zog bis zu 5000 Besucher an. Im Juli 2017 fand diese Art von Festival zum bislang letzten Mal statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

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In Bakum spielt wie im gesamten Oldenburger Münsterland die hiesige Landwirtschaft trotz des Strukturwandels in jüngerer Zeit nach wie vor die dominierende Rolle in der Wirtschaft. Landwirtschaftliche Betriebe bilden die Basis der hier ansässigen Nahrungsmittelindustrie. Im Übrigen wird die lokale Wirtschaft von kleinen und mittleren Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben geprägt.

Ansässige Unternehmen

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In Lüsche hat die Suding Beton- & Kunststoffwerk GmbH ihren Hauptsitz. Suding beschäftigt über 200 Mitarbeiter an mehreren Standorten. Weiterhin gibt es die Landwirtschaftliche Kornbrennerei Meistermann (Kornbrennerei seit 1793). Die Firma Landmaschinen Hoping beschäftigt über 50 Mitarbeiter.

Bakum liegt direkt an der Bundesautobahn A 1, was eine gute Anbindung an das Ruhrgebiet und an Bremen, Hamburg und die Nordsee mit sich bringt.

Auch die Flughäfen Bremen und Münster/Osnabrück sind per Straße schnell erreichbar. Für internationale Flüge bieten sich vor allem die Flughäfen Hannover und Hamburg an, die beide in etwa zwei Autostunden zu erreichen sind. Der nächste Interkontinentalflughafen ist in Amsterdam (3 Stunden).

Der öffentliche Nahverkehr wird von Buslinien der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Vechta bedient. Weiterhin bietet der Landkreis Vechta mit Moobil+[31] ein bedarfsgesteuertes Nahverkehrsangebot als Ergänzung und Zubringer zu den fahrplangebundenen Angeboten des ÖPNV und der NordWestBahn.

Der Bahnhof in Bakum wurde zusammen mit der Bahnstrecke Vechta–Cloppenburg 1965 stillgelegt. Die Gleise der Strecke sind mittlerweile abgebaut. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Vechta und Lohne.

In der Gemeinde Bakum gibt es zwei Grundschulen und eine Oberschule sowie vier Kindergärten.[32] Außerdem ist in Bakum eine Außenstelle der Tierärztlichen Hochschule Hannover angesiedelt.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

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  • Werner Kuper: Aus Becheim wurde Bakum. In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1991. Vechta 1990, S. 5–26.
  • Clemens Arkenstette: Das mittelalterliche Kirchspiel Bakum. Bakum 1992.
  • Franz-Josef Göttke: Die Straßen in Bakum: Ihre Namen und deren Deutung; ein Beitrag zur Heimatgeschichte der Gemeinde Bakum. Bakum 2002.
  • Loher Dorfgemeinschaft (Hrsg.): Moin ich komme aus Lohe: Geschichte und Geschichten. Loher Dorfchronik 2019. Lohe 2019.
  • Manfred Balzer: Abt Castus von Visbek. Aufsatz. In: Nordmünsterland. Forschungen und Funde 8. 2021. S. 7–63, insbes. S. 41–44 (Digitalisat)
Commons: Bakum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Bakum. Zahlen, Daten und Fakten. Abgerufen am 18. Juli 2014.
  3. Gemeinde Bakum. Zahlen, Daten und Fakten. Abgerufen am 21. Juli 2014.
  4. Schutzgebiete auf der interaktiven Umweltkarte | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Archiviert vom Original am 9. September 2025; abgerufen am 25. Dezember 2025.
  5. Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Polder Lüsche". Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, 19. Juli 1985, abgerufen am 25. Dezember 2025.
  6. Ins Wasser gefallen: Brückenbauarbeiten bei Bakum halten an. 4. März 2024, abgerufen am 6. Januar 2026.
  7. Bakum befasst sich mit den Gefahren durch Starkregen. 11. Dezember 2023, abgerufen am 6. Januar 2026.
  8. Pia Ebeling, Andreas Musolff, Rohini Kumar, Andreas Hartmann, Jan H. Fleckenstein: Groundwater head responses to droughts across Germany. In: Hydrology and Earth System Sciences. Band 29, Nr. 13, 11. Juli 2025, ISSN 1027-5606, S. 2925–2950, doi:10.5194/hess-29-2925-2025 (copernicus.org [abgerufen am 6. Januar 2026]).
  9. Für Fische im Bakumer Bach gibt es jetzt weniger Hindernisse. 3. Juni 2021, abgerufen am 6. Januar 2026.
  10. Energie & Umwelt / Gemeinde Bakum. Abgerufen am 6. Januar 2026.
  11. Bjoerg Dewert: Revitalisierung des Schierenbaches. haseauenverein.de, 10. Februar 2020, abgerufen am 19. März 2024.
  12. Bjoerg Dewert: Revitalisierung im vorhandenen Profil – Bakumer Bach. haseauenverein.de, 13. Februar 2020, abgerufen am 19. März 2024.
  13. Bjoerg Dewert: Renaturierung des Spredaer Bachs, Bakum. haseauenverein.de, 24. August 2022, abgerufen am 19. März 2024.
  14. Blutana - Reisen und Urlaubsregionen in Deutschland. Abgerufen am 28. August 2025.
  15. Michael Bönte: Abt Gerbert Castus – Ein Missionar aus zweiter Reihe. Kirchensite ((ehemalige)Online-Zeitung des Bistums Münster). 29. Oktober 2004 (Memento vom 3. Mai 2015 im Internet Archive). Abgerufen aus dem Webarchiv am 3. Oktober 2017.
  16. Offizialatsbezirk Oldenburg. Abgerufen am 11. Oktober 2013.
  17. Genwiki: Bakum (Landkreis Vechta)
  18. Kapitel Die adligen Häuser in den Ämtern Vechta und Cloppenburg. In: C. L. Niemann: Das Oldenburgische Münsterland in seiner geschichtlichen Entwickelung. Band 2: Bis zur Vereinigung mit dem Herzogtume Oldenburg. Schulzesche Hof-Buchhandlung und Hof-Buchdruckerei, Oldenburg 1891, S. 77–84 (online)
  19. Statistische Bibliothek des Landesamtes für Statistik Niedersachsen. Abgerufen am 21. März 2023.
  20. Wahlenübersicht. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
  21. Europawahl - Europawahl 2019 in der Gemeinde Bakum - Gesamtergebnis. Abgerufen am 25. Dezember 2025.
  22. Oldenburgische Volkszeitung vom 23. September 2013, S. 9.
  23. Ergebnis. Abgerufen am 5. November 2021.
  24. Wappen der Gemeinde Bakum
  25. Hauptsatzung der Gemeinde Bakum. 13. Oktober 2022, abgerufen am 29. Dezember 2025.
  26. Homepage der Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Bakum (Memento vom 23. Oktober 2012 im Internet Archive)
  27. Franz Hellbernd: Münsterländische Burgen und Schlösser und adelige Häuser, 1963 (Memento vom 19. April 2014 im Internet Archive)
  28. Haus Daren auf der Website der Gemeinde Daren
  29. Sabine Grimm: Adelslinien. Die Herren von Frydag. Norderstedt 2011, S. 120.
  30. Ziegeleimuseum der Firma Olfry, abgerufen am 1. Oktober 2017.
  31. moobil+, abgerufen am 3. Juli 2016.
  32. Gemeinde Bakum. Wohnen und Familie / Kindergärten und Schulen. (Memento vom 26. Juli 2014 im Internet Archive) Abgerufen am 18. Juli 2014.