Baldramsdorf

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Baldramsdorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Baldramsdorf
Baldramsdorf (Österreich)
Baldramsdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Fläche: 37,98 km²
Koordinaten: 46° 48′ N, 13° 27′ OKoordinaten: 46° 48′ 4″ N, 13° 27′ 12″ O
Höhe: 584 m ü. A.
Einwohner: 1.827 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 48 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9805
Vorwahl: 0 47 62
Gemeindekennziffer: 2 06 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nr. 53, 9805 Baldramsdorf
Website: www.baldramsdorf.at
Politik
Bürgermeister: Heinrich Gerber (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)

8 SPÖ, 4 LFB, 3 FPÖ

Lage der Gemeinde Baldramsdorf im Bezirk Spittal an der Drau
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Baldramsdorf ist eine Gemeinde mit 1827 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Baldramsdorf liegt wenige Kilometer westlich der Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau. Das Gemeindegebiet nimmt den südlichen Teil des Lurnfelds ein und erstreckt sich vom Goldeck bis zur Drau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist in die Katastralgemeinden Baldramsdorf und Gschieß gegliedert und umfasst folgende zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Baldramsdorf (659)
  • Faschendorf (46)
  • Gendorf (297)
  • Goldeck (1)
  • Lampersberg (0)
  • Oberaich (16)
  • Rosenheim (365)
  • Schüttbach (44)
  • Schwaig (84)
  • Unterhaus (342)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lurnfeld Lendorf Seeboden
Sachsenburg Nachbargemeinden Spittal an der Drau
Kleblach-Lind Stockenboi

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Ortenburg mit Handwerksmuseum

Die Orte Baldramsdorf und Gschieß wurden in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1166 erstmals erwähnt, die Ortenburg wurde bereits 1093 erstmals genannt. Ab Ende des 12. Jahrhunderts war Baldramsdorf wie auch die benachbarten Siedlungen bis in das 15. Jahrhundert im Besitz der Grafschaft Ortenburg. Mit dem Bau des Schlosses Porcia in Spittal verlor die Burg an Bedeutung und verfiel zur Ruine.

Unterhalb der Burg wurde unter Kaiser Friedrich III. das Schloss Ortenburg errichtet. Hannibal Alphons Fürst von Porcia stiftete das später als „Paternschloss“ bezeichnete Bauwerk um 1710 dem Hieroymitenorden, denen es als Stützpunkt zur Bekämpfung des Geheimprotestantismus dienen sollte.

Baldramsdorf wurde 1851 selbständige Gemeinde, zehn Jahre später vorübergehend in die Großgemeinde Spittal eingegliedert, bis sie 1886 wieder die Eigenständigkeit erlangte.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 hatte Baldramsdorf 1.819 Einwohner, davon waren 97,9 % österreichische Staatsbürger. 85,0 % der Bevölkerung bekannten sich zur römisch-katholischen und 7,5 % zur evangelischen Kirche, 0,9 % waren islamischen Glaubens. 5,3 % waren ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrenhaus mit Teilen der alten Burg in Rosenheim
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Baldramsdorf
  • Pfarrkirche Hl. Martin, spätgotischer Bau, Anfang des 12. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt[2]
  • Ruine Ortenburg mit Marhube (Asphaltierte Auffahrt von Unterhaus)
  • Herrenhaus in Rosenheim mit Teilen der alten Burg
  • Schloss Ortenburg in Unterhaus. In den Gebäuden der Anlage, die seit 1938 im Besitz der Gemeinde sind, wurde im Jahr 1977 ein Handwerksmuseum und im Jahr 2015 eine China-Sammlung eröffnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Baldramsdorf hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

  • 8 SPÖ
  • 4 Liste für Baldramsdorf
  • 3 FPÖ
Bürgermeister
  • seit ? Heinrich Gerber (SPÖ)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berechtigung zur Führung eines Wappens wurde der Gemeinde am 8. August 1966 anlässlich ihrer 800-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung verliehen. Das Wappen zeigt einen goldenen Engelsflügel auf blauem Grund und geht auf das Wappen der Grafen von Ortenburg zurück, das drei Engelsflügel zeigte.[3]

Zur Entstehung des Wappens ist eine Sage überliefert. Laut dieser musste ein junger Graf eine Pilgerfahrt ins Heilige Land unternehmen und ein geweihtes Andenken als Liebesbeweis mitbringen, um eine Gräfin heiraten zu dürfen. Er brachte auch einen Span vom Kreuz Christi mit, jedoch ging dieser auf der Überfahrt über das Meer in einem Sturm verloren. Er kehrte nun betrübt zur Gräfin zurück und wollte ihr sein Scheitern gestehen, als sie ihm den Span zeigte. Diesen hatte ein Bote - der als Engel angesehen wurde - gebracht. Daraufhin heirateten die beiden und gründeten den Ort Spanheim. Aus den Spanheimern gingen wiederum die Ortenburger hervor.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Dehio-Handbuch Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, S. 46
  3. Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 58