Baldegger Schwestern

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Die Baldegger Schwestern (eigentlich: Schwestern von der Göttlichen Vorsehung) in Baldegg bei Hochdorf in der Schweiz sind ein 1830 gegründeter franziskanischer Frauenorden mit dem Sigel: OSF (Ordo Sancti Francisci).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Baldegg am Baldeggersee, Flugaufnahme 1952
Baldegger Schwestern Töchterpensionat, Flugaufnahme 1946

Weil im ländlichen Luzerner Seetal der Mädchenbildung wenig Beachtung geschenkt wurde, wurde auf Initiative des Kaplans Josef Leonz Blum von Hochdorf im alten Schloss von Baldegg eine Schule errichtet. Sieben leibliche Schwestern der Familie Hartmann aus dem Bauerngut Hilty bei Hohenrain stellten sich für diese Aufgabe zur Verfügung und begaben sich am 2. Februar 1830 unter der Leitung des Kaplans Josef Leonz Blum ins Schloss Baldegg. Dies war die Keimzelle der Ordensgemeinschaft der Baldegger Schwestern. Es kamen bald weitere junge Bauerntöchter dazu und es entstand so die «Genossenschaft armer Mägde bei St. Jost zu Baldegg». Die religiöse Gemeinschaft übernahm die Ordensregel des heiligen Franziskus von Assisi.

Die junge Schwesterngemeinschaft hatte es in der damaligen, politisch schwierigen Zeit nicht einfach und wurde in den Wirren des Sonderbundkrieges dreimal aufgehoben und die Schwestern an verschiedene Orte vertrieben.

Aus den Dienst- und Lehrschwestern wurde im Laufe der Zeit ein internationaler Orden mit klösterlichen Betrieben in Amden, Baldegg, Bourguillon, Hertenstein und Crans-Montana sowie ausländischen Gemeinschaften in Tansania (seit 1921), Äthiopien, Papua-Neuguinea (seit 1969) und Bosnien.

Die Klosteranlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von 1968 bis 1972 gebaute Mutterhaus bildet das Zentrum der Gemeinschaft. Hier beginnen junge Frauen ihr Ordensleben und kehren im Alter zurück. Das ordenseigene Pflegeheim Sonnhalde Baldegg bildet einen Teil der klösterlichen Anlage. Das Mutterhaus wurde von den renommierten Architekten Marcel Breuer und Robert F. Gatje aus New York entworfen.

Aus den umgebauten Gebäuden des alten Klosters und des Schloss Baldegg ist die Klosterherberge entstanden. Zum Kloster Baldegg gehört ein grosser Landwirtschaftsbetrieb und eine Gärtnerei. Der Klosterhof und die Klostergärtnerei sind verpachtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]