Baldur Klavier- und Flügelmanufaktur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ein Baldur-Flügel
Fabrikgebäude Baldur-Pianoforte-Fabrik AG
Aktie über 1000 Mark der Baldur-Pianoforte-Fabrik AG vom 2. Januar 1922

Die Baldur Klavier- und Flügelmanufaktur war ein ursprünglich in Wetzlar beheimateter Hersteller von Klavieren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ferdinand Schaaf gründete im Jahre 1866 in Wetzlar die Firma Ferd. Schaaf; er baute Tafelklaviere. 1872 siedelte Schaaf nach Frankfurt am Main über und arbeitete dort als Klavierstimmer. 1875 eröffnete er seine Klavierfabrik in Frankfurt, nannte sie ab 1876 Ferd. Schaaf & Co und teilte sich den Firmenbesitz ab 1897 mit Eduard Schaaf.

1906 wurde der Markenname Baldur eingeführt, die Firma nannte sich Baldur Pianoforte-Fabrik von Ferdinand Schaaf & Co., ab 1921 Baldur Pianofortefabrik AG. Direktor war W. Scharing.

Der Frankfurter Architekt Ferdinand Kramer (1898–1985) entwarf in den 1920er-Jahren für die Klaviermanufaktur Baldur einen Flügel im Bauhaus-Stil. Durch Zufall konnte das Historische Museum der Stadt Frankfurt am Main jüngst einen solchen seltenen Flügel kaufen.

1929 meldete die Firma Konkurs an und wurde durch J. D. Philipps & Söhne übernommen, die weiter unter dem Namen Baldur noch bis zu deren Konkurs 1950 produzierten.

Weitere Markennamen waren: Balfa, Balding, Balden, E.M. Berdux (die vormals Frankfurter Filiale der Firma V. Berdux München) und Deggendorf.

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]