Balesfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Balesfeld
Balesfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Balesfeld hervorgehoben

Koordinaten: 50° 6′ N, 6° 32′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 435 m ü. NHN
Fläche: 2,35 km2
Einwohner: 196 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54597
Vorwahl: 06553
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 203
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Ernst Nober
Lage der Ortsgemeinde Balesfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidMasthornHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
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St. Antonius (Balesfeld), Südostseite

Balesfeld in der Landschaft Kyllburger Waldeifel ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Balesfelder Bach

Balesfeld liegt im Landschaftsraum Neidenbacher Sandsteinplateau, der zur Osteifel gehört. Zur Gemeinde gehören auch der nördlich des Hauptortes liegende Wohnplatz Hof und der Weiler Neuenweiher, der anteilig auch zur Gemeinde Burbach gehört. [2] Durch Balesfeld fließt der Balesfelder Bach.

Nachbarorte sind die Ortsgemeinden Neuheilenbach im Nordosten, Neidenbach im Südosten, Sefferweich im Süden und Burbach im Westen sowie dessen Ortsteil Neustraßburg im Norden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kyllburger Waldeifel war früh besiedelt. So verlief die Römerstraße Trier–Köln über die Höhen zwischen Neidenbach und Balesfeld. Sie ist im Gelände und auf topographischen Karten noch erkennbar.

Balesfeld wurde 893 im Prümer Urbar erstmals als „Baldenshart“ urkundlich erwähnt. Die ersten beiden Silben des Ortsnamens gehen zurück auf den Personennamen Baldin; die letzte Silbe "hardt" bedeutet Bergwald.

Bis 1576 gehörte Balesfeld zum Territorium der Abtei Prüm. Der Trierer Kurfürst Jakob III. von Eltz übernahm das Prümer Territorium, der Ort gehörte seitdem bis zum Ende des 18. Jahrhunderts landesherrlich zum Kurfürstentum Trier und zur Schultheißerei Seffern innerhalb des Amtes Prüm.[3]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung wurde Balesfeld 1798 dem Kanton Kyllburg zugeordnet, der zum Arrondissement Prüm im Saardepartement gehörte. Balesfeld gehörte zur Mairie Burbach.[4]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress kam die Region 1815 zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Balesfeld zur Bürgermeisterei Burbach im 1816 neu gebildeten Kreis Prüm des Regierungsbezirks Trier, der 1822 Teil der neu gebildeten Rheinprovinz wurde.

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Balesfeld Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Balesfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 90
1835 237
1871 290
1905 404
1939 225
1950 226
1961 204
Jahr Einwohner
1970 226
1987 198
1997 260
2005 211
2011 215
2017 207
2020 196[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Balesfeld besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst Nober wurde am 25. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Balesfeld,[7] nachdem er bereits seit Herbst 2017 als Erster Beigeordneter die Amtsgeschäfte geführt hatte.[8] Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl gemäß Gemeindeordnung dem Rat, der sich auf seiner konstituierenden Sitzung für Nober entschied.[9]

Nobers Vorgänger Holm Flucke hatte nach sechs Jahren zum Juli 2015 das Amt niedergelegt. Danach führte zunächst der damalige Erste Beigeordnete Ralf Banz die Amtsgeschäfte.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Balesfeld
Blasonierung: „Durch Spickelschnitt von Silber über Rot geteilt, oben drei rote Lilien, unten die silberne Krümme eines Bischofsstabes.“[11]
Wappenbegründung: Der Bischofsstab steht für die frühere Zugehörigkeit zur Abtei Prüm, die Farben Rot und Silber auf das Kurfürstentum Trier.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 2021) werden folgende Kulturdenkmäler genannt:[12]

  • Römisch-Katholische Filialkirche St. Antonius, Saalbau (bezeichnet 1775)
  • Denkmalzone Hauptstraße mit geschlossen erhaltenem Baubestand aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Brücke über den Weuerbach (bezeichnet 1812)
  • Hofanlage (1. Hälfte 19. Jahrhundert)
  • Steinskulptur des Hl. Antonius am Haus Kapellenstraße 3 (vermutlich 18. Jahrhundert)
  • Wegekreuz in der Gemarkung (bezeichnet 1677)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Balesfeld liegt an der Landesstraße 32.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Balesfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 104 (PDF; 2,6 MB).
  3. Johann Friedrich Schannat, Georg Bärsch: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel. Band 3, Ausgabe 2, Teil 1, Mayer, 1854, S. 218 (Google Books)
  4. Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 2, Trier, Lintz, 1846, S. 62 (Google Books)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 13. August 2019.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Bitburger Land, Verbandsgemeinde, 62. Ergebniszeile. Abgerufen am 7. Juni 2021.
  8. Uwe Hentschel: Keiner will es machen: Orte ohne Chef. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 19. Februar 2019, abgerufen am 7. Juni 2021.
  9. Konstituierende Sitzung des Ortsgemeinderates Balesfeld. In: Bitburger Landbote, Ausgabe 36/2019. Linus Wittich Medien GmbH, 25. Juni 2019, abgerufen am 7. Juni 2021.
  10. Christian Moeris: Querelen: Ortschef nimmt den Hut – Balesfeld sucht neuen Bürgermeister. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 17. November 2015, abgerufen am 7. Juni 2021.
  11. Wappenbeschreibung auf den Seiten der Verbandsgemeinde Bitburger Land
  12. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Eifelkreis Bitburg-Prüm. Mainz 2021, S. 7 (PDF; 4,4 MB).