Baliros

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Baliros
Wappen von Baliros
Baliros (Frankreich)
Baliros
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Pau
Kanton Ouzom, Gave et Rives du Neez
Gemeindeverband Communes Pays de Nay
Koordinaten 43° 14′ N, 0° 18′ WKoordinaten: 43° 14′ N, 0° 18′ W
Höhe 200–382 m
Fläche 3,64 km2
Einwohner 431 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 118 Einw./km2
Postleitzahl 64510
INSEE-Code

Rathaus von Baliros

Baliros ist eine französische Gemeinde mit 431 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Ouzom, Gave et Rives du Neez (bis 2015: Kanton Nay-Ouest).

Die Einwohner werden Balirosiens oder Balirosiennes genannt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baliros liegt circa zwölf Kilometer südöstlich und damit im Großraum von Pau in der historischen Provinz Béarn.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Assat
Narcastet
Nachbargemeinden Bordes
Bosdarros Pardies-Piétat

Baliros liegt am linken Ufer des Flusses Gave de Pau im Einzugsgebiet des Adour. Der Ort wird durchquert vom Luz, dem Canal de l’Escourre und dem Gest, der im Ortsgebiet in den Luz mündet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Raymond, Archivar und Historiker des 19. Jahrhunderts, notierte die Volkszählung im Jahre 1385. In Baliros wurden 11 Haushalte gezählt und vermerkt, dass die Siedlung in der Bailliage von Pau liege. Weitere Erwähnungen sind im der Folge als Balliros (Kopialbuch von Assat, 1515), Baliroos (Reformation von Béarn, 1538) und Baliros auf der Karte von Cassini 1750.[3][4]

Die Gründung des Ortes könnte mit einer Heilquelle, genannt houn deus coucuts, zusammenhängen. Vom 14. bis zum 18. Jahrhunderts zog sie Pilger an, die Heilung von Menschen oder Tieren suchten, die von tollwütigen Tieren gebissen worden waren. Neben der Quelle wurde eine Kapelle zu Ehren des Apostels Simon Petrus errichtet, von der heute lediglich Trümmer zu sehen sind. Eine andere, eisenhaltige Quelle wurde in der Vergangenheit zur Linderung bei Blutarmut genutzt. Im 18. Jahrhundert handelten die Bewohner von Baliros auf den Märkten der Nachbarorte mit siliciumhaltigen Sand, der im kommunalen Wald vorkam.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Höhepunkt im 19. Jahrhundert mit über 300 Einwohnern ist die Zahl bis zu den 1940er Jahren auf die Hälfte gesunken und steigt seitdem aufgrund der Lage im Einzugsbereich von Pau.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2014
Einwohner 194 268 342 335 365 377 378 369 431
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[6] INSEE ab 2009[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche, gewidmet dem Apostel Simon Petrus, wurde um 1658 errichtet und im 19. Jahrhundert umgebaut, als die westliche Fassade überarbeitet und mit einem Glockenturm ausgestattet wurde. 1917 und 1956 wurden neue Glasfenster eingesetzt. Der Chor wird aufgewertet durch vier Gemälde aus dem 17 und 18. Jahrhundert mit Szenen aus dem Leben Jesu: Anbetung der Hirten, Maria mit Kind, Kreuztragung Christi und Grablegung Christi.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ossau-Iraty-Käse

Baliros liegt in der Zone AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch.[9]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[10]
Gesamt = 31

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baliros wird durchquert von der Route départementale 37 und ist über Linien des Busnetzes Transports 64 über Oloron-Sainte-Marie mit anderen Gemeinden des Départements verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Baliros – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitant.fr. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  2. Ma commune : Baliros (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  3. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 20. 1863. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  4. France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  5. Conseil régional d’Aquitaine: Baliros (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  6. Notice Communale Baliros (fr) EHESS. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  7. Populations légales 2014 Commune de Baliros (64091) (fr) INSEE. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  8. Conseil régional d’Aquitaine: Église Saint-Pierre (fr) Visites en Aquitaine. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  9. Institut national de l’origine et de la qualité (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  10. Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Baliros (64091) (fr) INSEE. Abgerufen am 15. Februar 2017.