Baleix

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Baleix
Baleix (Frankreich)
Baleix
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Pau
Kanton Pays de Morlaàs et du Montanérès
Gemeindeverband Nord Est Béarn
Koordinaten 43° 23′ N, 0° 8′ WKoordinaten: 43° 23′ N, 0° 8′ W
Höhe 225–354 m
Fläche 6,47 km2
Einwohner 143 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 64460
INSEE-Code

Ortseingang von Baleix

Baleix ist eine französische Gemeinde mit 143 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Pays de Morlaàs et du Montanérès (bis 2015: Kanton Montaner).

Die Einwohner werden Baleichois oder Baleichoises genannt.[1]

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Baleish.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baleix liegt ca. 25 km nordöstlich von Pau am östlichen Rand des Départements im Béarn.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Abère Anoye
Nachbargemeinden Momy
Lespourcy Sedze-Maubecq

Baleix liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Einer seiner Zuflüsse, der hier im Oberlauf Grand Lées genannt wird, durchquert das Gemeindegebiet, ebenso wie einer seiner Zuflüsse, der Petit Lées. Der Ruisseau de Pédebosc, ein Zufluss des „kleinen“ Lées, fließt ebenfalls durch den Ort.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baleix wurde bereits im 11. Jahrhundert als Bales im Kopialbuch von Lescar erwähnt, im 12. Jahrhundert als Balas in Pierre de Marcas Buch Histoire de Béarn, im 13. Jahrhundert als Balestoos in den fors de Béarn, einer Sammlung von amtlichen Texten der Vizegrafschaft von Béarn. In der Volkszählung im Jahre 1385 wurden in Baleixs 22 Haushalte gezählt und vermerkt, dass die Siedlung in der Bailliage von Pau liegt. Weitere Formen des Ortsnamens in den Schriften waren in der Folge: Balesie (Volkszählung, 1402), Baleyxs und Balechs (1538), Balex (Reformation von Béarn, 1548). Auf der Karte von Cassini 1750 ist die Gemeinde als Baleix eingetragen.[4][5]

Spuren zweier befestigter Lager, genannt Castet Mayou und Turocq de Naudy, belegen eine frühe Besiedelung. 1096 erwähnen die Texte den Lehnsherrn Ramon Esius de Ballier, der gleichzeitig ein Laienkloster besaß. Während des ganzen Mittelalters war das Dorf von der mächtigen Komturei des Johanniterordens von Caubin und von Morlaàs lehnsabhängig. 1382 wurde das Dorf von den Truppen Jeans II., Graf von Armagnac, in Brand gesteckt. Wie beim Ergebnis der Volkszählung drei Jahre später abzulesen, ist die Ortschaft schnell wieder aufgebaut worden.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Höhepunkt von 451 Einwohnern in der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Zahl bis zum Ende des 20. Jahrhunderts bis auf ungefähr ein Viertel des Maximums gesunken. Seitdem steigt die Bevölkerungsgröße wieder an.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 152 141 150 126 122 120 126 131 143
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[7] INSEE ab 2009[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Saint-Martin von Baleix
  • Pfarrkirche, gewidmet Martin von Tours. Die Kirche besteht aus einem Kirchenschiff und besitzt einen Glockengiebel an ihrer Westfassade, ein typisches Merkmal bei Kirchen im Südwesten Frankreichs. Die Mehrzahl der Gegenstände im Innern stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und sind als nationale Kulturgüter registriert. Die ursprünglich an dieser Stelle stehende romanische Kirche ist 1382 wie der Rest des Dorfes zerstört worden. Unter Verwendung von Bauteilen ist das Gotteshaus im 16. Jahrhundert neugebaut worden. Im 18. und 19. Jahrhundert erfuhr das Gebäude mehrere Umbauten, wie z. B. der Bau des Eingangsportals im Jahr 1762.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwerpunkt der Wirtschaft liegt auf der Landwirtschaft.[6]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[10]
Gesamt = 26

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baleix ist angeschlossen an die Route départementales 7, 145, 207 und 604.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Baleix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitant.fr. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  2. Baleix (fr) Gasconha.com. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  3. Ma commune : Baleix (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  4. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 20. 1863. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  5. France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  6. a b Conseil régional d’Aquitaine: Baleix (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 11. Februar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. Februar 2017.
  7. Notice Communale Baleix (fr) EHESS. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  8. Populations légales 2014 Commune de Baleix (64089) (fr) INSEE. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  9. Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Martin de Baleix (fr) Visites en Aquitaine. Archiviert vom Original am 11. Februar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 10. Februar 2017.
  10. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Baleix (64089) (fr) INSEE. Archiviert vom Original am 11. Februar 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.insee.fr Abgerufen am 10. Februar 2017.